First Impression - Village Candle Metallic Edition

Relativ frisch auf dem Markt ist die Metallic Edition, oder Metallic Line von Village Candle und sie startet gleich mit 14 verschiedenen Düften durch.

Die Kerzengläser mit dem metallischen Glanz machen optisch schon gut etwas her, das kann man nicht anders sagen, aber wie verhält es sich mit dem Inhalt? Sind die Düfte den höheren Preis wert, oder kauft man hier lediglich eine hübsche Verpackung?


Lediglich 6 der Düfte sind bisher in Deutschland erhältlich und 3 davon habe ich mir zum Ausprobieren direkt einmal bestellt. Meine Entscheidung, welche Düfte ich bestelle, war hier weniger von der Duftbeschreibung, als vielmehr von der Verfügbarkeit, sowie der Glasfarbe abhängig. Ja, ich wollte unbedingt ein blaues Glas und ein rotes Glas...versucht das nicht mit Rationalität und Vernunft zu erklären 😉

Positiv fällt als Allererstes auf, dass es sich bei den Gläsern nicht um mit Folie beklebte, normale Village Candle Gläser handelt, sondern tatsächlich um farbiges Glas, das im Inneren silberfarben lackiert wurde. Durch die Lackierung im Inneren ist das farbige Glas nicht durchsichtig, sondern schimmert von aussen metallisch.


Das Wachs an sich ist ebenfalls durchgefärbt und in der dem Glas entsprechenden Farbe gehalten. Farbiges Wachs wäre hier nicht unbedingt nötig gewesen, da das Glas ja ohnehin nicht durchsichtig ist, aber auf diese Weise macht alles einen passenden Eindruck.


Mein erster Negativpunkt sind die Label. Ich persönlich hätte ein reguläres Labelbild schöner gefunden. Stattdessen hat man sich für ein eher schlichtes Papierlabel entschieden, das auf mich ein wenig den Eindruck einer Oma-Seifenverpackung macht. Sicherlich aber natürlich letztenendes Geschmackssache und das Label lässt sich auch mit etwas Geschick recht leicht rückstandslos entfernen, wenn man das möchte.

Mein zweiter Negativpunkt sind die Düfte. Nun mag es sein, dass ich mich zufällig für drei Düfte entschieden habe, die mich einfach nicht ansprechen, aber überzeugt hat mich keiner der drei und sie wirken allesamt - sorry, wenn ich das so ausdrücke - billig.


Arctic Spring ist ein lavendellastiger Mischduft. Nach mehrmaligem Riechen habe ich mich zumindest ein wenig mit dem Duft angefreundet, aber die Salbei und Meersalzkomponenten kommen für meinen Geschmack hier einfach nicht gut genug heraus. Etwas Besonderes, oder Ungewöhnliches sucht man bei diesem recht einfachen Duft vergebens und so ist es hier lediglich die wunderschöne, tiefblaue Glasfarbe, wegen der ich die Kerze in der Sammlung behalten werde.


Rosette Berry ist ebenfalls ein sehr einfacher und hauptsächlich rosenorientierter Duft. Jasmin ist wohl nur unterschwellig zur Unterstützung vorhanden und die roten Beeren muss man hier wirklich mit der Lupe suchen. Der leicht fruchtige Unterton der Beeren ist schon da, aber man sollte sich nicht darauf fixieren, denn die Rose dominiert und es ist kein frischer, schöner Rosenduft. Für mich ist es diese Art von Rosenduft, wie man sie in Seifen wiederfindet. Nicht wirklich natürlich, oder authentisch, sondern billig und parfümig. Auch bei dieser Kerze ist es lediglich die Glasfarbe, wegen der ich die Kerze in meiner Sammlung haben möchte.


Der Duft Berry Cardamom hat mich ebenfalls nicht überzeugen können und leider reißt für mich hier auch das Glas nichts viel heraus. Es handelt sich hier um kein schönes, volles Violett, so wie es auf den Bildern vielleicht scheint, sondern die Farbe driftet ein wenig ins Blasse ab. Ich weiß nicht, was ich heute mit diesem Wort bloß habe und alle Omas dieser Welt mögen mir verzeihen, aber für mich hat das Glas eine Oma-Farbe und zusammen mit dem Oma-Label gefällt mir die Gesamtoptik überhaupt nicht.

Berry Cardamom ist die einzige Kerze von diesen Dreien, die ich aufgrund der Duftbeschreibung und nicht wegen der Farbe gekauft habe. Verfügbar waren ohnehin nur 6 und diese hatte mich dann noch am ehesten angesprochen, da Kardamom recht selten in Duftkerzenform zu finden ist und ich den Duft eigentlich sehr mag. Nun, ich mache es kurz: Die Kerze riecht furchtbar. Enthalten sind Brombeere, Kardamom und Moschus, aber sie riecht für meine Nase einfach nur nach Kompost. Gut, ich übertreibe dezent, das mag an der Enttäuschung liegen, aber ein angenehmer Gesamtduft ergibt sich für mich nicht und somit ist diese Kerze für mich ein Fehlkauf.


Nun, auch wenn mein erster Kontakt mit der Metallic Line kein guter war, bin ich trotzdem neugierig auf ein paar der anderen Düfte. Hierzulande derzeit erhältlich sind noch:

- Rain Blossom
- Rhubarb Lemonade
- Wild Lilac

Als nächstes werde ich mir wohl Rhubarb Lemonade zulegen - wegen der schönen, goldgelben Glasfarbe selbstredend - ich lerne einfach nicht dazu 😂

Die restlichen, bereits angekündigten Düfte, die nach Deutschland kommen werden sind:

- Guava Tangerine
- Pumpkin Tweed
- Pear Cooler
- Melograno Glassare
- Spiced Honey Tea
- Citrus Wreath
- Seashore Driftwood
- Cabana Bliss

Auch hiervon werde ich mir sicherlich noch ein- oder zwei Düfte zum Probieren zulegen, wenn sie dann erhältlich sind. Mein Eindruck bisher ist aber, dass die Düfte den Aufpreis nicht rechtfertigen, hier zahlt man wirklich nur für ein hübsches Glas. Wenn man es auf einen tollen Raumduft zum Abbrennen abgesehen hat und weniger Wert auf das Sammelglas legt findet man bei anderen, regulären Village Candle Düften wesentlich schönere Duftkompositionen.

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YANKEE CANDLE ALTERNATIVEN - TEIL 10: Goose Creek Elixir & American Legacy Kerzen

Fernab vom gewohnten Apothekerglas-Look bewegen sich sowohl die American Legacy, als auch die Elixir Kerzen von Goose Creek. 382g Wachs bei den American Legacy Kerzen, bzw. 425g bei den Elixir Kerzen für je knappe 20,- ist dabei nicht günstig, aber waschechte High-End Duftkerzen können noch viel höher gehen, insofern sage ich mal der Preis ist "im Rahmen".


Die American Legacy Kerzen von Goose Creek Candle machen erst einmal einen guten und ansprechenden Eindruck auf mich. Die Elixir Kerzen hingegen sehen den Kerzen von Bath & Body Works zum Verwechseln ähnlich, was ich jedoch nicht negativ auslege. Beide Reihen arbeiten mit einem Wachsgemisch aus Soja und Paraffin, anstatt wie man es von den großen Goose Creek Gläsern her kennt, allein mit Paraffin. Das Wachs ist dadurch weicher und geschmeidiger und kann sauber und rückstandslos abbrennen - theoretisch.


Die Gläser der American Legacy Reihe sind einfarbig, aber aufwändig gemustert und aus stabilem, dickem Glas. Sie liegen gewichtig in der Hand und sind qualitätiv wirklich gut, kann man nicht anders sagen. Der Inhalt, wie schon gesagt: 382g Pflanzen/Paraffin-Duftwachsgemisch. Auch dieses macht erst einmal einen positiven Eindruck und die erhältlichen Düfte sind wirklich schön und interessant. Das Wachs ist durchgängig weiß.

Leider, leider, leider - und ich hatte wirklich große Hoffungen - halten die Legacy Kerzen aber beim Abbrennen meinen Erwartungen nicht stand. Die Duftabgabe ist für Goose Creek Verhältnisse sehr schwach. Die Kerzen sind zwar wahrnehmbar, aber doch letzenendes eher für eine unterschwellige, leichte Beduftung, oder für sehr kleine Räume geeignet - es sind jedenfalls keine ausgesprochenen Duftbomben.


Anders schaut es da bei den Elixir Kerzen aus. Für diese hat man sogar eine spezielle "Aromatic Fragrance Boost Formel" entwickelt, die dafür sorgen soll, den Raum in kürzester Zeit intensiv zu beduften. Was genau diese Formel ist, darüber lässt Goose Creek natürlich keine Informationen durchsickern. Ob die Kerzen dadurch wirklich so losduften, wie versprochen, darüber muss sich jeder selbst seine Meinung bilden - ich für meinen Teil stelle keinen Unterschied zu anderen Duftkerzen, wie z.B. den regulären Apothekergläsern von Goose Creek fest. Was die Duftabgabe angeht, duften diese ja in der Regel ebenfalls sehr schnell und intensiv los.


Bei den American Legacy Kerzen hat man auf einen Docht zurückgeschraubt und verwendet nicht, wie bei den regulären Goose Creek Kerzen, zwei Dochte. Das ist in meinen Augen ein großer Nachteil, denn dieser eine Docht schafft es nicht wirklich gut, die Kerze poolen zu lassen, also dass die ganze Wachsoberfläche flüssig wird und die Kerze sauber herunterbrennen kann.  Auch unter Idealbedingungen brauchen die Kerzen recht lange, um einigermaßen ordentlich bis zum Rand flüssig zu werden.


Schnell wird deutlich, dass das Wachs um den Docht herum viel zu schnell und die Außenränder nur sehr schwer flüssig werden. Abzusehen also, dass sich mit der Zeit ein ordentlicher Tunnel bilden wird, was nicht nur Verschwendung des teuren Duftwachses ist, sondern die Kerze auch nicht ihr volles Duftpotential entfalten lässt. Meine erste American Legacy Kerzen hatte es auch nach knappen drei Stunden Brennzeit noch nicht geschafft, annähernd bis zum Glasrand flüssig zu werden

Als ich sie dann löschte (wer hat schon stets etliche Stunden Zeit für eine Kerze), war klar, dass weiteres schlechtes Herunterbrennen beim nächsten Mal vorprogrammiert war. Wer es nicht weiß: Kerzen haben einen Memory-Effekt und "merken" sich, bis wohin sie bereits flüssig waren, so dass sich ein Kreis bildet, der sich bei jedem weiteren Brennen verkleinert (die sogenannte Tunnelbildung), bis die Kerze nicht mehr richtig, oder gar nicht mehr brennen kann. In meinen Augen dürfte das bei höherpreisigen Kerzen nicht vorkommen und für mich haben sich die American Legacy Kerzen allein dadurch schon disqualifiziert. Schade, denn ich finde sie im Grunde ehrlich sehr schön und die tollen Gläser kann man auch noch wunderbar weiterverwenden.

Aber nicht nur das Brennverhalten, auch die Duftabgabe der American Legacy Kerzen lässt, wie eingangs schon erwähnt, arg zu Wünschen übrig. Den (zugegebenermaßen schönen) Duft der Kerzen nehme ich auch nach Stunden nur in der nahen Umgebung und nur leicht wahr. Nun mag es vielleicht auch Düfte in der Reihe geben, bei denen das anders ist, aber mir ist ehrlich gesagt mein Geld zu schade, dem näher auf die Spur zu gehen.


Bei den Elixir Kerzen ist das glücklicherweise anders. Zwar sind einige Düfte stärker und andere schwächer, aber ich kann sie generell gut im Raum, zum Teil sogar in der ganzen Wohnung wahrnehmen, wobei sie trotzdem nicht mit dem Holzhammer daherkommen, oder sich zu sehr aufdrängen.

Für gutes Abbrennen sorgen bei den Elixir Kerzen ganze drei Dochte. Die Dochte stehen, im Vergleich zu den optisch ähnlichen Kerzen von Bath & Body Works, dichter zusammen.



Zwar brauchen die Kerzen je nach Raumtemperatur eine Weile (ca. 45-90 Min.), bis sie bis zum Rand flüssig sind, aber machen in der Regel kaum Probleme beim Abbrennen. Leider neigen die Dochte dazu, beim Abbrennen recht schnell Dochtpilze zu bilden, also ist regelmäßiges Trimmen und etwas Pflege vonnöten - aber das ist ja nicht ungewöhnlich und schnell erledigt. Ansonsten brauchen die Kerzen im Grunde kaum Babysitting, wie ja leider bei so manch anderer Marke vonnöten.


Alle Duftsorten der Elixir Reihe gibt es auch als Wax Melt Beads (Schmelzwachsduftperlen für die Duftlampe). Die Sorten der American Legacy Reihe gibt es hingegen ausschließlich in Kerzenform. Alle bisher erschienenen Duftsorten sind exklusiv in diesen Reihen erschienen und nicht in der Hauptreihe als großes Apothekerglas erhältlich. Dies mag sich vielleicht in Zukunft noch ändern, aber wer diese Düfte möchte, muss derzeit auf die entsprechende Sonderreihe zurückgreifen.


Ein wenig kurios bei den Elixir Kerzen ist, dass weder auf dem Label, noch dem Etikett irgend ein Hinweis auf Goose Creek zu finden ist. Obwohl die Kerzen in diversen, hiesigen Onlineshops als "Elixir by Goose Creek" angeboten werden, ist auf den Kerzen selbst lediglich "Elixir Home Fragrance" als Hersteller angegeben - fast so, als wolle man eine gänzlich eigene Linie etablieren ohne Assoziationen mit den regulären Goose Creek Kerzen.

Allein das Merkmal "Bryant Ridge Rd. Liberty, Kentucky", das sowohl auf den Goose Creek, als auch Elixir Etiketten zu finden ist, lässt hier eine Parallele erahnen. Die Elixir Kerzen haben zudem eine separate Webpräsenz, auf der sich ebenfalls kein anderer Bezug zu Goose Creek finden lässt, als die gleiche Anschrift und Hotlinenummer auf beiden Websites (1157 Bryant Ridge Rd. Liberty, KY 42539 / 800.775.1388).

Warum man sich letztenendes entschieden hat, lieber eine neue Zweitmarke auf den Markt zu bringen, als vom eingesessenen Markennamen Goose Creek zu profitieren und ob das lediglich marketingtechnische Gründe hat, oder mehr dahinter steckt, lässt sich nicht sagen. Dem hauptsächlich positiven Eindruck, den die Elixir Kerzen bei mir machen, tut das jedenfalls keinen Abbruch.



Kurzes und knappes Fazit: Würde ich die Kerzen wieder kaufen, bzw. noch weitere Düfte?
- American Legacy: Nein
- Elixir: Ja

Folgende Düfte habe ich ausprobiert:


Wishful Escape


Laut Beschreibung soll ich auf eine einsame Insel entfliehen, die zudem auch noch verträumt ist, und dort den Sonnenuntergang genießen...na ja, zumindest in Gedanken. Ob mich dieser Duft wirklich dahin führt? Ich kann eigentlich keine wirklichen Assoziationen, weder zum Sonnenuntergang, noch der Insel, ziehen - aber vielleicht fehlt mir da auch nur die Phantasie.

Wishful Escape ist ein wilder Fruchtmix, aber trotzdem kein wirklich fruchtiger Duft. Die enthaltenen Noten von Orange, Zitrone, Pfirsich, Mandarine und Erdbeere kommen eher, wie Zutaten eines Haarschampoos daher und nicht wie ein frischer Obstkorb. Ich denke aber, das soll er auch gar nicht.  Der Duft ist auch insgesamt, obwohl man das aufgrund der enthaltenen Orange, Mandarine und Zitrone annehmen könnte, nicht wirklich zitrisch. Trotz der eigentlich recht kräftigen Zutaten ist der Duft sehr leicht geraten und eignet sich meiner Meinung nach am besten für den Sommer und um die Atmosphäre von leicher Sommerduftluft noch zu unterstreichen.





Wild Currant


Wild Currant ist fruchtig und leicht spritzig und auf jeden Fall ein heller und "aufweckender" Duft. Die spritzige Note ist sicherlich der Grapefruit und dem Schuss Limonade geschuldet, die hier die fruchtige Johannisbeere ergänzen dürfen. Ich hatte mich sehr auf den Duft gefreut und kalt am Glas gerochen scheint er auch durchaus intensiv. Leider versagte die Kerze dann in brennendem Zustand gnadenlos und von dem schönen Duft war kaum etwas wirklich wahrzunehmen.





Strawberry Teacake


Es gibt überraschenderweise recht wenig Erdbeerdüfte in Duftkerzenform. Ehrlich gesagt fallen mir da gerade auch nur der wirklich furchtbare Duft von Fresh Strawberries von Village Candle und der zwar nicht schlechte, aber doch arg künstliche Duft Sweet Strawberries von Yankee Candle ein. Vielleicht sind authentische Erdbeerdüfte einfach schwer hinzubekommen, oder es besteht keine sonderlich hohe Nachfrage, aber irgendwie scheinen wir ein Erdbeerdefizit zu haben. Umso erfreulicher, dass die Elixir-Reihe mit einem verlockenden Erdbeerduft aufwartet: Strawberry Teacake.

Obwohl die kuchige Komponente sehr verhalten daherkommt, scheint man sich durch diese Mischung ein wenig "abgesichert" zu haben, dass man nicht wirklich dem Duft frischer Erdbeeren gleichkommen muss, sondern etwas auf der Aroma/Bonbon Ebene bleiben kann, was in diesem Falle sehr positiv gelungen ist. Mit zuckriger Süße hat man sich glücklicherweise zurückgenommen, so dass die Erdbeernote zumindest als "fast echt" durchgeht und durch die sanft kuchige Basis kommt man auch nicht in Versuchung, im Duft nach der Schale frisch aufgeschnittener Erdbeeren zu suchen - ähnlich geschickt, wie es auch bei Yankees Strawberry Buttercream der Fall ist (...da schau her, ist mir doch noch ein Erdbeerduft eingefallen).

Unterm Strich ist dies ein schöner und empfehlenswerter Duft, der mich zwar nicht vom Hocker haut und jetzt auch nicht wirklich zu den komplexeren Duftkompositionen zählt, aber durchaus zu gefallen weiß.





Vanilla Buttercream


Vanilla Buttercream ist ein angenehmer, weicher und cremiger Duft und findet eine gute Ballance zwischen kräftiger Vanille und satter Buttercreme, ohne dabei aber zu überladen zu wirken. Ich muss sagen, zu Anfang war ich ein wenig enttäuscht von der Kerze, da sie wirklich keine große Überraschung birgt und auch recht simpel und direkt "nur" das bietet, was draufsteht. Wahrscheinlich bin ich von anderen, vielschichtigeren Kerzen einfach zu verwöhnt, so dass ich manchmal einfach meine Erwartungen zu hoch schraube.

Nachdem ich mich aber mit der Gradlinigkeit der Kerze abgefunden hatte, muss ich sagen, gefällt sie mir doch sehr gut. Trotzdem mir hier irgendwie der "edle Charakter", wie ihn z.B. die meisten BBW Kerzen haben, fehlt und ich mich frage, ob der Preis für eine eigentlich dann doch recht simple und facettenarme Kerze wirklich gerechtfertigt ist, kann ich sie nicht wirklich als Fehlkauf bezeichnen und brenne sie inzwischen gern. Für einen Nachkauf wird es dann aber nicht ausreichen, da werde ich mein Geld lieber in einen "aufregenderen" Duft investieren.





White Picket Fence


White Picket Fence ist eine der enttäuschenderen Elixir Kerzen für mich. Sie fällt insgesamt recht schwach und für meine Nase ein bisschen muffig aus. Unter dem Namen hatte ich mir einfach etwas frischeres, frühlingshafteres vorgestellt und ich dachte die Kerze wäre vielleicht etwas blumig, etwas grasig-grün, einfach mehr Gartenzaunatmosphäre.

Enthalten sind grüne Äpfel, Orange, Bernstein, Sandelholz, Lavendel und eine Brise Frühling (was auch immer das sein soll). Insgesamt ergibt das aber weder einen frischen, noch wirklich netten Gesamtduft und keine der Noten riecht man wirklich heraus. Besonders den Lavendel empfinde ich hier fehl am Platz. Für mich sehr künstlich und leider kein Treffer.





Moonlit Amber & Cashmere


Dies ist ein weicher, schöner, fast (aber auch nur fast) cremiger Parfümduft. Er ist warm und hölzern und wieder eine der empfehlenswerteren Sorten. Moonlit Amber & Cashmere ist für mich einer dieser rundum Wohlfühldüfte, von denen man sich gern gemütlich einhüllen lässt. Ich würde den Duft direkt als kuschelig und sogar fast als einen der besten auf dieser Liste bezeichnen. Dies ist definitiv eine Sorte, die ich mir wieder holen würde.





White Tea & Apricot


Die Zutatenliste von White Tea & Apricot setzt sich aus Earl Grey Tee, Aprikose und braunem Zucker zusammen. Nun darf man aufgrund der Aprikose nicht von einem stark fruchtigem Duft ausgehen, vielmehr orientiert sich die Note an einem leichten Aprikosentee, als an der frischen Frucht. Zusammen mit dem Earl Grey und einer leichten Süße ergibt sich ein wirklich schöner, angenehmer Gesamtduft. Leider schwächelt White Tea & Apricot bereits kalt am Glas gerochen sehr, so dass ich wohl gar nicht mehr erwähnen muss, dass man ihn im Raum im Grunde gar nicht mehr wahrnimmt. Sehr schade, denn der Duft an sich ist wirklich sehr angenehm.





Bright Bubble Bath


Bright Bubble Bath ist nett, aber nichts wirklich Besonderes in meinen Augen. Wer eine sprudelig-süßes Hubba Bubba Kinderschampoo-Schaumbad erwartet, liegt hier total daneben. Die Mischung aus Bergamotte, Grapefruit, Mandarine, Papaya, Pfirsich und hellen Holznoten ist auch nicht wirklich fruchtig, falls man so etwas erwarten sollte. Insgesamt riecht die Kerze ein bisschen nach leerer Kaubonbontüte (inkl. Tüte), aber ohne die Süße, gepaart mit leerer Shampooflasche . Ich kann nicht sagen, dass mir der Duft vollends missfällt, aber er ist irgendwie doch schon arg künstlich und dies ist keine Kerze, die ich mir noch einmal kaufen würde.





Midnight Blues


Wo wir schon grad bei den Kerzen sind, die mein Gefallen nicht finden: Midnight Blues ist für mich auf den ersten Riecher direkt eklig und ich habe mir erst einmal die Nase gerümpft. Auf den zweiten Riecher geht's dann einigermaßen, aber der Duft ist wirklich arg künstlich, wieder etwas muffig und einfach irgendwie gar nicht mein Fall. Blaubeere, Brombeere, Rose, Erdbeere, Lilie und Moschus - das mag sich zwar nach einer tollen Mischung anhören (hätte ich auch gedacht), ist es aber nicht. Schon gar nicht, wenn alle diese Noten mit übertrieben künstlichem Aromastich daherkommen.





Mahagony Sandalwood


Mahagony Sandalwood ist wieder eine der netteren Sorten, wobei ich blind gerochen eher an eine Meereskerze gedacht hätte, als an etwas Hölzernes. Die Mischung aus Wurzelholz, Sandelholz, Eiche, Kaschmir, Rosmarin und Zitrone riecht seltsamerweise eher nach Badezimmer, als nach Wald, eher nach Küste, als nach Forstlandschaft. Magagony Sandalwood ist kein schlechter, aber auch kein natürlicher Duft. Parfümig, nett, aber kein Duft, den ich mir unbedingt erneut zulegen wollen würde.



Fazit: 

American Legacy scheitert für mich aufgrund seiner schwachen Duftausbeute und den ständigen Wachsresten an den Rändern. Die Elixir-Kerzen würde ich sortenabhängig weiterempfehlen, sie sind aber bei Weitem nicht so edel, wie Bath & Body Works Düfte, auch wenn die Verpackung da deutlich Parallelen ziehen will.

Im Vergleich zu den regulären Goose Creek Kerzen im Apothekerglas fehlt es den Elixir Düften an Tiefe. Sie sind eher flach und einfacher gehalten und bieten beim Brennen keine wirklichen Überraschungen. Der Kaltgeruch ist hier auch direkt der Warmgeruch, ohne dass sich noch wirklich weitere Duftschichten entfalten würden. Ich denke jedoch, das ist hier auch bewusst so gewollt.

Meine Punktewertung für diese Düfte:

Wishful Escape  4/10
Wild Currant   3/10
Strawberry Teacake  6/10
Vanilla Buttercream  6/10
White Picket Fence  2/10
Moonlit Amber & Cashmere  7/10
White Tea & Apricot  3/10
Bright Bubble Bath   3/10
Midnight Blues   0/10
Mahagony Sandalwood   5/10

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Die weiteren Beiträge meiner "Yankee Candle Alternativen"-Serie findet ihr hier:

Yankee Alternativen 1: Colonial
Yankee Alternativen 2: Candleberry
Yankee Alternativen 3: Goose Creek
Yankee Alternativen 4: Home Inspiration
Yankee Alternativen 5: Makers of Wax Goods
Yankee Alternativen 6: Woodwick
Yankee Alternativen 7: Cheerful Candle
Yankee Alternativen 8: Village Candle
Yankee Alternativen 9: Outletdüfte





Einen übersichtlichen Index all meiner bisherigen Kerzenposts findet ihr HIER

  

  




SCHAUT VORBEI UND SAGT HALLO


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Yankee Candle & Co: Maggi Time - 10 verschrieene Düfte

Ich bin immer wieder erstaunt, wie seltsam verallgemeinernd manche Nasen zu ticken scheinen. Gerade im Zusammenhang mit würzigen Düften, aber auch bei einigen anderen, eher ungewohnten Duftnoten, wird sofort abwertend "Maggi" gerufen. Ich kann kaum zählen, wie oft ich die Aussage "Maggikerze" in Bezug auf so manche Yankee Candle schon gehört, oder gelesen habe.

Dabei gibt es ganz ehrlich nicht eine einzige Kerze, die wirklich nach Maggikraut riechen würde, geschweige denn nach der bekannten Maggi-Würze. Nun, die Wahrnehmungen sind unterschiedlich und es mag durchaus sein, dass einige Nasenbesitzer da nicht wirklich differenzieren können, oder wollen. Letztenedes muss man aber sagen, nur weil etwas für mich nicht angenehm riecht, duftet es deshalb noch lange nicht nach Maggi.

Ich habe mir heute einmal 10 Düfte herausgepickt, die immer wieder gern abwertend mit "Maggiduft" betitelt werden. Für den einen sind dies sicher herrliche Düfte, für den anderen wird diese Liste der pure Duftalbtraum sein. Fühlt euch frei diese Liste in den Kommentaren weiter zu ergänzen, ich bin sehr gespannt welche Düfte eure persönliche Nemesis sind.




Bakery Air


Oje, owei, au Backe...was habe ich über diesen Duft nicht schon alles gehört und gelesen...Maggi ist da wirklich noch das Harmloseste, womit der Duft betitelt wurde. Dabei denke ich, die oft arge Negativkommentierung rührt hier in vielen Fällen lediglich von falschen Erwartungen und daraus resultierender Enttäuschung. Ich vermute, hier wird nur allzu oft von einem warmen, kuchigen Duft ausgegangen, der süss, vielleicht vanillig und keksig daherkommt. Nun, das ist er definitiv nicht.

Zwar sind auch diese Noten hintergründig vorhanden, aber Bakery Air ist ein recht komplexer, würziger und nicht ganz einfacher Duft. Er ist vielschichtig aufgebaut und wenn man sich tatsächlich nur auf die würzige Note konzentrieren würde, wäre er mir auch nicht angenehm. In warmem Zustand entfaltet sich der Duft aber sehr interessant und obwohl die Würze bestehen bleibt, gesellen sich auch weiche und warme Noten hinzu, die das Ganze abfangen und sehr schön aufwiegen.

Laut Beschreibung ist dies ein Duft, als würde man gerade die Tür einer Bäckerei öffnen und im ersten Atemzug cremige Butter, Vanille, gehackte Pacannüsse und Zimt, sowie warmen Ofenduft wahrnehmen. Obwohl diese Beschreibung in warmem Zustand schon einigermaßen hinkommt, weckt sie falsche Erwartungen, denn man sollte hier wirklich keinen rein süßen, oder zuckrigen Duft erwarten.




Spiced White Cocoa


Spiced White Cocoa hat kalt gerochen einen ganz ähnlichen und sehr dominanten Gewürzmischungsgeruch an sich, wie Bakery Air. Wer hier den Duft weißer Schokolade, oder einer Tasse warmer, weißer Schokomilch erwartet, wird gnadenlos enttäuscht sein. Kalt liegt der Schwerpunkt wirklich arg auf den Gewürzen und es ist auch kein süßer Duft. Ähnlich wie bei Cinnamon Vanilla, einer wie ich finde ebenfalls sehr streng riechenden Kerze, die weder wirklich nach Zimt, noch nach Vanille riecht, ist auch hier wahrscheinlich die Erwartungshaltung Schuld daran, dass man von vorn herein mit falscher Vorstellung an den Duft herangeht.

Wie eingangs schon erwähnt, nimmt man hier tatsächlich in der Hauptsache die Gewürze wahr, solche, wie man sie z.B. aus Chai Latte kennt und diese sind hier wirklich sehr kräftig. Wenn die Kerze aber schon einige Zeit gebrannt hat, kann man immer mehr auch den Duft warmer Milch im Hintergrund wahrnehmen und der Gesamtduft wird etwas weicher und angenehmer. Spiced White Cocoa wird wohl nie eine meiner Lieblingskerzen werden, aber so schlimm wie im ersten Eindruck finde ich sie nach längerer Brennzeit gar nicht mehr. Es ist halt aber wieder kein rein süßer, oder schokoladiger Duft und wer einen solchen erwartet, wird hier ganz sicher enttäuscht.

Bei Spiced White Cocoa finde ich aber auch dass die offizielle Beschreibung, die von einem süßen Kakaoduft mit cremiger Schlagsahne spricht, sehr zum falschen Eindruck beiträgt, denn diese Dinge sind wirklich nur sehr, sehr hintergründig und nur nach langer Brennzeit überhaupt wahrnehmbar und nicht Hauptaugen(nasen)merk der Kerze. Vielmehr sorgt der vordergründige Mix aus Butterscotch-Toffee, Karamell und Muskat für den stark würzigen Eindruck, der halt einfach die gesamte Kerze dominiert.




Maple Pancakes


Puh...also auch über diesen Duft habe ich so manch negativen Maggi-Kommentar gelesen. So langsam kristallisiert sich heraus, dass immer wenn man etwas Süßes erwartet, dies aber nicht auf den ersten Schnupperer bekommt, sich sofort eine Antihaltung abzuzeichnen scheint. Ja, ich gebe zu, dies ist auch wieder ein Duft, der nicht ganz easy ist und einem abfordert, sich darauf einzulassen. Dann aber finde ich, kann man ihm durchaus etwas abgewinnen. Viele von uns haben sicher den Duft von Pfannkuchen mit Zimt und Zucker im Kopf, aber den muss man halt wirklich beiseite schieben, wenn man sich eine Kerze kauft, die amerikanische Pancakes mit Ahornsirup repräsentieren soll.

Der Duft an sich ist in dieser Hinsicht schon wirklich sehr authentisch. Da es aber ein Gericht ist, dass man hierzulande kaum wirklich kennt und dessen Duft einem deshalb auch nicht geläufig ist, sucht man sich fälschlicherweise Assoziationen zu Gerichten, die ähnlich zu sein scheinen, wie besagter Pfannkuchen mit Zimt und Zucker, oder kleine Poffertjes mit Puderzucker. Nun, ...kommt halt aber nicht hin: Es geht um American Pancakes mit Ahornsirup.

Die American Pancakes duften von sich aus schon weniger süß und weniger eierlastig und wenn dann noch der wirklich dominante Ahornsirup hinzukommt, hat man einen gänzlich sehr kräftigen und würzigen Gesamtduft. Ich finde aber im Gegensatz zu einigen originalen Ahornsirupsorten, die zum Teil wirklich sehr stark und konzentriert daherkommen, hat man sich hier schon zurückgehalten und einen im Verhältnis doch eher weichen Duft kreiert. Es ist ein Duft der sich warm dann auch sehr schön entfaltet, und riecht für mich so als hätte man tatsächlich warme, frisch aus der Pfanne kommende Pancakes, die gerade mit Ahornsirup übergossen wurden, direkt vor sich auf dem Teller.




Salted Caramel


Salted Caramel ist schon eine Herausforderung für die Nase. Dies mag aber zum Teil auch der Tatsache geschuldet sein, dass wir hierzulande Karamell stets mit Süße verbinden und salzige Süßigkeiten eher unüblich sind. In den USA ist gesalzenes Karamell aber sehr geläufig und somit auch der entsprechende Duft.

Nun muss ich sagen, dass Karamell in Duftkerzen für mich fast immer ein Minuspunkt ist. Dies liegt wahrscheinlich an meiner Vorstellung von Karamellduft, den ich cremig, zuckrig-süss und leicht buttrig erwarte, was er aber eigentlich nie wirklich ist. Oft sind Karamelldüfte sehr würzig, hart und streng umgesetzt und ich empfinde sie als eher unangenehm und nicht lecker. So auch bei Salted Caramel.

Ich will aber nicht ausschließen, dass gesalzene Karamellen wirklich so duften, wie diese Kerze und dass es sicherlich Liebhaber dieses Duftes gibt. Ich persönlich kann mich mit der Kerze aber nicht wirklich anfreunden, wobei ich zugeben muss, dass ich ihr auch keine echte Chance gegeben habe, denn ich habe mich einfach nicht durchringen können, sie länger brennen zu lassen und näher ergründen zu wollen.




Warm Autumn Evening


Cremige Vanille, Moschus, Orangenblüten, Sandelholz und Zedernholz - hört sich nach einem wahrlich verführerischen Duft an, nicht wahr? Eine Zutat habe ich euch aber noch vorenthalten: Ahornsirup und den riecht man auch sehr stark als solchen heraus. Sollten andere Düfte mit Ahornsirup bei euch die Maggi-Sensoren angeschmissen haben, dann lasst euch gesagt sein: Das wird hier defninitiv auch passieren.

Wer hingegen kein Problem mit Ahorn hat, darf sich hier auf einen recht ungewöhnlichen Duft freuen. Ich muss sagen, der Ahornduft sticht hier schon recht heraus und lässt sich nicht wegleugnen, mischt sich in warmem Zustand mit der Zeit aber gut mit den anderen enthaltenen Noten zu einem recht interessanten Dufterlebnis.

Ich persönlich finde den Ahornsirup in diesem Duft zwar sehr fehl am Platz und weder Labelbild, Kategorie, noch Kerzenname hätten mich auf Ahorn schliessen lassen, aber wenn man sich auf die restlichen enthaltenen Noten konzentriert, ist die Kerze schon nicht schlecht. Es ist zwar keine Kerze, die ich wieder kaufen würde, aber trotzdem doch eine, die ich wohl bis zum Ende abbrennen und verbrauchen werde. Mal abgesehen vom Duft, über den sich sicherlich streiten lässt, finde ich die Kerze optisch sehr schön für Sammler.





Vanilla Bourbon


Dieser Duft ist ausgesprochen aufdringlich und penetrant, selbst für meine sonst doch recht aufgeschlossene Nase. Der Bourbon Whiskey ist hier wirklich ausgesprochen ausgeprägt und man muss diesen Duft wirklich schon mögen, um an dieser sehr intensiven Kerze gefallen zu finden. Es ist aber definitiv der Whiskeygeruch, der mir negativ auffällt und ebenfalls wieder keine Maggi, oder maggiähnliche Note.

Angenehm in diesem Duft empfinde ich die leicht sahnige Vanillenote, aber leider wird diese absolut überschattet und dominiert vom Bourbon. Mir persönlich ist dieses eigentlich traditionelle, herbstliche Heißgetränk aus mit Whiskey übergossener Vanillesahne auch nicht geläufig und möglicherweise kann ich deshalb keine positiven Bezüge zu dem Gesamtduft finden.

Fans dieser Kerze mögen es mir verzeihen, aber für mich ist diese Kerze der wirklich schlimmste Nasenbeißer auf dieser Liste und zählt neben Gingerbread und Cinnamon Vanilla zu meinen absoluten Negativkandidaten überhaupt, die ich in großem Bogen meide.




Candied Pecans


Bei diesem Duft kann ich die Maggi-Assoziation nun so wirklich gar nicht nachvollziehen. Der Duft ist warm im Raum gerochen einfach herrlich, weich, süss und lecker. Ich muss aber gestehen, dass man das vom Kaltduft her in dieser Form nicht wirklich erwartet hätte, denn da ist der Duft schon etwas würziger und strenger.

Wenn die Kerze aber brennt und sich der Duft im Raum verteilt, ist er einfach nur herrlich warm und weich und gefällt mir wirklich ausgesprochen gut. Was einige hier als Maggi wahrnehmen, ist sicher wieder das leicht Karamellige, Kandierte im Unterton, das warm jedoch nicht ins Gewicht fällt. Auch die Pencannüsse könnten ein Anstoß sein, sie sind ja auch bei Bakery Air vorhanden, aber eigentlich kann ich mir das kaum vorstellen.

Ich denke wer dieser Kerze warm eine Chance geben mag, wird eine positive Duftüberraschung erleben. Ganz wunderbar kann man den Duft auch z.B. mit Vanilla, oder French Vanilla, oder ähnlichen Düften zusammen brennen lassen. Diese Düfte harmonieren wirklich richtig gut.




Café Al Fresco


Nun sind also auch schon die Kaffeedüfte für manche Nasen in der Maggi-Ecke gelandet. Zugegeben: Ich persönlich habe noch keinen Kaffeeduft gefunden, der mir wirklich gut gefällt. Ich liebe den herrlichen Duft von frisch gemahlene Kaffebohnen, allerdings scheint es keine einzige Duftkerze zu geben, die diesen Duft wirklich wiederzugeben vermag. Stattdessen gibt es jede Menge Coffeshopdüfte, die nach "Cafèluftatmosphäre" richen sollen, oder auch solche Düfte, die an bereits zubereitete Kaffeegetränke erinnern.

Der Duft frisch gemahlener Kaffebohnen, wie sie einem z.B. beim ersten Öffnen einer Tüte gemahlenen Kaffeepulvers in die Nase steigt, ist eine echte Marktlücke würde ich meinen. So ist auch Cafè al Fresco lediglich eine Mischung aus Coffeeshopluft und zubereitetem Cappucino für den ich mich nicht wirklich begeistern kann - aber dennoch: Maggi? Nein wirklich nicht. Es ist vielleicht möglich, dass es hier wieder die leicht karamellige Unternote ist, die diese Assoziation bei manchen Leuten weckt, aber ich rieche wirklich nichts Maggiähnliches heraus.

Insgesamt enthält diese Kerze aus dem Mediterranean Dreams Set Duftnoten von Cappuccino, Kaffee, Karamellsirup, Zucker, aufgeschäumter Milch und Zimtstreuseln. Für Fans von Cappucinodüften mit leichtem Karamellstich ist die Kerze sicherlich als gelungen zu betrachten. Nach einem gemütlichen Strassencafé aus dem heraus uns der Duft frisch gemahlener Bohnen entgegenweht, so wie es uns die Beschreibung weismachen möchte, duftet die Kerze aber nicht.




Cinnamon Vanilla


Herrlich: Ein sanft-cremiger Vanilleduft mit einer Prise Zimt und einer leicht milchschaumigen Unternote, so wie es das leckere Getränk auf dem Labelbild vermuten lässt? Weit gefehlt. Wie sehr hätte ich mir einen solch tollen Duft gewünscht, aber was mir stattdessen in die Nase beisst ist ein aggressiv überwürzter Duft, der bestenfalls und mit viel Wohlwollen an Chai Latte erinnert, ohne jedoch die nötige Weichheit und/oder Cremigkeit zu besitzen.

Cinnamon Vanilla ist für mich ein Fail auf der ganzen Linie. Weder rieche ich hier leckere, weiche Vanille wirklich heraus, noch die geliebte Zimtnote. Trotzdem: Nach Maggi riecht die Kerze nicht. Die harte, würzige Note ist es hier glaube ich wieder einmal, die viele Duftnasen hier wohl mit Maggi verbinden...aber ehrlich, Maggi riecht anders. Wer schon bei Spiced White Cocoa die Nase gerümpft hat, der sollte von Cinnamon Vanilla besser gleich die Finger lassen.




Sugared Pumpkin Swirl


Der leicht karamellisierte Zucker zusammen mit dem Kürbis scheint in einigen Nasen auch den Maggi-Alarm auszulösen. Sugared Pumpkin Swirl ist ein eher verhalten süsslich, leicht zimtiger, aber vor allem würziger Kürbisduft. Ich möchte fast behaupten, dass die würzige Note im Duft sich aus ähnlichen Komponenten zusammensetzt, wie bei Bakery Air und/oder Spiced White Cocoa. Nun ist es aber auf der anderen Seite auch so, dass einige Leute allgemein keine Kürbisdüfte mögen. Zu Anfang fand ich sie auch sehr gewöhnungsbedürftig, da mir der Duft einfach nicht wirklich geläuftig war.

In Amerika ist Kürbis in jedem zweiten Herbstduft enthalten und ein absolut populärer Duft. Hier jedoch ist er noch relativ unbekannt, ungewohnt und erst mit steigender Halloween-Popularität im Vormarsch. Ich muss sagen, inzwischen liebe ich fast jeden Duft mit Kürbis und kann gar nicht genug davon bekommen. Ob es nun der herrlich kräftige Moonbeams on Pumpkins ist, der fantastische Spiced Pumpkin, oder der fruchtige Apple Pumpkin, Kürbisdüfte sind für mich einfach zum reinschmeissen lecker.

Seltsamerweise habe ich noch nie einen echten Kürbis gerochen, der dieser Duftnote auch nur ähnlich wäre, aber vielleicht wird Kürbis in den USA traditionell ja auch ganz anders zubereitet und gewürzt, als wir es hier machen, so dass die Duftnote daher rührt. Bei uns beschränkt sich Kürbis ja leider oft lediglich auf Kürbiscremesuppe, oder ganz gewagt auch mal gewürfelt und in Öl gebacken. Wie auch immer, bei Sugared Pumpkin Swirl überwiegt ohnehin die Würze, so dass der Kürbis erst in warmem Zustand eher hintergründig hervorkommt.

Die Kerze wird zwar mit zunehmender Brennzeit und Raumverteilung etwas weicher und versöhnlicher, hat aber zugegebenermaßen eine gewisse Strenge an sich, die auch mir nicht wirklich gefällt. Diesen Duft jedoch mit Maggi zu vergleichen grenzt an Blasphemie und lässt mein Herz in Splitter zerspringen. Vielleicht mag man keine Kürbisdüfte, vielleicht mag man keine würzigen Düfte, aber von Maggi ist der Duft nun wirklich weit entfernt.




Gingerbread Maple


Lebkuchen und Ahorn...gleich zwei Maggiverdachtsinhaltsstoffe in einer Kerze? Da gehen jeder Magginase sicherlich gleich die Alarmglocken an, die Haare stehen zu Berge und das kalte Grausen schlägt sich nieder. Obwohl ich selbst kein grosser Fan dieser beiden Duftnoten bin, gefällt mir die Kerze überraschend gut. Der Duft ist verhältnismässig mild. Er hat zwar eine Ingwernote, sowie eine gewisse Würze inne, ist aber gleichermassen auch cremig, ja fast vanillig im Hintergrund, obwohl gar keine Vanille enthalten ist.

Hier handelt es sich defninitiv nicht um den harten, mir unangenehmen Lebkuchenduft, wie bei Gingerbread, oder wie er in Christmas Memories enthalten ist, sondern um einen viel weicheren und angenehmeren Geruch. Ausserdem enthalten sind Noten von Ahornsirup, Backgewürzen, Kardamom, Koreander, Muskatnuss, Nelken und Zimt. Die einzelnen Komponenten riecht man nicht direkt heraus, sondern nimmt sie eher als Würzmischung wahr, so dass der Ahornanteil nicht ins Gewicht fällt, bzw. nicht so deutlich heraussticht, wie es z.B. bei Maple Pancakes der Fall ist.

Für mich ist Gingerbread Maple, die vom Grundaufbau überraschenderweise sehr, sehr ähnlich ist, wie Suger Cookie Martini, eine durchaus gelungene Kerze. Schade dass der Kardamomanteil nicht stärker herauskommt, eine wirklich tolle und interessante Note, die man leider viel zu selten in Duftkerzenform in die Hände bekommt.





Schlussfazit für Magginasen


Schlussendlich ist es nun eine 11er Liste geworden - das passiert schonmal im Tippeifer und ich möchte jetzt auch keine der Kerzen wieder aus dem Post rausschubsen. Lasst uns diese Tatsache jetzt aber ignorieren und lassen wir die Überschrift einfach, wie sie ist (passt ja auch viel schöner zu meinen ganzen anderen Listen). Denken wir uns im Hinterkopf halt einfach: "10 plus 1".

Viele Düfte auf dieser Liste empfinde ich bei Weitem nicht so schlimm, wie der Ruf, der ihnen vorauseilt, es vermuten lassen würde. Nach Maggikraut riecht keiner davon und einige mag ich sogar recht gern. Andere wiederum empfinde aber auch ich als unangenehm, aufdringlich, stechend, oder sogar beißend.

Falls ihr eine Magginase habt, wäre meine Empfehlung: Macht einen Bogen um Düfte mit Ahorn (Maple), sowie um Karamellnoten, denn bei diesen Düften besteht eine gute Chance, dass ihr sie als Maggi interpretiert. Auch Bourbon, Ingwer, oder Pecannüsse sind wahrscheinlich eher nicht euer Freund, also auch diese Düfte vielleicht besser nicht blind kaufen, sondern lieber erstmal probeschnuppern.


Meine Punktewertung für diese Düfte:

Bakery Air  7/10
Spiced White Cocoa  5/10
Warm Autumn Evening  7/10
Maple Pancakes  5/10
Salted Caramel  4/10
Vanilla Bourbon  1/10
Candied Pecans  8/10
Cafe Al Fresco  3/10
Cinnamon Vanilla  1/10
Sugared Pumpkin Swirl  6/10
Gingerbread Maple  6/10


Am Ende will ich euch noch erzählen, dass obwohl ich offensichtlich keine Magginase habe, es aber trotzdem ein paar Düfte gibt, die meine Nase ganz gruselig interpretiert: nämlich fischig. Richtig eklig und nach Fischladen riechen für mich z.B. Happy Holidays von Village Candle und In A Winter Wonderland von Yankee Candle. Im Ansatz auch Mistletoe von Yankee Candle und Winter Splendor von Goose Creek.

Ich bin mir sicher, dass diese Düfte weder irgend etwas fischiges enthalten, noch wirklich danach riechen - soll nur heißen: auch meine Nase hat so ihre Eigenarten und insofern kann ich mir schon vorstellen, dass vielleicht der eine- oder andere tatsächlich irgendwo Maggikraut herausriecht, auch wenn die Realität eigentlich weit davon entfernt ist.

Welches sind eure Duftalbtraumkerzen schlechthin? Kennt ihr noch weitere Düfte, die oft im Zusammenhang mit Maggigeruch genannt werden, oder gibt es andere Düfte, die eure Nase vielleicht ganz und gar schräg, oder seltsam interpretiert? Hinterlasst mir gern ein Feedback hier in den Kommentaren, oder direkt in meiner Facebookgruppe. Falls euch mein Blog gefällt, klickt bitte auf "Follow", damit tut ihr mir einen großen Gefallen.



Vielen lieben Dank an dieser Stelle für die Bereitstellung eurer tollen Fotos an: Hei Kel, Katia Schienhärl, Aleex Smith, Christina Siemann, Alex Werner und Michelle Steinert. Leider konnte ich nicht jedes Einzelne eurer schönen Bilder in diesem Post verwenden, bin mir aber sicher, dass ich an anderer Stelle noch Verwendung dafür finden werde.


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Demon Skeletor - A Masters of the Universe Classics custom figure

This is the 3rd time I made one of these and this time I'm finally satisfied with the result.


Since Demo-Man was released back in 2011, I wanted to make some kind of green Skeletor custom figure, but something always felt wrong:

My fist one used the Alcala-head on the Demo-Man body. I repainted the hood to brown to match Demo's clothes. It was nice, but didn't look quite right.

The second time I used Demo-Man's body again, changed the clothes/armour, using  Skeletor's ones now and used the Alcala-head. That one was pretty okay, but just somehow wasn't what I wanted.

In this 3rd (and final) Version, I again used Demo Man's body, but changed his arms to Skelli-arms and repainted them. Instead of using the Alcala head, I used the BA-Skeletor head. Now I think he has the right looks. What do you think?

If you like, check out my other Masters of the Universe Classics custom figures >>HERE<<
 
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