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Purple River Duftkerzen: 21 Düfte im Test

Werbung (unbezahlt), da Markennennung. Alle Produkte, die ich auf meinem Blog rezensiere und beschreibe, sind selbst gekauft.


Eine zweite Chance für Purple River


Nachdem meine erste Begegnung mit den Duftkerzen von Purple River zwar tendenziell positiv, aber nicht restlos überzeugend ausfiel, hatte ich inzwischen ausreichend Zeit, mich mit den Kerzen anzufreunden. Ich muss sagen, nachdem ich die Düfte nun mehrfach genutzt habe und auch dem Look der Kerzen gegenüber etwas zutraulicher geworden bin, ist in mir der Wunsch gewachsen, mir noch weitere Düfte von Purple River zu kaufen.

Die Gelegenheit beim vergangenen Sale war günstig und so sind eine ganze Menge an Kerzen in meinem Einkaufswagen gelandet, die ich euch in diesem Blog Post näher beschreiben möchte. 


Hat sich mein Eindruck geändert?


Zuerst einmal mein "zweiter erster Eindruck": Der leichte, dünne Deckel mit dem dicken, weißen Rand stört mich nach wie vor und gibt den von der Wachsqualität her an sich guten Kerzen leider in meinen Augen ein unnötig minderwertiges Gefühl. Auch die Label wirken auf mich, trotzdem ich sie jetzt schon länger immer wieder vor den Augen hatte, leider etwas zweitklassig. 

Das mag alles nur mein persönliches Empfinden sein und grundsätzlich sind die Papierlabel sicher auch umweltfreundlicher, als die transparenten Aufkleber, die man von z.B. Yankee Candle oder Country Candle kennt, aber ich kann mich des Eindrucks einfach nicht erwehren. Zudem lässt sich die an sich schöne Glanzbeschriftung und Umrandung auf dem geriffelten Papier scheinbar nicht sauber aufdrucken.

Aber genug der Kritik: Das Wachs und das Abbrennverhalten sind super und das ist es, worauf ich mich nun konzentrieren möchte. Letztlich merkt ihr ja auch, dass die Kritikpunkte nicht so gravierend sind, dass sie mich davon abgehalten hätten, noch weitere Purple River Kerzen zu kaufen. 

Ein gigantischer Pluspunkt ist nach wie vor, dass die Kerzen aus 100% Sojawachs bestehen, vegan sind und ohne Tierversuche hergestellt werden. Ein dickes "Bravo" dafür! Meiner Ansicht nach gibt es nichts Unnötigeres, als dass Tiere für Kosmetik, Düfte, Labelklebstoffe und ähnliche Luxusprodukte leiden und sterben müssen.

Zudem: Natürlich ist es eine Sache des persönlichen Geschmacks, was für ein Wachs man bevorzugt (oder ob man irgend ein Wachs dem anderen vorzieht), aber dass Paraffin ein Abfallprodukt der Ölindustrie ist und hauptsächlich aus Erdöl gewonnen wird, wirkte auf mich noch nie sonderlich ansprechend - umso schöner, dass bei Purple River komplett darauf verzichtet wird.


Vom Eindochter zum Zweidochter?


Still und heimlich scheint Purple River von ihren Eindochtkerzen auf Zweidochtkerzen umzustellen. Auf der Website fand ich keinerlei Hinweis, dass die neueren Kerzen nun zwei Dochte haben und auch die Produktbilder zeigen allesamt nur einen Docht. Umso überraschter war ich, als ich dann bei dieser aktuellen Bestellung neben vielen Eindochtern auch diverse Zweidochtkerzen in der Hand hielt.

Zwei Dochte sorgen letztlich für mehr Hitze und führen dazu, dass man einfacher und schneller einen Wachs-Pool erreicht. Zudem sorgt die höhere Temperatur dafür, dass wirklich genug Duftöl in die Raumluft abgegeben wird, um eine gute Intensität zu erreichen.

Mehrere Dochte können aber auch den Nachteil haben, dass sich die Flammen gegenseitig stärker zum Flackern und zum Rußen bringen. In der Regel performen Mehrdochter bei mir recht gut, aber es gibt auch immer wieder Problem-Exemplare. Im Bezug auf die Purple River Kerzen, kann ich zu diesem Zeitpunkt bisher sagen, dass sie zwar flackern, aber nicht rußen sofern man die Dochte regelmäßig trimmt. 

Leider bilden die Dochte sehr schnell Dochtblumen, so dass spätestens alle zwei Stunden, oft schon früher, ein Trimmen unumgänglich ist, wenn man nicht möchte, dass Dochtreste ins Wachs fallen oder die Flammen zu hoch flackern. Das ist aber ein gängiges Problem bei vielen Herstellern und nicht ungewöhnlich. Dochtblumen oder Dochtpilze entstehen immer dann, wenn das Wachs schneller verbrennt als der Docht - was hier aufgrund des weichen Sojawachses und der zwei Dochte vollkommen logisch auch unweigerlich passiert. Grundsätzlich finde ich die zwei Dochte aber absolut positiv.


Welche Purple River Düfte habe ich mir gekauft?


Nachdem ich im letzten Post die Düfte Blueberry Muffin, Whiskey Honey, Lemon Verbena, Good Karma, Sweet Macaron, Black Coconut Lime und Eucalyptus & Lemongrass beschrieben hatte, sind inzwischen folgende weitere Düfte bei mir eingezogen:

  • Peony Blossom
  • Strawberry Kiss
  • Acai Palm Aloe
  • Streusel Cookie
  • Christmas Punch
  • Orange Zest
  • La Belle Vie
  • Dried Wood & Sea Salt
  • Sweet Clementine
  • Chocolate Bakery
  • Cucumber Melon
  • Magical Forest
  • Tropical Dreams
  • Creamy Shower
  • Spirit Garden
  • Iced Vanilla Macchiato
  • Banana Nut Bread
  • Red Apple Cinnamon
  • Pumpkin Sweets
  • Fresh Cut Lilac
  • Jasmine Love

Ich muss sagen, dass ich bei einem großen Teil dieser Düfte wieder festgestellt habe, dass man bei dieser Marke oftmals nicht von dem kalten auf den warmen Eindruck schließen sollte. Einige Kerzen rochen kalt regelrecht - sagen wir "unschmeichelhaft" - was sich dann warm aber meist deutlich relativierte oder sogar komplett änderte.

Nun dann: Es gibt heute jede Menge Purple River durchzuschnüffeln - dann will ich mal ohne weitere Umschweife direkt zu den Beschreibungen übergehen.


So habe ich die Düfte der Purple River Kerzen wahrgenommen:

  
Peony Blossom: Die Kerze riecht nach Pfingstrosenblüten und trotzdem sich hier in der Beschreibung noch z.B. Beeren und Amber finden, rieche ich einfach nur die kräftige, florale und leicht parfümige Pfingsrosen-Note heraus. Die Kerze stellt zwar im Meer der vielen, auf dem Markt verfügbaren Pfingstrosendüfte keine Besonderheit dar, aber sie hält, was sie verspricht. Wer diesen frühlingshaften Blütenduft mag, wird von der Kerze nicht enttäuscht sein.

Gleich bei der ersten Kerze dieser Liste muss ich anmerken: Schade, dass man Peony Blossom nur einen Docht spendiert hat. Ich wünschte, sie hätte zwei Dochte, denn bei fast allen Kerzen, die ich in diesem Post für euch getestet habe, hatten die Zweidochter eine deutlich bessere Duftabgabe beim Brennen, was vermutlich an der besseren und schnelleren Hitzeentwicklung liegt.

Strawberry Kiss: Was ich hier hauptsächlich wahrnehme, ist eine künstliche, süße Erdbeere. Der Duft hat eine eher bonbonartige, aber auch sehr reiche, volle Note. Leider ist auch eine dezent florale Unternote vorhanden und auch ein Hauch von etwas anderem, Undefinierbarem, das mich ein wenig stört. 

Strawberry Kiss ist für mich kein Nachkaufkandidat. Ich habe hier lediglich das kleine Glas und werde das Wachs davon in der Duftlampe verwenden - das reicht mir dann völlig aus ohne dass hier eine große Kerze daher muss. Wer aber fruchtige und pappsüße Erdbeerbonbondüfte mag, kann hier ruhig mal eine Nase riskieren und eventuell das große Glas in Erwägung ziehen.

Acai Palm Aloe: Ich bin mir unschlüssig, was ich von diesem Duft halte. Palmblätter, Aloe und Acai-Beeren sollen hier einen exotischen, entspannenden Duft darstellen. Das Ganze liegt auf einer Basis von Moschus und Tonka und hat zudem noch einen Hauch Kaschmir in der Herznote - diese Komponenten nehme ich allerdings nicht bewusst wahr. 

Ich komme bei dem Duft leider irgendwie immer wieder an den Punkt, wo ich mich an der Acai-Beere in der Kopfnote störe. An sich ist die Mischung aus Aloe und Palmenblatt ganz angenehm, aber die fruchtige Note oben drauf reißt mich irgendwie raus und passt für meine Nase nicht in die Mischung.

Nichtsdestotrotz: Acai Palm Aloe ist ein Duft, der zumindest mal ganz anders ist und keinem mir bekannten Duft gleicht, den es bei anderen Marken bereits etliche Male gibt. Da die Duftmischung an sich keine übermäßig kräftigen Komponenten enthält, empfehle ich die Kerze eher an Besitzer einer Kerzenlampe. Angezündet schafft sie leider nicht viel. Ich hatte die Kerze aber, nachdem mich die Duftabgabe beim Brennen enttäuscht hatte, unterm Candlewarmer im Arbeitszimmer und dort konnte ich den Duft auch einige Stunden nach dem Ausschalten noch im Raum wahrnehmen.


Christmas Punch: Beim ersten Öffnen kam mir direkt ein stark würziger, nahezu stechender Geruch entgegen. Nachdem diese erste Wolke dann aber verflogen war, konnte ich den eigentlichen Duft wahrnehmen, der glücklicherweise nicht so schlimm ist, wie der erste Eindruck befürchten ließ. Dies ist unter Strich ein fruchtpunschiger Weihnachtsgewürze-Mix; irgendwie etwas überladen und am Ende dann aber überraschend seicht im Raum.

Vielleicht blendet meine Nase diesen Mix warm im Raum auch einfach nur aus und jemand anders nimmt den Duft besser wahr, aber ich muss leider sagen, die Kerze hätte ich mir sparen können. Sowohl der Duft an sich, als auch die Duftabgabe überzeugen mich nicht.

Orange Zest: Der erste Eindruck nach dem Öffnen war keine Freude. Neben der Orange roch ich hier kalt etwas Überreifes, nahezu Verdorbenes heraus, wie sauer gewordene Quarkspeise (wahrscheinlich sollte ich mit einem Therapeuten klären, warum mein Hirn solche Assoziationen herstellt) - ich musste mich direkt abwenden. Kennt ihr das, wenn man Zitronen- oder Orangensäure in Milch kippt und die wird dann flockig? ...na ja, lassen wir das. Trotzdem war ich mutig und habe die Kerze warm getestet. 

Warm im Raum gerochen ist der Duft glücklicherweise deutlich nasenfreundlicher. Ich persönlich werde zwar trotzdem kein Fan dieser Kerze, aber dem Hörensagen nach, scheint er anderen Duftnasen durchaus gut zu gefallen. Orange Zest ist aber weder reine, spritzig-frische Orangenschale (so wie der Name es sagt), noch eine mit Nelken gewürzte Orange (so wie das Label den Anschein erweckt) - wer dies erwartet, wird enttäuscht.

Fairerweise muss ich sagen, dass Freunde, die daran geschnuppert haben, den Duft durchaus recht nett fanden - ist wohl nur meine Nase, die sich mit dem Duft nicht arrangieren kann. Falls es bei euch aber ähnlich sein sollte, behauptet später nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Dried Wood & Sea Salt: Dieser Duft hat mir auf Anhieb gefallen. Das enthaltene Sandelholz ist glücklicherweise nicht sehr parfümig und wird von der Meeressalzbrise und vor allem dem Salbei sehr schön aufgefangen. Mit Salbeidüften kann man bei mir ohnehin selten etwas falsch machen und auch holzige Düfte und Meeresdüfte gefallen mir in der Regel sehr. Es ist also kaum ein Wunder, dass mir Dried Wood & Sea Salt wirklich gut gefällt - sehr angenehm!

Das Einzige worüber ich mich hier ärgere, bin ich selber, dass ich bei dieser Kerze "sicherheitshalber" nur das kleine Glas bestellt habe. Hier muss beizeiten noch das große Glas her!


Sweet Clementine: Auch hier habe ich mich nur für das kleine Glas entschieden, muss aber sagen, auch hier war das eine Fehlentscheidung - da hätte ich lieber auf ein paar der anderen großen Kerzen verzichten sollen und stattdessen hier das große Glas nehmen sollen.

Sweet Clementine ist in der Hauptsache tatsächlich recht realitätsnahe, spritzige Clementine mit etwas Grapefruit im Hintergrund. Ein sehr heller, froher und quirliger Duft, wie ich ihn mir eigentlich bei Orange Zest erhofft hatte. So kann man sich täuschen.

Cucumber & Melon: Direkt nach Dried Wood & Sea Salt und Sweet Clementine folgt mit Cucumber & Melon direkt meine dritte Fehlentscheidung: Hier hätte statt der Melts gern ebenfalls das große Glas her gedurft. Erfischendes Gurkenwasser und wässrige, aufgeschnittene Melone ergeben hier miteinander einen tollen Sommerduft, der mit gut gefällt.

Wässrige Gurken-Melonendüfte sind immer herrlich für den Übergang des Frühlings in den Sommer geeignet finde ich und auch dieser Duft transportiert dieses Gefühl ganz wunderbar. Sollte mich der Größenwahn packen oder ich unverhofft in den Geldtopf fallen, wird dieser Duft wohl doch noch als Kerze in meinem Warenkorb landen, wobei ich mit ähnlichen Düften von Village Candle, Bath & Body Works und Colonial Candle eigentlich bereits ausreichend versorgt bin.

Tropical Dreams: Ich möchte einigen Kerzen dieser Marke wirklich gern mehr Positives abgewinnen, aber zum Teil macht es mir Purple River einfach nicht leicht - so wie im Fall von Tropical Dreams. Es gibt wirklich nur wenige Marken, wo die Lücke zwischen kompletter Begeisterung und totaler Ernüchterung für meine Nase so groß ausfällt. Auf der Kerze steht geschrieben: Ananas, Mango und Papaya. Am ehesten würde ich hier tatsächlich Mango und/oder Papaya herausriechen. Leider rieche ich aber auch - und zwar alles andere überschattend - Muff. Einfach irgendwie staubigen Muff.

Laut Beschreibung auf der Website sind die beiden Früchte, die ich hier am ehesten herausrieche und die auch auf der Kerze angegeben sind, kurioserweise gar nicht aufgeführt. Enthalten ist Ananas, Banane, Sandelholz, Moschus, Vetiver, Apfel, Grapefruit, Orange und Zitrone. Nichts davon rieche ich hier. Möglich aber, dass die Mischung aus Sandelholz, Vetiver und Moschus das ausmachen, was ich als muffigen Geruch wahrnehme.


Streusel Cookie: Mit Streusel Cookie geht Purple River in die Richtung des typischen Vanillekeks-Weihnachtsduftes, wie es ihn eigentlich von allen bekannten Kerzenmarken in irgend einer Form gibt. Bei Streusel Cookie liegt der Fokus etwas mehr auf dem Keks, als auf der Vanille; heißt er hat auch etwas Herbes, Streusel-Krustiges an sich.

Die Beschreibung spricht von fruchtigen Noten, wie Orange und Apfel. Dies ist aber kein fruchtiger Duft; nicht im Geringsten. Ferner wird von rohem Teig und braunem Zimtblattzucker sowie Karamell gesprochen. Lasst euch davon aber keine Angst machen - der Duft hat trotz des wahrnehmbaren Karamell-Anteils keine beißende Note. Ich denke, auch wenn ihr Probleme mit braunem Zucker oder Karamelldüften habt, geht das in diesem Fall in Ordnung.

Streusel Cookie hat ordentlich Wumms - wer hier einen dezenten, in der Luft schwebenden Keksduft erwartet, wird sich sicherlich erschlagen fühlen. Der Duft füllt problemlos raumübergreifend die halbe Wohnung und ist auch noch am nächsten Tag deutlich wahrnehmbar.

La Belle Vie: La Belle Vie riecht wie ein Damenparfüm. Es ist ein angenehmer "Glöckchenduft" (falls das Sinn ergibt), der laut Beschreibung aus Birne, Vanille und Patschuli besteht. Ich kann das nicht so ganz unterzeichnen, denn nichts davon rieche ich deutlich heraus. Entweder sind die Komponenten so geschickt vermischt, dass sie sich nicht mehr erraten lassen oder es sind noch diverse andere Sachen mit drinnen, die nicht in der Beschreibung stehen. Auf der Kerze an sich steht Birne, im Werbetext steht Birnenblüten - ich würde dann eher zum Zweitgenannten tendieren (wenn überhaupt).

Ausschlaggebend war für mich, dass in der Beschreibung Patschuli angegeben ist - ich hatte hier auf eine ordentlich muffige, hexenzauberladenmäßige Patschuli-Kanone gehofft. Ist aber nicht so. Wer an sich kein Patschuli mag, kann an dieser Stelle also aufatmen. La Belle Vie stellt sich letztlich als verspielt süßliche Mischung dar, die durchaus zu gefallen weiß und bei anderen Kerzenfirmen so bisher nicht zu finden ist.

Ob La Belle Vie nun als emotionale Antwort auf die Schönheit des Lebens und der Leichtigkeit der Dinge durchgeht, wie es uns die Werbung sagen möchte, lasse ich mal so im Raum stehen, aber es ist auf jeden Fall ein verspielter und nicht zu aufdringlicher Duft, den man sich mal gefallen lassen kann. Die Kerze ist aber scheinbar bereits wieder aus dem Sortiment - zumindest aktuell nicht mehr im Shop gelistet. Wenn ihr den Duft also probieren möchtet, könnt ihr aktuell nur noch auf die Melts oder den Diffuser zurückgreifen.

Chocolate Bakery: Die Sorte Chocolate Bakery wird jedem Freund von reichhaltigen Schokoladendüften ein absolutes Fest sein! Laut Beschreibung sollen Vanilleschoten, Gebäck und Haselnuss mit im Spiel sein - diese Noten rieche ich aber nicht heraus; oder nur mit sehr viel Fantasie ganz weit unten drunter. Was ich wahrnehme, nein, was mich unweigerlich anspringt und mir um die Ohren knallt ist ein intensiver, wirklich kräftiger Schokoladenduft, so als würde gerade ein riesiger Schoko-Weihnachtsmann direkt unter meiner Nase schmelzen.

Ich habe hier lediglich eine geöffnete Packung Wachs liegen und der Duft findet ohne Probleme seinen Weg in meine Nase. Zur Kerze kann ich nichts sagen, aber wenn sie nur annähernd so intensiv ist, wie die Melts, beduftet sie euch ohne Probleme das ganze Haus im Handumdrehen. Falls ihr Chocolate Layer Cake von Yankee Candle kennt: In dem Bereich ist die Intensität anzusiedeln. Der Unterschied zu Chocolate Layer Cake ist aber, dass Chocolate Bakery wirklich pur nach schmelzender Schokolade riecht - gefällt mir persönlich deutlich besser. Absolute Kaufempfehlung sofern ihr intensive Milchschokoladendüfte mögt. 


Magical Forest: Magical Forest hat mich zunächst nicht wirklich abgeholt. Was mir da in die Nase kroch, war kalt gerochen ein feucht-moosiger, recht generisch maskuliner Badezimmerduft. Nun, warm gerochen ist er das auch tatsächlich - was sich aber von kalt zu warm geändert hat, ist meine Wahrnehmung. Manchmal ist es einfach so, dass ein Duft kalt zwar super ist, man aber nicht möchte, dass seine ganze Wohnung danach duftet; und manchmal ist es genau umgekehrt. So auch hier der Fall.

Eichenmoos, Sandelholz und Bergamotte sind hier als Duftnoten angegeben. Im Werbetext findet sich zudem noch Zedernholz. Zedernholz mag ich sehr gern, moosige Düfte ebenfalls. Bergamotte ist mal mehr, mal weniger mein Fall und Sandelholz mag ich nur dann, wenn es nicht zu stark parfümig ist. Bei Magical Forest ist alles recht homogen gemischt, so dass man bis auf das Moosige die einzelnen Komponenten als solche nicht aufdringlich herausriecht.

Leider empfinde ich die Duftabgabe als mäßig; auch unterm Warmer ist sie eher ein laues Lüftchen. Insgesamt weiß mir der Duft von Magical Forest zwar zu gefallen, aber eine direkte Empfehlung spreche ich nicht aus, denn es gibt in dieser Richtung einfach viele bessere, intensivere Düfte. Gottseidank haben mich die Kerzengötter hier aber mit Lavendel verschont, der mich manchmal aus solchen Düften raushaut, wie z.B. bei Wish Upon A Star von Village Candle, der ansonsten von den Komponenten her sehr ähnlich ist. 

Creamy Shower: Ich mag den Duft von Nivea-Creme nicht. Leider enthält Creamy Shower aber eine große Portion genau dieser Duftnote, die mir ein Nivea-Gefühl gibt - nicht exakt gleich, aber stark an die besagte Creme erinnernd. Gemischt ist der Duft noch mit frischer Wäsche, also einer Baumwoll-Note - auch nicht unbedingt eine meiner favorisierten Duftnoten. Aloe, Mandel, Flieder und Jasmin gesellen sich dann final noch in die Menge, wobei ich hiervon nur die floralen Noten als Beiwerk wahr nehme.

Creamy Shower ist letztlich einfach nicht mein Fall und der einzige Duft auf dieser Liste, den ich nicht warm probiert habe. Dies soll nicht heißen, dass es eine schlechte Kerze wäre, ich glaube sogar, dass viele Leute, den Duft sicher mögen werden, aber er ist einfach ganz und gar nicht mein Beuteschema.


Spirit Garden: Kalt gerochen empfand ich den Duft als interessant - nicht unbedingt direkt ansprechend aber interessant. Die Kombination aus grünem Tee, Aloe und Bergamotte geht in eine Spa-ähnliche, nicht unangenehme Richtung. Angezündet im Raum gerochen hatte die Kerze aber einem für mich unangenehmen Beigeruch nach Autowerkstatt.

Ich habe es auch schon bei anderen Düften verschiedener Marken erlebt, dass der Kaltduft nicht in den Warmduft transportiert und ins Unangenehme kippt - das ist ein Phänomen das leider durchaus mal vorkommt. In der Regel funktionieren solche Düfte unter dem Candlewamer oder als Duftwachs in der Duftlampe besser - dies ist auch bei Spirit Garden der Fall und er ähnelt unterm Warmer tatsächlich deutlich mehr dem Kaltduft.

Obwohl der Duft gewärmt dann doch recht angenehm, ja beinahe entspannend ist und auch die Grünteenote schön mit-tanzt, wird der Duft dennoch kein Favorit von mir. Er ist leider verhältnismäßig schwach. Wahrnehmbar, aber schwach. Zudem bewerte ich auch in der Regel lieber den Duft der brennenden Kerze, weil sie dazu nun mal hergestellt wurde und dann entsprechend performen sollte. Eine Kerze, die ich nicht anständig brennen kann, fliegt bei mir in der Regel raus - ich möchte keine reinen Warmer-Kerzen; aber dies sei jedem selbst überlassen.

Iced Vanilla Macchiato: Auf den ersten Riecher hat mir der Duft nicht gefallen, aber wie bei vielen der anderen Kerzen auch hat sich der Duft nach längerer Zeit und mehrmaligem Öffnen und Schnuppern angenehmer dargestellt. Nun rieche ich hauptsächlich angenehme, weiche Vanille mit einer milchigen Espresso-Note in zweiter Schicht.

Angezündet und warm im Raum gerochen ist der wirklich intensive Duft für mich noch einmal mehr eine angenehme Überraschung. Kaffee oder Espresso rieche ich warm gar nicht, stattdessen empfinde ich die Note, die auf der Vanille liegt als Karamell. Zugegeben, Karamelldüfte können kritisch für meine Nase sein und in der Regel mag ich sie nicht. Hier ist es aber eine wirklich angenehme, cremige Note, die sich sehr schön mit der süßlichen Vanille verbindet.


Banana Nut Bread: Banana Nut Bread ist ein Favorit von mir. Die kuchig-nussige Note nimmt meine Nase lediglich unaufdringlich im Hintergrund wahr und im Vordergrund steht hier tatsächlich die Banane - eine zermatschte, reife Banane, die als solche auch deutlich identifizierbar ist und sehr authentisch herüber kommt. Der Duft breitet sich schnell und gut wahrnehmbar im Raum aus. Für mich ein Volltreffer! 

Es tut mir ja fast schon leid, dass ich über die wirklich guten Kerzen oft weniger zu sagen habe, als über die Düfte, die mir weniger gefallen, aber so ist es leider auch hier - also bleibt mir nur ein abschließendes: Daumen hoch!

Red Apple Cinnamon: Ein Duft wie Red Apple Cinnamon muss sich natürlich einem Vergleich mit dem Klassiker Red Apple Wreath von Yankee Candle stellen - und tatsächlich liegen die Düfte von der Duftmischung her sehr nahe beieinander. Es gibt jedoch einen großen Unterschied: Red Apple Cinnamon ist ein echtes Powerhouse! 

Red Apple Wreath war für mich stets einer der dezenter im Raum wahrnehmbaren Düfte - Red Apple Cinnamon hingegen knallt! Im Vordergrund steht der rote Apfel; fast schon ein Bratapfel, also ohne jegliche spritzige Säure, sondern sehr wohlig. Der Zimt- und Gewürzanteil könnte für meinen Geschmack noch mehr im Vordergrund sein - ist bei Red Apple Wreath aber auch nicht so. Ich persönlich lasse nebenbei noch Sparkling Cinnamon brennen - für einen zusätzlichen Zimt-Boost, dann passt die Mischung für mich. 

Fazit: Wer den Red Apple Wreath von Yankee Candle mag, wird Red Apple Cinnamon von Purple River lieben!


Pumpkin Sweets: Ich liebe Kürbisdüfte, aber bin tendenziell immer eher ein Fan der würzigeren "Pumpkin Spice"-Düfte und so ist es keine Überraschung, dass mir hier einfach der Pepp, die Würze, das gewisse Extra fehlt. An sich ist es aber ein wunderbar dekadenter Kürbisdüft - kein frisch aufgeschnittener Kürbis, sondern der aus vielen anderen Kerzen bekannte "foodige/süßliche" Kürbis.

Zwar sind laut Beschreibung auch einige Gewürze, wie Muskat oder Nelke und sogar eine holzige Komponente in Form von Zedernholz vorhanden, aber den Gedanken daran könnt ihr direkt getrost vernachlässigen. Auch die Orangen in der Kopfnote oder der auf dem Glas (aber nicht in der Beschreibung) aufgeführte Vanillezucker sind lediglich tragende Komponenten, die im Gesamtduft nicht hervorstechen..

Pumpkin Sweets ist im Raum sehr gut wahrnehmbar und wer schmeichelndere Kürbisdüfte gegenüber den stärker spice-lastigen vorzieht, liegt hier goldrichtig.

Fresh Cut Lilac: Ich liebe den Duft von Flieder - insbesondere natürlich draußen von blühendem Flieder, aber auch in Kerzenform. So 100%ig hat mich aber noch keiner der unzähligen Fliederdüfte abgeholt, weil stets noch irgend etwas mit drinnen ist. Auch Fresh Cut Lilac hat neben dem Flieder noch grünen Noten und Magnolie anbei. Trotzdem ist diese Kerze aber einer der bisher authentischsten Düfte, die ich in dieser Richtung bisher hatte. Gefällt mir sehr!

Jasmine Love: Den Abschluss macht hier heute ein weiterer Blumenduft. Neben Peony Blossom und Fresh Cut Lilac ist dies die blumige Nummer 3 auf dieser Liste und auch Jasmine Love enttäuscht mich nicht. Purple River scheint ein Händchen dafür zu haben, florale Düfte recht authentisch zu transportieren. Im Fall von Jasmine Love hatte mich der Kaltduft noch nicht wirklich überzeugt und wirkte fast etwas synthetisch. Warm hat sich dieser Eindruck aber geändert und die Note wurde deutlich authentischer. Es ist allerdings anzumerken, dass hier durchaus auch die eher bitteren Stängel und Blätter und nahezu grasiger Pflanzensaft durchkommen und es kein reiner Blütenduft ist.

Leider scheint auch Jasmine Love - zumindest aktuell - nicht mehr im Sortiment zu sein und ist derzeit nur noch als Diffuser erhältlich. Ich hatte das Glück noch die Melts zu erwischen, aber auch diese sind inzwischen aus dem Shop verschwunden. Sicherlich werdet ihr aber 2nd Hand noch recht gut fündig, wenn ihr einmal in den Kerzengruppen herumfragt oder auf Kleinanzeigen die Augen offen haltet.


Fazit


Die Marke hat seit meiner ersten Begegnung mit ihr für mich deutlich an Sympathiepunkten gewonnen. Ich brenne die Eindochtkerzen stets mit einem Illuma-Lid ab, und sie poolen dann wirklich einwandfrei. Die Zweidochtkerzen brenne ich - so wie es sein sollte - ohne Lid und sie erreichen ohne Probleme innerhalb kürzester Zeit einen Pool.

Wenn man bisher nur Paraffin gewohnt ist, mag das Sojawachs vielleicht zunächst befremdlich wirken, aber für mich ist Soja ein absoluter Pluspunkt.

Die Intensität der Düfte variiert von Kerze zu Kerze. Einige Düfte habe ich nur sehr dezent wahrgenommen, andere habe ich als wirklich intensiv empfunden. Da kommt es aber sicher auch immer etwas aufs eigene Empfinden, die eigene Nase und auch die Umgebung, Raumgröße, Nebengerüche u.s.w. an. Tendenziell habe ich die Zweidochter als deutlich intensiver empfunden, aber das mag vielleicht auch nur den zumeist foodigen Düften geschuldet sein, die ich als Zweidochter hatte.

Insgesamt hatte ich nun bisher 28 Düfte dieser Marke und es ist für mich eine 50/50-Angelegenheit. Etwa die Hälfte habe ich behalten, die andere Hälfte wieder abgegeben. Kein schlechterer Schnitt als bei anderen Marken und letztlich liegt es in der Natur der Sache, dass man nicht alles aufbewahren oder abbrennen kann, wenn man Kerzenverrückt ist und im Grunde viel zu viel kauft, um alles zumindest einmal auszuprobieren.


Wie ist eure Meinung zu Purple River?


Meine klaren Empfehlungen aus diesem Batch sind Dried Wood & Sea Salt, wenn ihr Teibholzdüfte mit Meeresluft mögt oder Banana Nut Bread, wenn ihr foodige Düfte bevorzugt. Von der Banane werde ich mir beim nächsten guten Angebot sicher noch ein, zwei Backups sichern. Aber wie ist eure Meinung zu Purple River?

Kennt ihr die Marke bereits? Welche Düfte gefallen euch besonders? Wie ist eure Meinung zu den Düften? Bevorzugt ihr die Düfte als große Kerzen, als kleine Kerzen oder als Wax-Melts für die Duftlampe? Hinterlasst mir gern einen Kommentar oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.

Tipps zum Weiterlesen:


Beschreibungen der Düfte

  • Blueberry Muffin
  • Whiskey Honey
  • Lemon Verbena
  • Good Karma
  • Sweet Macaron
  • Black Coconut Lime
  • Eucalyptus & Lemongrass

findet ihr in meinen vorherigen Post zu den Purple River Kerzen: Ein Blick auf Purple River Duftkerzen (Teil 1)

Weitere Duftkerzen-Reviews:

Ihr seid nicht allein! Werdet Teil meiner Facebook-Gruppe "YANKEE CANDLE, GOOSE CREEK & COUNTRY CANDLE TAUSCH- UND PLAUSCHGRUPPE" und trefft auf inzwischen über 3.000 weitere Duftkerzenverrückte aus ganz Deutschland und sogar dem deutschsprachigen Ausland.

In der Tausch- und Plauschgruppe, könnt ihr euch nach Herzenslust über alles rund ums Thema Duftkerzen austauschen oder eure neuesten Errungenschaften, oder Lieblingskerzen präsentieren. Es gibt sogar eine Tauschkette, in der ihr untereinander Kerzen tauschen könnt und vieles vieles mehr. Reinschauen lohnt sich auf alle Fälle!

Ihr findet die Gruppe HIER, oder ihr sucht einfach bei Facebook unter Gruppen nach "YANKEE CANDLE, GOOSE CREEK & COUNTRY CANDLE TAUSCH- UND PLAUSCHGRUPPE".




Einen übersichtlichen Index all meiner bisherigen Kerzenposts findet ihr HIER


Country Candle: Banana Cream Pie Review - Top, oder Flop? Wie begründet ist der Hype?

Werbung (unbezahlt), da z.B. Markennennung

Das Intro:

Banana Cream Pie ist ein Duft aus den Anfängen der Kringle Candle Zeit, der im Rahmen der Limited Editions im Jahr 2020 bei Country Candle (einer Marke von Kringle) neu aufgelegt wurde. Das Duftrezept ist eines derjenigen, das die Kittredges seinerzeit, nach dem Verkauf von Yankee Candle, zu ihrer neuen Kerzenfirma, also Kringle Candle, mitgenommen hatten.

Klingt vielleicht etwas verwirrend; wichtig ist an dieser Stelle lediglich: Sowohl bei Yankee Candle, als auch bei Kringle Candle ist der Duft schon seit vielen Jahren aus dem Sortiment - umso erfreulicher, dass er hier in dieser Form dann doch noch einmal erhältlich war. Leider sind die Limited Editions von Country Candle tatsächlich stets auf einen kurzen Zeitraum limitiert und werden dann nicht nachproduziert. Das "Limited Edition" ist hier also kein reiner Marketingspruch, sondern wenn weg, dann wirklich weg.



Die Experience:

Bei Banana Cream Pie hatte ich einen Bananen-Knaller erwartet . Ich kannte Düfte, wie Sweet Banana Bread und Banana Pudding von Goose Creek, oder auch die namensgleichen Banana Cream Pie von Our Own Candle Company, oder von Bath & Body Works und war auf eine sehr starke, Bananentrinkpulver trifft Haribo Schaumzuckerbananen-Note gefasst. Falsch gedacht.

Kalt gerochen habe ich den Duft zunächst erst einmal gar nicht als sonderlich bananig empfunden. Hauptsächlich Vanillekuchen war es, der mir in die Nase stieg. Obwohl mir der Duft gut gefiel, konnte ich den Hype um die Kerze nicht wirklich nachvollziehen, denn es gibt unzählige Kerzen in der Richtung Vanille trifft Gebäck.

Warm sah die Sache dann ganz anders aus: Ich hatte die Kerze angezündet und eigentlich schon vergessen, dass sie brennt, als mir vor dem Rechner sitzend - 2 Räume weiter - ein fluffig-sahnig-weicher Duft in die Nase stieg. Im ersten Augenblick konnte ich den Eindruck gar nicht zuordnen, aber dann fiel mir wieder ein, dass ich ja eine Kerze angezündet hatte (das ADS lässt grüßen). Nun musste ich näher ran.

Kennt ihr das, in den Cartoons z.B., wenn einem Charakter so eine gezeichnete Duftwolke aus der Küche, oder dem Backofen an die Nase fliegt und derjenige dieser Wolke bis zur Quelle schnüffelfolgt? So in etwa müsst ihr euch das vorstellen. Ich stehe vom Schreibtisch auf und folge dem Duft bis zur Quelle, also der Kerze; muss mich einfach selbst überzeugen, dass es wirklich diese Kerze ist, die gerade nahezu die komplette Wohnung mit cremiger Fluffeligkeit füllt (und ja: ich weiß, dass Fluffeligkeit kein echtes Wort ist ...aber im Ernst: Das trifft es halt auf den Punkt).

Ich muss sagen, das hatte ich lange nicht, dass eine Kerze wirklich raumübergreifend die komplette Luft mit Duft füllt und dabei aber keineswegs aggressiv, sondern durchweg sanft und angenehm bleibt. Vielleicht kann meine Nase diese Art Duft auch bloß besonders gut erschnuppern und ihr empfindet das individuell ganz anders, aber für mich ist Banana Cream Pie ein echter Treffer. Im Warmduft nehme ich auch letztlich gut die Banane wahr. Es ist definitiv aber eine milde, warme Bananencreme mit Vanille, keine künstliche Schaumzuckerbanane.

Letzlich muss ich allen, die vielleicht die Augen verdrehen und denken: "...noch ein Bananenduft?" sagen: Dieser Duft hat durchaus seine Existenzberechtigung neben den vielen anderen Bananendüften. Ich könnte ebenfalls aus dem Stehgreif mindestens 10 Düfte mit Banane aufzählen, die aktuell auf dem Markt sind, oder waren, aber Banana Cream Pie ist nicht vergleichbar mit Banana Cabana, Banana Split Milk Shake, Banana Nut Bread und ähnlichen Düften und kann absolut auf eigenen Beinen stehen. 

Banana Cream Pie wird Fans von sahnig-weichen, cremig-leckeren Süßspeisendüften ganz sicher gut gefallen.



Die Kritikpunkte:

Leider brennt die Kerze etwas unruhig und trotzdem sie geschützt und nicht im Zug steht, flackert und rußt sie ab und zu leicht. Die Dochte sind bei meinem Exemplar allerdings auch recht dich zusammen, so dass sich die Flammen gegenseitig anziehen. Nicht in alarmierendem Maße und das Flackern, sowie das damit verbundene Rußen ist im Rahmen, aber ich wollte es auch nicht unerwähnt lassen. 

Befindet man sich im gleichen Raum, wie die Kerze, gewöhnt man sich recht schnell an den Duft. Es gibt Düfte, die nimmt man auch nach einer ganzen Weile noch recht gut wahr und es gibt Düfte, an die hat man sich recht schnell gewöhnt und riecht sie dann nicht mehr. Banana Cream Pie befindet sich hier für mich im Mittelfeld. Irgendwo zwischen der ersten und der zweiten Stunde habe ich aufgehört ihn direkt wahrzunehmen. Am deutlichsten nehme ich die Kerze nach längerer Brennzeit dann gar nicht mehr in dem Raum wahr, in dem sie brennt, sondern viel mehr fliegt mir in anderen Teilen meiner Wohnung immer mal wieder eine Banana Cream Pie Brise in die Nase. Letztlich sollen Zweidochter aber ja ohnehin nicht zu lange am Stück brennen.


Das Fazit:

Es ist kein Weltuntergang, wenn ihr die Kerze nicht mehr erhaschen könnt, aber solltet ihr die Gelegenheit haben, Banana Cream Pie noch zu einem normalen Preis zu bekommen, dann schlagt zu. Die Kerze hat keinerlei würzige Note, kein Zimt, keine Back-Kruste, sondern ist rundum weich und versöhnlich, cremig und vanillig, bananig, sahnig, warm und rund - also wenn ihr so etwas sucht: Empfehlung!


Ein kleiner Reminder:

Zu guter Letzt sei noch einmal daran erinnert, dass bei Zweidochtern in der Regel eine Brenndauer von drei bis vier Stunden empfohlen wird. Ich persönlich würde dies erfahrungsgemäß sogar auf zwei bis drei Stunden herabsetzen. Bei Banana Cream Pie hatte ich es bislang zwar nicht, dass sich das Wachs nach längerer Brennzeit überhitzt und sich verfärbt hat, aber dennoch empfehle ich es nicht, die Kerze den ganzen Tag brennen zu lassen - dafür sind die Zweidochtkerzen einfach nicht gedacht. 

Es gibt zwar auch viele Zweidochtkerzen, die dieses Problem nicht aufzeigen, aber teilt euch die Kerzen dennoch lieber Portionsweise ein, dann seid ihr auf jeden Fall auf der sicheren Seite und habt lange und immer wieder etwas von dem Duft. Ist das Wachs erst einmal verfärbt, oder haben sogar bereits zerborstene Dochtreste in feinsten Krümeln das flüssige Wachs durchzogen und grau-bräunlich verdunkelt, wäre das sehr schade drum und es ist ja in der Regel vermeidbar, wenn man sich an die empfohlene Brenndauer hält.

Natürlich gilt dies nur beim Brennen. Besitzer eines Candle Warmers müssen sich hierüber keine Gedanken machen.


Der obligatorische Schlusssatz:

Kennt ihr diese Kerze bereits? Wie ist eure Meinung zu dem Duft? Schreibt mir gern einen Kommentar, oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.


Tipps zum Weiterlesen:






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Our Own Candle Company Duftkerzen-Review: 13 weitere Düfte angeschnuppert

Werbung (unbezahlt), da z.B. Markennennung

Von der Marke Our Own Candle Company hatte ich euch in meinem Post vom 13.01. bereits ausführlich erzählt (nachzulesen >>HIER<<). Ergänzend dazu möchte ich euch heute nun 13 weitere Düfte dieser Marke vorstellen, die sich in der letzten Zeit zu meiner Sammlung gesellt haben.


Ich kann nur wiederholen: Die Kerzen sind nicht perfekt, duften aber super und sind verhältnismäßig günstig. Es sind - zumindest sehe ich das so - jedoch wirklich nur die großen Jars zu empfehlen, da die Mini Jars, sowie die Melts kaum Duft abgeben. Die großen Gläser sind von der Duftabgabe her aber prima und insbesondere unterm Candlewarmer machen sie sich wirklich großartig.



Folgende Düfte haben in der letzten Zeit ihren Weg in meinen Kerzenschrank gefunden:

Cherry Drop

Cherry Drop ist ein durch und durch künstlicher Kirschduft, der wirklich knallt - und ich liebe ihn. Zu behaupten, dass Düfte wie z.B. Black Cherry von Yankee Candle weniger künstlich riechen würden, wäre eine Lüge und insofern laste ich der Kerzen fehlende Authentizität auch nicht an.

Hier haben wir Kirscharoma, wie es u.A. in Bonbons, in prickelndem Brausepulver, oder in knallroten Kirschgetränken aus Getränkepulver zu finden ist. Dazu noch ein gewisses "Fizz", das ich gar nicht anders beschreiben kann, als mit diesem Wort.

Aufdringlich, kirschig, prickelig ...wer etwas andres sucht, ist bei dieser Kerze falsch.

Cranberry Orange Spice

Ich kann hier weder eindeutig Cranberry, noch Orange ausmachen. Cranberry Orange Spice ist einfach ein fruchtiger Duft, der keine wirklich dominierenden Noten hat und den ich wirklich nett und sommerlich finde. Das "Spice" aus dem Namen sucht man hier vergeblich, also müsst ihr euch davon nicht abschrecken lassen - die Kerze ist nicht würzig.

Ich würde sagen, Cranberry Orange Spice ist ein generischer Fruchtpunschduft - kein natürlicher, aber ein durchaus sommerlich-netter.

Raspberry Lemonade

Raspberry Lemonade riecht, als würde man gerade Himbeer-Kaubonbons kauen und sich dabei ein Glas prickelnde Limo eingießen. Mir gefällt's.

Mulled Cider

Wer bereits andere Cider-Düfte kennt und mag, erlebt hier keine Überraschung und wird sicherlich auch diese Kerze mögen. Für meine Nase sind jegliche Cider-Düfte ein Fest und auch OOCC enttäuscht mich in dieser Hinsicht nicht, wenn es darum geht, den Duft vom leckeren Apfelschaumwein in Kerzenform umzusetzen.


White Mistletoe

Bei White Mistletoe habe ich im Grunde "nur" einen weiteren, tannigen Duft erwartet. Oh lag ich da falsch. White Mistletoe ist viel mehr, als lediglich ein simpler Tannenduft. Zwar ist die Mistel kein Tannenbaum, sondern gehört zu den Sandelholzgewächsen, aber der Duft wird bei anderen Marken oft ähnlich dargestellt - daher meine Erwartung. Hier ist dem aber nicht so. Die Kerze riecht wirklich "weiß", frisch und winterlich und so ganz und gar nicht nach Weihnachtsbaum, oder Fichtennadelschaumbad. Ein wirklich toller Winterduft.

Pina Colada

Pina Colada ist ein schöner Kokos-Ananas-Mix, wobei die Ananas nicht überwiegt und ein homogenes Gleichgewicht geschaffen wird. Wer Düfte in dieser Richtung mag, wird sicherlich keine Enttäuschung erleben.

Peppermint Eucalyptus

Peppermint Eucalyptus hat mich überrascht. Der Duft gleicht keiner anderen Minz-Eukalyptus-Duftkerze, die ich kenne - und da gibt es so einige. Die Minze drängt sich hier nicht in den Vordergrund; zuerst habe ich sie sogar kaum als solche identifizieren können, denn Pfefferminz sticht oft sehr scharf auch als solche heraus. Sie ist vorhanden, aber nicht stechend und insgesamt empfinde ich den Duft als eher weich und natürlich sehr frisch. Für mich ist die Kerze durchaus mal eine willkommene Abwechslung zu ähnlichen Düften.

Tangerine Pomegranate

Die Mandarine steht hier deutlich vor dem Granatapfel, wobei der "typische" Mandarinengeruch durch die Mischung der Komponenten kaum wirklich auszumachen ist. Es ist eher der "Mandarinengeschmack", den man hier riecht, nicht den üblichen Duft, den andere Mandarinenkerzen haben (wenn das grad Sinn ergibt). Ich mag die Kerze, empfinde sie durchaus als sommertauglich, aber würde mir etwas mehr Pepp hineinwünschen.


Falling Leaves

Den Duft von Falling Leaves kann ich nicht so recht einordnen. Er ist durchaus herbstlich, laubblättrig, aber auch irgendwo frisch. Hier einzelne Noten auszumachen, fällt mir schwer. Vielleicht nehme ich einen Hauch Fichte im Hintergrund wahr, aber ansonsten kann ich nichts Bestimmtes ausmachen. Ist aber auch nicht schlimm, denn der Gesamtduft ist durchaus nett und erinnert - Überraschung - an Herbstluft.

The Beach

The Beach weiß mich leider nicht zu überzeugen. Es ist für mich ein nichtssagender Badezimerduft. Weder sonderlich intensiv, noch irgendwie Besonders. Ich würde fast sogar sagen, er hat eine Badreinigernote - aber nur fast. Vielleicht ist jetzt aber auch einfach nur nicht die Jahreszeit, dass meine Nase solche Düfte begrüßen würde. Die Kerze ist weder wirklich gut, noch schlecht, aber letztlich nichts, das ich wirklich gebraucht hätte, oder das mich überzeugt. Jetzt Billigseife zu sagen, wäre vielleicht etwas hart, aber so in die Richtung kann man schon denken, wenn man sich den Duft von The Beach vorstellen möchte. Ich gebe der Kerze im Sommer nochmal eine Chance, aber ich denke, ich werde hier kein Fan werden.

Chocolate Peppermint Stick

Diese Kerze wird sicherlich vielen Schoko-Minz-Fans gefallen. Für mich ist es die (wesentlich) intensivere Variante von Yankee's leider arg zu schwächlich geratenem Chocolate Peppermint. Die Minze kommt hier gut und scharf hervor und liegt auf der durchaus deutlich vorhandenen Schokonote, so als hätte man gerade ein After Eight aufgebrochen.


Pumpkin Spice

Ich mag den Duft, aber er ist in der Kürbisnote definitiv "härter", als vergleichbare Düfte anderer Marken. Es ist keine süße, oder wirklich foodige Kürbisnote, wie wir sie aus vielen Herbst- oder Halloweenkerzen von Yankee Candle, oder besonders Goose Creek kennen. 

Die Würze kommt hier gut heraus. Wer weicheren, eher cremigen, Food-Kürbis möchte, sollte lieber bei Pumpkin Cream Pie zugreifen. Wer aber einem recht interessanten, würzigen Duft eine Chance geben möchte, kann gern mal eine Nase riskieren.

Cinnamon

Mit Cinnamon hat OOCC nun schon den dritten Zimtduft im Programm. Im Gegensatz zu Hot Buns, der eher süßlich ist und Granda's Kitchen, der sich eher auf die würzige Seite schlägt, gibt es mit Cinnamon einen sehr neutralen, sehr puren Zimtduft, der weder sehr süß, noch arg würzig ist, sondern einfach nur nach Zimt duftet.

Für mein Empfinden ist Cinnamon die perfekte Kerze, um andere Düfte zu ergänzen. Parallel gebrannt mit z.B. Pumpkin Spice, ergibt sich ein optimaler Herbstduft. Aber auch zu nahezu jedem fruchtigen Duft, z.B. einem Apfelduft, oder auch zu kuchigen Düften, passt Cinnamon hervorragend.


Zusammen mit meinem vorangegangenen Post, sind es nun satte 53 Düfte, die ich von der Marke bereits kenne und kaum eine Kerze hat mich wirklich enttäuscht. Nun muss ich aber dazu sagen, dass ich in der Preisklasse auch keine Wunder erwartet habe und deshalb sicher auch niedrigere Ansprüche an die Kerzen stelle, als z.B. an Yankee Candle, oder Kringle.

Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit der OOCC und habe hier viele intensive und gute Düfte gefunden. 

Die Dochte sind nicht optimal, tun aber in der Regel ihren Dienst. Ab und zu ist mal eine Kerze dazwischen, bei der die Qualitätskontrolle wohl nicht aufgepasst hat (wie auf dem folgenden Foto, wo der Docht an der Seite aus dem Wachs ragt, statt in der Mitte zu sein), aber der Support im deutschen Shop ist in solch einem Fall einwandfrei - und wie gesagt: Wir haben hier 10,-€-Kerzen vor uns; nicht 30,-, 40,-, oder 50,-€ und aufwärts. Wenn man den Gedanken mit einbezieht, kann ich wirklich nicht meckern.


Kennt ihr die Marke? Wie ist eure Meinung zu den Kerzen? Schreibt mir gern einen Kommentar, oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.

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Bath & Body Works Review: Maple Cinnamon Pancakes Duftkerze

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Maple, also Ahorn ist für viele einheimische Kerzennasen ein Graus. Der Duft wird oft als stechend, oder würzig wahrgenommen. In den USA hingegen ist der Duft von Ahorn, bzw. insbesondere Ahornsirup nicht wegzudenken und über jede Portion Pancakes gehört dort ein ordentlicher Schwung goldgelben Ahornsirups. Kein Wunder also, dass die US-Nase zu dem Duft einen wesentlich positiveren Bezug hat.


Auch ich, als jemand der hierzulande eher Honig, oder Zimt und Zucker auf seinen Pfannkuchen gewohnt ist, bin kein Fan von Ahornsirupdüften - zumindest dann nicht, wenn die Note zu stark heraussticht, oder sehr konzentriert daherkommt.

Überraschenderweise gefällt mir aber Maple Cinnamon Pancakes von Bath & Body Works besser, als erwartet.

Auch in dieser Kerze ist die Ahornnote zwar unverkennbar, aber BBW schafft es, hier insgesamt doch einen recht weichen, fast sogar buttrigen Eindruck zu erzeugen. Die Zutaten, von BBW beschrieben als fluffige Buttermilchpfannkuchen mit Ahornsirup und Muskatnussöl, fließen hier nahtlos ineinander und ergeben einen homogenen Gesamtduft.

Also ich muss sagen: Ich hasse die Kerze nicht.

Würde ich den Duft nachkaufen? Ich schwanke. Wahrscheinlich nicht zum Neupreis, aber sollte sich mal ein Schnapper im Sale ergeben, würde ich durchaus drüber nachdenken.


Zimt, obwohl er im Namen enthalten ist, rieche ich hier nicht und er findet sich auch nicht in der Zutatenliste. Ich denke aber, eine Prise Zimt würde den Duft hervorragend ergänzen.

Ärgerlicherweise hat meine Kerze beschlossen, Dochtkonfetti im Wachs zu verteilen, was bei Bath & Body Works Kerzen leider öfter vorkommt. Dies tut zwar dem Duftvergnügen keinen Schaden, schaut aber insbesondere bei weißem Wachs einfach unschön aus und ist unmöglich herauszufischen.


Maple Cinnamon Pancakes ist in den USA ein Fan-Favorite und über die Jahre in etlichen Auflagen und Designs immer wieder im Programm.

Kennt ihr den Duft? Wie ist eure Meinung zu der Kerze? Mögt ihr den Duft von Ahornsirup, oder eher so ganz und gar nicht? Schreibt mir gern einen Kommentar, oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.

Tipps zum Weiterlesen:

- Maggi-Kerzen: 10 Düfte des Grauens


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