Yankee Candle Alternativen - Teil 8: Village Candle

Dem regelmässigen Yankee Candle Käufer sind sicherlich schon das eine- oder andere Mal die recht ähnlich aufgemachten Village Candles ins Auge gefallen. Die Village Candles orientieren sich optisch ganz offensichtlich an den Yankees und bewegen sich auch in ähnlichem Preissektor. Es ist aber eine vollkommen andere Firma, die nicht mit Yankee verknüpft ist.


Da jede Duftkerzenfirma heutzutage anscheinend eine herzerwärmende und PR-taugliche Entstehungsgeschichte braucht, liefert uns natürlich auch Village eine solche: Paul Aldrich soll sich schon als Kind sehr für Duftkerzen begeistert haben. Dann im Jahre 1993 war Paul auf Job- und Businessideensuche, als er in der örtlichen Bücherei auf einen Artikel über die Kerzenherstellung stolperte. Sofort fühlte er sich in seiner Erinnerung in Kindertage zurückversetzt, als er in der Küche seines Elternhauses seine eigenen Kerzen in Milchtüten goss. Dort in der Bücherei in Brunswick, Maine wurde die Idee geboren und heute leitet Paul Aldrich nun sein eigenes "Familienunternehmen". 


Näher betrachtet würde ich aber nicht wirklich von einem Familienunternehmen sprechen, denn mit einem Blick auf die verfügbaren Informationen frage ich mich, wo steckt denn die besagte Familie? Das etwa 50 Mitarbeiter umfassende Unternehmen geriet hingegen zwischenzeitlich in recht zweifelhaften Ruf, als Firemenpräsident Paul Aldrich sich im Jahre 2014 gegen mehrere Klagen wegen sexueller Belästigung verteidigen musste. 

Die Anklage lautete auf ein allgegenwärtiges Muster von stark offensiven und unbarmherzigen sexuellen Belästigungen von weiblichen Angestellten. Weitere Anklagepunkte schlossen sowohl Körperverletzung, als auch das Berühren der Kläger in beleidigender Weise, sowie Vergeltungsmaßnahmen und andere Verstöße gegen staatliche und bundesstaatliche Arbeitskräfte ein, zurückgehend bis zum Jahre 2001.

Nun, was letztenendes im Detail hinter diesen ganzen Geschichten steckt, lässt sich als Aussenstehender nur schwer nachvollziehen und herausfinden und mir soll es im Folgenden deshalb auch ausschliesslich um die Kerzen und deren Qualität gehen.


Der grösste Unterschied der Village Candles zu den Yankee Candles liegt darin, dass es sich bei den Village Candles um Zweidochtkerzen handelt, wohingegen die Yankee Candles bekanntermassen ja nur einen Docht haben. Meine Erfahrungen was das Abbrennverhalten angeht ist nahezu durchweg positiv. Die Kerzen poolen schnell und problemlos und die Duftabgabe bei den meisten Düften ist vorbildlich.

Den Angaben von Village Candle folgend handelt es sich um eine patentierte und speziell entwickelte Zweidocht-Technologie, die langwierig entwickelt und ausgibig getestet wurde. Es wird sowohl bestmögliches Brennverhalten, als auch bessere Duftabgabe und langsames, gleichmässiges Abbrennen von Firmenseite aus garantiert.


Die Village Kerzen werden ebenfalls nach eigenen Angaben mit reinen ätherischen Ölen und Pflanzenextrakten aus der ganzen Welt hergestellt. Zudem werden ausschliesslich Paraffinwachs und Wachsmischungen in Lebensmittelqualität verwendet. 

Ein kleiner Kritikpunkt von mir ist, dass viele der Village Candle Labelbilder mich persönlich nicht so ansprechen, wie bei anderen Kerzenmarken. Dies ist vielleicht auch der Grund, warum ich die Angewohnheit habe, auf die Village Candles im Vergleich zu ähnlichen Kerzenmarken eher stiefmütterlich herabzusehen, wobei dies ist eigentlich gar nicht gerechtfertigt ist, denn die Qualität an sich ist gut und Village Candle hat mit Lemon Pound Cake sogar eine meiner unangefochtenen Duftkerzenfavoriten im Programm.


Trotz Lemon Pound Cake und trotz einer guten Menge anderer wirklich sehr guter Düfte, gibt es bei Village Candle aber auch eine Menge Düfte, die meinen persönlichen Geschmack nicht treffen. Die Stärke von Village Candle liegt für mich eindeutig in den direkteren/eindeutigeren Düften und da ist die Marke auch wirklich ausgesprochen gut.

Wenig Gefallen bei Village Candle finde ich hingegen an den meisten Fantasie/Mix/Mischdüften, wie z.B. Wish upon a Star, Summer Breeze, Glacical Spring, Serenity und so weiter. Im Mixen und Kreieren dieser Art von Düften, liegt Village für mich weit hinter seinen Mitbewerbern, wobei es auch bei diesen Düften natürlich positive Ausnahmen gibt.


Die Village Candle Apothekengläser gibt es in 3 verschiedenen Grössen. Positiv anzumerken ist, dass die kleinen Gläser im Gegensatz zu den kleinen Yankee Candle Gläsern etwa doppelte Füllmenge haben und keinerlei Abstriche in der Duftinentsität zu verzeichnen haben, da sie einen ebenso grossen Pool haben, wie die grossen Gläser.


Darüber hinaus vertreibt Village Candle auch Wax Melts für die Duftlampe. Hierbei hat man sich aktuell auf Verpackungseinheiten von 6 Würfeln pro Päckchen besonnen, die sich leicht abbrechen lassen. Die Duftabgabe ist ausgezeichnet und lässt keinerlei Wünsche offen.


Village Candle ist für mich eine Marke, bei der die Kluft zwischen Top und Fail am größten ist. Es gibt Düfte, die ich liebe und Düfte, die mir gar nichts geben - dazwischen gibt es wenig. Im Folgenden möchte ich euch nun einige Düfte von Village Candle vorstellen, die ich guten Gewissens weiterempfehlen kann:



Lemon Pistachio


Das Motivbild dieser Kerze ist ein wenig irreführend, denn die Kerze duftet im Prinzip ähnlich, wie ein cremiger Pistazien-Eis-Milchshake. Ich denke so ein Label wäre letztenendes dann auch nicht nur passender, sondern ebenso verkaufsfördernder gewesen. Etwas zitrusähnliches ist nicht wirklich herauszuriechen, maximal ganz leicht im Hintergrund.

Die Kerze duftet einfach lecker und wer den Duft von Pistazien mag, macht hier definitiv nichts falsch. Es ist jedoch zu erwähnen, dass die Kerze mit Crunchy Pistachio Vanilla von Yankee Candle und Brown Butter Pistachio von Goose Creek wirklich harte Konkurrenz hat.

Die Duftabgabe bei dieser Kerze ist im Vergleich zur Yankee Candle weniger aufdringlich und der kuchige Anteil fehlt. Sie ist auch weniger cremig, was allerdings meiner Meinung nach dem Gesamtduft gut tut, denn auch wenn ich den Crunchy Pistachio von Yankee Candle sehr mag, ist er mir manches Mal doch ein wenig "too much". Hier wird man weniger erschlagen.

Die Brown Butter Pistachio hingegen hat mehr Wärme inne, dagegen verliert Lemon Pistachio meiner Meinung nach, wirkt im Vergleich aber auch einen Tick frischer. Unterm Strich bin ich aber begeistert von dem Duft und kann sie jedem Fan dieser Duftrichtung nur wärmstens ans Herz legen.



Just For You


Just For You ist ein reiner, voller Blumenduft, fast, als würde man gerade einen Blumenladen betreten. Obwohl ich auch sehr viele Blumendüfte von anderen Herstellern kenne und mag, übertrifft dieser hier bisher jeden davon, so angenehm und echt kommt der Duft herüber.

Schon nach kurzer Zeit fängt der ganze Raum an zu duften, wie ein Blumenladen mit seinen frisch geschnittenen Blumen, den vielzähligen Blüten, Topfpflanzen und Blumenblättern. Man weiss gar nicht, wo man bei diesem Duft zuerst "zugreifen" soll, so vielfältig scheint das gedankliche Blütenmeer. Der Schwerpunkt liegt zwar auf der Rose, aber der Duft ist so facettenreich, dass auch Blumenduftfans, die Rose nicht unbedingt favorisieren, bedenkenlos zugreifen können.



Tea Time


Hier ist der Name Programm. Tea Time ist meine absolut liebste Teekerze und in angezündetem Zustand trifft sie den Duft von frisch aufgebrühtem, schwarzem Tee mit etwas Milch und Zucker auf den Punkt. 
Der Duft schafft für mich eine wohlige und angenehme Atmosphäre und ich bekomme sofort Lust auf eine britische Teezeit mit einer gemütlichen Tasse Tee, etwas Gebäck und einer netten Unterhaltung in englischem Ambiente.
Sowohl Brennverhalten, als auch Duftabgabe sind vorbildlich und so durchströmt der schöne Duft schon nach kurzer Zeit den ganzen Raum. Nicht zu aufdringlich, aber deutlich und gut wahrnehmbar.




Honey Creme


Honey Creme ist ein sehr schwerer, sehr süsser Duft. Auch wenn man es aufgrund des Namens und des Etikettbildes vermuten würde, den typischen Honiggeruch riecht man hier kaum heraus. Die Kerze riecht eher, wie ein starker "Honigkuchen", wobei das kuchig-cremige überwiegt.

Dies ist ein wirklich sehr kräftiger Duft und ich kann mir vorstellen, dass man ihn entweder lieben, oder hassen wird. Ich für meinen Teil habe mich für das Erstere entschieden. Hat sich der Duft erst einmal ausgebreitet, wird man ihn so schnell nicht wieder los und es ist einer diese Düfte, die auch noch am Folgetag leicht nachhängen können, wenn man die Kerze lange brennen hatte.

Ein Negativpunkt bei dieser Kerze ist, dass man sie beim Abbrennen nicht zu dicht an eine Wand stellen sollte. Zwar ist es mir selbst noch nicht passiert, aber ich habe von mehreren Kerzenfreunden gehört, dass es zu Verfärbungen der Tapete gekommen ist.



Peppermint Stick


Peppermint Stick lässt sich am ehesten mit Candy Cane Lane von Yankee Candle vergleichen. Es ist ein Minzduft, wie er oft in Zuckerbonbons vom Jahrmarkt zu finden ist. Mit einem ganz leichen Hauch von Vanille harmoniert dieser süsse und zuckrige Duft bestens mit der etwas schärferen und sehr frischen Minze.

Auch wenn mir dieser Duft ausgesprochen gut gefällt, ziehe ich im direkten Vergleich Candy Cane Lane vor, da sie mir einfach noch einen Hauch ausgeglichener und harmonischer daherkommt. Die Village Candle ist dagegen einen Tick härter. Trotzdem zählt Peppermint Stick aber definitiv zu meinen Minzfavoriten und die Duftverteilung ist sehr gut.
 



Acai Berry Tobac


Ich liebe einfach den Duft von frischem (Pfeifen-)Tabak und genau diesen herrlichen Duft hat man hier eingefangen. Es ist der Duft von noch leicht feuchtem, aromatischem Tabak, wie man ihn aus alten Pfeifenläden kennt, ergänzt mit einer ganz leichten, fruchtigen Note.

Für meinen Geschmack könnte diese Kerze gut und gerne noch eine ordentliche Portion kräftiger/intensiver sein, dennoch bin ich überaus zufrieden und wahrscheinlich liegt das nur daran, dass ich von dem Duft einfach nicht genug kriegen kann. Er ist einfach gemütlich, warm und atmosphärisch. Sehr zu empfehlen.



Scarlet Berry Tulip


Ich hatte schon gar nicht mehr im Gedächtnis, wie Tulpen riechen, aber nach dem Öffnen des Deckels dieser Kerze war die Erinnerung sofort wieder da.

Der Duft ist sehr schön authentisch und sehr direkt. Obwohl der Duft laut Beschreibung unter Anderem auch Jasmin, Veilchen und Himbeere enthält, sind diese Duftnoten direkt nicht wahrnehmbar, vielmehr stützen und ergänzen sie den kräftigen Tulpenduft.

Wer einen guten Tulpenduft, oder eine Alternative zur Yankee Candle Tulips sucht, hat hier eine sehr gute Kerze zur Auswahl.



Honey Patchouli


Kalt an der Kerze gerochen nehme ich zuerst einen starken Honigduft wahr, der mir fast schon ein bisschen zu aufdringlich ist. In angezündetem Zustand findet die Kerze aber schnell ihr Gleichgewicht und der Patchoulianteil kommt sehr gut hervor und schafft eine tolle Harmonie.

Die Kerze ist im Raum sehr gut und intensiv wahrnehmbar und der Duft scheint nahezu greifbar. Hier hat Village Candle für meinen Geschmack eine wirklich aussergewöhnliche Duftkomposition geschaffen, die seinesgleichen sucht. Absolute Empfehlung.



Home for Christmas


Ich muss zugeben, ich war diesem Duft gegenüber sehr skeptisch: Ein Rum/Butter-Fruchtmix? Das klang für mich nicht lecker und schon gar nicht weihnachtlich. Tatsächlich ist es aber so, dass es sich um einen unheimlich runden, warmen und leicht süssen Duft handelt, der überraschenderweise wirklich wohlig und gemütlich wirkt.

Der enthaltene Fruchtmix kann vielleicht am ehesten mit gebackenem Obst und getrockneten Pflaumen verglichen werden und die enthaltenen Rum und Butternoten sind als solche ebenso nicht typisch und keinesfalls alkoholisch. Vielleicht kann man sich den Duft am ehesten als warmen Früchtepunsch vorstellen, aber viel runder, weicher und wärmer.

Für mich ist Home for Christmas ein absoluter Überraschungstreffer, den ich so niemals erwartet hätte und wer einen schönen Duft für die Weihnachtszeit ohne Zimt, Nelken, Pfefferminz, Lebkuchen, oder andere Weihnachtstypische Zutaten sucht, ist hier an der richtigen Adresse.



Lemon Pound Cake


Das Beste kommt zum Schluss: Dieser Duft haut mich einfach jedes Mal um. Schon kalt am Glas gerochen, ist er unglaublich, aber dann im Raum verteilt ist es einfach nur ein phenomenaler Kuchen-Zitronenzuckerguss-Geruch, den ich sonst noch bei keiner Marke in dieser Perfektion gerochen habe.

Beim Brennen dieser Kerze kann man den frisch gebackenen Zitronenkuchen nahezu schmecken und besonders der Zitronenzuckerguss ist stark und eindeutig herauszuriechen, was mich stets daran erinnert, wie wir als Kinder selber Zuckerguss für Kuchen aus Puderzucker und frischen Zitronen gemacht haben.

Wer seinen Zitronenkuchen etwas frischer/spritziger mag, dem empfehle ich Lemon Butter Pound Cake von Cheerful Candle. Für mich jedoch ist dies der perfekte Duft und mein unangefochtener Duftkerzenfavorit.



Meine Punktewertung für diese Düfte:

- Lemon Pistachio 8/10
- Just For You 9/10
- Tea Time 8/10
- Honey Creme 8/10
- Peppermint Stick 9/10
- Acai Berry Tobac 8/10
- Scarlet Berry Tulip 7/10
- Honey Patchouli 8/10
- Home for Christmas 8/10
- Lemon Pound Cake 10/10

Abschliessend lässt sich sagen, dass Village Candle zwar auch eine Vielzahl an Düften im Programm hat, die mir nicht gefallen, sie letztenendes aber doch auch eine Menge Düfte im Programm haben, die ich schlichtweg grossartig finde (z.B. die hier heute besprochenen). Allein wegen dieser Düfte schon werde ich sicher auch in Zukunft regelmässig Village Candle nachkaufen und/oder neuen Düften eine Chance geben.

Auch das vorbildliche Brennverhalten bei den Village Candles, sowie die hervorragende und intensive Duftverteilung bei vielen der Düfte, möchte ich an dieser Stelle noch einmal hervorheben.


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Yankee Candle Alternativen - Teil 7: Cheerful Candle

Das Unternehmen "A Cheerful Giver" wurde im Jahre 1991 als kleiner Familienbetrieb gegründet und ist nach wie vor im Besitz des Ehepaares Tony und Susan Gross. Das Paar setzt auf Qualität und verkauft neben Duftkerzen (z.B. Keepers of the Light Candles, Cheerful Candles und Day Spa Aroma Therapy Candles) auch Kerzenzubehör, Dekorationsgegenstände und weitere schöne Dinge.


Eine Besonderheit des Unternehmens ist die Zusammenarbeit mit verschiedenen Einrichtungen für geistig behinderte Menschen. So werden alle Dochte der Cheerful Candles von eben solchen Menschen in die Gläser eingesetzt, wobei sich die Arbeiter ihre Zeit frei einteilen können.

Diese Unterstützung solch sogenannter benachteiligter Menschen begrüsse ich persönlich sehr, da ich früher selbst eine Zeit lang beim Verein für Behindertenhilfe in der Betreuung gearbeitet habe und weiss, wie sehr diese Menschen oft unterschätzt werden und mit welcher Freude sie z.B. in den Behindertenwerkstätten ihrer Arbeit nachgehen, wenn sie entsprechend ihrer Fähigkeiten eingesetzt und gefördert werden.


Von allen Produkten der Cheerful Givers interessieren mich heute natürlich die Cheerful Candles am meisten. Die Kerzen sind in Handarbeit gefertigte und qualitativ hochwertige Duftkerzen. Verkauft werden die Kerzen in ähnlicher Aufmachung wie die Yankee Candles.

Die Apothekengläser sind optisch nahezu deckungsgleich und die Label orientieren sich auch ganz offensichtlich am bekannten Vorbild. Marketingtechnisch ist es natürlich auch sinnvoll, dass man von der Bekanntheit einer bereits eingesessenen Marke mitprofitieren will...und Hand aufs Herz: Viele von uns Duftkerzensuchtis finden dieses Apothekerglasdesign doch auch wirklich am ansprechendsten.


Das Duftsortiment der Cheerful Candles besteht derzeit aus recht überschaubaren 67 Duftsorten, wobei in jeder Duftrichtung etwas dabei ist, das den Kerzenfan begeistern dürfte. Die grossen Jars enthalten 680g Duftwachs und haben somit etwas über 50g mehr Wachs an Bord, als die Yankees. Zum sauberen und besseren Abbrennen hat man bei den Kerzen auf 2 Dochte pro Glas gesetzt, wie es sich auch bei unzähligen anderen Kerzenherstellern, z.B. Goose Creek, Village Candle, Kringle Candle u.s.w., bewährt hat.


Leider finden sich kaum nähere Informationen über die Inhaltsstoffe der Kerzen, aber beim Wachs scheint es sich um Paraffin zu handeln. Der Baumwolldocht ist mit einem Leitdocht versehen. Leider scheint die Kerzenindustrie zu denken, das negativ anhaftende Image der Leitdochte sei in Vergessenheit geraten und diese Dochte sind wirder arg im Kommen. So auch bei Cheeful Candle.

Randinfo zu Leitdochten: 

Viele Jahre lang waren Leitdochte arg in Verruf und waren kaum noch zu sehen und unter Verwendung von Blei waren/sind sie sogar verboten.

Bei den aktuellen Leitdochten besinnt man sich auf ein anderes Schwermetall, nämlich Zink. Ob das jetzt wesentlich besser ist, kann ich nicht sagen. Von Kerzen/Dochtherstellern derzeit als vollkommen unbedenktlich deklariert, wird auf kritischeren Seiten vor solchen Dochten gewarnt. Was jetzt stimmt, kann ich nicht sagen, gehe jetzt aber einfach ganz blauäugig mal davon aus, dass ich nicht tot umfalle, wenn ich ab und zu mal eine solche Kerze brenne. 

Trotzdem werden beim Verbrennen ja ohnehin schon immer gesundheitsschädliche Stoffe freigesetzt (jetzt nicht spezifisch auf Cheeful Candle bezogen, sondern generell auf jeden Verbrennvorgang), für mich also völlig unverständlich, dass man mit solchen Dochten noch eine weitere "Zutat" draufsetzt, anstatt die Risiken möglichst minimal zu halten. 

Angeblich sind Dochte mit Leitdocht (in diesem Fall halt ein Zinkfaden), vorteilhafter für den Kunden, da durch die Stabilität Dochte beim Ausblasen nicht ins Wachs umkippen können und einfacher wieder anzündbar sind*. An anderer Stelle heisst es, die Kerze brenne dadurch heisser und gleichmässiger. Nun, mir fallen auch normale Baumwolldochte nicht ins Wachs und mit dem Wiederanzünden hatte ich auch nie ein Problem. Ich denke also dies ist eher eine fadenscheinige Aussage um die Dochte zu rechtfertigen, da sie für den Hersteller beim Giessen einfach praktischer sind und weniger aufwändig einzusetzen sind, wenn sie von alleine stehen.

(*Diese Aussage stammt von Lone Star Candles, nicht von Cheerful Candle. Von Cheerful gibt es kein offizielles Statement, warum sie diese Dochte benutzen).


Schaut man sich einmal im Netz in den Rezensionen und Kundenmeinungen zu den Cheerful Candles um, so sind diese nahezu durchweg postitiv und man liest immer wieder Kommentare, wie "best candles ever", "most fragrant candles", oder "will never buy any other brand again". Die positiven Meinungen scheinen sich geradezu zu überschlagen und auch der Kundenservice in den USA scheint hervorragend und kundenorientiert.

Bei so viel positiver Kritik musste ich mich einfach selbst von der Qualität dieser Kerzen überzeugen. Duft und Raum sind momentan die Allerersten, die diese Kerzenmarke auch in Deutschland, sowohl im Ladengeschäft, als auch online zum Verkauf anbieten und natürlich kam ich nicht umhin, mir gleich einen Satz dieser Kerzen zum Testen zu bestellen.


Ich muss zugeben, kalt am Glas gerochen war ich zu Anfang etwas enttäuscht. Es gab keinen "Wow"-Effekt und ich hatte auch nicht den Eindruck von überdurchschnittlichen Duftbomben. Im ersten Moment empfand ich den Duft am Glas sogar als recht schwach - zumindest schwächer, als ich vermutet hätte. Letzenendes kommt der Kaltduft in etwa einer leichten Yankee Candle gleich.

Ernüchtert und mit entsprechend niedrigen Erwartungen an den Warmduft probierte ich die Kerzen dann am gleichen Tag noch aus - mit überraschenderweise überaus positivem Ergebnis. Es dauert kaum eine Stunde bis die Oberfläche flüssig ist und sich der Duft gut ausbreitet. Die Intensität steigert sich daraufhin dann stetig und ist nach ein paar Stunden durchaus raumübergreifend gut wahrnehmbar. Ich muss zwar sagen, es gibt durchaus kräftigere Duftkerzen, z.B. von Kringle, oder Goose Creek (Sortenabhängig natürlich), aber die Duftintensität und Verteilung liegt durchaus im oberen Bereich und deutlich über so mancher Yankee Candle.

Schlussendlich finde ich, dass diese Kerzen eine sehr gute Alternative darstellen und auch wenn sie jetzt aus meinen Augen nicht alles bisher Dagewesene übertreffen, können sie absolut co-existieren und sind definitiv empfehlenswert.


Die folgenden Duftsorten habe ich für euch getestet:


Almond Butter Pound Cake


Auf der ewig andauernden Suche nach einem schönen Marzipanduft war dies die erste der Cheerful Candle, die meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat und im Einkaufskorb landete. Der erhoffte Marzipanduft ist es letztenendes zwar wieder einmal nicht, nichtsdestotrotz handelt es sich hier um einen schönen, leicht butterkuchig angehauchten Mandelduft und für meine falschen Hoffunungen kann die Kerze ja nichts. 

Die Note erinnert ein wenig an den Mandelduft, wie man ihn in Sirup, oder Likören finden kann. Die Duftverteilung ist schleichend, aber prima und steigert sich mit der Zeit sehr gut. Der Duft sucht sich mit der Zeit seinen Weg durch die Wohnung und weiss zu überzeugen. Mandelkuchenfans können hier bedenkenlos zugreifen.



Lemon Butter Pound Cake


Diese Kerze hat einen wirklich schweren Stand, denn sie muss gegen meine absolute Lieblingskerze, Lemon Pound Cake von Village Candle, antreten. Der Duft der Kerze ist eindeutig Zitronenkuchen und wesentlich mehr "straight" in diese Richtung, als z.B. der ebenfalls sehr schöne Lemon Chiffon von Woodwick. Im Vergleich fehlt der Cheerful Candle aber das Weiche und Runde. 

Die Kerze konzentriert sich eindeutig auf das zitronige und schwebt dabei auf einer butterkuchigen Basis. Der Kräftige Zuckergussduft, den es bei der Lemon Pound Cake von Village Candle gibt, ist hier zugunsten der Zitrone im Vergleich viel zurückhaltender, trotzdem aber noch vorhanden.

Würde man Celebrate von Yankee Candle mit Lemon Pound Cake von Village Candle mischen und noch einen Spritzer Zitrone zugeben, ich denke man käme diesem Duft sehr nahe. Meine Village Candle bleibt zwar für mich nach wie vor ungeschlagen, aber troztdem hat Cheerful Candle hier eine wirklich gute Zitronenkuchenkerze im Angebot.



Coastal Redwood


Coastal Redwood ist, wie viele andere Cheerful-Sorten auch, schon als "Keepers of the Light" Candle erhältlich gewesen. Das in meinen Augen unschöne und nicht wirklich passende rosa-fleischfarbene Wachs sollte euch nicht abschrecken, denn der Duft an sich ist sehr schön, wenngleich er nicht mit anderen Redwood-Düften mithalten kann. Ihm fehlt einfach die "Kraft", die "Naturgewalt", wie ich sie bei diesem Duft erwarten würde. 

Die Kerze ist auch kaum holzig und manchmal, wenn ich die Nase ans Glas halte, empfinde ich den Duft sogar als leicht parfümig. Ich finde, der enthaltene Eukalyptus, der dem Duft wohl den gewissen Frischekick verleihen soll, stiehlt dem Rotholz leider die Show. 

Unterm Strich muss ich sagen ist die Kerze, die ausserdem noch Noten von Wacholderbeere, Birkenrinde, Zeder, Tonka und Moschus enthält, dennoch insgesamt sehr schön - nur halt nicht das, was man gemeinhin unter Redwood erwarten würde.



Cozy Cabin


Auch Cozy Cabin ist ganz anders, als ich erwartet hätte. Der Duft wirkt auf mich keineswegs "cozy" (also "gemütlich"). Stattdessen ist dies eher ein Wald und Flur Duft, der fast ein bisschen etwas von parfümiertem Moos an sich hat. 

Für Cozy Cabin hat man Sandelholz, Zedernholz und Tanne gemischt, aber dem Duft fehlt es eindeutig an Wärme und er erinnert eher an einen verregneten Herbsttag, als an eine gemütliche Waldhütte. Ausserdem denke ich hätte man sich zugunsten der anderen enthaltenen Düfte mit der Tanne ein bisschen mehr zurückhalten können. 

Der Duft ist für meinen Geschmack nicht wirklich besonders, ja vielleicht sogar der enttäuschendste auf dieser Liste, trotzdem ist er aber durchaus in Ordnung, nur meiner Meinung nach völlig irreführend betitelt.



Snowy Cabin


Auch mit der Aufmachung dieses Duftes habe ich so ein bisschen meine Probleme. Ich rieche hier einfach nichts wirklich Winterliches, oder Verschneites heraus. Der Duft ist leicht fruchtig, was wohl der enthaltenen Apfelnote zuzuschreiben ist und parfümig mit einer Minznote im Hintergrund, die wohl für das Kältegefühl sorgen soll. Funktioniert aber nicht. Kalt im Sinne von frisch? Ja, vielleicht. Kalt im Sinne von verschneit? Nein. 

Die Kerze enthält als weitere Duftnoten Eiche, Vanille, Zimt und Jasmin. Diese Noten gehen aber nahezu komplett unter und sind nur indirekt als leicht parfümiger Mischduft wahrnehmbar. Unterm Strich ein leichter Apfel-Minzduft, der von einem "plüsterigen" Mitduft umhüllt wird, wobei ich den Apfel mit der Zeit immer dominanter wahrnehme.

Der Duft hätte als z.B. Frühlingserwachen einen treffenderen Namen gehabt, als verschneite Hütte. Letztenendes ist der Duft an sich aber durchaus annehmbar, und weiss mit der Zeit sogar etwas zu wachsen. Trotzdem denke ich, schiesst man hier leider etwas am Ziel vorbei.


Meine Punktewertung für diese Düfte ist:

Almond Butter Pound Cake: 7/10
Lemon Butter Pound Cake: 8/10
Coastal Redwood: 5/10
Cozy Cabin: 4/10
Snowy Cabin: 6/10

Unterm Strich lässt sich sagen, dass es sich hier um sehr gute Duftkerzen handelt. Ich persönlich fühle mich bei anderen Marken wohler, aber das ist einfach eine irrationale Sache der persönlichen Sympathie. Dennoch gibt es noch so einige interessante Duftsorten bei den Cheerful Candles, die ich sicherlich beizeiten noch probieren werde.

Was haltet ihr von den Cheerful Candles? Kennt ihr sie schon, oder habt Lust bekommen, sie mal zu probieren? Hinterlasst mir gerne euer Feedback dazu in den Kommentaren, oder direkt in meiner Facebookgruppe.



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Yankee Candle Alternativen - Teil 6: Woodwick

Heute möchte ich euch einmal die Duftkerzen von Woodwick näher vorstellen. Genau wie Yankee Candle & Co. haben auch Woodwick sehr viele Duftkerzensorten mit vielen verschiedenen Düften im Sortiment. Die bei Sammlern wohl beliebtesten Woodwick-Kerzen, vergleichbar mit den Yankee Candle Housewarmern, sind hierbei die sogenannten Hourglass-Gläser. 


Neben dieser Hauptreihe bietet Woodwick aber auch noch andere Formen und Grössen an. Das Besondere an den Woodwick Kerzen ist der Holzdocht (also Wood-Wick, wie der Name schon sagt), der beim Abbrennen eine "kuschelige" Kamin/Lagerfeuer-Knisteratmosphäre schaffen soll - kennt ihr vielleicht auch von den Yankee Candle Pure Radiance Crackling Kerzen.


Die Woodwick Kerzen werden von der amerikanischen Firma Virginia Candle Company vertrieben und sind seit Ende der 80er auf dem Markt. Für die Houglass-Kerzen wird ausschliesslich Sojawachs verwendet, was besonders für die Paraffin-Gegner erfreulich zu hören sein wird und durch den kreuzförmigen Docht, den sogenannten Woodwick "+" (Plus)-Docht, brennen sie auch gleichmässig und problemlos sauber ab. Ältere Woodwick Kerzen haben noch einen einfachereren "-" (Minusförmigen) Docht. Für die Kerzen wird eine Brenndauer von 3-4 Stunden pro Brenn-Session empfohlen.


Was die Duftauswahl angeht, hat Woodwick wirklich ein sagenhaftes Sortiment und es gibt viele sehr leckere und auch "geschmeidige" Düfte, die ich in ähnlicher Form bei anderen Firmen noch nicht gefunden habe. Leider muss ich aber auch sagen, lässt die Intensität teilweise arg zu Wünschen übrig. Ich muss schon zur grössten Grösse greifen, um die Kerzen überhaupt ordentlich im Raum wahrnehmen zu können, aber auch dann ist das Dufterlebnis eher schleichend und geschmeidig. Das soll nicht heissen, man nimmt die grossen Kerzen nicht gut wahr, aber es sind halt keine solche Duftbomben, wie es sie z.B. bei Goose Creek oft gibt.


Die Empfindungen, was die Intensität angeht, sind ja sehr unterschiedlich, aber ich würde ganz grob sagen, man kann sie mit einer leichten bis mittleren Yankee Candle vergleichen - an die Intensität einer BBW, Goose Creek, oder einer kräftigeren Yankee Candle Sorte kommen die Woodwick Kerzen leider nicht heran. Wie bei allen anderen Duftkerzenfirmen jedoch auch: Die Wax Melts - sollte man sich statt einer Kerze lieber für Schmelzwachs für die Duftlampe entscheiden - lassen nichts zu wünschen übrig was die Duftintensität angeht.


Was den Holzdocht betrifft, so bleibt genau wie bei Baumwolldochten eine gewisse Pflege nicht aus und er muss regelmässig getrimmt werden - spätestens wenn die Kerze zu rußen beginnen sollte. Man kann den Holzdocht ganz normal mit einer Dochtschwere trimmen, wie andere Dochte auch, jedoch muss man hier ein wenig stärker aufpassen, dass keine verkohlten Holzstückchen ins Wachs fallen, da das Dochtende nachdem es gebrannt hat sehr bröselig wird.


Interessant bei den Woodwick-Kerzen finde ich insbesondere, dass es viele sogenannte Trilogy-Kerzen gibt. Bei diesen Kerzen gibt es gleich 3 zusammenpassende Duftsorten in einer Kerze, das heisst beim Abbrennen ändert die Kerze im Laufe der Zeit ihren Duft zweimal. Anders als bei den Yankee Candle Swirl kerzen, bei denen ja zwei Düfte miteinander vermischt werden, geht hier ein Duft zum anderen über. Zwar gibt es bei Yankee Candle ebenfalls sogenannte "Trio" Kerzen, aber bei Woodwick sind die Sorten meiner Meinung nach wesentlich passender aufeinander abgestimmt.


Am Rande sei noch erwähnt, dass die Woodwick Kerzen stets mit einem Holzdeckel daherkommen, den man auch als Untersetzer für die Kerze verwenden kann. Ich persönlich finde, der Deckel passt optisch nicht wirklich optimal als Kerzenuntersetzer, aber ich wollte diesen offiziellen Woodwick "Lifehack" auch nicht unerwähnt lassen. Im Folgenden möchte ich euch nun noch ein ein paar Woodwick-Sorten näher vorstellen, die ich kürzlich einmal ausporbiert habe.




Wild Sweet Pea


Der Duft wildwachsener Wicken wird hier prima eingefangen und man könnte fast denken, man hielte einen kleinen Strauss dieser Schmetterlingsblütler in den Händen. Der Duft ist zwar grün und blumig, aber kommt ebenso mit einer leichten Süsse daher, so dass er etwas verspieltes an sich hat. Im Vergleich zur Garden Sweet Pea von Yankee Candle, kommt dieser Duft weicher, aber leider auch wesentlich schwächer daher.



Dreamsicle Daydream


Diese Kerze ist ein absoluter Traum und ich liebe den Duft einfach. Ein süsser, cremiger, sahniger, orangiger Duft, wie man ihn besser nicht hätte kreieren können. Dreamsicles in klassichem Sinne sind Eis am Stiel aus Orange mit einer gefrorenen Milchcremefüllung (nicht zu verwechseln mit Creamsicles, die eine sahnige Milcheisfüllung haben, ähnlich wie bei uns das Split Eis). Wer Orange Dreamsicle von Yankee Candle schon gut findet, wird diese Kerze lieben. Sie ist nochmal um einiges runder und "leckerer" und in ihrer Gesamtnote einfach zum Umfallen.



Trilogy: Lemon Chiffon, Orange Groove, Valencia Orange


Hier kann ich natürlich erst einmal nur den obersten der 3 Düfte beurteilen, aber von dem bin ich ganz hin- und weg. Es ist ein zuckergussähnlicher Zitronenduft, der mich auf Anhieb begeistert hat, sehr zu empfehlen. Lemon Chiffon ist ein Zitronenkuchen, der einfach lecker riecht und dieser Duft wird hier sehr gut eingefangen. Ich bin schon gespannt, wie sich der Duft entfalten und wie sich später der Duftwechsel machen wird. Bis dahin hat die Kerze aber noch so einige Brennstunden vor sich.



Redwood


Redwood ist ein herrlicher, holziger Duft, der mir einfach unbeschreiblich gut gefällt. Es ist der perfekte Duft für die sich anbahnenden, kühleren Herbsttage und er vermittelt ein durchweg gemütliches Gefühl. Die Kerze fängt den Duft dieses immergünen Nadelbaums, der übrigens der Kalifornische Staatsbaum ist, sehr authentisch ein. Mein einziger Kritikpunkt hier ist leider wieder, dass ich mir die Duftintensität wesentlich stärker wünschen würde.



Inspiration Garden


Inspiration Garden ist ein leichter, blumiger Duft, der aber auch eine gewisse bonbonartige Süsse inne hat. Die Kerze kommt, wie alle Düfte aus der Woodwick Escape Reihe, nicht im Hourglass, sondern im breiteren Zweidochter daher. Mit viel Fantasie kann man sich bei dem Duft schon einen grossen, bunten, schön angelegten Blumengarten vorstellen, durch den man im Sommer lustwandeln mag. Ich persönlich denke aber beim ersten Öffnen des Deckels immer zuerst an Gummitiere zum Naschen. Aufgrund seiner doch sehr spielerischen Natur ist dies nicht unbedingt einer meiner Lieblingsdüfte, aber ich denke wer z.B. Yankee Candles' Jelly Bean, oder Pink Dragonfruit gern mag und zudem auch blumigen Düften gegenüber nicht abgeneigt ist, wird hier guten Gefallen dran finden.




Pure Comfort


Pure Comfort ist ein wunderbarer wohliger, frischer Duft, der wie eine angenehme Brise daherkommt. Offiziell ist er zwar eine Mischung aus leinengetrockneter Bettwäsche, Früchten und Moschus, aber ich kann entwarnen: Es ist kein typischer Wäscheduft. Der Duft ist nicht zu aufdringlich und somit auch für "Frischeskeptiker" durchaus geeignet. Pure Comfort ist sowohl in der Escape Reihe als Zweidochter, als auch im klassischen Hourglass erhältlich.



Tuscan Sunrise


Dieser Duft ist einfach herrlich. Tuscan Sunrise soll an eine italienische Landschaftsidylle bei Sonnenaufgang erinnern und enthalten sind zum Beispiel Orangenholz und Moschus. Die Kerze macht einen wunderbaren herben, holzigen und männlichen Dufteindruck und ist einfach zum Hineinversinken gut. Wer neugierig geworden ist, muss allerdings schnell zuschlagen, denn die Sorte ist leider aus dem aktuellen Sortiment raus. Ich für meinen Teil werde mir direkt schnell noch ein Backup holen.


Sonoma Sunset


Sonoma Sunset weiss mich ähnlich zu begeistern, wie Dreamsicle Daydream. Diese Mischung aus Pfirsich, Bergamotte, Zimt, Vanille und weiteren Noten ist in seiner Gesamtheit einfach unglaublich. Ich möchte mit dem Duft ein Becken füllen und mich kopfüber hineinschmeissen. Dieser süsse, aber runde und weiche Duft ist sicherlich nicht jedermanns Sache, wer sich aber auf ein aussergewöhnliches, Duftabenteuer einlassen möchte und einen schmeichelnden, aber nicht klebrigen Süssduft sucht, der kann hier bedenkenlos zugreifen.



Cinnabark


Cinnabark ist ein ziemlich reiner Zimtduft und bietet keinerlei Überraschungen. Trotz einer ganz, ganz leichten Süsse, wohl wegen der unterschwellig enthaltenen Vanillenote, ist er nicht vergleichbar mit z.B. Yankees' Sparkling Cinnamon, sondern geht eher in die Richtung des Cinnamon Stick. Zwar ist Cinnabark nicht ganz so dröge, wie Cinnamon Stick, aber wirklich vom Hocker haut mich der Duft auch nicht. Ich kann mir diesen Duft gut zum mischen mit anderen Düften vorstellen. So für sich allein ist er mir allerdings zu langweilig.


Apple Crisp


Dieser Duft kann mich irgendwie so gar nicht überzeugen. Ich finde ihn ähnlich problematisch, wie z.B. Caramel Applewood von Goose Creek, denn die enthaltene Apfelnote ist für meine Nase einfach nicht wirklich schön. Apple Crisps sind gebackene Apfelspalten mit Karamell und Butterstreuselkruste. Ich kenne Apple Crisps persönlich nicht und es mag schon angehen, dass diese so duften, aber meinen Duftgeschmack trifft dieser Backapfelduft einfach in der Regel nicht und das ist hier nicht anders. So ist der "muffige" Apple Crisp leider für mich der grösste Fail auf dieser Liste.



Meine Punktewertung für diese Düfte:

Wild Sweet Pea: 7/10
Dreamsicle Daydream: 10/10
Lemon Chiffon: 9/10
Redwood: 9/10
Inspiration Garden: 6/10
Pure Comfort: 6/10
Tuscan Sunrise: 8/10
Sonoma Sunset: 10/10
Cinnabark: 5/10
Apple Crisp: 2/10

Ich muss aber sagen, dass sich diesmal die Wertung ausschliesslich auf den Duft an sich bezieht und nicht auf die Intensität, denn die hätte ich mir bei allen dieser Düfte noch eine gute Portion stärker gewünscht.


Eine Anmerkung noch zu den kleinen Hourglass-Gläsern: Wie Anfangs schon gesagt, sind die Woodwick-Kerzen ohnehin nicht die intensivsten. Auch wenn die kleinen "niedlichen" Gläser verlockend sind und am Glas gut riechen, empfehle ich wirklich zu einer grösseren Grösse zu greifen, solltet ihr euch für Woodwick entscheiden. Die kleinen Kerzen nehme ich im Raum überhaupt nicht wahr, nicht einmal in kleinen Räumen...da muss man schon wirklich eine gute Nase haben.


Was meint ihr zu den Woodwick-Kerzen? Habt ihr sie selbst auch schon probiert? Was sind eure Lieblingssorten? Nehmt ihr den Duft der kleinen Kerzen wahr, oder mögt ihr auch lieber die grossen Gläser, oder aber die Melts? Hinterlasst mir gern ein Feedback hier in den Kommentaren, oder direkt in meiner Facebookgruppe.

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