Purple River Duftkerzen: 21 Düfte im Test

Werbung (unbezahlt), da Markennennung. Alle Produkte, die ich auf meinem Blog rezensiere und beschreibe, sind selbst gekauft.


Eine zweite Chance für Purple River


Nachdem meine erste Begegnung mit den Duftkerzen von Purple River zwar tendenziell positiv, aber nicht restlos überzeugend ausfiel, hatte ich inzwischen ausreichend Zeit, mich mit den Kerzen anzufreunden. Ich muss sagen, nachdem ich die Düfte nun mehrfach genutzt habe und auch dem Look der Kerzen gegenüber etwas zutraulicher geworden bin, ist in mir der Wunsch gewachsen, mir noch weitere Düfte von Purple River zu kaufen.

Die Gelegenheit beim vergangenen Sale war günstig und so sind eine ganze Menge an Kerzen in meinem Einkaufswagen gelandet, die ich euch in diesem Blog Post näher beschreiben möchte. 


Hat sich mein Eindruck geändert?


Zuerst einmal mein "zweiter erster Eindruck": Der leichte, dünne Deckel mit dem dicken, weißen Rand stört mich nach wie vor und gibt den von der Wachsqualität her an sich guten Kerzen leider in meinen Augen ein unnötig minderwertiges Gefühl. Auch die Label wirken auf mich, trotzdem ich sie jetzt schon länger immer wieder vor den Augen hatte, leider etwas zweitklassig. 

Das mag alles nur mein persönliches Empfinden sein und grundsätzlich sind die Papierlabel sicher auch umweltfreundlicher, als die transparenten Aufkleber, die man von z.B. Yankee Candle oder Country Candle kennt, aber ich kann mich des Eindrucks einfach nicht erwehren. Zudem lässt sich die an sich schöne Glanzbeschriftung und Umrandung auf dem geriffelten Papier scheinbar nicht sauber aufdrucken.

Aber genug der Kritik: Das Wachs und das Abbrennverhalten sind super und das ist es, worauf ich mich nun konzentrieren möchte. Letztlich merkt ihr ja auch, dass die Kritikpunkte nicht so gravierend sind, dass sie mich davon abgehalten hätten, noch weitere Purple River Kerzen zu kaufen. 

Ein gigantischer Pluspunkt ist nach wie vor, dass die Kerzen aus 100% Sojawachs bestehen, vegan sind und ohne Tierversuche hergestellt werden. Ein dickes "Bravo" dafür! Meiner Ansicht nach gibt es nichts Unnötigeres, als dass Tiere für Kosmetik, Düfte, Labelklebstoffe und ähnliche Luxusprodukte leiden und sterben müssen.

Zudem: Natürlich ist es eine Sache des persönlichen Geschmacks, was für ein Wachs man bevorzugt (oder ob man irgend ein Wachs dem anderen vorzieht), aber dass Paraffin ein Abfallprodukt der Ölindustrie ist und hauptsächlich aus Erdöl gewonnen wird, wirkte auf mich noch nie sonderlich ansprechend - umso schöner, dass bei Purple River komplett darauf verzichtet wird.


Vom Eindochter zum Zweidochter?


Still und heimlich scheint Purple River von ihren Eindochtkerzen auf Zweidochtkerzen umzustellen. Auf der Website fand ich keinerlei Hinweis, dass die neueren Kerzen nun zwei Dochte haben und auch die Produktbilder zeigen allesamt nur einen Docht. Umso überraschter war ich, als ich dann bei dieser aktuellen Bestellung neben vielen Eindochtern auch diverse Zweidochtkerzen in der Hand hielt.

Zwei Dochte sorgen letztlich für mehr Hitze und führen dazu, dass man einfacher und schneller einen Wachs-Pool erreicht. Zudem sorgt die höhere Temperatur dafür, dass wirklich genug Duftöl in die Raumluft abgegeben wird, um eine gute Intensität zu erreichen.

Mehrere Dochte können aber auch den Nachteil haben, dass sich die Flammen gegenseitig stärker zum Flackern und zum Rußen bringen. In der Regel performen Mehrdochter bei mir recht gut, aber es gibt auch immer wieder Problem-Exemplare. Im Bezug auf die Purple River Kerzen, kann ich zu diesem Zeitpunkt bisher sagen, dass sie zwar flackern, aber nicht rußen sofern man die Dochte regelmäßig trimmt. 

Leider bilden die Dochte sehr schnell Dochtblumen, so dass spätestens alle zwei Stunden, oft schon früher, ein Trimmen unumgänglich ist, wenn man nicht möchte, dass Dochtreste ins Wachs fallen oder die Flammen zu hoch flackern. Das ist aber ein gängiges Problem bei vielen Herstellern und nicht ungewöhnlich. Dochtblumen oder Dochtpilze entstehen immer dann, wenn das Wachs schneller verbrennt als der Docht - was hier aufgrund des weichen Sojawachses und der zwei Dochte vollkommen logisch auch unweigerlich passiert. Grundsätzlich finde ich die zwei Dochte aber absolut positiv.


Welche Purple River Düfte habe ich mir gekauft?


Nachdem ich im letzten Post die Düfte Blueberry Muffin, Whiskey Honey, Lemon Verbena, Good Karma, Sweet Macaron, Black Coconut Lime und Eucalyptus & Lemongrass beschrieben hatte, sind inzwischen folgende weitere Düfte bei mir eingezogen:

  • Peony Blossom
  • Strawberry Kiss
  • Acai Palm Aloe
  • Streusel Cookie
  • Christmas Punch
  • Orange Zest
  • La Belle Vie
  • Dried Wood & Sea Salt
  • Sweet Clementine
  • Chocolate Bakery
  • Cucumber Melon
  • Magical Forest
  • Tropical Dreams
  • Creamy Shower
  • Spirit Garden
  • Iced Vanilla Macchiato
  • Banana Nut Bread
  • Red Apple Cinnamon
  • Pumpkin Sweets
  • Fresh Cut Lilac
  • Jasmine Love

Ich muss sagen, dass ich bei einem großen Teil dieser Düfte wieder festgestellt habe, dass man bei dieser Marke oftmals nicht von dem kalten auf den warmen Eindruck schließen sollte. Einige Kerzen rochen kalt regelrecht - sagen wir "unschmeichelhaft" - was sich dann warm aber meist deutlich relativierte oder sogar komplett änderte.

Nun dann: Es gibt heute jede Menge Purple River durchzuschnüffeln - dann will ich mal ohne weitere Umschweife direkt zu den Beschreibungen übergehen.


So habe ich die Düfte der Purple River Kerzen wahrgenommen:

  
Peony Blossom: Die Kerze riecht nach Pfingstrosenblüten und trotzdem sich hier in der Beschreibung noch z.B. Beeren und Amber finden, rieche ich einfach nur die kräftige, florale und leicht parfümige Pfingsrosen-Note heraus. Die Kerze stellt zwar im Meer der vielen, auf dem Markt verfügbaren Pfingstrosendüfte keine Besonderheit dar, aber sie hält, was sie verspricht. Wer diesen frühlingshaften Blütenduft mag, wird von der Kerze nicht enttäuscht sein.

Gleich bei der ersten Kerze dieser Liste muss ich anmerken: Schade, dass man Peony Blossom nur einen Docht spendiert hat. Ich wünschte, sie hätte zwei Dochte, denn bei fast allen Kerzen, die ich in diesem Post für euch getestet habe, hatten die Zweidochter eine deutlich bessere Duftabgabe beim Brennen, was vermutlich an der besseren und schnelleren Hitzeentwicklung liegt.

Strawberry Kiss: Was ich hier hauptsächlich wahrnehme, ist eine künstliche, süße Erdbeere. Der Duft hat eine eher bonbonartige, aber auch sehr reiche, volle Note. Leider ist auch eine dezent florale Unternote vorhanden und auch ein Hauch von etwas anderem, Undefinierbarem, das mich ein wenig stört. 

Strawberry Kiss ist für mich kein Nachkaufkandidat. Ich habe hier lediglich das kleine Glas und werde das Wachs davon in der Duftlampe verwenden - das reicht mir dann völlig aus ohne dass hier eine große Kerze daher muss. Wer aber fruchtige und pappsüße Erdbeerbonbondüfte mag, kann hier ruhig mal eine Nase riskieren und eventuell das große Glas in Erwägung ziehen.

Acai Palm Aloe: Ich bin mir unschlüssig, was ich von diesem Duft halte. Palmblätter, Aloe und Acai-Beeren sollen hier einen exotischen, entspannenden Duft darstellen. Das Ganze liegt auf einer Basis von Moschus und Tonka und hat zudem noch einen Hauch Kaschmir in der Herznote - diese Komponenten nehme ich allerdings nicht bewusst wahr. 

Ich komme bei dem Duft leider irgendwie immer wieder an den Punkt, wo ich mich an der Acai-Beere in der Kopfnote störe. An sich ist die Mischung aus Aloe und Palmenblatt ganz angenehm, aber die fruchtige Note oben drauf reißt mich irgendwie raus und passt für meine Nase nicht in die Mischung.

Nichtsdestotrotz: Acai Palm Aloe ist ein Duft, der zumindest mal ganz anders ist und keinem mir bekannten Duft gleicht, den es bei anderen Marken bereits etliche Male gibt. Da die Duftmischung an sich keine übermäßig kräftigen Komponenten enthält, empfehle ich die Kerze eher an Besitzer einer Kerzenlampe. Angezündet schafft sie leider nicht viel. Ich hatte die Kerze aber, nachdem mich die Duftabgabe beim Brennen enttäuscht hatte, unterm Candlewarmer im Arbeitszimmer und dort konnte ich den Duft auch einige Stunden nach dem Ausschalten noch im Raum wahrnehmen.


Christmas Punch: Beim ersten Öffnen kam mir direkt ein stark würziger, nahezu stechender Geruch entgegen. Nachdem diese erste Wolke dann aber verflogen war, konnte ich den eigentlichen Duft wahrnehmen, der glücklicherweise nicht so schlimm ist, wie der erste Eindruck befürchten ließ. Dies ist unter Strich ein fruchtpunschiger Weihnachtsgewürze-Mix; irgendwie etwas überladen und am Ende dann aber überraschend seicht im Raum.

Vielleicht blendet meine Nase diesen Mix warm im Raum auch einfach nur aus und jemand anders nimmt den Duft besser wahr, aber ich muss leider sagen, die Kerze hätte ich mir sparen können. Sowohl der Duft an sich, als auch die Duftabgabe überzeugen mich nicht.

Orange Zest: Der erste Eindruck nach dem Öffnen war keine Freude. Neben der Orange roch ich hier kalt etwas Überreifes, nahezu Verdorbenes heraus, wie sauer gewordene Quarkspeise (wahrscheinlich sollte ich mit einem Therapeuten klären, warum mein Hirn solche Assoziationen herstellt) - ich musste mich direkt abwenden. Kennt ihr das, wenn man Zitronen- oder Orangensäure in Milch kippt und die wird dann flockig? ...na ja, lassen wir das. Trotzdem war ich mutig und habe die Kerze warm getestet. 

Warm im Raum gerochen ist der Duft glücklicherweise deutlich nasenfreundlicher. Ich persönlich werde zwar trotzdem kein Fan dieser Kerze, aber dem Hörensagen nach, scheint er anderen Duftnasen durchaus gut zu gefallen. Orange Zest ist aber weder reine, spritzig-frische Orangenschale (so wie der Name es sagt), noch eine mit Nelken gewürzte Orange (so wie das Label den Anschein erweckt) - wer dies erwartet, wird enttäuscht.

Fairerweise muss ich sagen, dass Freunde, die daran geschnuppert haben, den Duft durchaus recht nett fanden - ist wohl nur meine Nase, die sich mit dem Duft nicht arrangieren kann. Falls es bei euch aber ähnlich sein sollte, behauptet später nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Dried Wood & Sea Salt: Dieser Duft hat mir auf Anhieb gefallen. Das enthaltene Sandelholz ist glücklicherweise nicht sehr parfümig und wird von der Meeressalzbrise und vor allem dem Salbei sehr schön aufgefangen. Mit Salbeidüften kann man bei mir ohnehin selten etwas falsch machen und auch holzige Düfte und Meeresdüfte gefallen mir in der Regel sehr. Es ist also kaum ein Wunder, dass mir Dried Wood & Sea Salt wirklich gut gefällt - sehr angenehm!

Das Einzige worüber ich mich hier ärgere, bin ich selber, dass ich bei dieser Kerze "sicherheitshalber" nur das kleine Glas bestellt habe. Hier muss beizeiten noch das große Glas her!


Sweet Clementine: Auch hier habe ich mich nur für das kleine Glas entschieden, muss aber sagen, auch hier war das eine Fehlentscheidung - da hätte ich lieber auf ein paar der anderen großen Kerzen verzichten sollen und stattdessen hier das große Glas nehmen sollen.

Sweet Clementine ist in der Hauptsache tatsächlich recht realitätsnahe, spritzige Clementine mit etwas Grapefruit im Hintergrund. Ein sehr heller, froher und quirliger Duft, wie ich ihn mir eigentlich bei Orange Zest erhofft hatte. So kann man sich täuschen.

Cucumber & Melon: Direkt nach Dried Wood & Sea Salt und Sweet Clementine folgt mit Cucumber & Melon direkt meine dritte Fehlentscheidung: Hier hätte statt der Melts gern ebenfalls das große Glas her gedurft. Erfischendes Gurkenwasser und wässrige, aufgeschnittene Melone ergeben hier miteinander einen tollen Sommerduft, der mit gut gefällt.

Wässrige Gurken-Melonendüfte sind immer herrlich für den Übergang des Frühlings in den Sommer geeignet finde ich und auch dieser Duft transportiert dieses Gefühl ganz wunderbar. Sollte mich der Größenwahn packen oder ich unverhofft in den Geldtopf fallen, wird dieser Duft wohl doch noch als Kerze in meinem Warenkorb landen, wobei ich mit ähnlichen Düften von Village Candle, Bath & Body Works und Colonial Candle eigentlich bereits ausreichend versorgt bin.

Tropical Dreams: Ich möchte einigen Kerzen dieser Marke wirklich gern mehr Positives abgewinnen, aber zum Teil macht es mir Purple River einfach nicht leicht - so wie im Fall von Tropical Dreams. Es gibt wirklich nur wenige Marken, wo die Lücke zwischen kompletter Begeisterung und totaler Ernüchterung für meine Nase so groß ausfällt. Auf der Kerze steht geschrieben: Ananas, Mango und Papaya. Am ehesten würde ich hier tatsächlich Mango und/oder Papaya herausriechen. Leider rieche ich aber auch - und zwar alles andere überschattend - Muff. Einfach irgendwie staubigen Muff.

Laut Beschreibung auf der Website sind die beiden Früchte, die ich hier am ehesten herausrieche und die auch auf der Kerze angegeben sind, kurioserweise gar nicht aufgeführt. Enthalten ist Ananas, Banane, Sandelholz, Moschus, Vetiver, Apfel, Grapefruit, Orange und Zitrone. Nichts davon rieche ich hier. Möglich aber, dass die Mischung aus Sandelholz, Vetiver und Moschus das ausmachen, was ich als muffigen Geruch wahrnehme.


Streusel Cookie: Mit Streusel Cookie geht Purple River in die Richtung des typischen Vanillekeks-Weihnachtsduftes, wie es ihn eigentlich von allen bekannten Kerzenmarken in irgend einer Form gibt. Bei Streusel Cookie liegt der Fokus etwas mehr auf dem Keks, als auf der Vanille; heißt er hat auch etwas Herbes, Streusel-Krustiges an sich.

Die Beschreibung spricht von fruchtigen Noten, wie Orange und Apfel. Dies ist aber kein fruchtiger Duft; nicht im Geringsten. Ferner wird von rohem Teig und braunem Zimtblattzucker sowie Karamell gesprochen. Lasst euch davon aber keine Angst machen - der Duft hat trotz des wahrnehmbaren Karamell-Anteils keine beißende Note. Ich denke, auch wenn ihr Probleme mit braunem Zucker oder Karamelldüften habt, geht das in diesem Fall in Ordnung.

Streusel Cookie hat ordentlich Wumms - wer hier einen dezenten, in der Luft schwebenden Keksduft erwartet, wird sich sicherlich erschlagen fühlen. Der Duft füllt problemlos raumübergreifend die halbe Wohnung und ist auch noch am nächsten Tag deutlich wahrnehmbar.

La Belle Vie: La Belle Vie riecht wie ein Damenparfüm. Es ist ein angenehmer "Glöckchenduft" (falls das Sinn ergibt), der laut Beschreibung aus Birne, Vanille und Patschuli besteht. Ich kann das nicht so ganz unterzeichnen, denn nichts davon rieche ich deutlich heraus. Entweder sind die Komponenten so geschickt vermischt, dass sie sich nicht mehr erraten lassen oder es sind noch diverse andere Sachen mit drinnen, die nicht in der Beschreibung stehen. Auf der Kerze an sich steht Birne, im Werbetext steht Birnenblüten - ich würde dann eher zum Zweitgenannten tendieren (wenn überhaupt).

Ausschlaggebend war für mich, dass in der Beschreibung Patschuli angegeben ist - ich hatte hier auf eine ordentlich muffige, hexenzauberladenmäßige Patschuli-Kanone gehofft. Ist aber nicht so. Wer an sich kein Patschuli mag, kann an dieser Stelle also aufatmen. La Belle Vie stellt sich letztlich als verspielt süßliche Mischung dar, die durchaus zu gefallen weiß und bei anderen Kerzenfirmen so bisher nicht zu finden ist.

Ob La Belle Vie nun als emotionale Antwort auf die Schönheit des Lebens und der Leichtigkeit der Dinge durchgeht, wie es uns die Werbung sagen möchte, lasse ich mal so im Raum stehen, aber es ist auf jeden Fall ein verspielter und nicht zu aufdringlicher Duft, den man sich mal gefallen lassen kann. Die Kerze ist aber scheinbar bereits wieder aus dem Sortiment - zumindest aktuell nicht mehr im Shop gelistet. Wenn ihr den Duft also probieren möchtet, könnt ihr aktuell nur noch auf die Melts oder den Diffuser zurückgreifen.

Chocolate Bakery: Die Sorte Chocolate Bakery wird jedem Freund von reichhaltigen Schokoladendüften ein absolutes Fest sein! Laut Beschreibung sollen Vanilleschoten, Gebäck und Haselnuss mit im Spiel sein - diese Noten rieche ich aber nicht heraus; oder nur mit sehr viel Fantasie ganz weit unten drunter. Was ich wahrnehme, nein, was mich unweigerlich anspringt und mir um die Ohren knallt ist ein intensiver, wirklich kräftiger Schokoladenduft, so als würde gerade ein riesiger Schoko-Weihnachtsmann direkt unter meiner Nase schmelzen.

Ich habe hier lediglich eine geöffnete Packung Wachs liegen und der Duft findet ohne Probleme seinen Weg in meine Nase. Zur Kerze kann ich nichts sagen, aber wenn sie nur annähernd so intensiv ist, wie die Melts, beduftet sie euch ohne Probleme das ganze Haus im Handumdrehen. Falls ihr Chocolate Layer Cake von Yankee Candle kennt: In dem Bereich ist die Intensität anzusiedeln. Der Unterschied zu Chocolate Layer Cake ist aber, dass Chocolate Bakery wirklich pur nach schmelzender Schokolade riecht - gefällt mir persönlich deutlich besser. Absolute Kaufempfehlung sofern ihr intensive Milchschokoladendüfte mögt. 


Magical Forest: Magical Forest hat mich zunächst nicht wirklich abgeholt. Was mir da in die Nase kroch, war kalt gerochen ein feucht-moosiger, recht generisch maskuliner Badezimmerduft. Nun, warm gerochen ist er das auch tatsächlich - was sich aber von kalt zu warm geändert hat, ist meine Wahrnehmung. Manchmal ist es einfach so, dass ein Duft kalt zwar super ist, man aber nicht möchte, dass seine ganze Wohnung danach duftet; und manchmal ist es genau umgekehrt. So auch hier der Fall.

Eichenmoos, Sandelholz und Bergamotte sind hier als Duftnoten angegeben. Im Werbetext findet sich zudem noch Zedernholz. Zedernholz mag ich sehr gern, moosige Düfte ebenfalls. Bergamotte ist mal mehr, mal weniger mein Fall und Sandelholz mag ich nur dann, wenn es nicht zu stark parfümig ist. Bei Magical Forest ist alles recht homogen gemischt, so dass man bis auf das Moosige die einzelnen Komponenten als solche nicht aufdringlich herausriecht.

Leider empfinde ich die Duftabgabe als mäßig; auch unterm Warmer ist sie eher ein laues Lüftchen. Insgesamt weiß mir der Duft von Magical Forest zwar zu gefallen, aber eine direkte Empfehlung spreche ich nicht aus, denn es gibt in dieser Richtung einfach viele bessere, intensivere Düfte. Gottseidank haben mich die Kerzengötter hier aber mit Lavendel verschont, der mich manchmal aus solchen Düften raushaut, wie z.B. bei Wish Upon A Star von Village Candle, der ansonsten von den Komponenten her sehr ähnlich ist. 

Creamy Shower: Ich mag den Duft von Nivea-Creme nicht. Leider enthält Creamy Shower aber eine große Portion genau dieser Duftnote, die mir ein Nivea-Gefühl gibt - nicht exakt gleich, aber stark an die besagte Creme erinnernd. Gemischt ist der Duft noch mit frischer Wäsche, also einer Baumwoll-Note - auch nicht unbedingt eine meiner favorisierten Duftnoten. Aloe, Mandel, Flieder und Jasmin gesellen sich dann final noch in die Menge, wobei ich hiervon nur die floralen Noten als Beiwerk wahr nehme.

Creamy Shower ist letztlich einfach nicht mein Fall und der einzige Duft auf dieser Liste, den ich nicht warm probiert habe. Dies soll nicht heißen, dass es eine schlechte Kerze wäre, ich glaube sogar, dass viele Leute, den Duft sicher mögen werden, aber er ist einfach ganz und gar nicht mein Beuteschema.


Spirit Garden: Kalt gerochen empfand ich den Duft als interessant - nicht unbedingt direkt ansprechend aber interessant. Die Kombination aus grünem Tee, Aloe und Bergamotte geht in eine Spa-ähnliche, nicht unangenehme Richtung. Angezündet im Raum gerochen hatte die Kerze aber einem für mich unangenehmen Beigeruch nach Autowerkstatt.

Ich habe es auch schon bei anderen Düften verschiedener Marken erlebt, dass der Kaltduft nicht in den Warmduft transportiert und ins Unangenehme kippt - das ist ein Phänomen das leider durchaus mal vorkommt. In der Regel funktionieren solche Düfte unter dem Candlewamer oder als Duftwachs in der Duftlampe besser - dies ist auch bei Spirit Garden der Fall und er ähnelt unterm Warmer tatsächlich deutlich mehr dem Kaltduft.

Obwohl der Duft gewärmt dann doch recht angenehm, ja beinahe entspannend ist und auch die Grünteenote schön mit-tanzt, wird der Duft dennoch kein Favorit von mir. Er ist leider verhältnismäßig schwach. Wahrnehmbar, aber schwach. Zudem bewerte ich auch in der Regel lieber den Duft der brennenden Kerze, weil sie dazu nun mal hergestellt wurde und dann entsprechend performen sollte. Eine Kerze, die ich nicht anständig brennen kann, fliegt bei mir in der Regel raus - ich möchte keine reinen Warmer-Kerzen; aber dies sei jedem selbst überlassen.

Iced Vanilla Macchiato: Auf den ersten Riecher hat mir der Duft nicht gefallen, aber wie bei vielen der anderen Kerzen auch hat sich der Duft nach längerer Zeit und mehrmaligem Öffnen und Schnuppern angenehmer dargestellt. Nun rieche ich hauptsächlich angenehme, weiche Vanille mit einer milchigen Espresso-Note in zweiter Schicht.

Angezündet und warm im Raum gerochen ist der wirklich intensive Duft für mich noch einmal mehr eine angenehme Überraschung. Kaffee oder Espresso rieche ich warm gar nicht, stattdessen empfinde ich die Note, die auf der Vanille liegt als Karamell. Zugegeben, Karamelldüfte können kritisch für meine Nase sein und in der Regel mag ich sie nicht. Hier ist es aber eine wirklich angenehme, cremige Note, die sich sehr schön mit der süßlichen Vanille verbindet.


Banana Nut Bread: Banana Nut Bread ist ein Favorit von mir. Die kuchig-nussige Note nimmt meine Nase lediglich unaufdringlich im Hintergrund wahr und im Vordergrund steht hier tatsächlich die Banane - eine zermatschte, reife Banane, die als solche auch deutlich identifizierbar ist und sehr authentisch herüber kommt. Der Duft breitet sich schnell und gut wahrnehmbar im Raum aus. Für mich ein Volltreffer! 

Es tut mir ja fast schon leid, dass ich über die wirklich guten Kerzen oft weniger zu sagen habe, als über die Düfte, die mir weniger gefallen, aber so ist es leider auch hier - also bleibt mir nur ein abschließendes: Daumen hoch!

Red Apple Cinnamon: Ein Duft wie Red Apple Cinnamon muss sich natürlich einem Vergleich mit dem Klassiker Red Apple Wreath von Yankee Candle stellen - und tatsächlich liegen die Düfte von der Duftmischung her sehr nahe beieinander. Es gibt jedoch einen großen Unterschied: Red Apple Cinnamon ist ein echtes Powerhouse! 

Red Apple Wreath war für mich stets einer der dezenter im Raum wahrnehmbaren Düfte - Red Apple Cinnamon hingegen knallt! Im Vordergrund steht der rote Apfel; fast schon ein Bratapfel, also ohne jegliche spritzige Säure, sondern sehr wohlig. Der Zimt- und Gewürzanteil könnte für meinen Geschmack noch mehr im Vordergrund sein - ist bei Red Apple Wreath aber auch nicht so. Ich persönlich lasse nebenbei noch Sparkling Cinnamon brennen - für einen zusätzlichen Zimt-Boost, dann passt die Mischung für mich. 

Fazit: Wer den Red Apple Wreath von Yankee Candle mag, wird Red Apple Cinnamon von Purple River lieben!


Pumpkin Sweets: Ich liebe Kürbisdüfte, aber bin tendenziell immer eher ein Fan der würzigeren "Pumpkin Spice"-Düfte und so ist es keine Überraschung, dass mir hier einfach der Pepp, die Würze, das gewisse Extra fehlt. An sich ist es aber ein wunderbar dekadenter Kürbisdüft - kein frisch aufgeschnittener Kürbis, sondern der aus vielen anderen Kerzen bekannte "foodige/süßliche" Kürbis.

Zwar sind laut Beschreibung auch einige Gewürze, wie Muskat oder Nelke und sogar eine holzige Komponente in Form von Zedernholz vorhanden, aber den Gedanken daran könnt ihr direkt getrost vernachlässigen. Auch die Orangen in der Kopfnote oder der auf dem Glas (aber nicht in der Beschreibung) aufgeführte Vanillezucker sind lediglich tragende Komponenten, die im Gesamtduft nicht hervorstechen..

Pumpkin Sweets ist im Raum sehr gut wahrnehmbar und wer schmeichelndere Kürbisdüfte gegenüber den stärker spice-lastigen vorzieht, liegt hier goldrichtig.

Fresh Cut Lilac: Ich liebe den Duft von Flieder - insbesondere natürlich draußen von blühendem Flieder, aber auch in Kerzenform. So 100%ig hat mich aber noch keiner der unzähligen Fliederdüfte abgeholt, weil stets noch irgend etwas mit drinnen ist. Auch Fresh Cut Lilac hat neben dem Flieder noch grünen Noten und Magnolie anbei. Trotzdem ist diese Kerze aber einer der bisher authentischsten Düfte, die ich in dieser Richtung bisher hatte. Gefällt mir sehr!

Jasmine Love: Den Abschluss macht hier heute ein weiterer Blumenduft. Neben Peony Blossom und Fresh Cut Lilac ist dies die blumige Nummer 3 auf dieser Liste und auch Jasmine Love enttäuscht mich nicht. Purple River scheint ein Händchen dafür zu haben, florale Düfte recht authentisch zu transportieren. Im Fall von Jasmine Love hatte mich der Kaltduft noch nicht wirklich überzeugt und wirkte fast etwas synthetisch. Warm hat sich dieser Eindruck aber geändert und die Note wurde deutlich authentischer. Es ist allerdings anzumerken, dass hier durchaus auch die eher bitteren Stängel und Blätter und nahezu grasiger Pflanzensaft durchkommen und es kein reiner Blütenduft ist.

Leider scheint auch Jasmine Love - zumindest aktuell - nicht mehr im Sortiment zu sein und ist derzeit nur noch als Diffuser erhältlich. Ich hatte das Glück noch die Melts zu erwischen, aber auch diese sind inzwischen aus dem Shop verschwunden. Sicherlich werdet ihr aber 2nd Hand noch recht gut fündig, wenn ihr einmal in den Kerzengruppen herumfragt oder auf Kleinanzeigen die Augen offen haltet.


Fazit


Die Marke hat seit meiner ersten Begegnung mit ihr für mich deutlich an Sympathiepunkten gewonnen. Ich brenne die Eindochtkerzen stets mit einem Illuma-Lid ab, und sie poolen dann wirklich einwandfrei. Die Zweidochtkerzen brenne ich - so wie es sein sollte - ohne Lid und sie erreichen ohne Probleme innerhalb kürzester Zeit einen Pool.

Wenn man bisher nur Paraffin gewohnt ist, mag das Sojawachs vielleicht zunächst befremdlich wirken, aber für mich ist Soja ein absoluter Pluspunkt.

Die Intensität der Düfte variiert von Kerze zu Kerze. Einige Düfte habe ich nur sehr dezent wahrgenommen, andere habe ich als wirklich intensiv empfunden. Da kommt es aber sicher auch immer etwas aufs eigene Empfinden, die eigene Nase und auch die Umgebung, Raumgröße, Nebengerüche u.s.w. an. Tendenziell habe ich die Zweidochter als deutlich intensiver empfunden, aber das mag vielleicht auch nur den zumeist foodigen Düften geschuldet sein, die ich als Zweidochter hatte.

Insgesamt hatte ich nun bisher 28 Düfte dieser Marke und es ist für mich eine 50/50-Angelegenheit. Etwa die Hälfte habe ich behalten, die andere Hälfte wieder abgegeben. Kein schlechterer Schnitt als bei anderen Marken und letztlich liegt es in der Natur der Sache, dass man nicht alles aufbewahren oder abbrennen kann, wenn man Kerzenverrückt ist und im Grunde viel zu viel kauft, um alles zumindest einmal auszuprobieren.


Wie ist eure Meinung zu Purple River?


Meine klaren Empfehlungen aus diesem Batch sind Dried Wood & Sea Salt, wenn ihr Teibholzdüfte mit Meeresluft mögt oder Banana Nut Bread, wenn ihr foodige Düfte bevorzugt. Von der Banane werde ich mir beim nächsten guten Angebot sicher noch ein, zwei Backups sichern. Aber wie ist eure Meinung zu Purple River?

Kennt ihr die Marke bereits? Welche Düfte gefallen euch besonders? Wie ist eure Meinung zu den Düften? Bevorzugt ihr die Düfte als große Kerzen, als kleine Kerzen oder als Wax-Melts für die Duftlampe? Hinterlasst mir gern einen Kommentar oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.

Tipps zum Weiterlesen:


Beschreibungen der Düfte

  • Blueberry Muffin
  • Whiskey Honey
  • Lemon Verbena
  • Good Karma
  • Sweet Macaron
  • Black Coconut Lime
  • Eucalyptus & Lemongrass

findet ihr in meinen vorherigen Post zu den Purple River Kerzen: Ein Blick auf Purple River Duftkerzen (Teil 1)

Weitere Duftkerzen-Reviews:

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Einen übersichtlichen Index all meiner bisherigen Kerzenposts findet ihr HIER


Ein Blick auf Purple River Duftkerzen: Top oder Flop?

Werbung, da Markennennung

Von Skepsis zu Neugier


Im Vorfeld hatte ich den Eindruck „Billig“, weshalb ich mich nicht wirklich für die Marke interessierte. Einige Sorten und Duftkombinationen schienen aber doch interessant. Meine Neugier stieg und ich wollte schlussendlich die Duftkerzen von Purple River dann doch gern einmal testen.

Der erste Eindruck


Der Eindruck, den ich im Vorfeld hatte, stärkt sich leider, jetzt da ich die Kerzen tatsächlich in der Hand habe. Was ich hier vor mir sehe hat auf den ersten Blick den „Charme“ eines Tedi, Woolworth, u.s.w. Produkts. Mein Marketing-Auge kommt nicht umhin zu sehen, dass hier bereits äußerlich glasklar an mehreren Ecken gespart wurde. Das gesamte Look and Feel will mich einfach nicht überzeugen. 

Nun soll man ein Buch zwar nicht nach seinem Cover beurteilen, aber wenn schon auf den ersten Blick sichtbar gespart wird - Nun, der langen Rede kurzer Sinn: Ich kann mich der Befürchtung nicht erwehren, dass es beim Produkt im Inneren nicht anders sein wird und bin direkt schon negativ und folglich sehr kritisch gestimmt.

Was steckt wirklich drin?


Was mich sehr freut und mich der Marke gegenüber, nach dem eher negativen Ersteindruck, wieder positiver stimmt, ist die Herstelleraussage, dass das Produkt vegan und ohne Tierversuche hergestellt ist.

Zudem handelt es sich laut Werbetext bei dem verwendeten Wachs um reines Sojawachs und bei den Ölen um ätherische Öle, also hochkonzentrierte Pflanzenessenzen. Da sich diese Aussage lediglich in der Werbung findet und ich keinerlei offizielle Liste der Inhalte, Allergene u.s.w. finden konnte, kann ich dies weder bestätigen noch dementieren. Zumindest was das Wachs angeht, scheint die Aussage dem Augenschein nach aber zu stimmen.

Sojawachs mag manchem Auge vielleicht etwas unschön erscheinen, da es bröselig, fleckig oder uneben wirken kann, aber ich bin von Sojawachs sehr überzeugt, weil es in der Regel einfach großartig performt, gleichmäßig schmilzt, das Öl sehr gut hält und den Duft gut abgibt. 

Ein bröckeliges Aussehen nach dem Erkalten, wie auf dem folgenden Bild zu sehen, ist keineswegs ein Qualitätsmangel, sondern bei diesem Wachs vollkommen normal und in Ordnung. Es deutet sogar darauf hin, dass dem Wachs wirklich keine substanzverändernden Beimischungen zugesetzt sind. Zudem müsst ihr damit rechnen, dass das Wachs beim erkalten ungewohnt lange flüssig bleibt und wirklich eine ganze Zeit braucht, um wieder zu erhärten. Ich habe Bewertungen gelesen, in denen sich darüber mokiert wurde, aber auch dies ist bei diesem Wachs vollkommen normal.


Duft und Performance


Kalt geschnüffelt wirken die Düfte auf mich direkt „chemisch-aggressiver“ als z.B. Yankee oder Kringle. Der erste Eindruck nach dem Öffnen des Deckels täuscht aber und der Duft wird angenehmer, wenn der erste Duftmuff verflogen ist. Was bleibt ist aber der Eindruck, dass die Düfte an sich "härter" rüberkommen, als Vergleichsmarken und auch nicht in mehreren Schichten, sondern sehr direkt. Das muss ja aber nicht unbedingt etwas Schlechtes sein. Zudem sagt die erste Duftwolke nach dem Öffnen auch noch nicht all zu viel über den Warmduft beim Abbrennen aus. 

Der Inhalt wird mit 623g angegeben, was dem Inhaltsgewicht einer Yankee Candle entspricht. Da es sich hier aber nicht um Paraffin handelt und Sojawachs leichter ist, habt ihr trotzdem einen leichten Unterschied in der Menge.

Purple River gibt an, einen "hohen" Duftölanteil von 8% zu haben. Das ist eigentlich recht normal und entspricht der empfohlenen Menge an Duftöl, das man Sojawachs beimischen kann. Die Menge an sich sagt aber noch nichts über die Qualität des Öls und noch nicht viel über die Intensität der Kerze aus, das sollte man im Hinterkopf haben. Bei stark konzentrierten Ölen reichen zum Teil sogar 3% bis 5%. Bei regulären Duftölen ist 7% bis 8% normal.

Was die Brenndauer angeht, wird eine Mindestbrenndauer von 140 Stunden garantiert. Die Aussage lasse ich an dieser Stelle einfach mal so im Raum stehen, denn ich investiere jetzt nicht 140 Stunden am Stück und stoppe die Zeit - ihr mögt es mir nachsehen.


Der erste Brennversuch


Ich habe mich beim ersten Brennversuch für den Duft Eucalyptus & Lemongras entschieden. Die Dochte, die offensichtlich aus Baumwolle sind, wie bei den meisten Kerzen, machen mir etwas Sorgen: Sie wirken recht "robust" und nicht optimal (oder überhaupt) individuell auf die Kerzen abgestimmt.

Tatsächlich, und trotzdem ich den Docht kurz getrimmt habe, ist die Flamme bei meinem ersten Brennversuch etwas flackrig. Bisher rußt die Kerze aber zumindest nicht und mit Hilfe eines Windlichtes konnte ich das Flackern gut eindämmen.

Dabei, einen Wachs-Pool bis ganz zum Rand zu bilden, tut sich die Kerze leider sehr schwer. Mit Zuhilfenahme eines Illuma-Lid (eigentlich eine Poolhilfe für Yankee Candles) hat es dann aber nach einiger Zeit geklappt. Dies ist aber ein Zeichen dafür, dass die Dochte tatsächlich nicht gut auf die Kerzen abgestimmt sind und einfach der Standard verwendet wurde.

Ich muss sagen, mit dem Wissen, dass ich die Kerzen mit aufgesetztem Illuma-Lid recht entspannt, ruß- und flackerfrei abbrennen kann, bin ich da durchaus zufrieden. Ich habe teurere Kerzen, die wirklich deutlich schlechter performen. Ärgerlich nur, wenn man kein Illuma-Lid hat (oder überhaupt je von der Existenz eines solchen Gegenstandes gehört hat), denn normal erwarte ich, dass eine Kerze auch ohne Hilfsmittel problemlos ihren Job macht und nicht tunnelt.


Überzeugt mich die Duftabgabe?


Den Duft nehme ich bislang eher dezent in der Luft wahr, wenngleich er sich aber so langsam und stetig wahrnehmbarer entwickelt. Ich würde hier sagen, man muss einfach etwas Geduld haben, bis der Duft seinen Weg durch den Raum findet. Letztlich würde ich die Kerze nicht als Duftbombe bezeichnen, aber für meine Nase ist sie zumindest wahrnehmbarer, als so manche Yankee Candle, die ich in den letzten Jahren gebrannt habe. 

Natürlich könnt ihr die Kerzen für ein deutlich intensiveres Dufterlebnis auch unter einem Candlewarmer, also einer Kerzenlampe verwenden. Ich teste und beurteile hier aber das "klassische" Abbrennen, da zum einen nicht jeder einen Candlewarmer besitzt und ich zum anderen von einer Kerze halt auch einfach erwarte, dass sie auch beim Brennen gut performt.

Aber egal, ob gebrannt oder unterm Candlewarmer: Was sich gegenüber dem kaltgeschnüffelten Duft nicht ändert ist, dass es wirklich keine vielschichtigen Düfte sind, die ihre Komponenten beim Brennen mit Herz- Kopf und Basisnote entfalten, so wie es bei z.B. Yankee Candle, Kringle Candle oder vergleichbaren Herstellern der Fall ist. Die Kerzen riechen ganz direkt, auch warm, nach dem wonach sie halt riechen - nicht mehr, nicht weniger - und ohne entsprechende Basis gefühlt recht hart.


Wer steckt hinter Purple River?


Über die Marke an sich konnte ich leider nicht viel herausfinden. Es macht den Anschein, als wäre Purple River die Eigenmarke der Fragrance and Style GmbH, einem Händlershop für Duftkerzen und Raumdüfte. Fragrance and Style hat augenscheinlich allgemein eher die B- und C-Marken wie Candle-Lite oder Woodbridge im Vertrieb, aber auch einige Marken, die mir sehr gefallen, wie z.B. Candleberry oder Cheerful Candle.

Einigen von euch mag die Fragrance and Style GmbH vielleicht auch durch den Onlineshop Duftkerze.de bekannt sein.

Ein Stück vom Kuchen


Verständlich, dass man als Vertriebspartner diverser Hersteller früher oder später die Idee hat, auch eigene Produkte herzustellen – bringt ja auch mehr ein als lediglich Fremdmarken zu vertreiben (sofern die Eigenmarke denn läuft). Dies ist mit Purple River nun dem Anschein nach passiert. 

Das Ergebnis ist zwar ähnlich wie bei etlichen anderen Herstellern, die lediglich „ein Stück vom Kuchen“ abhaben wollten, jedoch begrüße ich die Entscheidung zum Sojawachs sowie die Verwendung tierversuchsfreier Inhalte.

Liebe zum Produkt oder nur Geschäft?


Leider kann ich mich nicht dagegen wehren, dass für mich persönlich der „Stück vom Kuchen“-Eindruck hier überwiegt und ich vermisse mehr von dem Gefühl „aus Liebe zum Produkt“. Das ist aber ein rein subjektives Empfinden von mir. Nichtsdestotrotz hasse ich die Kerzen nicht und obwohl ich andere Marken deutlich bevorzuge, habe ich bei einem aktuell günstigen Angebot direkt erneut zugegriffen.

Laut Werbung werden die Kerzen handgegossen und in Deutschland hergestellt. Ob das nun bedeutet, dass das komplette Produkt und alle Inhalte aus einheimischen Gefilden stammen, die Dochte von Hand eingesetzt werden und die Gläser tatsächlich handgegossen werden, lässt sich aus solch einer Werbeaussage heraus nicht nachvollziehen. Ebenso ist es möglich, dass alles Material und die Zutaten aus dem Ausland kommen und hier lediglich zum Endprodukt verarbeitet werden. Mit "von Hand" kann auch gemeint sein, dass irgendwer per Hand den Knopf drückt, um die Maschine zu starten - man weiß es nicht. 

Ob das Wachs da jetzt aber mit irgend einer Maschine ins Glas hineingefetzt wurde oder von irgend jemandem händisch aus dem goldrandveredelten Porzellan-Krug hineingegossen wurde, ist mir letztlich aber auch egal so lange das Produkt gut performt.

Empfehlung: Ja oder Nein?


Kann ich die Marke nun empfehlen? Ich persönlich habe mir wie gesagt tatsächlich noch einige weitere Kerzen der Marke bestellt, aber ich muss zugeben, ich kann euch die Frage nach einer Weiterempfehlung nicht eindeutig beantworten. Es kommt sehr darauf an, was ihr möchtet und erwartet. Wenn ihr z.B. Country-, oder Yankee-Fans seid, steckt eure Erwartungen nicht zu sehr in diese Richtung. 

Die Düfte sind nicht vielschichtig. Ihr bekommt ziemlich genau das, was drauf steht, ohne großes Beiwerk, nennenswerte Kopf- oder Fußnoten und all dem Gedöns, das viele andere Marken hervor hebt. Die Düfte wirken nicht "edel", sondern eher hart. Wenn ihr aber genau das sucht und mögt, dann greift zu.

Die Düfte von Purple River sind erhältlich als große oder kleine Kerzen sowie als Wachs-Melts für die Duftlampe. Wenn ihr den Kilopreis als Referenz nehmt, fahrt ihr mit den großen Kerzen aber am besten.

Hier noch einmal die Herstellerangaben für euch im Überblick:

  • 100% natürliches Sojawachs
  • Handgegossen
  • Hergestellt in Deutschland
  • Vegan ohne Tierversuche
  • Garantiert 140 Stunden Brenndauer
  • Duftölanteil 8%
  • Nur natürliche Zusatzstoffe
  • 632g Inhalt bei den großen Kerzen


Folgende Düfte von Purple River hatte ich bisher unter der Nase:

  
Blueberry Muffin: Die Kerze duftet nach Blaubeere und Vanille. Muffins oder Muffin-Teig rieche ich nicht heraus. Die Blaubeere riecht sehr künstlich, aber mir ist auch noch kein Blaubeerduft unter die Nase gekommen, bei dem das nicht so wäre. Unterm Strich gefällt mir der Duft. Wenn ihr die relativ typische Duftkerzen-Blaubeernote mögt, werdet ihr hier nicht enttäuscht sein, denn sie steht klar im Vordergrund.

Whiskey Honey: Whiskey, Ingwer und Vanille soll enthalten sein und das scheint soweit auch zu stimmen - zumindest rieche ich keine anderen Komponenten raus. Den Honig im Namen kann man getrost ignorieren. Insgesamt habe ich aufgrund des doch recht dominanten Ingweranteils Zweifel, ob der Duft viele Freunde finden wird. Ich persönlich finde den Duft zumindest okay, wenngleich ich ihn mir etwas wärmer gewünscht hätte.

Lemon Verbena: Limette, Bergamotte und Eisenkraut sollen diesen Duft ausmachen und auch hier rieche ich keine weiteren Komponenten heraus. Ich muss zugeben, insgesamt riecht die Kerze doch ziemlich nach einer Mischung aus Putzmittel und seifigem Kraut, aber für mich geht das in Ordnung.

Good Karma: Rhabarber, schwarze Johannisbeere und Moschus verspricht uns hier das Etikett. Der Rhabarber sticht für mich hier klar heraus und geht leicht ins Bittere. Wie die anderen Düfte, ist auch Good Karma recht hart und hat nichts mit drinnen, dass den Duft wirklich abfedert - muss aber vielleicht ja auch nicht immer sein.

Sweet Macaron: Fruchtgelee, Himbeere und Vanille hört sich zunächst verlockend an. Die Komponenten sind auch durchaus wahrnehmbar, aber meine Nase kommt nicht umhin, irgend etwas Würziges im Hintergrund wahrzunehmen, das mich an Ahornsirup erinnert. Wahrscheinlich wollte man damit den Macaron-Eindruck erzeugen. Hätte man lieber lassen sollen. Klappt nicht und macht mich nicht glücklich.

Black Coconut Lime: Kokos und Limettensaft. Nicht mehr, nicht weniger. Ich bin kein Kokosduft-Fan, aber in der Kombination kann ich den aufdringlichen Kokosmuff einigermaßen ertragen. Wer die Kokosnote in z.B. Topical Getaway von Village Candle oder in Coconut Pineapple von Country Candle mag, kann hier getrost zugreifen. Ansonsten lieber Finger weg.

Eucalyptus & Lemongrass: Eucalyptus, Zitrone und Salbei soll drinnen sein. Warum kein Zitronengras? Trotzdem riecht es nach Zitronengras mit einer leicht seifigen Beinote. Kein Highlight, aber kann man mal machen.


Wie ist eure Meinung zu Purple River?


Kennt ihr die Marke Purple River bereits? Welche Düfte gefallen euch besonders? Wie ist eure Meinung zu den Kerzen? Bevorzugt ihr die Düfte als große Kerzen, als kleine Kerzen oder als Wax-Melts für die Duftlampe? Hinterlasst mir gern einen Kommentar oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.

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Yankee Candle Signature Kerzen: Kontroverses Makeover der beliebten Duftkerzenmarke

Yankee Candle: Jetzt im Signature Look

Der Aufschrei in der Duftkerzen-Community war groß, als Yankee Candle bekannt gab, dass sie ihre Kerzen dem wohl größten Makeover der letzten Jahrzehnte unterziehen würden. 

Bereits 2021 angekündigt, änderte sich das Bild in den US-Yankee-Stores im Jahre 2022 drastisch. Die bekannten Housewarmer verschwanden immer mehr in die Outlets und machten Platz für das neue Design. 

Sammler wüteten, Fans klagten, Liebhaber maulten - aber das nützte nichts: Das Makeover der Marke war nicht abzuwenden. Dann zum Jahresende, beginnend mit der Weihnachtskollektion, ging es auch bei uns mit der Signature Collection so richtig los. 


Was ist anders, was ist neu? 

Nun, kurz gesagt: Alles.

  • Statt einem haben Yankee Candles jetzt 2 Dochte
  • Statt lediglich aus Paraffin bestehen Yankee Candles jetzt aus einem Sojawachsgemisch
  • Die Gläser haben eine neue Form sowie ein neues Design

Das neue Design und die veränderte Glasform sind für die Fans die wohl niederschmetternste Veränderung: Vorbei ist es mit den schönen Bildchen auf den Labeln der bekannten Apothekergläser. Die neuen Gläser ziert ein transparenter Aufkleber, bzw. bei den Tumblern ein abziehbares Plastik-Wraparound-Label, das - auf den entsprechenden Duft bezogen - mit Aufdrucken, wie z.B. gezeichneten Blättern, Blüten oder Früchten verziert ist.

Nachdem Kringle Candle schon länger auf neues Wachs umgestellt hat, Country Candle unlängst gefolgt ist und Goose Creek seine Housewarmer sogar komplett einstellt und ausschließlich auf Dreidochter mit Mischformel setzt, hat Yankee nun nachgezogen. Es handelt sich hierbei nicht um reines Soja- oder Pflanzenwachs, sondern ebenfalls um ein Gemisch. Das Wachs entspricht von der Konsistenz her, der vor Kurzem eingestellten Elevation-Reihe.

In welcher Form sind die Kerzen verfügbar?

Die Signature Kerzen stellen von nun an das Hauptprogramm von Yankee Candle dar. Aktuell gibt es zwar parallel einige der Dauerbrenner des Standardsortiments auch noch in alter Form, also als 1-Docht-Paraffin-Apothekerglaskerze, aber die volle Bandbreite des jeweils aktuellen Yankee Candle Duftsortiments bekommt ihr nur noch als Signature-Glas.

Die neuen Yankee Candle Signature Kerzen sind in der Hauptsache in dreierlei Form erhältlich: 

  • Mit schmalerem Glashals als Pendant zu den alten Apothekergläsern
  • In gerader Tumbler-Form
  • Als kleine Votivkerzen im runden Glas
Weitergehend als kleine Tumbler mit 122g und als 5-Docht-Kerzen mit lediglich 340g.

Die regulären Signature-Gläser, die das Pendant zu den alten Apothekergläsern darstellen, haben eine Füllmenge von 567g und haben einen UVP von € 34,90.

Die großen Tumbler haben ebenfalls eine Füllmenge von 567g, haben aber einen UVP von € 36,90 - sind also noch einmal teurer, als die ohnehin schon im Preis erhöhten, regulären Gläser.

Auch früher gab es schon Yankee Candles in Tumbler-Gläsern, parallel zu den Apothekergläsern, jedoch hatten diese sich hierzulande nie so recht durchsetzen können. Die Tumbler gab es teils mit Paraffin, seit Jahren teils aber auch bereits mit Sojawachsgemisch und jeweils mit 2 Dochten. Wer in der Vergangenheit schon solche Tumbler besessen hat, erfährt hier bis auf die Label und die Tatsache, dass man den Deckel jetzt als Untersetzer für die Kerze verwenden kann, keine große Veränderung.

Die Preisentwicklung der großen Yankee Candle Kerzen

Der Preis für eine große Yankee Candle Kerze hat sich somit innerhalb von zwei Jahren von € 29,90 auf € 31,90 bis auf aktuell € 34,90 (bzw. € 36,90) maßgeblich erhöht. Für mich persönlich ein Preis, den ich nicht bereit bin, für Yankee Candle Kerzen auszugeben - aber das muss letzten Endes jeder für sich selbst entscheiden. 

Ein Tipp jedoch bevor ihr dem Kaufrausch verfallt: Haltet stets die Augen offen und googelt euch durch die virtuellen Kerzenläden, denn bei diversen Shops gibt es immer wieder gute Angebote, so dass ich schon einige Schnäppchen machen konnte.

Die weiteren erhältlichen Größen und Formen

Votivkerzen kommen nun im Glas daher und haben eine Füllmenge von 37g. Trotzdem die Füllmenge von den 49g der alten Votivkerzen auf 37g gesunken ist, ist der Preis drastisch, auf satte € 4,90 (UVP) angestiegen.

Die 5-Docht-Kerzen, bei denen es noch fraglich ist, ob diese im Sortiment bleiben und bei denen es zu Anfang der Produktion immer wieder Probleme gab, sind mit 340g und einem UVP von € 36,90 aus meiner persönlichen Sicht nicht viel mehr, als eine bloße Frechheit, wenn es um das Verhältnis von Preis zu Menge geht.

Einige Düfte gibt es zudem in kleinen Tumblern zu je € 11,90 (UVP) bei einer Füllmenge von 122g. Diese kann man wohl als Pendant zu den alten, kleinen 104er Gläsern sehen.

Zu guter Letzt gibt es noch die mittleren Gläser mit 368g zu einem Preis von € 29,90 (UVP) - also dem Preis zu dem man bis vor Kurzem noch ein großes Yankee Candle Glas bekam.

Der Großteil der Düfte ist auch weiterhin in Form von Duftwachs für die Duftlampe erhältlich. Das Duftwachs stellt eine gute Möglichkeit dar, Düfte einmal anzutesten, bevor man sich direkt ein teures, großes Glas kauft. Mit einer Portionsgröße von 22g entspricht das Wachs in der Menge den alten Duft-Tarts. Der UVP ist € 2,90.


Label

Durch den Wegfall der Fotolabel habe ich bei den Signature Kerzen das gleiche Problem, wie bei der im vorletzten Jahr eingestellten Elevation Collection: Alles sieht gleich aus. 

Gut, das ist übertrieben - sie sehen natürlich nicht alle genau gleich aus, aber bei mehreren dieser Kerzen nebeneinander im Regal, bekommen meine Augen schnell Langeweile. Ich muss oft erstmal näher dran und nachlesen, um zu sehen, welche Kerze da denn jetzt steht.

Jammern auf hohem Niveau, aber die alten Kerzen hatte ich auch aus der Ferne auf den ersten Blick, aufgrund der schönen Foto-Label, problemlos direkt ausgemacht. Hier sehe ich auch das Problem für Sammler: Eintönigkeit.


Warum liebe ich die Signature Kerzen trotzdem?

Ich war schon lange sehr unzufrieden mit der Performance vieler Yankee Candles. Düfte, die ich erst nach Stunden wirklich wahr nahm, Kerzen die schlecht abbrannten, oder auch Kerzen die ich im Raum überhaupt gar nicht wahrgenommen habe waren keine Seltenheit, sondern inzwischen für mich die Regel. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich mich da in den letzten Jahren schon auf einen schönen Duft gefreut hatte und mich nach dem Anzünden stattdessen einfach nur noch ärgerte (es gibt natürlich Ausnahmen).

Hätte ich keinen Candlewarmer (der im Grunde nach dem Prinzip einer Duftlampe funktioniert und deshalb für intensiveren Duft sorgt), dann hinge die Marke bei mir schon längst komplett am Haken.

Ich nutze die Kerzen am liebsten zu ihrem eigentlichen Zweck, dem Abbrennen. Die Nutzung unterm Warmer stellt für mich lediglich Plan B dar

Da ich Kerzen am liebsten dazu nutze wozu sie hergestellt wurden, nämlich zum Abbrennen und das Schmelzen unter dem Candlewarmer für mich nur Plan B darstellt, reißt Yankee Candle mit den Signature Kerzen das Rad gerade noch einmal rechtzeitig herum, bevor ich der Marke gänzlich abgeschworen habe.

Die Signature Kerzen tun das, was ich von diesen Kerzen erwarte und was ihr eigentlicher Sinn und Zweck ist: Sie erfüllen den Raum beim Abbrennen intensiv und problemlos mit Duft. Letztlich nützt mir die schönste Kerze nichts, wenn ich sie im Raum nicht ausreichend wahrnehme und mich bloß drüber ärgere. Dafür sind die Kerzen auch einfach zu teuer.

  • Ja, die Signature Kerzen haben etwas weniger Wachsgewicht
  • Ja, das Sojawachs brennt schneller ab, als Paraffin
  • Ja, die 2 Dochte tragen zusätzlich nochmal dazu bei, dass die Kerze schneller aufgebraucht ist

Aber: Dafür brennen sie sauber herunter, poolen problemlos und vor allem: Sie verbreiten anstandslos ihren Duft im Raum. Ich habe letztlich nichts von einer Kerze, die hunderte von Stunden brennt, die aber meinen Raum, meine Wohnung, oder mein Haus nicht so mit Duft befüllt, wie ich es mir wünsche. Dann wähle ich lieber die Kerze, die sich zwar schneller verbraucht, aber tadellos performt. 


Brenndauer und Abbrennverhalten

Was die Brenndauer von 60 bis 90 Stunden (Herstellerangabe) pro großem Glas angeht, bin ich vollkommen zufrieden. Ehrlich gesagt bin ich sogar recht froh, wenn auch mal etwas leer wird und für mich steht die Performance wie gesagt an erster Stelle. Lieber 60 schöne Stunden, als doppelt so viele Stunden, aber dafür immer wieder Ärger.

Übrigens braucht man sich bei dem neuen Wachs auch weniger Sorgen um einen Tunnel zu machen, denn das neue Wachs gleicht sich (zumindest bei anfänglichem Tunneln) beim nächsten Brennen wieder aus. Es hat also kein Wachsgedächtnis, wie reines Paraffin und man kann die Kerze auch einmal ausblasen, wenn sie noch nicht ganz bis zum Rand gepoolt hat. 

Ein Wachspool bis zum Rand ist bei diesen Kerzen jedoch ohnehin oft nach einer halben, spätestens dreiviertel Stunde bereits erreicht, so dass die Kerzen sich nun auch eigenen, wenn man nicht den halben Tag Zeit hat. Die Kerzen brennen insgesamt wirklich schön und sauber herunter.

Poolhilfen, wie Illuma-Lids, spezielle Holder, Kerzenschirme oder gar Alufolie (ja, bei einigen der alten Kerzen war es tatsächlich nötig, sie mit Alufolie zu umwickeln, damit sie genug Hitze entwickeln), sind bei den Signature Kerzen unnötig und glücklicherweise Schnee von Gestern.

Fazit

Würde ich mir statt des neuen Designs lieber die alten Label wünschen? Ja. Würde ich zum Anzünden aber zur alten 1-Docht-Paraffinkerze von Yankee, oder der neuen 2-Docht-Sojawachskerze greifen? Definitiv und ohne lang drüber nachdenken zu müssen: Zur neuen Kerze!

Zweiflern möchte ich ans Herz legen: Probiert es aus. Auch wenn euch das neue Design nicht gefällt oder sogar stört. Wenn es euch rein um den Duft geht, werden euch die Kerzen am Ende überzeugen.

Natürlich gibt es nach wie vor stärkere und schwächere Düfte, sogar einige wirklich laue Lüftchen, aber im Schnitt beurteile ich die Duftabgabe deutlich besser als zuvor.

Wer jedoch trotz aller Vorteile unbedingt beim alten Apothekerglas-Look bleiben möchte, findet bei z.B. Cheerful Candle oder Country Candle eine gute Alternative. Es muss ja nicht immer Yankee sein. 


Eure Meinung ist gefragt

Kennt ihr die Signature-Kerzen bereits? Welche Düfte gefallen euch besonders? Wie ist eure Meinung zu den Kerzen? Hinterlasst mir gern einen Kommentar oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.

Tipps zum Weiterlesen:

- Duft-Tagebuch Teil 1
- Duft-Tagebuch Teil 2
- Duft-Tagebuch Teil 3
- DW Home Candles
- Albtraumdüfte für Maggi-Nasen
- Angetestet: 10 Düfte aus der Elevation Collection
- Alle Facts über die Yankee Candle Tauschkette





Einen übersichtlichen Index all meiner bisherigen Kerzenposts findet ihr HIER




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Duft Tagebuch 4: Von Village Candle bis Country Candle - Diese Kerzen haben bei mir in letzter Zeit gebrannt

 Werbung (unbezahlt), da z.B. Markennennung

Im heutigen Post stelle ich euch 10 Düfte vor, die in letzter Zeit meine Wohnung bedüfteln durften. Wie in meinen "Angedüftelt"-Posts sind die Kategorien und Marken querbeet und ich folge keinem bestimmten Thema. Die Bilder sind zumeist Schnappschüsse, die ich während der Nutzung gemacht habe und die Beschreibungen sind meine spontanen Eindrücke. Ich sehe das Duft-Tagebuch, wie auch schon die Angedüftelt-Reihe, im Gegensatz zu meinen sonstigen Artikeln, eher als eine spontane Momentaufnahme, denn als ausgefeilte Rezensionen an. Aber genug der einleitenden Worte und los geht's:

French Macarons (Village Candle)


Macaron Treats von Yankee Candle ist seit seinem Erscheinen ein Kerzenfavorit von mir. Es ist ein süßer, mandeliger, weicher, zuckrig-vanilliger Duft, der warm im Raum gerochen einfach nur traumhaft ist.

Knapp 2 Jahre später ist dann auch Village Candle auf den Macaron-Zug aufgesprungen und hat einen nahezu identischen Duft auf den Markt gebracht. Aber auch nur nahezu.

Zunächst als French Macaroon, später dann umbenannt in French Macarons, kann diese Kerze mit ihrem knallpinken Wachs mich leider nicht ebenso überzeugen, wie Macaron Treats von Yankee Candle.

Der Grundduft ist bei beiden Kerzen gleich und die Variante von Village Candle brennt durch ihre zwei Dochte wesentlich besser und sauberer ab, als die Kerze von Yankee; zudem ist die Duftabgabe vorbildlich, aber: Leider hat Village eine ordentliche Portion Moschus zugefügt, die in warmem Zustand auch stark herauskommt und mir in diesem Duft gar nicht gefällt. Das köstliche Mandelgebäck kommt so mit einem parfümigen Touch daher, den meine Nase an dieser Stelle einfach nicht haben möchte.

Ein weiterer Unterschied zur Yankee Candle ist, dass Village ihrem Duft eine leichte, hauchzarte Kokosnote zugefügt hat. Diese ist jedoch kaum merklich und wäre auch eine passende Ergänzung, wenn da eben nicht diese parfümige Note mitschwingen würde.

Wer sich daran nicht stört, kann hier gern zugreifen und findet ein ideales Äquivalent zur Yankee Candle Macaron Treats, da jene ja leider aus dem Sortiment genommen wurde; für mich jedoch bleibt die knallgrüne Kerze von Yankee ungeschlagen.


Kentucky Harvest (Goose Creek)


Kentucky Harvest ist einer dieser Düfte, die mich daran erinnern, warum ich mich seinerzeit in diese Marke verliebt habe. Es ist ein rauer, fast rauchiger Duft mit herbstlichen Apfelnoten und herben Herbstkomponenten, die aber mitnichten aggressiv, sondern sehr wohlig im Gesamtduft eingefangen werden.

Leider scheint Goose Creek in den letzten Jahren immer stärker auf Masse, anstatt auf ausgefeilte Duftkunstwerke zu setzen und diesem Trend folgend werden Düfte wie z.B. Vanilla Wonderland, Auburn Lake, Cozy Home, oder Kentucky Harvest wohl bald nur noch Erinnerung sein, während wir mit überladenen und austauschbaren Mischmasch- und Standarddüften ohne wirklichen Charakter zugeballert werden.

Dennoch: So dann und wann findet man auch heute noch bei Goose Creek das eine, oder andere Juwel, das es so bei anderen Firmen nicht gibt. Es bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Käufer sich auf diese Düfte besinnen und die raffinierteren Duftkreationen, die Goose Creek einmal so besonders machten, wieder in den Vordergrund rücken. Für den Einheitsbrei gibt es ja ausreichend andere Firmen.



Christmas (Everyday Luxe)


Die Everyday Luxe Kerzen stammen von der MVP Group International; dem gleichen Hersteller, der auch z.B. hinter Colonial Candle, Carolina Candle und Eco Wix steht. Die Kerzen werden neben der Luxe Reihe von Colonial selbst ebenfalls über die Website von Colonial Candle vertrieben. Sie sind hierzulande leider nur sporadisch und in kleiner Auswahl über TK Maxx zu bekommen. Dafür aber zu einem günstigen Preis von unter 10,-.

Die Everyday Luxe Kerzen gibt es sowohl mit Holzdocht, als auch als klassische Dreidochter; hierbei unterscheiden sie sich von den normalen Colonial Dreidochtern lediglich im Labeldesign, sind qualitativ aber gleichauf.

Der Duft Christmas erinnert mich zunächst an einen würzigen Kuchenteig; ungebacken, roh und in dem Moment, als man die flüssige, buttrige Backvanille aus dem Glasfläschchen in den gekneteten Teig hinzu gibt. Ein merkwürdiger, aber zugleich interessanter Duft.

Warm gerochen ändert sich mein Eindruck aber komplett und der Duft riecht wahrlich weihnachtlich; nach Nelke, Muskat und etwas Zimt. Die Kerze hat zudem eine ganz leicht tannige Unternote, sowie eine lebkuchenähnliche Süße, die unter den herben Weihnachtsgewürzen liegt.

Die Duftabgabe beim Brennen würde ich im mittleren Bereich ansiedeln. Die Kerze ist in einem durchschnittlich großen Raum gut wahrnehmbar, knallt aber nicht durchs ganze Haus. Wer seine Kerzen nicht klassisch brennt, sondern einen Candlewarmer nutzt, wird den Duft aber sicher nochmal eine Spur intensiver erleben.

Insgesamt gefällt mir Christmas wirklich gut und beim Brennen macht mir die Kerze bisher auch keine Probleme; brennt ruhig und rußt nicht. Es bilden sich lediglich recht schnell Dochtblüten, die man regelmäßig entfernen muss, damit sie nicht ins Wachs fallen (das sind die Blumenkohlartigen Pummel, die sich beim Brennen von Kerzen oben am Docht bilden), aber das ist man als regelmäßiger Kerzenbrenner ja gewohnt.



Cheers (Kittredge Candle / Country Candle)


Von Weihnachten nun direkt zu Silvester: Cheers ist für mich eine angenehme Überraschung. Kalt gefiel mir der Duft nicht so wirklich; ganz nett, aber irgendwie von diesem Sekt-Muff (oder wie man es nennen mag) überschattet. Ich schwankte stets zwischen Behalten und Weggeben, entschloss mich für Letzteres und dachte dann aber, dass ich sie wenigstens noch einmal warm ausprobieren möchte.

Nun: Jetzt ist aus der Weggeben-Kerze eine Behalten-Kerze geworden, denn der eingangs erwähnte Sekt-Muff verschwindet in warmem Zustand und die Kerze füllt den Raum mit einem freundlich, hellen und leicht spritzigem Aroma.

Cheers erinnert mich mal wieder daran, dass man sich nicht dazu verleiten lassen sollte, vom Kaltduft direkt auf den Warmduft zu schließen und die Kerzen doch immer nochmal warm zu testen, bevor sie in der Aussortierkiste landen.

Side Note: Kittredge Candle ist der UK Markenname von Country Candle. Die Kerzen werden im vereinigten Königreich unter diesem Namen vertrieben, da es dort bereits eine andere Firma gibt, die sich Country Candle nennt.



Sparkling Snow (Yankee Candle)


Sparkling Snow ist ein frischer Winterduft. Die angegebene Beschreibung von schneebedeckten Pinien mit einem Hauch von Frucht und Patschuli rieche ich hier in keinster Weise. Vielmehr ist Sparkling Snow in seiner Gesamtnote ein kühler, fast klirrender Schneeluftduft.

Insgesamt weiß mich Sparkling Snow nicht so recht abzuholen, denn irgend etwas stört mich in diesem Duft. Ich kann es nicht benennen, aber es schwingt etwas ätherisches, mentholiges mit, mit dem ich mich nicht so ganz anfreunden kann.

Dennoch: Wer auf der Suche nach einem kühlen, weißen, Winterluft-Duft ohne viel Schnickschnack ist, liegt bei Sparkling Snow richtig.



White Pumpkin (Goose Creek)


In der Regel mag ich bei Kerzen die volle Dröhnung, die Duftbomben per Excellence, die Knallerdüfte, die mich vom Stuhl fegen. Manchmal kommt aber ein Duft daher, der findet ganz unverfroren und hinterrücks, schleichenderweise seinen Weg in meine Nase und entlockt mir dann einen "Oh Wow"-Moment.

So auch White Pumpkin von Goose Creek. Der Duft kam mir zuerst ziemlich zart und langweilig daher; suchte sich aber seinen Weg durch den Raum in meine Nase und erfüllte die Luft mit cremig weicher Kürbistraumhaftigkeit.

Kürbisdüfte mag ich generell sehr gern, in der Regel sind sie aber sehr deutlich, direkt und wie man so sagt "right in your face". White Pumpkin hat nur wenig von dem bekannten Kürbisduft und erinnert vielmehr an ein großes Glas milde, warme Milch. Der Duft bleibt stets wahrnehmbar, aber nicht aufdringlich.

Seit seinem Erscheinen hatte ich den Duft stiefmütterlich ignoriert, da ich White Pumpkin Düfte anderer Firmen persönlich nur wenig überzeugend fand. Der Duft von Goose Creek ist warm im Raum aber so cremig, weich und angenehm, dass er definitiv mehr Aufmerksamkeit erhalten sollte und auch für Nasen funktionieren könnte, die weniger auf Kürbis und mehr auf Milchreisdüfte stehen.

Neben dem Kürbisglas-Dreidochter, der inzwischen nicht mehr erhältlich ist, gibt es den Duft auch im gewohnten Apothekerglas, als reguläre Dreidochtkerze und in Form von Melts. Zudem erhielt der Duft unlängst eine Neuauflage unter dem Namen Ivory Pumpkin (wobei Ivory lediglich für Elfenbein steht und sich wohl einfach etwas spannender anhört, als schlichtweg "White").



White Pumpkin (Everyday Luxe)


Nachdem ich vom gleichnamigen Duft der Marke Goose Creek so begeistert war, habe ich mir einen weiteren White Pumpkin Duft zugelegt.

Auch dieser ist weich, etwas cremig und absolut angenehm. Leider ist er deutlich dezenter, als die Variante von Goose Creek und schafft es nicht, einen mittelgroßen Raum vernünftig zu beduften.

Wer zum White Pumpkin von Everyday Luxe (bzw. Colonial Candle) greift, erhält einen ähnlich schönen Duft, wie von Goose Creek, sollte die Kerze aber eher für kleinere Räume andenken.



Tinsel Thyme (Country Candle)


Tinsel Thyme ist ein rundum gelungener, tanniger Duft, der voll in mein Beuteschema fällt und mich nicht enttäuscht. Der Duft ist kühl und winterlich, aber gleichermaßen auch fröhlich und leicht süßlich.

Es handelt sich bei Tinsel Thyme nicht um einen Weihnachstbaumduft und auch nicht um Fichtennadelschaumbad, sondern es ist ein toller und winterlicher - nicht einmal zwingend weihnachlicher - Wohlfülduft für Tannenfans.

Nadelsaft mit süßlichem Baumharz könnte man sagen, aber das würde dem Duft nicht ganz gerecht werden. Tinsel Thyme ist wirklich sehr stimmig und schafft eine tolle Winteratmosphäre. Das winterliche Flair steht hier neben den Nadeln im Vordergrund und holzige, oder Tannenzapfennoten riecht man hier kaum, was die Kerze von vielen anderen Wintertannendüften unterscheidet. Der Fokus liegt hier wirklich auf Winter.

Von der Duftabgabe her enttäuscht Country Candle auch bei diesem Duft nicht und sowohl in Kerzenform, als auch in der Duftlampe ist der Duft wunderbar wahrnehmbar.



White Icing Cinnamon Roll (Goose Creek)


White Icing Cinnamon Roll ist ein süßer, foodiger Zimtduft, der den Raum mit einer wohligen Atmosphäre füllt.

Leider wird die eigentlich sehr schöne Note von einem starken Wachsgeruch überschattet. Dass meine Melts schlichtweg zu alt, oder überlagert sind, möchte ich ausschließen, da ich noch eine zweite, neuere Packung habe und beide gleich riechen. Zudem zog unlängst eine Kerze des Duftes bei mir ein und diese hat die gleiche Beinote, die ich als Wachsgeruch wahrnehme.

Dennoch ist White Icing Cinnamon Roll ein schöner Duft von weichem Zimt, leicht vanilliger Gebückunternote und dezenter Zuckerglasur, den ich sicherlich aufbrauchen werde. Nachkaufen würde ich ihn allerdings wahrscheinlich nicht noch einmal.



Cherry Berry Pie


Cherry Berry Pie: Ein Votiv, das gefühlte 100 Jahre in meiner Rumpelkiste lag; so alt, dass die Umverpackungsfolie komplett die dunkelrote Farbe des Wachses angenommen hatte und beim Entfernen in Einzelteilen abbröselte. "Keine Chance, dass das Wachs noch etwas hergibt", dachte ich zunächst - aber überraschenderweise hatte sich der Duft über die Jahre noch einigermaßen gehalten. Cherry Berry Pie muss seinerzeit im großen Glas ein echtes Powerhouse gewesen sein, wenn das kleine Votiv selbst nach der langen Lagerzeit noch Duft abgibt.

Nun, lohnt sich die Jagd nach dieser Rarität, oder muss man nicht traurig sein, dass Cherry Berry Pie nicht mehr im Programm ist? Hm, das ist natürlich Geschmackssache - für mich jedoch fällt er in die Kategorie: Nett, aber verzichtbar. Ein bisschen kommt mir der Duft, wie ein Vorgänger von Tarte Tatin vor, denn obwohl ihm die säuerliche Apfelnote fehlt, ist die teigige Komponente sehr ähnlich geraten. Die fruchtige Note ist merklich rotfruchtig, aber auf zubereitete, gebackene Weise.

Das Herausstechendste an diesem Duft ist die Teigkruste; diese ist wirklich das Erste und das Dominanteste an dieser Kerze, das ich wahrnehme. Die dunklen, gebackenen Beeren und Kirschen liegen deutlich dahinter.

Insgesamt durchaus ein interessanter Duft, aber so wirkliche Begeisterung will in mir dann doch nicht aufkommen. Irgendwie fehlt mir hier etwas Frisches in der Gesamtnote.


Kennt ihr die Düfte, oder einige davon? Wie ist eure Meinung zu den Kerzen? Schreibt mir gern einen Kommentar, oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.


Tipps zum Weiterlesen:

- Duft-Tagebuch Teil 1
- Duft-Tagebuch Teil 2
- Duft-Tagebuch Teil 3
- DW Home Candles
- Albtraumdüfte für Maggi-Nasen
- Angetestet: 10 Düfte aus der Elevation Collection
- Alle Facts über die Yankee Candle Tauschkette


Ihr habt mehr Lust auf Random-Reviews, wie in diesem Post? Hier findet ihr meine Angedüftelt-Reihe:

Angedüftelt - Teil 1: 10 dufte Rezensionen Querbeet durch die Kerzenwelt
Angedüftelt - Teil 2: 10 dufte Rezensionen Querbeet durch die Kerzenwelt
Angedüftelt - Teil 3: 10 dufte Rezensionen Querbeet durch die Kerzenwelt
Angedüftelt - Teil 4: 10 dufte Rezensionen Querbeet durch die Kerzenwelt
Angedüftelt - Teil 5: 10 dufte Rezensionen Querbeet durch die Kerzenwelt
Angedüftelt - Teil 6: 10 dufte Rezensionen Querbeet durch die Kerzenwelt
Angedüftelt - Teil 7: 10 dufte Rezensionen Querbeet durch die Kerzenwelt



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