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Herbst-Special: 20 Food-Knaller und Fails von Goose Creek Candle, die deine Nase herausfordern werden

Werbung (unbezahlt), da z.B. Markennennung

Der Herbst hat begonnen, Halloween steht vor der Tür, die Zeit des Süßigkeiten mampfens, während man gemütlich mit der Decke auf der Couch Gruselfilme guckt und draußen der Herbstwind die bunten Blätter durch die Dämmerung weht, ist gekommen. Nun ja, ehrlich gesagt praktiziere ich das viel zu selten, aber dennoch ist dies auch die perfekte Zeit für Süßigkeitenkerzen aller Art, die mir im Sommer manchmal zu drückend sind, aber in die kühlere Herbstzeit perfekt passen.

Goose Creek Candle ist bekannt für seine intensiven Düfte und gutes Brennverhalten. Gab es in grauer Vergangenheit noch öfter mal Probleme mit ertrinkenden Dochten und vor sich hin glimmenden Flämmchen, so scheint dieses Problem seit dem letzten Jahr endgültig gelöst und alle aktuellen Kerzen brennen einwandfrei. 

Natürlich sollte man sich, wie bei allen Marken, an die grundsätzliche Kerzenpflege, insbesondere dem regelmäßigen Kürzen der Docht, halten. Dann aber steht dem vollen Duftvergnügen nichts mehr im Wege. Goose Creek bestreitet wohlverdient seinen Weg an die Spitze der vergleichbaren Duftkerzenmarken und überzeugt durch sauberes und problemfreies Abbrennen, sowie eine gute Duftabgabe. 

Ich muss allerdings einlenken, dass viele der aktuellen Düfte zwar intensiv und gut wahrnehmbar sind, einige Sorten aber nicht mehr allzu deutlich über der Intensität von z.B. Yankee Candle, oder Village Candle liegen, so wie es früher bei wesentlich mehr Sorten der Fall war. Hier wurde anscheinend etwas zurückgeschraubt, aber das ist natürlich rein subjektiv und zudem auch stets sortenabhängig. 

Besonders im Food-Bereich hat Goose Creek seit je her Düfte im Programm, die euch schlichtweg wegballern, wenn ihr keine geübte Duftnase habt. Ich kann mir vorstellen, dass so mancher Düftelanfänger hier nach kurzer Zeit die Fenster aufreißt. Für die an Duftkerzen gewöhnte Nase jedoch kein Problem und für mein Empfinden genau richtig. 

Heute möchte ich euch in diesem extra-langen Sonderpost ganze 20 dieser Food-Düfte von Goose Creek näher vorstellen. 




White Icing Cinnamon Roll 


White Icing Cinnamon Roll ist weitaus weniger aufdringlich, als ich erwartet hätte. Als ich das erste Mal den Deckel öffnete, machte ich mich auf einen Zimtknaller der Superlative gefasst, wurde aber überrascht, wie verhältnismäßig schmeichelnd der Duft letztlich ist. 

Der Zimt steht natürlich klar im Vordergrund und ist auch intensiv wahrnehmbar. Die Zuckerglasur und die kuchige Komponente im Hintergrund wiegen den Duft aber sehr gut auf und machen eine angenehme und runde Sache draus. 

Die Kerze riecht fast, wie ein frisches Zimtfranzbrötchen, das man auseinander reißt, nur dass man zusätzlich noch Glasur obendrauf hat. Wer foodige Zimtdüfte mag, sollte hier definitiv zugreifen. Diese Kerze wird mir in diesem Jahr definitiv die Herbst- und Weihnachtszeit versüßen, denn da passt Zimtgebäck ideal hin.

Für mich ist White Icing Cinnamon Roll zu einem echten Favoriten geworden, aber Achtung: Dies gilt nur für die Kerze, denn in Form von Melts konnte mich der Duft nicht überzeugen. Seltsamerweise haben die Melts einen starken, "wachsigen" Eigengeruch und ich empfehle dringend, bei diesem Duft lieber zur Kerze zu greifen.





North Pole Bakery 


Dieser Duft erinnert mich am ehesten an Rumkugeln vom Bäcker. Nicht unbedingt das, was man sich unter dem Namen und in Zusammenhang mit dem Label vielleicht vorstellen würde und vielleicht einer der Gründe, warum die Kerze bei vielen Nasen nicht so recht Anklang zu finden scheint, aber mir gefällt's.

Laut Beschreibung enthält der Duft Zimtzucker, geschmolzene Butter, Toffee, Pekannuss, warmen Churro und Vanilleschote. Ich rieche aber deutlich auch etwas alkoholisches heraus, oder zumindest etwas, das meine Nase so interpretiert und was mich deshalb an Rumkugeln erinnert. 

Vordergründig steht die Toffeenote mit einem Hauch Pekannuss. Das macht North Pole Bakery nicht zu einem reinen Süßkuchenduft, denn Toffee hat für meine Nase auch immer etwas leicht Bitteres, bzw. Würziges an sich. Butter, Churro und Vanille kann man bei North Pole Bakery allenfalls im Hintergrund erahnen. 

Insgesamt gefällt mir North Pole Bakery, aber weihnachtliches Gebäck, oder weihnachtliche Gewürze sind keine enthalten, zumindest nicht solche, die wir normalerweise damit assoziieren und ich halte die Vermarktung deshalb für etwas irreführend. 




Custard Cream Cake 


Custard Cream Cake ist kalt gerochen fast ein bisschen säuerlich, quarkig und ruft in mir nicht direkt ein "Lecker" hervor. Enthalten sind laut Goose Creek Noten von Vanillecreme, Vanillepudding, süßen Früchten, Sahne, Zucker und weißem Zuckerguss. 

Hier würde man jetzt wahrscheinlich eine Vanillekuchenzuckerbombe erwarten, aber wie gesagt, er hat auch etwas leicht säuerliches, wie z.B. Quark, oder Joghurt an sich. Wer einen reinen Süßkuchenduft möchte, sollte lieber z.B. zu Warm Wishes greifen, der wirklich pur nach dekadentem Vanillekuchen duftet. 

Warm im Raum gerochen verändert sich der Duft, wird wesentlich fluffiger und das Säuerliche tritt in den Hintergrund. Der Kaltduft sagt mir nicht übermäßig zu, aber warm gerochen empfinde ich Custard Cream Cake als Treffer und kann ihn als willkommene Variante zum 08/15 Vanille plus Zuckergussduft durchaus empfehlen. 




Brown Sugar Churros 


Brown Sugar Churros lässt sich am ehesten mit Pain Au Raisin von Yankee Candle vergleichen. Obwohl die Düfte keinesfalls identisch sind und hier weder Rosinen, noch die alkoholische Cognacnote enthalten sind, bauen die Düfte wunderbar aufeinander auf und lassen sich prima kombinieren. 

Als Duftnoten sind Zimtstangen, Karamell, gebackener Teig, Ahornsirup, Pekannüsse, brauner Zucker und Vanille enthalten. Die eine, oder andere "Magginase" (was das bedeutet, findet ihr >>HIER<<) mag beim Lesen der Zutatenliste in Entsetzen geraten, aber lasst euch gesagt sein: Es ist kein strenger Würzduft. 

Im ersten Augenblick hatte mich die Kerze an diese Apple Pie Düfte erinnert; nur ohne den Apple, aber Brown Sugar Churros riecht letztlich wirklich, wie frisch frittierte Churros, die mit braunem Zucker bestreut wurden. Der Duft entfaltet sich in warmem Zustand wirklich sehr schön, ist aber durchaus aufdringlich und wer einen weichen, zuckrigen Kuchenduft sucht, der liegt hier falsch. 

Brown Sugar Churros gibt es aktuell noch in einer herbstlichen Kübis-Variante unter dem Namen Pumpkin Sugar Churro. Als Käufer hat man also die Wahl, ob man lieber die Basic-Variante, oder den Extra-Schuss Kürbis möchte. Mir gefallen beide Varianten, aber wem schon dieser Duft zu extrem war, der sollte von der Pumpkin-Version besser von vorn herein die Finger lassen.




Angel Food Cake


Sorry, aber dieser Duft ist einfach widerlich. Für meine Nase hat er etwas unangenehm Saures, fast wie verdorbene Milch an sich und über diese Komponente kann ich auch leider nicht hinweg riechen. 

Die Beschreibung lässt nichts Böses ahnen: Warme Vanilleschote, Schlagsahne, Birne, Sahnekuchen und warmer Zucker. Hört sich nach einer Leckerkerze sondergleichen an. Ist es aber nicht. 

Natürlich sind die Geschmäcker verschieden und auch dieser Duft wird seine Freunde haben. Für mich ist er aber ein kompletter Reinfall und auch nach mehreren Versuchen kann ich da meine Meinung leider nicht ändern. 

Vorstellbar, dass die Birne hier den Brei verdirbt und einfach nicht mit den anderen Noten harmoniert. Alle Angel Food Speisen beinhalten ja warme Birne, was geschmacklich zwar nett, aber vom Duft her (zumindest dann als Kerze) in der Gesamtnote nicht wirklich vorteilhaft ist.

Wenn ihr Interesse an der Kerze habt, empfehle ich bei diesem Duft wirklich erstmal die Wax Melts anzutesten, bevor man Geld für die große Kerze ausgibt. 




Fluffy Meringue 


Fluffy Meringue ist ein süßer und geradezu unwiderstehlicher Duft von leckerem Zuckerbaiser mit einem Hauch Zitrone. Ähnlichkeiten zu Candy Cane Meringue von Yankee Candle, oder Lemon Meringue aus der Home Inspiration Reihe sind vorhanden, aber dennoch gleichen sich die Düfte nicht.

Die sanft zitrische Note, die unter dem herrlichen Baiserduft liegt, ist keine frisch aufgeschnittene Zitrone, oder gar Zitronenreiniger, sondern es ist die Art von Zitrone, wie man sie aus süßem Gebäck kennt, aus Zuckerguss, oder Zitronenkuchen und die hier in eine wunderbar zuckrig-fluffig-weiche Baisernote hineinfällt. 

Fluffy Meringue ist zwar nicht direkt eine Neuauflage der Sorte Lemon Meringue von den alten Goose Creek Essentials und ist insgesamt wesentlich weniger Zitruslastig, aber Fans, die den alten Duft vermissen, werden hier sicher eine neue Liebe finden. 

Der süße, aufgeschäumte Zucker und das herrliche, weiche Zitronenaroma haben bei Fluffy Meringue die perfekte Balance gefunden. Etwas unpassend finde ich lediglich die hellblaue Wachsfarbe. Zwar ist die Farbe an sich wirklich schön, aber ein helles Gelb hätte dem Duft meiner Meinung nach besser gestanden. 

Leider ist Fluffy Meringe, so wie es bei ähnlichen Düften dieser Richtung auch stets der Fall ist, keine intensive Duftgranate. Die Kerze ist tatsächlich eher dezent, zumindest im Vergleich zu anderen Food-Knallern, die auf dieser Liste stehen.




Sugared Cinnamon Donut


Dieser Duft ist leider eine Enttäuschung für mich, was allerdings weniger an dem Duft an sich, als viel mehr an meiner Erwartungshaltung liegt.

Der Duft enthält Noten von frittiertem Donut-Teig, geschmolzener Butter, Zimt, Ingwer, Muskat, Zimt-Zucker und zimtiger Vanille. Ganz schön viel Zimt sollte man denken, aber statt einer leckeren, weihnachtsgebäckähnlichen Zimtnote, dominiert hier die Würze. Der Duft an sich ist eher herb, fast scharf und weiß meiner Nase leider nicht zu gefallen.

Wem würzige Düfte in dieser Richtung gefallen, der kann bei Sugared Cinnamon Donut gern zugreifen. Wer jedoch einen leckeren, süßen, kuchigen Duft erwartet, so wie ich ihn mir erhofft hatte, wird hier enttäusch sein.


Alternativ hat Goose Creek noch eine Kerze namens Sugared Donut im Programm. Hier wurde auf zu würzigen Zimt, Ingwer und Muskat verzichtet. Sollte man zwischen beiden Düften schwanken und einen weicheren, nicht so herben Duft wünschen, dann empfehle ich lieber bei Sugared Donut zuzugreifen, als bei Sugarded Cinnamon Donut. Der Duft ist zwar recht simpel, aber dafür wesentlich angenehmer. Wirkliche Highlights sind aber beide Düfte nicht.





Pumpkin Spice Muffin


Trotzdem sich bei Pumpkin Spice Muffin einige Inhalte ähnlich lesen, wie beim Sugard Cinnamon Donut, ist dies ein gänzlich anderer Duft. Ein absoluter Traum würde ich fast behaupten und im Raum gerochen einfach großartig.

Dies ist, wie unschwer herauszulesen ist, einer meiner absoluten Lieblingsdüfte und er passt wunderbar in die Herbstzeit. Pumkin Spiced Muffin ist eine Kerze, die man unbedingt warm genießen muss und bei der man nicht von dem Kalt- auf den Warmduft schließen sollte. Besonders die Unternote von kuchigen, frisch gebackenen Muffins aus dem Ofen kommt erst in angezündetem Zustand wirklich gut heraus. 

In perfekter Harmonie mit den Muffins hat Goose Creek hier eine homogene Kombination aus süßem Zimt und Kürbis geschaffen, die mich schlichtweg dahinschmelzen lassen. Leicht und sehr dezent im Hintergrund befinden sich Noten von Muskat und Ingwer, sowie braunem Zucker, die hier aber sparsam und geschickt eingesetzt sind und wunderbar harmonieren. Ein kaum merklicher Hauch Ahorn und Vanille runden den Duft perfekt ab. 

Diese Kerze ist eine Absolute Empfehlung.




Strawberry Pound Cake


Strawberry Pound Cake erinnert mich stark an Strawberry Lava Cupcake aus der Cupcake-Collection von 2016. Ob die Düfte identisch sind, kann ich leider nicht sagen, denn die Cupcake-Kerze besitze ich schon lange nicht mehr. Die Erinnerung kann täuschen. Nichtsdestotrotz hatte ich sofort, als ich den Deckel öffnete, ein Flashback-Gefühl und dachte: "Den Duft kenne ich". 

Der Duft an sich ist angenehm, aber man darf hier keinen Fruchtkuchenknaller erwarten, oder irgend eine wirklich ausgefeilte Duftüberraschung. Strawberry Pound Cake besteht hauptsächlich aus gebackenen Erdbeeren und Vanille mit einer kuchig-sahnigen Note. Nicht mehr, nicht weniger. 

Ich persönlich mag den Duft und er ist herrlich intensiv im Raum wahrnehmbar. Die Kerze ist für mich allerdings kein Nachkaufkandidat. Ich muss jedoch gestehen, dass das bisher für mich mehr, oder weniger auf alle Erdbeerkuchendüfte zutrifft, die ich kenne und dass dieser definitiv einer der Besseren ist.




Sweet Banana Bread


Für meine Nase ist Sweet Banana Bread eine sehr angenehme Duftüberraschung. Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass ich den Duft mögen würde und den Kaltduft fand ich tatsächlich nicht sonderlich überzeugend. Warum im Raum gerochen, konnte mich die Kerze dann aber rundum für sich gewinnen.

Oft riechen Bananendüfte für mich nach (sorry) Babykotze, nach diesem ekligen Bananenbrei im Gläschen. Dieser Duft löst diese Assoziation in mir glücklicherweise nicht aus und ich sehe hier für mich durchaus einen Nachkaufkandidaten. 

Die leichte Herbe und der gebackene Teig sind neben der süßen Banane hier eine optimale Ergänzung und ergeben zusammen einen erstaunlich guten Gesamtduft. Sweet Banana Bread ist für mich ein schöner Beweis, dass man Duftnoten, denen man eigentlich weniger zugeneigt ist, doch manchmal in anderer Form nochmal eine Chance geben sollte.




Butter Cookie 


Butter Cookie ist ein wahrer Klassiker und schon seit ewigen Zeiten im Sortiment von Goose Creek zu finden. Wenn ich bei dieser Kerze den Deckel öffne, schrecke ich oft erst einmal kurz zurück, da mir ein wirklich starker, butteriger Geruch entgegen kommt. "Auf die zweite Nase" mischt sich der Duft dann aber mit der keksigen Note und ein kräftiger Butterkeksgeruch entfaltet sich. 

Der Duft entspricht nicht den in Deutschland bekannten Butterkeksen, oder den im Vergleich wesentlich zarteren Danish Butter Cookies, sondern es ist der üppige, dekadente Duft, gehaltvoller US-Butter Cookies, bei denen man vom Anschauen schon direkt 5kg zunimmt. 

Die Kerze ist intensiv und raumübergreifend wahrnehmbar. Mir persönlich gefällt der Duft sehr gut, ich kann aber verstehen, wenn er mancher Nase etwas zu gewaltig daherkommt. 




Peanut Butter Sugar


Peanut Butter Sugar ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des Goose Creek Sortiments. Es ist ein intensiver und über die Maßen süßer Duft; für mich fast schon etwas over the top. Der kräftige, geschmolzene Kristallzucker tut hier nahezu schon an den Zähnen weh, so dass die Erdnussbutter beinahe schon zum Nebenwerk wird. Beinahe, denn auch die cremige, ebenfalls süße Erdnussbutter ist deutlich wahrnehmbar und macht den Gesamtduft zumindest ein klein wenig weicher.

Ich schwanke bei Peanut Butter Sugar stetig, ob er mir zu aufdringlich, oder noch im leckeren Bereich ist. Heute ist er mir aber doch etwas zu viel und ich wünschte, der Fokus läge mehr auf der weicheren Erdnussbutter, als auf dem Zucker, den ich gerade als etwas zu aggressiv empfinde.

Letztlich ist Peanut Butter Sugar aber durchaus interessant und sehr gut für große Räume, oder sogar für Balkon, oder Terrasse geeignet. Es ist einer dieser Düfte, die sich ihren Weg vom Erdgeschoss bis in den ersten Stock bahnen, sofern man offene Räume hat und der auch nach dem Ausmachen noch für geraume Zeit in der Luft verweilt. 




Pumpkin Cupcake


Pumpkin Cupcake ist ein weicher, warmer Kürbiskuchenduft. Die Kürbisnote ist hier nicht dominant, so dass auch die kuchige Seite ihren Platz hat. Zudem hat man hier auf würzige Noten verzichtet und sich wirklich nur aufs Leckere konzentriert. Das mag besonders für solche Duftnasen positiv sein, die typische Pumpkindüfte eher ablehnen. Für mich jedoch ist der Duft damit etwas langweilig geraten.

Süßer Zimt, Zucker, Mandel, Vanille und Karamell ergänzen hier die Kürbisnote und machen aus Pumpkin Cupcake einen angenehmen und versöhnlichen Gesamtduft. Für mich wirkt der Duft fast sogar ein bisschen cremig.

Pumpkin Cupcake ist sehr weich und versöhnlich, so dass ich denke, dass er einer breiten Masse gut gefallen wird. Ich persönlich mag den Duft zwar, finde ihn aber etwas spannungsarm und favorisiere in der Kürbiskuchenrichtung dann doch eher Düfte mit ein bisschen mehr Pepp.




Salted Pretzel


Eines vorweg: Wenn es etwas gibt, nach dem diese Kerze definitiv nicht riecht, dann sind es Brezeln. Weder gesalzene, frisch gebackene Brezeln, noch Brezelteig sind hier in irgend einer Form, nicht einmal mit viel Fantasie zu erschnuppern.

Tatsächlich erinnert mich der Duft in warmem Zustand am ehesten an goldbraune, softe Karamellen; Butter mit Zucker zusammengeschmolzen zu einer köstlich-süßen Masse von kaubonbonähnlicher Konsistenz. Keine Toffees, kein aushärtendes Karamell mit dem Jahrmarktäpfel überzogen werden, kein knusprig ausgebackenes, oder gar angebranntes Karamell mit strengerer Note und keine Karamellsoße, sondern ein formhaltendes, aber dennoch weiches, süßliches Stück Karamell.

Weit im Hintergrund geben sich Vanille und eine dezent herbe Note, wahrscheinlich Kardamom, die Hand und geben dem Duft Volumen. Laut Beschreibung sind noch Meersalz, Brezelteig und Zimt enthalten; hiervon sollte man sich aber nicht an der Nase herumführen lassen, denn nichts davon ist deutlich als solches erkennbar.

Eine Sache, die mich bei Salted Brezel beschäftigt ist, dass ich mir sicher bin, diesen Duft schon einmal in der Nase gehabt zu haben. Der Gedanke ist nicht abwegig, denn mehrere Düfte, die aktuell bei Goose Creek erscheinen, sind Neuauflagen von schon einmal da gewesenen Kerzen. Durchaus denkbar also, dass auch hier ein gänzlich anderer Duft hinter steckt, der lediglich ein neues Outfit bekommen hat. Meiner Nase will nur leider partout nicht einfallen, welcher das gewesen sein mag.

Wie auch immer: Der Duft ist sehr gelungen und wird sicher bei vielen Food- und Süßnasen gefallen finden - lediglich diejenigen, die tatsächlich einen authentischen Salzbrezelduft erwarten, gucken hier in die Röhre.




Ghost Stories


Nanu, wie hat es denn einen Duft, der übersetzt Geistergeschichten heißt, auf eine Food-Duftliste verschlagen? Ob man das nun passend findet, oder (wie ich) eher nicht, aber auch unter die Halloweenkerzen von Goose Creek haben sich einige Food-Düfte gemogelt. Diese Düfte haben im  Grunde nichts mit Halloween zu tun und lediglich das Label und der Name entsprechen dem Thema. Hinter Poison Cupcake z.B. versteckt sich ein simpler Schokoladenküchlein-Duft, hinter Black Cat verbirgt sich der herrliche Campfire Marshmallows und auch Ghost Stories hat vom Duft her rein gar nichts mit Halloween zu tun.

Hier handelt es sich um einen schweren, sehr aufdringlichen und dekadenten Vanille-Buttercremeduft. Laut Beschreibung enthält Ghost Stories Butterkekse, Buttercreme, Vanille, Puderzucker und Karamell. Lässt euch davon irgend etwas an Halloween denken? Mich auch nicht. Ist es denn wenigstens ein leckerer Vanillekeksduft? Leider nein. Anfangs fand ich den Duft zumindest noch o.k., aber nach einer Weile wird er einfach zu aufdringlich und liegt so schwer und überladen in der Luft, dass mir davon fast schlecht werden könnte.

Wer so etwas mag und sucht, liegt hier richtig, aber mir persönlich kommt der Duft viel zu sehr mit dem Holzhammer daher. Es ist kein feiner, leckerer Duft nach zarter Buttercreme, fluffigen Keksen und sanfter Vanille, sondern es ist ein "bam; right in your face"-Duft, der gar nicht erst versucht, irgendwie fein, oder edel zu sein, sondern einem direkt ins Gesicht schlägt. Keine Empfehlung hier von meiner Seite aus.




Pinwheel Cookies


Pinwheel Cookies gab es bereits vor 5 Jahren schon einmal als Pflanzenwachskerze zusammen mit z.B. Autumn Walk und Vanilla Hot Chocolate als Limited Edition. Damals nannte sich die Kerze noch Raspberry Pinwheels. In späteren Jahren kam der Duft als 566g Tumbler mit Paraffinwachs zurück ins Sortiment. Der Tumbler wurde aber 2019 aus dem Sortiment genommen. Nun ist der Duft unter neuem Namen regulär als Apothekerglaskerze wieder im Programm.

Es ist schon seltsam, dass dieser Duft immer wieder auftaucht, denn er ist ehrlich gesagt nicht einmal wirklich gut und es gäbe etliche, wirklich schöne Goose Creek Düfte, die eher eine Rückkehr ins Sortiment verdient hätten. Natürlich ist das rein subjektiv, aber ich kann mir wirklich nur schwer vorstellen, dass Pinwheel Cookies viele Käufer in helle Begeisterung versetzt. Ich persönlich empfinde den Duft warm im Raum sogar als eher unangenehm und weder als authentisch nach Himbeeren, noch wirklich nach leckeren Keksen duftend.

Die Duftnoten in dieser Kerze sind Himbeermarmelade, Sahnekäse, warmer Zucker, wilde Beeren, frische Kekse und Buttervanille. Kling prinzipiell gar nicht schlecht, aber irgendwie komme ich nicht umhin, den Duft als undefinierbar muffelig und in der Gesamtnote einfach nicht als schön zu empfinden.




Pumpkin Angel Food Cake


Ich tat mich bereits mit dem oben beschriebenen Angel Food Cake (ohne Pumpkin im Namen) wirklich schwer, hatte er in warmem Zustand doch eine seltsame, quarkige und unangenehme Note und roch auch einfach nicht kuchig. Nun, Pumpkin Angel Food Cake gefällt mir etwas besser, wenngleich er mich ebenfalls nicht genug überzeugt, dass ich ihn behalten werde.

Die Grundnote ist bei beiden Kerzen ähnlich und weder wirklich teigig, kuchig, oder "gebäckig". Es ist eher ein gebackener Quarkpudding mit einer Beinote, die mich an die Haut auf der Milch, oder das Festgesetzte unten im Milchtopf erinnert, wenn man den Topf nicht rechtzeitig vom Herd genommen hat. 

Auf diese Grundnote kommt hier noch eine leichte Würze, die das Ganze etwas ausgleicht und den Duft "okay" macht. Der typische Kürbis ist hier nicht dominant herausriechbar und die Gewürze sind schwer zu definieren. 

Am Anfang dachte ich sogar, ich würde den Duft mögen, aber nach längerer Brennzeit wird mir von der Kerze - sorry - einfach nur schlecht, so wie es auch schon bei Angel Food Cake (ohne Pumpkin) der Fall war, was wahrscheinlich dieser Note von säuerlicher Milch geschuldet ist, die hier mitschwingt.

Das mag nur mein persönliches Empfinden sein und ich bin mir sicher, auch für diesen intensiven, foodigen Duft gibt es einen Fankreis; erwartet nur einfach keinen leckeren kuchig-keksigen Gebäckduft, wie euren vanilligen Rühreigkuchen mit Zuckerguss, der gerade aus dem Ofen kommt; denn das ist Pumpkin Angel Food Cake definitiv nicht.

Die Kerze ist durchaus intensiv und das Brennverhalten ist tadellos. Wer mit seiner Kaufentscheidung zwischen Angel Food Cake und Pumkin Angel Food Cake schwebt, den würde ich definitiv in die Pumkin Richtung schubsen. Wer aber einen leckeren, kuchigen Duft für die kommende Jahreszeit sucht, dem würde ich eher Warm Vanilla Cake, oder, wie weiter oben schon erwähnt, Warm Wishes empfehlen, wenn man bei Goose Creek bleiben möchte.




Carnival Vibes


Carnival Vibes auf einer Food-Kerzen-Liste? Nun, ja, auch wenn die Kerze optisch nicht den Anschein macht: Karamell. Wir sind wieder bei Karamell gelandet. Diesmal aber in einer ganz anderen Richtung, nämlich dem etwas würzigeren, aushärtenden Karamell mit dem z.B. Kirmesäpfel überzogen werden.

Ich bin an dieser Stelle arg enttäuscht, denn hinter dem Label, dem Namen und der Wachsfarbe, habe ich keinen Food-Duft erwartet und auch nicht gewollt; schon gar nicht, einen simplen, nicht einmal wirklich befriedigenden Karamellduft.

Die Äpfel und Beeren, die sich hier ganz weit im Hintergrund befinden, kann man getrost vernachlässigen. Das Herbstlaub und die Hölzer aus der Beschreibung, die mich auf einen herbstlichen Draußen-Duft hoffen ließen, sucht man hier vergebens und das Gefühl, im Oktober über einen Jahrmarkt zu schlendern, wird von Carnival Vibes nicht einmal angekratzt.

Hier hat man einfach einen mäßigen Jahrmarkt-Karamell-Duft hübsch verpackt und einen irreführenden Namen, eine irreführende Farbe und ein ebenso irreführendes Labelfoto gewählt. Dies trifft zwar auch auf den zuvor bereits besprochenen Salted Prezel zu, nur leider ist die Überraschung bei Carnival Vibes keine positive.




Chocolate Angel Food Cake


Schon wieder Angel Food? Goose Creek scheint diese Sauermilchkuchendüfte zu lieben. Wie ihr inzwischen wisst, hat mir weder Angel Food Cake, noch Pumpkin Angel Food Cake gefallen. Schauen wir uns nun einmal den Chocolate Angel Food Cake näher an. Wo ist der Unterschied zu den anderen beiden Düften? Nun, klar, der Unterschied liegt in der Schokolade, die bei den anderen natürlich nicht vorhanden ist. Aber macht das den Duft letztlich besser?

Hm, schwer zu sagen, da ich allgemein kein Schokoduft-Fan bin. Es gibt zwar Ausnahmen, aber im Allgemeinen mag ich Schokoladendüfte nicht. Da aber z.B. Homemade Brownies von Goose Creek eine dieser Ausnahmen war (zumindest warm gerochen), wollte ich auch diesem Duft eine Chance geben.

Nun, was soll ich sagen? Chocolate Angel Cupcake war für mich ein totaler Fehlkauf. Es ist im Gegensatz zum recht harten, kantigen und dunkelschokoladigen Homemade Brownies ein sehr heller, fast nougatartiger, milchicher Schokoduft. Die Sorte von Schokoduft, mit der ich mich so ganz und gar nicht anfreunden kann. 

Wirklich nach Kuchen riecht der Duft nicht und glücklicherweise ist auch das Sauermilchige, das die beiden anderen Angel Food Düfte an sich haben, hier nicht dominant. Ich kann mir vorstellen, dass Leute, die sehr milchige, Kakao- oder Schokoladendüfte mit weichem, "schmelzigem" Nougat- oder Pralinè-Einschlag mögen, am durchaus intensiv geratenen Chocolate Angel Cupcake Gefallen finden könnten.




Salted Caramel Popcorn


War Funfetti Popcorn lediglich eine Neuauflage des Duftes Dazzling Popcorn in neuem Gewand und hat viele Fans, die sich auf diese Limited Edition gefreut hatten enttäuscht, so ist Salted Caramel Popcorn tatsächlich ein neuer Duft. Salted ist hier (glücklicherweise) aber gar nichts und wer bei Karamell stets befürchtet, die Note könnte zu würzig sein, muss hier auch keine Angst haben.

Tatsächlich ist Salted Caramel Popcorn ein recht weicher Popcornduft mit einer Beinote von flüssigem, eher weichem Karamell. Insgesamt angenehm und nett, aber nichts, das mich vom Hocker haut. Ich denke aber der Duft wird vielen Käufern durchaus gefallen, da es nur wenige Düfte gibt, die tatsächlich nach Popcorn riechen und hier kommt diese Note schon irgendwie mit heraus.

Einfaches Popcorn, frisch aus der Maschine mit Zucker überstreut wäre mir zwar lieber gewesen, aber leicht karamellisiertes Popcorn mit einem Hauch Vanille tut es erstmal auch. Wenngleich die Kerzen bei mir keine Freudenschreie auslöst, ist sie doch durchweg nett und im angenehmen Bereich.


Nun, dies war nur eine Auswahl der bei Goose Creek erhältlichen Food-Düfte. Fails und Treffer wechseln sich hier ab, einige Düfte gibt es in mehreren Varianten und überhaupt scheint mir inzwischen leider bei Goose Creek oft Quantität über Qualiät zu liegen. Man scheint alles in jeglicher Kombination und Variation auf den Markt zu werfen; Auswahl ohne Ende und immer wieder neue Düfte - aber am Ende weiß der Käufer gar nicht mehr, wo er jetzt zugreifen soll und bei viel Auswahl sind leider auch viele nicht so gelungene Düfte dabei. 

Hier würde ich mir eine kleinere, aber dafür feinere Auswahl wünschen und lieber einige ausgefeilte und herausragende Duftkompositionen haben, als schlichtweg irgendwie alles, aber nichts so richtig. Natürlich trifft dies nicht auf alle Kerzen zu und ist rein subjektiv, aber das ist so das Grundgefühl, das ich derzeit bei Goose Creek habe.



Meine Favoriten von dieser Liste sind White Icing Cinnamon Roll, Pumpkin Spice Muffin und Fluffy Meringue. Welches sind eure liebsten Düfte von dieser Liste, oder allgemein von Goose Creek? Und wie seht ihr das: Je mehr, desto besser, oder lieber weniger, aber eher besondere Düfte? Seid ihr mit der aktuellen Auswahl zufrieden, oder überfordert? Wie findet ihr allgemein die Umsetzung von Food-Düften bei Goose Creek? Schreibt mir gern einen Kommentar, oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.



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Querbeet durch die Kerzenwelt: Angedüftelt Teil 05

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In dieser Rubrik stelle ich euch Düfte vor, die bei mir in letzter Zeit gebrannt haben. Dies folgt keinem Schema, oder besinnt sich auf bestimmte Kategorien, es sind einfach querbeet die Kerzen, Melts und Cups, die ich angetestet und aufgebraucht habe, oder auf die ich einfach mal wieder Lust hatte. 

Es ist in der Regel von allen erdenklichen Marken etwas dabei, wobei Yankee Candle, Goose Creek, sowie Country und Village Candle in der Regel dominieren. Nun aber ohne weitere Umschweife zum dies-monatigen "Angedüftelt":


01. Strawberry Daiquiri (Goose Creek)



Strawberry Daiquiri ist kalt zunächst ein frischer, süsslicher Erdbeerduft. Sehr schön und frühlingshaft; künstlich, aber fröhlich und angenehm vom Charakter her.

Warm ist der Duft aber nicht mehr wieder zuerkennen und macht seinem Namen alle Ehre. Die Kerze riecht kaum noch frisch, oder erdbeerig, sondern nach Cocktail, nach Daiquiri, nach weißem Rum und Zuckersirup. 

Mag ich das? Ich bin mir noch nicht sicher, aber auf jeden Fall ist Strawberry Daiquiri ein interessanter Duft, der an die alten Goose Creek Zeiten erinnert, in denen man nahezu nie vom Kalt- auf den Warmduft schließen konnte und somit so manche Duftüberraschung erlebt hat. 



02. Splash of Rain (Yankee Candle)



Die Neuauflage des Klassikers Splash of Rain ist ein schöner, floraler Duft und riecht hauptsächlich nach Narzissen. Zur floralen Note gesellt sich eine leichte Frische, die an Blumenwasser erinnert.

Ich mag die Kerze recht gern, meine aber, den Duft zwar ähnlich, aber runder, weniger Spitz in Erinnerung zu haben. Ob hier, wie bei manchen anderen Neuauflagen, etwas an der Rezeptur gedreht wurde, kann ich nicht sagen; vielleicht trügt auch einfach nur die Erinnerung.

Nichtsdestotrotz ist Splash of Rain ein guter, frühlingshafter Duft und eine Empfehlung für Blumenduftfans.



03. Sweet Irish Coffee (Yankee Candle)



Sweet Irish Coffee ist neben Emerald Isle im Jahre 2106 ein Release zum St.Patrick's Day gewesen. Beide Kerzen, wie auch die frühere St.Partick's Day Kerze Lucky Shamrock wurden mehrfach neu aufgelegt.

Wonach riecht Sweet Irish Coffee von Yankee Candle? Nun, nicht nach Kaffee mit Whiskey, braunem Zucker und Sahne, so wie es sein sollte, soviel ist schonmal sicher. 

Die erste Assoziation, die mir beim Öffnen des Deckels in den Sinn kommt ist Nougat. Der Eindruck wird aber schnell von einer leichten Bakery Air Würze überschattet. Darunter liegt etwas Vanilliges und auch etwas unterschwellig Alkoholisches. Kein wirklich angenehmer Duft. 

Die Kerze hat zudem ein wenig etwas von der Schoko-Soßennote, die auch in Fudge Ripple zu finden ist. Das ist es wohl, was mich zu Anfang an Nougat denken ließ. Wenn man sich vorstellt, Fudge Ripple und Bakery Air hätten ein Baby gemacht, dann wäre es wahrscheinlich Sweet Irish Coffee.

Leider ist dies ein Duft, der mein Herz so gar nicht für sich gewinnen mag und den ich wahrscheinlich nicht wieder brennen werde.



4. Alfresco Afternoon (Yankee Candle)



Bei Alfresco Afternoon steht deutlich die Zypresse im Vordergrund, die gern mal mit Tanne verwechselt wird. Es wäre aber eine ganz klare Sünde, Tanne und Zypresse in einen Topf zu werfen, denn die Zypresse hat einen ganz eigenen und interessanten Charakter. Wer aber Düfte, die in die tannige Richtung gehen, generell ablehnt, sollte hier die Finger von lassen.

Zusätzlich sind im Duft zitrische Noten im Hintergrund wahrnehmbar und machen Alfresco Afternoon für mich zu einem tollen Frühlings- und Sommerduft, der einfach gute Laune macht.



5. Warm Chestnut (Yankee Candle)



Warm Chestnut ist ohne Frage eine der intensivsten Yankee Candles, die ich je besessen habe. Der Duft ist so dominant und aufdringlich, dass man sich ihm beim besten Willen schon nach kurzer Brenndauer nicht mehr entziehen kann und er schlichtweg überall zu riechen ist.

Wenn man den Duft angenehm findet, ist das sicher nichts Schlechtes. Wenn man den Duft aber eher unangenehm findet: Viel Spaß beim Durchlüften.

Ich persönlich bin gespaltener Meinung, was Warm Chestnut angeht. Der Duft an sich ist schon interessant, etwas herb, leicht würzig-nussig, aber vor allem kräftig. 

Ich habe den natürlichen Duft dieser Edelkastanien nicht mehr exakt im Kopf und kann deshalb nicht sagen, ob die Note authentisch ist, fühle mich aber schon ein wenig an Maronen und Esskastanien erinnert, die heiß aus dem Ofen kommen und auf dem Blech in der Küche abkühlen.

Der Duft hat nichts mit dem im letzten Jahr erschienenen Golden Chestnut gemein. Auch wenn die beiden Kerzen gern in einem Atemzug genannt werden, sind es gänzlich unterschiedliche Düfte und der Golden Chestnut ist viel weicher, versöhnlicher und runder, wenngleich auch jener schon durchaus intensiv und eigen ist.



6. Christmas Wish (Yankee Candle)



Christmas Wish ist ein interessanter und schöner Mix aus zarten Vanillekeksen und einem Hauch weihnachtlicher Tanne. Oder etwa nicht?

Nun, diese Neuauflage und auch alle anderen Neuauflagen dieses Duftes, wie z.B. die Kerze aus der 50th Aniiversary Edition, lassen den Tannenanteil komplett vermissen. War das Original noch ein cleverer Duftmix, als würde man am Weihnachtsabend frische, glasierte Vanilleplätzchen aus dem Ofen essen, während im Hintergrund der geschmückte Tannenbaum in vollen Glanz erstrahlt, so ist diese aktuelle Version von Christmas Wish leider nur noch eine Light-Variante vom ähnlich gelagerten Duft Christmas Cookie. Schade.

Hier darf sich der Fan des Originalduftes berechtigterweise hinters Licht geführt fühlen, denn diese Returning Favorite Kerze ist mitnichten ein zurückgekehrter Favorit, sondern ein veränderter Duft, der lediglich den Namen trägt. Wer jedoch einen zarten, vanilligen Keksduft sucht, kann hier gut und gerne zugreifen.



7. Sweet Banana Bread (Goose Creek)



Für meine Nase ist Sweet Banana Bread eine sehr angenehme Duftüberraschung. 

Oft riechen Bananendüfte für mich nach (sorry) Babykotze, nach diesem ekligen Bananenbrei im Gläschen. Dieser Duft löst diese Assoziation in mir glücklicherweise nicht aus und ich sehe hier für mich durchaus einen Nachkaufkandidaten. 

Die leichte Herbe und der gebackene Teig sind neben der süßen Banane hier eine optimale Ergänzung und ergeben zusammen einen erstaunlich guten Gesamtduft.

Sweet Banana Bread ist für mich ein schöner Beweis, dass man Duftnoten, denen man eigentlich weniger zugeneigt ist, doch manchmal in anderer Form nochmal eine Chance geben sollte.



8. Shea Butter (Yankee Candle)



Shea Butter ist kalt gerochen ein weicher, cremiger, sehr angenehmer Luxusduft, der unheimlich geschmeidig wirkt.

Leider kann mich der Duft warm nicht überzeugen. Wäre hier die Kaltnote gleich die Warmnote: Super. Leider ist dem aber nicht so und in warmem Zustand entwickelt der Duft in der Unternote etwas für mich Störendes, sogar Unangenehmes, über das ich auch nicht hinweg sehen (riechen) kann.

Laut Beschreibung sollen sich Nüsse und Obstblüten im Duft befinden. Kann man einen Hauch der Obstblüten noch erahnen, so wäre ich auf Nüsse nicht gekommen. Vielleicht ist dies aber auch der Teil, der mir am Duft negativ aufstößt.



9. Peanut Butter Sugar (Goose Creek)



Peanut Butter Sugar ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des Goose Creek Sortiments. Es ist ein intensiver und über die Maßen süßer Duft; für mich fast schon etwas over the top. Der kräftige, geschmolzene Kristallzucker tut hier fast schon an den Zähnen weh, so dass die Erdnussbutter beinahe schon zum Nebenwerk wird. Beinahe, denn auch die cremige, ebenfalls süße Erdnussbutter ist deutlich wahrnehmbar und macht den Gesamtduft zumindest ein klein wenig weicher.

Ich schwanke bei Peanut Butter Sugar stetig, ob er mir zu aufdringlich, oder noch im leckeren Bereich ist. Heute ist er mir aber doch etwas zu viel und ich wünschte, der Fokus läge mehr auf der weicheren Erdnussbutter, als auf dem Zucker, den ich gerade als etwas zu aggressiv empfinde.

Letztlich ist Peanut Butter Sugar aber durchaus interessant und sehr gut für große Räume, oder sogar für Balkon, oder Terrasse geeignet. Es ist einer dieser Düfte, die sich ihren Weg vom Erdgeschoss bis in den ersten Stock bahnen, sofern man offene Räume hat und der auch nach dem Ausmachen noch für geraume Zeit in der Luft verweilt.



10. Pink Beach (Goose Creek)



Pink Beach ist ein netter, etwas fruchtiger, etwas süßlicher Frühlingsduft. Inselbeeren, Zitrus, Moschus und Sandelholz sollen hier das Gefühl eines rosafarbenen Sandstrandes erzeugen, so wie es auch Yankee Candle mit dem Duft Pink Sands bereits getan hat.

Zugegeben: Leiche Parallelen sind vorhanden, enthält die Kerze von Yankee Candle ebenfalls Beeren, Zitrus und Moschus, aber trotzdem erinnert mich Pink Beach von Goose Creek vom Charakter her eher an Pink Pearl, als an Pink Sands.

Nichtsdestotrotz, Pink Beach transportiert schon irgendwie ein dezentes Strandgefühl, wenngleich der Duft mit etwas Fantasie ebenso gut als Frühlingsterrassen- oder sogar als Candystoreduft durchgehen könnte.

Ich persönliche favorisiere Pink Sands von Yankee Candle, da mich die Kerze von Goose einfach nicht ebenso gut abholt. Der Duft ist aber durchaus in Ordnung. Kein Nachkauf- , aber auf jeden Fall ein Aufbrauchkandidat. Leider flackert und rußt mein Exemplar unsäglich, so dass ich überlege, sie vielleicht zu Melts für die Duftlampe einzuschmelzen.


Das waren sie also, meine Düfte, die in letzter Zeit hier brennen durften. Kennt ihr einige dieser Düfte, habt sie vielleicht auch bei euch im Kerzenschrank stehen? Was hat bei euch in der letzten Zeit so gedüftelt? Schreibt mir gern einen Kommentar, oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.




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Goose Creek Candle: Die World Traveler Reihe im Schnuppertest

Werbung (unbezahlt), da z.B. Markennennung

Die Idee einer "einmal um die Welt" Duftkerzenreihe ist nicht neu. Auch Yankee Candle hat uns mit seiner World Journeys Edition vor einigen Jahren auf eine Duftreise um die Welt geschickt und diese Reihe dann sogar noch lange Zeit als Outletreihe in Form von Tumbler-Kerzen fortgesetzt.

Nun wartet also Goose Creek mit einem ähnlichen Konzept als Sonderreihe unter dem Banner "World Traveler Candles" auf. Von den bisher insgesamt 9 erschienenen Düften habe ich mir 3 zum Antesten bestellt und - oh je - war sehr ernüchtert.


Nachdem die bei Goose Creek zeitgleich und in gleichem Format gestarteten Reihen "Candles for Men" und "Aromatherapy Candles" mich, trotz anfänglicher Skepsis, duch ihre fast durchweg gelungenen Düfte voll überzeugen konnten, schafft die World Travelers Reihe dies bisher nicht.

Auch die World Travelers Kerzen kommen mit 453g als Pflanzenwachsgemisch und in 2-Docht-Tumblern daher; ein Format, das mir grundsätzlich recht gut gefällt.

Über den Preis lässt sich sicherlich streiten. Ausgegangen vom UVP besteht hier lediglich ein Unterschied von 4,- zu den mit 680g wesentlich ergiebigeren, regulären Goose Creek Kerzen. Ich persönlich kaufe meine Kerzen aber ausschließlich in Sales, bei guten Angeboten, oder mit Rabattcodes, so dass der UVP mir ohnehin nicht wichtig ist.

Warum nun finde ich bisher nur wenig Gefallen an Kerzen aus dieser Reihe, wo das Konzept doch eigentlich Material für viele interessante Düfte hergibt? Nun, hier die Düfte, die ich getestet habe:



Switzerland / Swiss Alps



Kalt an der Kerze gerochen, ist der Duft für mich kaum wahnehmbar. Ich erahne etwas Frisches. Das Label lässt mich an Bergluft denken und die blaue Wachsfarbe weist mich ebenso in diese Richtung. Meine Nase empfängt aber kaum wirklich irgend etwas. 

Nun ja, geben wir der Kerze eine Chance und schauen, ob sich der Duft angezündet noch entfaltet und besser wahrnehmbar ist.

Gurkenschale, kühle Bergluft, Kiefer, Jasmin, Patschuli, Moschus, Birkenholz ...eigentlich sollte da doch ein gut wahrnehmbarer Bergbaumluftduft entstanden sein.

Aber leider auch in warmem Zustand: Der Duft ist einfach schwach und wenn überhaupt, dann nur sehr dezent als leichte Frischluft wahrnehmbar. Schade, aber die Schweizer Alpen überzeugen meine Nase in Kerzenform leider überhaupt nicht. 

Sogar nachdem ich Swiss Alps ins kleine Gästebad verbannt habe, ist sie selbst in diesem kleinen Raum lediglich ein laues Lüftchen. Wäre der Duft kräftiger, fände ich sicherlich Gefallen an der Note, aber so kann ich die Kerze wirklich nur als Reinfall bezeichnen.



Romania / Carpathians Forest



Carpathians Forest ist kalt gerochen etwas besser wahrnehmbar, als Swiss Alps, ist aber auch meilenweit davon entfernt, eine Duftgranate zu sein.

Die Wachsfarbe lässt mich an Waldluft denken, so wie es der Kerzenname ja auch suggeriert. Das Label weckt Gedanken an eine alte, rumänische Stadt, die von Natur und Wäldern umgeben ist; an einen Ort an dem die Zeit still zu stehen scheint und wie eine Reise ins frühe Mittelalter wirkt. Herrlich. Was kann da noch schief gehen?

Frische Luft, Alpenveilchen, Lilien, Edelweiß, sowie Fichte, Zedernholz, Patschuli und Moschus. Kaum zu glauben, aber ähnlich, wie bei Swiss Alps, hat man es hier geschafft, aus diesen tollen Zutaten, auch warm gerochen, einen recht schwächlichen und insgesamt nichtssagenden Duft zu "zaubern".

Im Raum riecht die Kerze ein klein wenig nach Natur, mit viel Wohlwollen vielleicht nach Waldlichtung, aber irgendwie auch nicht so wirklich. 

Am ehesten kriegt meine Nase hier die Lilie; Wasserlilie würde ich sagen. Darüber hinaus aber nicht viel; vielleicht noch etwas Seifenparfüm. Wirklich holzig, waldig, oder nach Bäumen und Blättern riecht die Kerze nicht. 

Gänzlich schlecht finde ich den Duft nicht, aber zu undefinierbar und vor allem nicht das, was ich bei einem Waldduft erwarten würde.

Auch Carpathians Forest wurde ins kleine Gästebad verbannt, ist aber, entgegen der Swiss Alps, dort zumindest wahrnehmbar.

Anmerkung:
Ein Gedanke, der mich die ganze Zeit, in der die Kerze brennt, nicht loslässt, ist: "Ich kenne diesen Duft". 

Leider komme ich nicht drauf, woher mir der Duft bekannt vorkommt. Eine andere Kerze? Eine Seife von meiner Oma aus der Kindheit? Irgend ein Parfüm, oder Duschgel? Ein bestimmter Ort, oder Raumduft? Es mag mir einfach nicht einfallen. 

Eines ist aber sicher: Ein Wald in den Karpaten ist es nicht, an den mich die Kerze denken lässt.



India / Indian Market



Indian Market fetzt mich ebenfalls nicht vom Stuhl und verfehlt meines Erachtens nach ebenfalls sein Ziel. Die Intensität ist in Ordnung, wenngleich auch nicht wirklich kräftig und der Duft bleibt für mich ein bisschen flach. Hier fehlt der Pepp und die Kerze ist auch bei weitem nicht so würzig, wie man denken mag.

Es wirkt fast so, als hätte man hier angefangen, einen interessanten Gewürzmarktduft zu kreieren, dann aber entschieden, die Käufer könnten das ablehnen und deshalb alles nochmal glatt gebügelt. Herausgekommen ist ein seltsamer Mischmasch, der nicht wirklich nasenbefriedigend ist.

Bergamotte, Kardamom, Kümmel und Ingwer, sowie Kamillenblätter, Nelkenknospen, Bernstein, Zedernblatt und rosa Pfeffer kommen in diesem Duft zusammen. Zudem ist Guiachholz enthalten, dessen süssliche Note nicht wirklich wahrnehmbar ist, aber wir brauchen ja zumindest etwas möglichst exotisch klingendes in einer Kerze, wie dieser, wenn der Rest schon nicht so wirklich ungewöhnlich ist.

Die Nelken sind leider deutlich wahrnehmbar und hätten meiner Nase nach hier nichts zu suchen, da sie mich durch die Verwendung in vielen Weihnachtsdüften einfach stets eher an solche Feiertagsdüfte, als an den fernen Osten erinnern (auch wenn man sie streng genommen natürlich auf indischen Gewürzmärkten finden würde); glücklicherweise rücken sie warm etwas mehr in den Hintergrund. 

Der tolle Kardamom geht nahezu gänzlich unter und weder Kamillenblätter, noch Zedernblatt riecht man hier heraus. Diese 3 Komponenten wären meinem Empfinden nach die schönsten der hier enthaltenen Noten gewesen.

Kümmel und Ingwer kann man in weich gewaschener, abgeschwächter Form heraus riechen und der rosa Pfeffer ist auch vorhanden. 

Bernstein und Bergamotte sind für mich nicht greifbar, sind aber wohl tragend für die anderen Noten im Hintergrund.

Ist Indian Market "mal was anderes"? Ja.
Ist dies ein wirklich guter Duft? Nein.

Vielleicht etwas Muskat, etwas Curry, sowie weniger von der Nelke und das Hervorheben der Kardamom, Kamille- und Zernnote hätte den Duft für mich interessanter und "indischer" gemacht.


Fazit:

Wäre Swiss Alps intensiver, so wäre es sicherlich interessant, sie aufgrund einiger sich überschneidender Komponenten mit Carpathians Forest zu kombinieren und etwas schweizer Bergluft in die Wälder Rumäniens zu holen. So aber, macht das leider wenig Sinn.

Indien ist für mich okay, aber kein wirklicher Treffer und ich würde sie nicht nach- oder noch einmal kaufen.

In der World Travellers Reihe sind bisher außerdem erhältlich: 

Italy / Limoncello
France / Marshmallow Macaron
Japan / Nashi Pear
Turkey / Turkish Coffee
Germany / Fresh Baked Bread 
Netherlands / Stroopwafle

Sollte ich der Reihe noch einmal eine Chance geben, so würden wahrscheinlich Limoncello und Marshmallow Macaron im Einkaufskorb landen, aber ich kann ebenso gut und gerne auf weitere World Travellers Kerzen verzichten und meinen Fokus lieber auf die aus meiner Sicht gelungeneren Reihen richten.

Was meint ihr zu der World Travellers Reihe? Top, oder Flop? Habe ich einfach nur die falschen Sorten erwischt und was haltet ihr von Indian Market, Swiss Alps und Carpathians Forest? Schreibt mir gern einen Kommentar, oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.

Nachtrag:
Stroopwafle ist vom Duft her identisch zu Dutch Stroopwafle aus dem regulären Sortiment und Marshmallow Macaron ähnelt stark dem Duft Jelly Bean. Fresh Baked Bread duftet stark nach Hefe und eher nicht nach gebackenem Brot und Nashi Pear erinnert am ehesten an einen frischen Apfel.




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