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Purple River Duftkerzen: 21 Düfte im Test

Werbung (unbezahlt), da Markennennung. Alle Produkte, die ich auf meinem Blog rezensiere und beschreibe, sind selbst gekauft.


Eine zweite Chance für Purple River


Nachdem meine erste Begegnung mit den Duftkerzen von Purple River zwar tendenziell positiv, aber nicht restlos überzeugend ausfiel, hatte ich inzwischen ausreichend Zeit, mich mit den Kerzen anzufreunden. Ich muss sagen, nachdem ich die Düfte nun mehrfach genutzt habe und auch dem Look der Kerzen gegenüber etwas zutraulicher geworden bin, ist in mir der Wunsch gewachsen, mir noch weitere Düfte von Purple River zu kaufen.

Die Gelegenheit beim vergangenen Sale war günstig und so sind eine ganze Menge an Kerzen in meinem Einkaufswagen gelandet, die ich euch in diesem Blog Post näher beschreiben möchte. 


Hat sich mein Eindruck geändert?


Zuerst einmal mein "zweiter erster Eindruck": Der leichte, dünne Deckel mit dem dicken, weißen Rand stört mich nach wie vor und gibt den von der Wachsqualität her an sich guten Kerzen leider in meinen Augen ein unnötig minderwertiges Gefühl. Auch die Label wirken auf mich, trotzdem ich sie jetzt schon länger immer wieder vor den Augen hatte, leider etwas zweitklassig. 

Das mag alles nur mein persönliches Empfinden sein und grundsätzlich sind die Papierlabel sicher auch umweltfreundlicher, als die transparenten Aufkleber, die man von z.B. Yankee Candle oder Country Candle kennt, aber ich kann mich des Eindrucks einfach nicht erwehren. Zudem lässt sich die an sich schöne Glanzbeschriftung und Umrandung auf dem geriffelten Papier scheinbar nicht sauber aufdrucken.

Aber genug der Kritik: Das Wachs und das Abbrennverhalten sind super und das ist es, worauf ich mich nun konzentrieren möchte. Letztlich merkt ihr ja auch, dass die Kritikpunkte nicht so gravierend sind, dass sie mich davon abgehalten hätten, noch weitere Purple River Kerzen zu kaufen. 

Ein gigantischer Pluspunkt ist nach wie vor, dass die Kerzen aus 100% Sojawachs bestehen, vegan sind und ohne Tierversuche hergestellt werden. Ein dickes "Bravo" dafür! Meiner Ansicht nach gibt es nichts Unnötigeres, als dass Tiere für Kosmetik, Düfte, Labelklebstoffe und ähnliche Luxusprodukte leiden und sterben müssen.

Zudem: Natürlich ist es eine Sache des persönlichen Geschmacks, was für ein Wachs man bevorzugt (oder ob man irgend ein Wachs dem anderen vorzieht), aber dass Paraffin ein Abfallprodukt der Ölindustrie ist und hauptsächlich aus Erdöl gewonnen wird, wirkte auf mich noch nie sonderlich ansprechend - umso schöner, dass bei Purple River komplett darauf verzichtet wird.


Vom Eindochter zum Zweidochter?


Still und heimlich scheint Purple River von ihren Eindochtkerzen auf Zweidochtkerzen umzustellen. Auf der Website fand ich keinerlei Hinweis, dass die neueren Kerzen nun zwei Dochte haben und auch die Produktbilder zeigen allesamt nur einen Docht. Umso überraschter war ich, als ich dann bei dieser aktuellen Bestellung neben vielen Eindochtern auch diverse Zweidochtkerzen in der Hand hielt.

Zwei Dochte sorgen letztlich für mehr Hitze und führen dazu, dass man einfacher und schneller einen Wachs-Pool erreicht. Zudem sorgt die höhere Temperatur dafür, dass wirklich genug Duftöl in die Raumluft abgegeben wird, um eine gute Intensität zu erreichen.

Mehrere Dochte können aber auch den Nachteil haben, dass sich die Flammen gegenseitig stärker zum Flackern und zum Rußen bringen. In der Regel performen Mehrdochter bei mir recht gut, aber es gibt auch immer wieder Problem-Exemplare. Im Bezug auf die Purple River Kerzen, kann ich zu diesem Zeitpunkt bisher sagen, dass sie zwar flackern, aber nicht rußen sofern man die Dochte regelmäßig trimmt. 

Leider bilden die Dochte sehr schnell Dochtblumen, so dass spätestens alle zwei Stunden, oft schon früher, ein Trimmen unumgänglich ist, wenn man nicht möchte, dass Dochtreste ins Wachs fallen oder die Flammen zu hoch flackern. Das ist aber ein gängiges Problem bei vielen Herstellern und nicht ungewöhnlich. Dochtblumen oder Dochtpilze entstehen immer dann, wenn das Wachs schneller verbrennt als der Docht - was hier aufgrund des weichen Sojawachses und der zwei Dochte vollkommen logisch auch unweigerlich passiert. Grundsätzlich finde ich die zwei Dochte aber absolut positiv.


Welche Purple River Düfte habe ich mir gekauft?


Nachdem ich im letzten Post die Düfte Blueberry Muffin, Whiskey Honey, Lemon Verbena, Good Karma, Sweet Macaron, Black Coconut Lime und Eucalyptus & Lemongrass beschrieben hatte, sind inzwischen folgende weitere Düfte bei mir eingezogen:

  • Peony Blossom
  • Strawberry Kiss
  • Acai Palm Aloe
  • Streusel Cookie
  • Christmas Punch
  • Orange Zest
  • La Belle Vie
  • Dried Wood & Sea Salt
  • Sweet Clementine
  • Chocolate Bakery
  • Cucumber Melon
  • Magical Forest
  • Tropical Dreams
  • Creamy Shower
  • Spirit Garden
  • Iced Vanilla Macchiato
  • Banana Nut Bread
  • Red Apple Cinnamon
  • Pumpkin Sweets
  • Fresh Cut Lilac
  • Jasmine Love

Ich muss sagen, dass ich bei einem großen Teil dieser Düfte wieder festgestellt habe, dass man bei dieser Marke oftmals nicht von dem kalten auf den warmen Eindruck schließen sollte. Einige Kerzen rochen kalt regelrecht - sagen wir "unschmeichelhaft" - was sich dann warm aber meist deutlich relativierte oder sogar komplett änderte.

Nun dann: Es gibt heute jede Menge Purple River durchzuschnüffeln - dann will ich mal ohne weitere Umschweife direkt zu den Beschreibungen übergehen.


So habe ich die Düfte der Purple River Kerzen wahrgenommen:

  
Peony Blossom: Die Kerze riecht nach Pfingstrosenblüten und trotzdem sich hier in der Beschreibung noch z.B. Beeren und Amber finden, rieche ich einfach nur die kräftige, florale und leicht parfümige Pfingsrosen-Note heraus. Die Kerze stellt zwar im Meer der vielen, auf dem Markt verfügbaren Pfingstrosendüfte keine Besonderheit dar, aber sie hält, was sie verspricht. Wer diesen frühlingshaften Blütenduft mag, wird von der Kerze nicht enttäuscht sein.

Gleich bei der ersten Kerze dieser Liste muss ich anmerken: Schade, dass man Peony Blossom nur einen Docht spendiert hat. Ich wünschte, sie hätte zwei Dochte, denn bei fast allen Kerzen, die ich in diesem Post für euch getestet habe, hatten die Zweidochter eine deutlich bessere Duftabgabe beim Brennen, was vermutlich an der besseren und schnelleren Hitzeentwicklung liegt.

Strawberry Kiss: Was ich hier hauptsächlich wahrnehme, ist eine künstliche, süße Erdbeere. Der Duft hat eine eher bonbonartige, aber auch sehr reiche, volle Note. Leider ist auch eine dezent florale Unternote vorhanden und auch ein Hauch von etwas anderem, Undefinierbarem, das mich ein wenig stört. 

Strawberry Kiss ist für mich kein Nachkaufkandidat. Ich habe hier lediglich das kleine Glas und werde das Wachs davon in der Duftlampe verwenden - das reicht mir dann völlig aus ohne dass hier eine große Kerze daher muss. Wer aber fruchtige und pappsüße Erdbeerbonbondüfte mag, kann hier ruhig mal eine Nase riskieren und eventuell das große Glas in Erwägung ziehen.

Acai Palm Aloe: Ich bin mir unschlüssig, was ich von diesem Duft halte. Palmblätter, Aloe und Acai-Beeren sollen hier einen exotischen, entspannenden Duft darstellen. Das Ganze liegt auf einer Basis von Moschus und Tonka und hat zudem noch einen Hauch Kaschmir in der Herznote - diese Komponenten nehme ich allerdings nicht bewusst wahr. 

Ich komme bei dem Duft leider irgendwie immer wieder an den Punkt, wo ich mich an der Acai-Beere in der Kopfnote störe. An sich ist die Mischung aus Aloe und Palmenblatt ganz angenehm, aber die fruchtige Note oben drauf reißt mich irgendwie raus und passt für meine Nase nicht in die Mischung.

Nichtsdestotrotz: Acai Palm Aloe ist ein Duft, der zumindest mal ganz anders ist und keinem mir bekannten Duft gleicht, den es bei anderen Marken bereits etliche Male gibt. Da die Duftmischung an sich keine übermäßig kräftigen Komponenten enthält, empfehle ich die Kerze eher an Besitzer einer Kerzenlampe. Angezündet schafft sie leider nicht viel. Ich hatte die Kerze aber, nachdem mich die Duftabgabe beim Brennen enttäuscht hatte, unterm Candlewarmer im Arbeitszimmer und dort konnte ich den Duft auch einige Stunden nach dem Ausschalten noch im Raum wahrnehmen.


Christmas Punch: Beim ersten Öffnen kam mir direkt ein stark würziger, nahezu stechender Geruch entgegen. Nachdem diese erste Wolke dann aber verflogen war, konnte ich den eigentlichen Duft wahrnehmen, der glücklicherweise nicht so schlimm ist, wie der erste Eindruck befürchten ließ. Dies ist unter Strich ein fruchtpunschiger Weihnachtsgewürze-Mix; irgendwie etwas überladen und am Ende dann aber überraschend seicht im Raum.

Vielleicht blendet meine Nase diesen Mix warm im Raum auch einfach nur aus und jemand anders nimmt den Duft besser wahr, aber ich muss leider sagen, die Kerze hätte ich mir sparen können. Sowohl der Duft an sich, als auch die Duftabgabe überzeugen mich nicht.

Orange Zest: Der erste Eindruck nach dem Öffnen war keine Freude. Neben der Orange roch ich hier kalt etwas Überreifes, nahezu Verdorbenes heraus, wie sauer gewordene Quarkspeise (wahrscheinlich sollte ich mit einem Therapeuten klären, warum mein Hirn solche Assoziationen herstellt) - ich musste mich direkt abwenden. Kennt ihr das, wenn man Zitronen- oder Orangensäure in Milch kippt und die wird dann flockig? ...na ja, lassen wir das. Trotzdem war ich mutig und habe die Kerze warm getestet. 

Warm im Raum gerochen ist der Duft glücklicherweise deutlich nasenfreundlicher. Ich persönlich werde zwar trotzdem kein Fan dieser Kerze, aber dem Hörensagen nach, scheint er anderen Duftnasen durchaus gut zu gefallen. Orange Zest ist aber weder reine, spritzig-frische Orangenschale (so wie der Name es sagt), noch eine mit Nelken gewürzte Orange (so wie das Label den Anschein erweckt) - wer dies erwartet, wird enttäuscht.

Fairerweise muss ich sagen, dass Freunde, die daran geschnuppert haben, den Duft durchaus recht nett fanden - ist wohl nur meine Nase, die sich mit dem Duft nicht arrangieren kann. Falls es bei euch aber ähnlich sein sollte, behauptet später nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Dried Wood & Sea Salt: Dieser Duft hat mir auf Anhieb gefallen. Das enthaltene Sandelholz ist glücklicherweise nicht sehr parfümig und wird von der Meeressalzbrise und vor allem dem Salbei sehr schön aufgefangen. Mit Salbeidüften kann man bei mir ohnehin selten etwas falsch machen und auch holzige Düfte und Meeresdüfte gefallen mir in der Regel sehr. Es ist also kaum ein Wunder, dass mir Dried Wood & Sea Salt wirklich gut gefällt - sehr angenehm!

Das Einzige worüber ich mich hier ärgere, bin ich selber, dass ich bei dieser Kerze "sicherheitshalber" nur das kleine Glas bestellt habe. Hier muss beizeiten noch das große Glas her!


Sweet Clementine: Auch hier habe ich mich nur für das kleine Glas entschieden, muss aber sagen, auch hier war das eine Fehlentscheidung - da hätte ich lieber auf ein paar der anderen großen Kerzen verzichten sollen und stattdessen hier das große Glas nehmen sollen.

Sweet Clementine ist in der Hauptsache tatsächlich recht realitätsnahe, spritzige Clementine mit etwas Grapefruit im Hintergrund. Ein sehr heller, froher und quirliger Duft, wie ich ihn mir eigentlich bei Orange Zest erhofft hatte. So kann man sich täuschen.

Cucumber & Melon: Direkt nach Dried Wood & Sea Salt und Sweet Clementine folgt mit Cucumber & Melon direkt meine dritte Fehlentscheidung: Hier hätte statt der Melts gern ebenfalls das große Glas her gedurft. Erfischendes Gurkenwasser und wässrige, aufgeschnittene Melone ergeben hier miteinander einen tollen Sommerduft, der mit gut gefällt.

Wässrige Gurken-Melonendüfte sind immer herrlich für den Übergang des Frühlings in den Sommer geeignet finde ich und auch dieser Duft transportiert dieses Gefühl ganz wunderbar. Sollte mich der Größenwahn packen oder ich unverhofft in den Geldtopf fallen, wird dieser Duft wohl doch noch als Kerze in meinem Warenkorb landen, wobei ich mit ähnlichen Düften von Village Candle, Bath & Body Works und Colonial Candle eigentlich bereits ausreichend versorgt bin.

Tropical Dreams: Ich möchte einigen Kerzen dieser Marke wirklich gern mehr Positives abgewinnen, aber zum Teil macht es mir Purple River einfach nicht leicht - so wie im Fall von Tropical Dreams. Es gibt wirklich nur wenige Marken, wo die Lücke zwischen kompletter Begeisterung und totaler Ernüchterung für meine Nase so groß ausfällt. Auf der Kerze steht geschrieben: Ananas, Mango und Papaya. Am ehesten würde ich hier tatsächlich Mango und/oder Papaya herausriechen. Leider rieche ich aber auch - und zwar alles andere überschattend - Muff. Einfach irgendwie staubigen Muff.

Laut Beschreibung auf der Website sind die beiden Früchte, die ich hier am ehesten herausrieche und die auch auf der Kerze angegeben sind, kurioserweise gar nicht aufgeführt. Enthalten ist Ananas, Banane, Sandelholz, Moschus, Vetiver, Apfel, Grapefruit, Orange und Zitrone. Nichts davon rieche ich hier. Möglich aber, dass die Mischung aus Sandelholz, Vetiver und Moschus das ausmachen, was ich als muffigen Geruch wahrnehme.


Streusel Cookie: Mit Streusel Cookie geht Purple River in die Richtung des typischen Vanillekeks-Weihnachtsduftes, wie es ihn eigentlich von allen bekannten Kerzenmarken in irgend einer Form gibt. Bei Streusel Cookie liegt der Fokus etwas mehr auf dem Keks, als auf der Vanille; heißt er hat auch etwas Herbes, Streusel-Krustiges an sich.

Die Beschreibung spricht von fruchtigen Noten, wie Orange und Apfel. Dies ist aber kein fruchtiger Duft; nicht im Geringsten. Ferner wird von rohem Teig und braunem Zimtblattzucker sowie Karamell gesprochen. Lasst euch davon aber keine Angst machen - der Duft hat trotz des wahrnehmbaren Karamell-Anteils keine beißende Note. Ich denke, auch wenn ihr Probleme mit braunem Zucker oder Karamelldüften habt, geht das in diesem Fall in Ordnung.

Streusel Cookie hat ordentlich Wumms - wer hier einen dezenten, in der Luft schwebenden Keksduft erwartet, wird sich sicherlich erschlagen fühlen. Der Duft füllt problemlos raumübergreifend die halbe Wohnung und ist auch noch am nächsten Tag deutlich wahrnehmbar.

La Belle Vie: La Belle Vie riecht wie ein Damenparfüm. Es ist ein angenehmer "Glöckchenduft" (falls das Sinn ergibt), der laut Beschreibung aus Birne, Vanille und Patschuli besteht. Ich kann das nicht so ganz unterzeichnen, denn nichts davon rieche ich deutlich heraus. Entweder sind die Komponenten so geschickt vermischt, dass sie sich nicht mehr erraten lassen oder es sind noch diverse andere Sachen mit drinnen, die nicht in der Beschreibung stehen. Auf der Kerze an sich steht Birne, im Werbetext steht Birnenblüten - ich würde dann eher zum Zweitgenannten tendieren (wenn überhaupt).

Ausschlaggebend war für mich, dass in der Beschreibung Patschuli angegeben ist - ich hatte hier auf eine ordentlich muffige, hexenzauberladenmäßige Patschuli-Kanone gehofft. Ist aber nicht so. Wer an sich kein Patschuli mag, kann an dieser Stelle also aufatmen. La Belle Vie stellt sich letztlich als verspielt süßliche Mischung dar, die durchaus zu gefallen weiß und bei anderen Kerzenfirmen so bisher nicht zu finden ist.

Ob La Belle Vie nun als emotionale Antwort auf die Schönheit des Lebens und der Leichtigkeit der Dinge durchgeht, wie es uns die Werbung sagen möchte, lasse ich mal so im Raum stehen, aber es ist auf jeden Fall ein verspielter und nicht zu aufdringlicher Duft, den man sich mal gefallen lassen kann. Die Kerze ist aber scheinbar bereits wieder aus dem Sortiment - zumindest aktuell nicht mehr im Shop gelistet. Wenn ihr den Duft also probieren möchtet, könnt ihr aktuell nur noch auf die Melts oder den Diffuser zurückgreifen.

Chocolate Bakery: Die Sorte Chocolate Bakery wird jedem Freund von reichhaltigen Schokoladendüften ein absolutes Fest sein! Laut Beschreibung sollen Vanilleschoten, Gebäck und Haselnuss mit im Spiel sein - diese Noten rieche ich aber nicht heraus; oder nur mit sehr viel Fantasie ganz weit unten drunter. Was ich wahrnehme, nein, was mich unweigerlich anspringt und mir um die Ohren knallt ist ein intensiver, wirklich kräftiger Schokoladenduft, so als würde gerade ein riesiger Schoko-Weihnachtsmann direkt unter meiner Nase schmelzen.

Ich habe hier lediglich eine geöffnete Packung Wachs liegen und der Duft findet ohne Probleme seinen Weg in meine Nase. Zur Kerze kann ich nichts sagen, aber wenn sie nur annähernd so intensiv ist, wie die Melts, beduftet sie euch ohne Probleme das ganze Haus im Handumdrehen. Falls ihr Chocolate Layer Cake von Yankee Candle kennt: In dem Bereich ist die Intensität anzusiedeln. Der Unterschied zu Chocolate Layer Cake ist aber, dass Chocolate Bakery wirklich pur nach schmelzender Schokolade riecht - gefällt mir persönlich deutlich besser. Absolute Kaufempfehlung sofern ihr intensive Milchschokoladendüfte mögt. 


Magical Forest: Magical Forest hat mich zunächst nicht wirklich abgeholt. Was mir da in die Nase kroch, war kalt gerochen ein feucht-moosiger, recht generisch maskuliner Badezimmerduft. Nun, warm gerochen ist er das auch tatsächlich - was sich aber von kalt zu warm geändert hat, ist meine Wahrnehmung. Manchmal ist es einfach so, dass ein Duft kalt zwar super ist, man aber nicht möchte, dass seine ganze Wohnung danach duftet; und manchmal ist es genau umgekehrt. So auch hier der Fall.

Eichenmoos, Sandelholz und Bergamotte sind hier als Duftnoten angegeben. Im Werbetext findet sich zudem noch Zedernholz. Zedernholz mag ich sehr gern, moosige Düfte ebenfalls. Bergamotte ist mal mehr, mal weniger mein Fall und Sandelholz mag ich nur dann, wenn es nicht zu stark parfümig ist. Bei Magical Forest ist alles recht homogen gemischt, so dass man bis auf das Moosige die einzelnen Komponenten als solche nicht aufdringlich herausriecht.

Leider empfinde ich die Duftabgabe als mäßig; auch unterm Warmer ist sie eher ein laues Lüftchen. Insgesamt weiß mir der Duft von Magical Forest zwar zu gefallen, aber eine direkte Empfehlung spreche ich nicht aus, denn es gibt in dieser Richtung einfach viele bessere, intensivere Düfte. Gottseidank haben mich die Kerzengötter hier aber mit Lavendel verschont, der mich manchmal aus solchen Düften raushaut, wie z.B. bei Wish Upon A Star von Village Candle, der ansonsten von den Komponenten her sehr ähnlich ist. 

Creamy Shower: Ich mag den Duft von Nivea-Creme nicht. Leider enthält Creamy Shower aber eine große Portion genau dieser Duftnote, die mir ein Nivea-Gefühl gibt - nicht exakt gleich, aber stark an die besagte Creme erinnernd. Gemischt ist der Duft noch mit frischer Wäsche, also einer Baumwoll-Note - auch nicht unbedingt eine meiner favorisierten Duftnoten. Aloe, Mandel, Flieder und Jasmin gesellen sich dann final noch in die Menge, wobei ich hiervon nur die floralen Noten als Beiwerk wahr nehme.

Creamy Shower ist letztlich einfach nicht mein Fall und der einzige Duft auf dieser Liste, den ich nicht warm probiert habe. Dies soll nicht heißen, dass es eine schlechte Kerze wäre, ich glaube sogar, dass viele Leute, den Duft sicher mögen werden, aber er ist einfach ganz und gar nicht mein Beuteschema.


Spirit Garden: Kalt gerochen empfand ich den Duft als interessant - nicht unbedingt direkt ansprechend aber interessant. Die Kombination aus grünem Tee, Aloe und Bergamotte geht in eine Spa-ähnliche, nicht unangenehme Richtung. Angezündet im Raum gerochen hatte die Kerze aber einem für mich unangenehmen Beigeruch nach Autowerkstatt.

Ich habe es auch schon bei anderen Düften verschiedener Marken erlebt, dass der Kaltduft nicht in den Warmduft transportiert und ins Unangenehme kippt - das ist ein Phänomen das leider durchaus mal vorkommt. In der Regel funktionieren solche Düfte unter dem Candlewamer oder als Duftwachs in der Duftlampe besser - dies ist auch bei Spirit Garden der Fall und er ähnelt unterm Warmer tatsächlich deutlich mehr dem Kaltduft.

Obwohl der Duft gewärmt dann doch recht angenehm, ja beinahe entspannend ist und auch die Grünteenote schön mit-tanzt, wird der Duft dennoch kein Favorit von mir. Er ist leider verhältnismäßig schwach. Wahrnehmbar, aber schwach. Zudem bewerte ich auch in der Regel lieber den Duft der brennenden Kerze, weil sie dazu nun mal hergestellt wurde und dann entsprechend performen sollte. Eine Kerze, die ich nicht anständig brennen kann, fliegt bei mir in der Regel raus - ich möchte keine reinen Warmer-Kerzen; aber dies sei jedem selbst überlassen.

Iced Vanilla Macchiato: Auf den ersten Riecher hat mir der Duft nicht gefallen, aber wie bei vielen der anderen Kerzen auch hat sich der Duft nach längerer Zeit und mehrmaligem Öffnen und Schnuppern angenehmer dargestellt. Nun rieche ich hauptsächlich angenehme, weiche Vanille mit einer milchigen Espresso-Note in zweiter Schicht.

Angezündet und warm im Raum gerochen ist der wirklich intensive Duft für mich noch einmal mehr eine angenehme Überraschung. Kaffee oder Espresso rieche ich warm gar nicht, stattdessen empfinde ich die Note, die auf der Vanille liegt als Karamell. Zugegeben, Karamelldüfte können kritisch für meine Nase sein und in der Regel mag ich sie nicht. Hier ist es aber eine wirklich angenehme, cremige Note, die sich sehr schön mit der süßlichen Vanille verbindet.


Banana Nut Bread: Banana Nut Bread ist ein Favorit von mir. Die kuchig-nussige Note nimmt meine Nase lediglich unaufdringlich im Hintergrund wahr und im Vordergrund steht hier tatsächlich die Banane - eine zermatschte, reife Banane, die als solche auch deutlich identifizierbar ist und sehr authentisch herüber kommt. Der Duft breitet sich schnell und gut wahrnehmbar im Raum aus. Für mich ein Volltreffer! 

Es tut mir ja fast schon leid, dass ich über die wirklich guten Kerzen oft weniger zu sagen habe, als über die Düfte, die mir weniger gefallen, aber so ist es leider auch hier - also bleibt mir nur ein abschließendes: Daumen hoch!

Red Apple Cinnamon: Ein Duft wie Red Apple Cinnamon muss sich natürlich einem Vergleich mit dem Klassiker Red Apple Wreath von Yankee Candle stellen - und tatsächlich liegen die Düfte von der Duftmischung her sehr nahe beieinander. Es gibt jedoch einen großen Unterschied: Red Apple Cinnamon ist ein echtes Powerhouse! 

Red Apple Wreath war für mich stets einer der dezenter im Raum wahrnehmbaren Düfte - Red Apple Cinnamon hingegen knallt! Im Vordergrund steht der rote Apfel; fast schon ein Bratapfel, also ohne jegliche spritzige Säure, sondern sehr wohlig. Der Zimt- und Gewürzanteil könnte für meinen Geschmack noch mehr im Vordergrund sein - ist bei Red Apple Wreath aber auch nicht so. Ich persönlich lasse nebenbei noch Sparkling Cinnamon brennen - für einen zusätzlichen Zimt-Boost, dann passt die Mischung für mich. 

Fazit: Wer den Red Apple Wreath von Yankee Candle mag, wird Red Apple Cinnamon von Purple River lieben!


Pumpkin Sweets: Ich liebe Kürbisdüfte, aber bin tendenziell immer eher ein Fan der würzigeren "Pumpkin Spice"-Düfte und so ist es keine Überraschung, dass mir hier einfach der Pepp, die Würze, das gewisse Extra fehlt. An sich ist es aber ein wunderbar dekadenter Kürbisdüft - kein frisch aufgeschnittener Kürbis, sondern der aus vielen anderen Kerzen bekannte "foodige/süßliche" Kürbis.

Zwar sind laut Beschreibung auch einige Gewürze, wie Muskat oder Nelke und sogar eine holzige Komponente in Form von Zedernholz vorhanden, aber den Gedanken daran könnt ihr direkt getrost vernachlässigen. Auch die Orangen in der Kopfnote oder der auf dem Glas (aber nicht in der Beschreibung) aufgeführte Vanillezucker sind lediglich tragende Komponenten, die im Gesamtduft nicht hervorstechen..

Pumpkin Sweets ist im Raum sehr gut wahrnehmbar und wer schmeichelndere Kürbisdüfte gegenüber den stärker spice-lastigen vorzieht, liegt hier goldrichtig.

Fresh Cut Lilac: Ich liebe den Duft von Flieder - insbesondere natürlich draußen von blühendem Flieder, aber auch in Kerzenform. So 100%ig hat mich aber noch keiner der unzähligen Fliederdüfte abgeholt, weil stets noch irgend etwas mit drinnen ist. Auch Fresh Cut Lilac hat neben dem Flieder noch grünen Noten und Magnolie anbei. Trotzdem ist diese Kerze aber einer der bisher authentischsten Düfte, die ich in dieser Richtung bisher hatte. Gefällt mir sehr!

Jasmine Love: Den Abschluss macht hier heute ein weiterer Blumenduft. Neben Peony Blossom und Fresh Cut Lilac ist dies die blumige Nummer 3 auf dieser Liste und auch Jasmine Love enttäuscht mich nicht. Purple River scheint ein Händchen dafür zu haben, florale Düfte recht authentisch zu transportieren. Im Fall von Jasmine Love hatte mich der Kaltduft noch nicht wirklich überzeugt und wirkte fast etwas synthetisch. Warm hat sich dieser Eindruck aber geändert und die Note wurde deutlich authentischer. Es ist allerdings anzumerken, dass hier durchaus auch die eher bitteren Stängel und Blätter und nahezu grasiger Pflanzensaft durchkommen und es kein reiner Blütenduft ist.

Leider scheint auch Jasmine Love - zumindest aktuell - nicht mehr im Sortiment zu sein und ist derzeit nur noch als Diffuser erhältlich. Ich hatte das Glück noch die Melts zu erwischen, aber auch diese sind inzwischen aus dem Shop verschwunden. Sicherlich werdet ihr aber 2nd Hand noch recht gut fündig, wenn ihr einmal in den Kerzengruppen herumfragt oder auf Kleinanzeigen die Augen offen haltet.


Fazit


Die Marke hat seit meiner ersten Begegnung mit ihr für mich deutlich an Sympathiepunkten gewonnen. Ich brenne die Eindochtkerzen stets mit einem Illuma-Lid ab, und sie poolen dann wirklich einwandfrei. Die Zweidochtkerzen brenne ich - so wie es sein sollte - ohne Lid und sie erreichen ohne Probleme innerhalb kürzester Zeit einen Pool.

Wenn man bisher nur Paraffin gewohnt ist, mag das Sojawachs vielleicht zunächst befremdlich wirken, aber für mich ist Soja ein absoluter Pluspunkt.

Die Intensität der Düfte variiert von Kerze zu Kerze. Einige Düfte habe ich nur sehr dezent wahrgenommen, andere habe ich als wirklich intensiv empfunden. Da kommt es aber sicher auch immer etwas aufs eigene Empfinden, die eigene Nase und auch die Umgebung, Raumgröße, Nebengerüche u.s.w. an. Tendenziell habe ich die Zweidochter als deutlich intensiver empfunden, aber das mag vielleicht auch nur den zumeist foodigen Düften geschuldet sein, die ich als Zweidochter hatte.

Insgesamt hatte ich nun bisher 28 Düfte dieser Marke und es ist für mich eine 50/50-Angelegenheit. Etwa die Hälfte habe ich behalten, die andere Hälfte wieder abgegeben. Kein schlechterer Schnitt als bei anderen Marken und letztlich liegt es in der Natur der Sache, dass man nicht alles aufbewahren oder abbrennen kann, wenn man Kerzenverrückt ist und im Grunde viel zu viel kauft, um alles zumindest einmal auszuprobieren.


Wie ist eure Meinung zu Purple River?


Meine klaren Empfehlungen aus diesem Batch sind Dried Wood & Sea Salt, wenn ihr Teibholzdüfte mit Meeresluft mögt oder Banana Nut Bread, wenn ihr foodige Düfte bevorzugt. Von der Banane werde ich mir beim nächsten guten Angebot sicher noch ein, zwei Backups sichern. Aber wie ist eure Meinung zu Purple River?

Kennt ihr die Marke bereits? Welche Düfte gefallen euch besonders? Wie ist eure Meinung zu den Düften? Bevorzugt ihr die Düfte als große Kerzen, als kleine Kerzen oder als Wax-Melts für die Duftlampe? Hinterlasst mir gern einen Kommentar oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.

Tipps zum Weiterlesen:


Beschreibungen der Düfte

  • Blueberry Muffin
  • Whiskey Honey
  • Lemon Verbena
  • Good Karma
  • Sweet Macaron
  • Black Coconut Lime
  • Eucalyptus & Lemongrass

findet ihr in meinen vorherigen Post zu den Purple River Kerzen: Ein Blick auf Purple River Duftkerzen (Teil 1)

Weitere Duftkerzen-Reviews:

Ihr seid nicht allein! Werdet Teil meiner Facebook-Gruppe "YANKEE CANDLE, GOOSE CREEK & COUNTRY CANDLE TAUSCH- UND PLAUSCHGRUPPE" und trefft auf inzwischen über 3.000 weitere Duftkerzenverrückte aus ganz Deutschland und sogar dem deutschsprachigen Ausland.

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Ihr findet die Gruppe HIER, oder ihr sucht einfach bei Facebook unter Gruppen nach "YANKEE CANDLE, GOOSE CREEK & COUNTRY CANDLE TAUSCH- UND PLAUSCHGRUPPE".




Einen übersichtlichen Index all meiner bisherigen Kerzenposts findet ihr HIER


Duft Tagebuch 4: Von Village Candle bis Country Candle - Diese Kerzen haben bei mir in letzter Zeit gebrannt

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Im heutigen Post stelle ich euch 10 Düfte vor, die in letzter Zeit meine Wohnung bedüfteln durften. Wie in meinen "Angedüftelt"-Posts sind die Kategorien und Marken querbeet und ich folge keinem bestimmten Thema. Die Bilder sind zumeist Schnappschüsse, die ich während der Nutzung gemacht habe und die Beschreibungen sind meine spontanen Eindrücke. Ich sehe das Duft-Tagebuch, wie auch schon die Angedüftelt-Reihe, im Gegensatz zu meinen sonstigen Artikeln, eher als eine spontane Momentaufnahme, denn als ausgefeilte Rezensionen an. Aber genug der einleitenden Worte und los geht's:

French Macarons (Village Candle)


Macaron Treats von Yankee Candle ist seit seinem Erscheinen ein Kerzenfavorit von mir. Es ist ein süßer, mandeliger, weicher, zuckrig-vanilliger Duft, der warm im Raum gerochen einfach nur traumhaft ist.

Knapp 2 Jahre später ist dann auch Village Candle auf den Macaron-Zug aufgesprungen und hat einen nahezu identischen Duft auf den Markt gebracht. Aber auch nur nahezu.

Zunächst als French Macaroon, später dann umbenannt in French Macarons, kann diese Kerze mit ihrem knallpinken Wachs mich leider nicht ebenso überzeugen, wie Macaron Treats von Yankee Candle.

Der Grundduft ist bei beiden Kerzen gleich und die Variante von Village Candle brennt durch ihre zwei Dochte wesentlich besser und sauberer ab, als die Kerze von Yankee; zudem ist die Duftabgabe vorbildlich, aber: Leider hat Village eine ordentliche Portion Moschus zugefügt, die in warmem Zustand auch stark herauskommt und mir in diesem Duft gar nicht gefällt. Das köstliche Mandelgebäck kommt so mit einem parfümigen Touch daher, den meine Nase an dieser Stelle einfach nicht haben möchte.

Ein weiterer Unterschied zur Yankee Candle ist, dass Village ihrem Duft eine leichte, hauchzarte Kokosnote zugefügt hat. Diese ist jedoch kaum merklich und wäre auch eine passende Ergänzung, wenn da eben nicht diese parfümige Note mitschwingen würde.

Wer sich daran nicht stört, kann hier gern zugreifen und findet ein ideales Äquivalent zur Yankee Candle Macaron Treats, da jene ja leider aus dem Sortiment genommen wurde; für mich jedoch bleibt die knallgrüne Kerze von Yankee ungeschlagen.


Kentucky Harvest (Goose Creek)


Kentucky Harvest ist einer dieser Düfte, die mich daran erinnern, warum ich mich seinerzeit in diese Marke verliebt habe. Es ist ein rauer, fast rauchiger Duft mit herbstlichen Apfelnoten und herben Herbstkomponenten, die aber mitnichten aggressiv, sondern sehr wohlig im Gesamtduft eingefangen werden.

Leider scheint Goose Creek in den letzten Jahren immer stärker auf Masse, anstatt auf ausgefeilte Duftkunstwerke zu setzen und diesem Trend folgend werden Düfte wie z.B. Vanilla Wonderland, Auburn Lake, Cozy Home, oder Kentucky Harvest wohl bald nur noch Erinnerung sein, während wir mit überladenen und austauschbaren Mischmasch- und Standarddüften ohne wirklichen Charakter zugeballert werden.

Dennoch: So dann und wann findet man auch heute noch bei Goose Creek das eine, oder andere Juwel, das es so bei anderen Firmen nicht gibt. Es bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Käufer sich auf diese Düfte besinnen und die raffinierteren Duftkreationen, die Goose Creek einmal so besonders machten, wieder in den Vordergrund rücken. Für den Einheitsbrei gibt es ja ausreichend andere Firmen.



Christmas (Everyday Luxe)


Die Everyday Luxe Kerzen stammen von der MVP Group International; dem gleichen Hersteller, der auch z.B. hinter Colonial Candle, Carolina Candle und Eco Wix steht. Die Kerzen werden neben der Luxe Reihe von Colonial selbst ebenfalls über die Website von Colonial Candle vertrieben. Sie sind hierzulande leider nur sporadisch und in kleiner Auswahl über TK Maxx zu bekommen. Dafür aber zu einem günstigen Preis von unter 10,-.

Die Everyday Luxe Kerzen gibt es sowohl mit Holzdocht, als auch als klassische Dreidochter; hierbei unterscheiden sie sich von den normalen Colonial Dreidochtern lediglich im Labeldesign, sind qualitativ aber gleichauf.

Der Duft Christmas erinnert mich zunächst an einen würzigen Kuchenteig; ungebacken, roh und in dem Moment, als man die flüssige, buttrige Backvanille aus dem Glasfläschchen in den gekneteten Teig hinzu gibt. Ein merkwürdiger, aber zugleich interessanter Duft.

Warm gerochen ändert sich mein Eindruck aber komplett und der Duft riecht wahrlich weihnachtlich; nach Nelke, Muskat und etwas Zimt. Die Kerze hat zudem eine ganz leicht tannige Unternote, sowie eine lebkuchenähnliche Süße, die unter den herben Weihnachtsgewürzen liegt.

Die Duftabgabe beim Brennen würde ich im mittleren Bereich ansiedeln. Die Kerze ist in einem durchschnittlich großen Raum gut wahrnehmbar, knallt aber nicht durchs ganze Haus. Wer seine Kerzen nicht klassisch brennt, sondern einen Candlewarmer nutzt, wird den Duft aber sicher nochmal eine Spur intensiver erleben.

Insgesamt gefällt mir Christmas wirklich gut und beim Brennen macht mir die Kerze bisher auch keine Probleme; brennt ruhig und rußt nicht. Es bilden sich lediglich recht schnell Dochtblüten, die man regelmäßig entfernen muss, damit sie nicht ins Wachs fallen (das sind die Blumenkohlartigen Pummel, die sich beim Brennen von Kerzen oben am Docht bilden), aber das ist man als regelmäßiger Kerzenbrenner ja gewohnt.



Cheers (Kittredge Candle / Country Candle)


Von Weihnachten nun direkt zu Silvester: Cheers ist für mich eine angenehme Überraschung. Kalt gefiel mir der Duft nicht so wirklich; ganz nett, aber irgendwie von diesem Sekt-Muff (oder wie man es nennen mag) überschattet. Ich schwankte stets zwischen Behalten und Weggeben, entschloss mich für Letzteres und dachte dann aber, dass ich sie wenigstens noch einmal warm ausprobieren möchte.

Nun: Jetzt ist aus der Weggeben-Kerze eine Behalten-Kerze geworden, denn der eingangs erwähnte Sekt-Muff verschwindet in warmem Zustand und die Kerze füllt den Raum mit einem freundlich, hellen und leicht spritzigem Aroma.

Cheers erinnert mich mal wieder daran, dass man sich nicht dazu verleiten lassen sollte, vom Kaltduft direkt auf den Warmduft zu schließen und die Kerzen doch immer nochmal warm zu testen, bevor sie in der Aussortierkiste landen.

Side Note: Kittredge Candle ist der UK Markenname von Country Candle. Die Kerzen werden im vereinigten Königreich unter diesem Namen vertrieben, da es dort bereits eine andere Firma gibt, die sich Country Candle nennt.



Sparkling Snow (Yankee Candle)


Sparkling Snow ist ein frischer Winterduft. Die angegebene Beschreibung von schneebedeckten Pinien mit einem Hauch von Frucht und Patschuli rieche ich hier in keinster Weise. Vielmehr ist Sparkling Snow in seiner Gesamtnote ein kühler, fast klirrender Schneeluftduft.

Insgesamt weiß mich Sparkling Snow nicht so recht abzuholen, denn irgend etwas stört mich in diesem Duft. Ich kann es nicht benennen, aber es schwingt etwas ätherisches, mentholiges mit, mit dem ich mich nicht so ganz anfreunden kann.

Dennoch: Wer auf der Suche nach einem kühlen, weißen, Winterluft-Duft ohne viel Schnickschnack ist, liegt bei Sparkling Snow richtig.



White Pumpkin (Goose Creek)


In der Regel mag ich bei Kerzen die volle Dröhnung, die Duftbomben per Excellence, die Knallerdüfte, die mich vom Stuhl fegen. Manchmal kommt aber ein Duft daher, der findet ganz unverfroren und hinterrücks, schleichenderweise seinen Weg in meine Nase und entlockt mir dann einen "Oh Wow"-Moment.

So auch White Pumpkin von Goose Creek. Der Duft kam mir zuerst ziemlich zart und langweilig daher; suchte sich aber seinen Weg durch den Raum in meine Nase und erfüllte die Luft mit cremig weicher Kürbistraumhaftigkeit.

Kürbisdüfte mag ich generell sehr gern, in der Regel sind sie aber sehr deutlich, direkt und wie man so sagt "right in your face". White Pumpkin hat nur wenig von dem bekannten Kürbisduft und erinnert vielmehr an ein großes Glas milde, warme Milch. Der Duft bleibt stets wahrnehmbar, aber nicht aufdringlich.

Seit seinem Erscheinen hatte ich den Duft stiefmütterlich ignoriert, da ich White Pumpkin Düfte anderer Firmen persönlich nur wenig überzeugend fand. Der Duft von Goose Creek ist warm im Raum aber so cremig, weich und angenehm, dass er definitiv mehr Aufmerksamkeit erhalten sollte und auch für Nasen funktionieren könnte, die weniger auf Kürbis und mehr auf Milchreisdüfte stehen.

Neben dem Kürbisglas-Dreidochter, der inzwischen nicht mehr erhältlich ist, gibt es den Duft auch im gewohnten Apothekerglas, als reguläre Dreidochtkerze und in Form von Melts. Zudem erhielt der Duft unlängst eine Neuauflage unter dem Namen Ivory Pumpkin (wobei Ivory lediglich für Elfenbein steht und sich wohl einfach etwas spannender anhört, als schlichtweg "White").



White Pumpkin (Everyday Luxe)


Nachdem ich vom gleichnamigen Duft der Marke Goose Creek so begeistert war, habe ich mir einen weiteren White Pumpkin Duft zugelegt.

Auch dieser ist weich, etwas cremig und absolut angenehm. Leider ist er deutlich dezenter, als die Variante von Goose Creek und schafft es nicht, einen mittelgroßen Raum vernünftig zu beduften.

Wer zum White Pumpkin von Everyday Luxe (bzw. Colonial Candle) greift, erhält einen ähnlich schönen Duft, wie von Goose Creek, sollte die Kerze aber eher für kleinere Räume andenken.



Tinsel Thyme (Country Candle)


Tinsel Thyme ist ein rundum gelungener, tanniger Duft, der voll in mein Beuteschema fällt und mich nicht enttäuscht. Der Duft ist kühl und winterlich, aber gleichermaßen auch fröhlich und leicht süßlich.

Es handelt sich bei Tinsel Thyme nicht um einen Weihnachstbaumduft und auch nicht um Fichtennadelschaumbad, sondern es ist ein toller und winterlicher - nicht einmal zwingend weihnachlicher - Wohlfülduft für Tannenfans.

Nadelsaft mit süßlichem Baumharz könnte man sagen, aber das würde dem Duft nicht ganz gerecht werden. Tinsel Thyme ist wirklich sehr stimmig und schafft eine tolle Winteratmosphäre. Das winterliche Flair steht hier neben den Nadeln im Vordergrund und holzige, oder Tannenzapfennoten riecht man hier kaum, was die Kerze von vielen anderen Wintertannendüften unterscheidet. Der Fokus liegt hier wirklich auf Winter.

Von der Duftabgabe her enttäuscht Country Candle auch bei diesem Duft nicht und sowohl in Kerzenform, als auch in der Duftlampe ist der Duft wunderbar wahrnehmbar.



White Icing Cinnamon Roll (Goose Creek)


White Icing Cinnamon Roll ist ein süßer, foodiger Zimtduft, der den Raum mit einer wohligen Atmosphäre füllt.

Leider wird die eigentlich sehr schöne Note von einem starken Wachsgeruch überschattet. Dass meine Melts schlichtweg zu alt, oder überlagert sind, möchte ich ausschließen, da ich noch eine zweite, neuere Packung habe und beide gleich riechen. Zudem zog unlängst eine Kerze des Duftes bei mir ein und diese hat die gleiche Beinote, die ich als Wachsgeruch wahrnehme.

Dennoch ist White Icing Cinnamon Roll ein schöner Duft von weichem Zimt, leicht vanilliger Gebückunternote und dezenter Zuckerglasur, den ich sicherlich aufbrauchen werde. Nachkaufen würde ich ihn allerdings wahrscheinlich nicht noch einmal.



Cherry Berry Pie


Cherry Berry Pie: Ein Votiv, das gefühlte 100 Jahre in meiner Rumpelkiste lag; so alt, dass die Umverpackungsfolie komplett die dunkelrote Farbe des Wachses angenommen hatte und beim Entfernen in Einzelteilen abbröselte. "Keine Chance, dass das Wachs noch etwas hergibt", dachte ich zunächst - aber überraschenderweise hatte sich der Duft über die Jahre noch einigermaßen gehalten. Cherry Berry Pie muss seinerzeit im großen Glas ein echtes Powerhouse gewesen sein, wenn das kleine Votiv selbst nach der langen Lagerzeit noch Duft abgibt.

Nun, lohnt sich die Jagd nach dieser Rarität, oder muss man nicht traurig sein, dass Cherry Berry Pie nicht mehr im Programm ist? Hm, das ist natürlich Geschmackssache - für mich jedoch fällt er in die Kategorie: Nett, aber verzichtbar. Ein bisschen kommt mir der Duft, wie ein Vorgänger von Tarte Tatin vor, denn obwohl ihm die säuerliche Apfelnote fehlt, ist die teigige Komponente sehr ähnlich geraten. Die fruchtige Note ist merklich rotfruchtig, aber auf zubereitete, gebackene Weise.

Das Herausstechendste an diesem Duft ist die Teigkruste; diese ist wirklich das Erste und das Dominanteste an dieser Kerze, das ich wahrnehme. Die dunklen, gebackenen Beeren und Kirschen liegen deutlich dahinter.

Insgesamt durchaus ein interessanter Duft, aber so wirkliche Begeisterung will in mir dann doch nicht aufkommen. Irgendwie fehlt mir hier etwas Frisches in der Gesamtnote.


Kennt ihr die Düfte, oder einige davon? Wie ist eure Meinung zu den Kerzen? Schreibt mir gern einen Kommentar, oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.


Tipps zum Weiterlesen:

- Duft-Tagebuch Teil 1
- Duft-Tagebuch Teil 2
- Duft-Tagebuch Teil 3
- DW Home Candles
- Albtraumdüfte für Maggi-Nasen
- Angetestet: 10 Düfte aus der Elevation Collection
- Alle Facts über die Yankee Candle Tauschkette


Ihr habt mehr Lust auf Random-Reviews, wie in diesem Post? Hier findet ihr meine Angedüftelt-Reihe:

Angedüftelt - Teil 1: 10 dufte Rezensionen Querbeet durch die Kerzenwelt
Angedüftelt - Teil 2: 10 dufte Rezensionen Querbeet durch die Kerzenwelt
Angedüftelt - Teil 3: 10 dufte Rezensionen Querbeet durch die Kerzenwelt
Angedüftelt - Teil 4: 10 dufte Rezensionen Querbeet durch die Kerzenwelt
Angedüftelt - Teil 5: 10 dufte Rezensionen Querbeet durch die Kerzenwelt
Angedüftelt - Teil 6: 10 dufte Rezensionen Querbeet durch die Kerzenwelt
Angedüftelt - Teil 7: 10 dufte Rezensionen Querbeet durch die Kerzenwelt



Einen übersichtlichen Index all meiner bisherigen Kerzenposts findet ihr HIER




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Herbst-Special: 20 Food-Knaller und Fails von Goose Creek Candle, die deine Nase herausfordern werden

Werbung (unbezahlt), da z.B. Markennennung

Der Herbst hat begonnen, Halloween steht vor der Tür, die Zeit des Süßigkeiten mampfens, während man gemütlich mit der Decke auf der Couch Gruselfilme guckt und draußen der Herbstwind die bunten Blätter durch die Dämmerung weht, ist gekommen. Nun ja, ehrlich gesagt praktiziere ich das viel zu selten, aber dennoch ist dies auch die perfekte Zeit für Süßigkeitenkerzen aller Art, die mir im Sommer manchmal zu drückend sind, aber in die kühlere Herbstzeit perfekt passen.

Goose Creek Candle ist bekannt für seine intensiven Düfte und gutes Brennverhalten. Gab es in grauer Vergangenheit noch öfter mal Probleme mit ertrinkenden Dochten und vor sich hin glimmenden Flämmchen, so scheint dieses Problem seit dem letzten Jahr endgültig gelöst und alle aktuellen Kerzen brennen einwandfrei. 

Natürlich sollte man sich, wie bei allen Marken, an die grundsätzliche Kerzenpflege, insbesondere dem regelmäßigen Kürzen der Docht, halten. Dann aber steht dem vollen Duftvergnügen nichts mehr im Wege. Goose Creek bestreitet wohlverdient seinen Weg an die Spitze der vergleichbaren Duftkerzenmarken und überzeugt durch sauberes und problemfreies Abbrennen, sowie eine gute Duftabgabe. 

Ich muss allerdings einlenken, dass viele der aktuellen Düfte zwar intensiv und gut wahrnehmbar sind, einige Sorten aber nicht mehr allzu deutlich über der Intensität von z.B. Yankee Candle, oder Village Candle liegen, so wie es früher bei wesentlich mehr Sorten der Fall war. Hier wurde anscheinend etwas zurückgeschraubt, aber das ist natürlich rein subjektiv und zudem auch stets sortenabhängig. 

Besonders im Food-Bereich hat Goose Creek seit je her Düfte im Programm, die euch schlichtweg wegballern, wenn ihr keine geübte Duftnase habt. Ich kann mir vorstellen, dass so mancher Düftelanfänger hier nach kurzer Zeit die Fenster aufreißt. Für die an Duftkerzen gewöhnte Nase jedoch kein Problem und für mein Empfinden genau richtig. 

Heute möchte ich euch in diesem extra-langen Sonderpost ganze 20 dieser Food-Düfte von Goose Creek näher vorstellen. 




White Icing Cinnamon Roll 


White Icing Cinnamon Roll ist weitaus weniger aufdringlich, als ich erwartet hätte. Als ich das erste Mal den Deckel öffnete, machte ich mich auf einen Zimtknaller der Superlative gefasst, wurde aber überrascht, wie verhältnismäßig schmeichelnd der Duft letztlich ist. 

Der Zimt steht natürlich klar im Vordergrund und ist auch intensiv wahrnehmbar. Die Zuckerglasur und die kuchige Komponente im Hintergrund wiegen den Duft aber sehr gut auf und machen eine angenehme und runde Sache draus. 

Die Kerze riecht fast, wie ein frisches Zimtfranzbrötchen, das man auseinander reißt, nur dass man zusätzlich noch Glasur obendrauf hat. Wer foodige Zimtdüfte mag, sollte hier definitiv zugreifen. Diese Kerze wird mir in diesem Jahr definitiv die Herbst- und Weihnachtszeit versüßen, denn da passt Zimtgebäck ideal hin.

Für mich ist White Icing Cinnamon Roll zu einem echten Favoriten geworden, aber Achtung: Dies gilt nur für die Kerze, denn in Form von Melts konnte mich der Duft nicht überzeugen. Seltsamerweise haben die Melts einen starken, "wachsigen" Eigengeruch und ich empfehle dringend, bei diesem Duft lieber zur Kerze zu greifen.





North Pole Bakery 


Dieser Duft erinnert mich am ehesten an Rumkugeln vom Bäcker. Nicht unbedingt das, was man sich unter dem Namen und in Zusammenhang mit dem Label vielleicht vorstellen würde und vielleicht einer der Gründe, warum die Kerze bei vielen Nasen nicht so recht Anklang zu finden scheint, aber mir gefällt's.

Laut Beschreibung enthält der Duft Zimtzucker, geschmolzene Butter, Toffee, Pekannuss, warmen Churro und Vanilleschote. Ich rieche aber deutlich auch etwas alkoholisches heraus, oder zumindest etwas, das meine Nase so interpretiert und was mich deshalb an Rumkugeln erinnert. 

Vordergründig steht die Toffeenote mit einem Hauch Pekannuss. Das macht North Pole Bakery nicht zu einem reinen Süßkuchenduft, denn Toffee hat für meine Nase auch immer etwas leicht Bitteres, bzw. Würziges an sich. Butter, Churro und Vanille kann man bei North Pole Bakery allenfalls im Hintergrund erahnen. 

Insgesamt gefällt mir North Pole Bakery, aber weihnachtliches Gebäck, oder weihnachtliche Gewürze sind keine enthalten, zumindest nicht solche, die wir normalerweise damit assoziieren und ich halte die Vermarktung deshalb für etwas irreführend. 




Custard Cream Cake 


Custard Cream Cake ist kalt gerochen fast ein bisschen säuerlich, quarkig und ruft in mir nicht direkt ein "Lecker" hervor. Enthalten sind laut Goose Creek Noten von Vanillecreme, Vanillepudding, süßen Früchten, Sahne, Zucker und weißem Zuckerguss. 

Hier würde man jetzt wahrscheinlich eine Vanillekuchenzuckerbombe erwarten, aber wie gesagt, er hat auch etwas leicht säuerliches, wie z.B. Quark, oder Joghurt an sich. Wer einen reinen Süßkuchenduft möchte, sollte lieber z.B. zu Warm Wishes greifen, der wirklich pur nach dekadentem Vanillekuchen duftet. 

Warm im Raum gerochen verändert sich der Duft, wird wesentlich fluffiger und das Säuerliche tritt in den Hintergrund. Der Kaltduft sagt mir nicht übermäßig zu, aber warm gerochen empfinde ich Custard Cream Cake als Treffer und kann ihn als willkommene Variante zum 08/15 Vanille plus Zuckergussduft durchaus empfehlen. 




Brown Sugar Churros 


Brown Sugar Churros lässt sich am ehesten mit Pain Au Raisin von Yankee Candle vergleichen. Obwohl die Düfte keinesfalls identisch sind und hier weder Rosinen, noch die alkoholische Cognacnote enthalten sind, bauen die Düfte wunderbar aufeinander auf und lassen sich prima kombinieren. 

Als Duftnoten sind Zimtstangen, Karamell, gebackener Teig, Ahornsirup, Pekannüsse, brauner Zucker und Vanille enthalten. Die eine, oder andere "Magginase" (was das bedeutet, findet ihr >>HIER<<) mag beim Lesen der Zutatenliste in Entsetzen geraten, aber lasst euch gesagt sein: Es ist kein strenger Würzduft. 

Im ersten Augenblick hatte mich die Kerze an diese Apple Pie Düfte erinnert; nur ohne den Apple, aber Brown Sugar Churros riecht letztlich wirklich, wie frisch frittierte Churros, die mit braunem Zucker bestreut wurden. Der Duft entfaltet sich in warmem Zustand wirklich sehr schön, ist aber durchaus aufdringlich und wer einen weichen, zuckrigen Kuchenduft sucht, der liegt hier falsch. 

Brown Sugar Churros gibt es aktuell noch in einer herbstlichen Kübis-Variante unter dem Namen Pumpkin Sugar Churro. Als Käufer hat man also die Wahl, ob man lieber die Basic-Variante, oder den Extra-Schuss Kürbis möchte. Mir gefallen beide Varianten, aber wem schon dieser Duft zu extrem war, der sollte von der Pumpkin-Version besser von vorn herein die Finger lassen.




Angel Food Cake


Sorry, aber dieser Duft ist einfach widerlich. Für meine Nase hat er etwas unangenehm Saures, fast wie verdorbene Milch an sich und über diese Komponente kann ich auch leider nicht hinweg riechen. 

Die Beschreibung lässt nichts Böses ahnen: Warme Vanilleschote, Schlagsahne, Birne, Sahnekuchen und warmer Zucker. Hört sich nach einer Leckerkerze sondergleichen an. Ist es aber nicht. 

Natürlich sind die Geschmäcker verschieden und auch dieser Duft wird seine Freunde haben. Für mich ist er aber ein kompletter Reinfall und auch nach mehreren Versuchen kann ich da meine Meinung leider nicht ändern. 

Vorstellbar, dass die Birne hier den Brei verdirbt und einfach nicht mit den anderen Noten harmoniert. Alle Angel Food Speisen beinhalten ja warme Birne, was geschmacklich zwar nett, aber vom Duft her (zumindest dann als Kerze) in der Gesamtnote nicht wirklich vorteilhaft ist.

Wenn ihr Interesse an der Kerze habt, empfehle ich bei diesem Duft wirklich erstmal die Wax Melts anzutesten, bevor man Geld für die große Kerze ausgibt. 




Fluffy Meringue 


Fluffy Meringue ist ein süßer und geradezu unwiderstehlicher Duft von leckerem Zuckerbaiser mit einem Hauch Zitrone. Ähnlichkeiten zu Candy Cane Meringue von Yankee Candle, oder Lemon Meringue aus der Home Inspiration Reihe sind vorhanden, aber dennoch gleichen sich die Düfte nicht.

Die sanft zitrische Note, die unter dem herrlichen Baiserduft liegt, ist keine frisch aufgeschnittene Zitrone, oder gar Zitronenreiniger, sondern es ist die Art von Zitrone, wie man sie aus süßem Gebäck kennt, aus Zuckerguss, oder Zitronenkuchen und die hier in eine wunderbar zuckrig-fluffig-weiche Baisernote hineinfällt. 

Fluffy Meringue ist zwar nicht direkt eine Neuauflage der Sorte Lemon Meringue von den alten Goose Creek Essentials und ist insgesamt wesentlich weniger Zitruslastig, aber Fans, die den alten Duft vermissen, werden hier sicher eine neue Liebe finden. 

Der süße, aufgeschäumte Zucker und das herrliche, weiche Zitronenaroma haben bei Fluffy Meringue die perfekte Balance gefunden. Etwas unpassend finde ich lediglich die hellblaue Wachsfarbe. Zwar ist die Farbe an sich wirklich schön, aber ein helles Gelb hätte dem Duft meiner Meinung nach besser gestanden. 

Leider ist Fluffy Meringe, so wie es bei ähnlichen Düften dieser Richtung auch stets der Fall ist, keine intensive Duftgranate. Die Kerze ist tatsächlich eher dezent, zumindest im Vergleich zu anderen Food-Knallern, die auf dieser Liste stehen.




Sugared Cinnamon Donut


Dieser Duft ist leider eine Enttäuschung für mich, was allerdings weniger an dem Duft an sich, als viel mehr an meiner Erwartungshaltung liegt.

Der Duft enthält Noten von frittiertem Donut-Teig, geschmolzener Butter, Zimt, Ingwer, Muskat, Zimt-Zucker und zimtiger Vanille. Ganz schön viel Zimt sollte man denken, aber statt einer leckeren, weihnachtsgebäckähnlichen Zimtnote, dominiert hier die Würze. Der Duft an sich ist eher herb, fast scharf und weiß meiner Nase leider nicht zu gefallen.

Wem würzige Düfte in dieser Richtung gefallen, der kann bei Sugared Cinnamon Donut gern zugreifen. Wer jedoch einen leckeren, süßen, kuchigen Duft erwartet, so wie ich ihn mir erhofft hatte, wird hier enttäusch sein.


Alternativ hat Goose Creek noch eine Kerze namens Sugared Donut im Programm. Hier wurde auf zu würzigen Zimt, Ingwer und Muskat verzichtet. Sollte man zwischen beiden Düften schwanken und einen weicheren, nicht so herben Duft wünschen, dann empfehle ich lieber bei Sugared Donut zuzugreifen, als bei Sugarded Cinnamon Donut. Der Duft ist zwar recht simpel, aber dafür wesentlich angenehmer. Wirkliche Highlights sind aber beide Düfte nicht.





Pumpkin Spice Muffin


Trotzdem sich bei Pumpkin Spice Muffin einige Inhalte ähnlich lesen, wie beim Sugard Cinnamon Donut, ist dies ein gänzlich anderer Duft. Ein absoluter Traum würde ich fast behaupten und im Raum gerochen einfach großartig.

Dies ist, wie unschwer herauszulesen ist, einer meiner absoluten Lieblingsdüfte und er passt wunderbar in die Herbstzeit. Pumkin Spiced Muffin ist eine Kerze, die man unbedingt warm genießen muss und bei der man nicht von dem Kalt- auf den Warmduft schließen sollte. Besonders die Unternote von kuchigen, frisch gebackenen Muffins aus dem Ofen kommt erst in angezündetem Zustand wirklich gut heraus. 

In perfekter Harmonie mit den Muffins hat Goose Creek hier eine homogene Kombination aus süßem Zimt und Kürbis geschaffen, die mich schlichtweg dahinschmelzen lassen. Leicht und sehr dezent im Hintergrund befinden sich Noten von Muskat und Ingwer, sowie braunem Zucker, die hier aber sparsam und geschickt eingesetzt sind und wunderbar harmonieren. Ein kaum merklicher Hauch Ahorn und Vanille runden den Duft perfekt ab. 

Diese Kerze ist eine Absolute Empfehlung.




Strawberry Pound Cake


Strawberry Pound Cake erinnert mich stark an Strawberry Lava Cupcake aus der Cupcake-Collection von 2016. Ob die Düfte identisch sind, kann ich leider nicht sagen, denn die Cupcake-Kerze besitze ich schon lange nicht mehr. Die Erinnerung kann täuschen. Nichtsdestotrotz hatte ich sofort, als ich den Deckel öffnete, ein Flashback-Gefühl und dachte: "Den Duft kenne ich". 

Der Duft an sich ist angenehm, aber man darf hier keinen Fruchtkuchenknaller erwarten, oder irgend eine wirklich ausgefeilte Duftüberraschung. Strawberry Pound Cake besteht hauptsächlich aus gebackenen Erdbeeren und Vanille mit einer kuchig-sahnigen Note. Nicht mehr, nicht weniger. 

Ich persönlich mag den Duft und er ist herrlich intensiv im Raum wahrnehmbar. Die Kerze ist für mich allerdings kein Nachkaufkandidat. Ich muss jedoch gestehen, dass das bisher für mich mehr, oder weniger auf alle Erdbeerkuchendüfte zutrifft, die ich kenne und dass dieser definitiv einer der Besseren ist.




Sweet Banana Bread


Für meine Nase ist Sweet Banana Bread eine sehr angenehme Duftüberraschung. Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass ich den Duft mögen würde und den Kaltduft fand ich tatsächlich nicht sonderlich überzeugend. Warum im Raum gerochen, konnte mich die Kerze dann aber rundum für sich gewinnen.

Oft riechen Bananendüfte für mich nach (sorry) Babykotze, nach diesem ekligen Bananenbrei im Gläschen. Dieser Duft löst diese Assoziation in mir glücklicherweise nicht aus und ich sehe hier für mich durchaus einen Nachkaufkandidaten. 

Die leichte Herbe und der gebackene Teig sind neben der süßen Banane hier eine optimale Ergänzung und ergeben zusammen einen erstaunlich guten Gesamtduft. Sweet Banana Bread ist für mich ein schöner Beweis, dass man Duftnoten, denen man eigentlich weniger zugeneigt ist, doch manchmal in anderer Form nochmal eine Chance geben sollte.




Butter Cookie 


Butter Cookie ist ein wahrer Klassiker und schon seit ewigen Zeiten im Sortiment von Goose Creek zu finden. Wenn ich bei dieser Kerze den Deckel öffne, schrecke ich oft erst einmal kurz zurück, da mir ein wirklich starker, butteriger Geruch entgegen kommt. "Auf die zweite Nase" mischt sich der Duft dann aber mit der keksigen Note und ein kräftiger Butterkeksgeruch entfaltet sich. 

Der Duft entspricht nicht den in Deutschland bekannten Butterkeksen, oder den im Vergleich wesentlich zarteren Danish Butter Cookies, sondern es ist der üppige, dekadente Duft, gehaltvoller US-Butter Cookies, bei denen man vom Anschauen schon direkt 5kg zunimmt. 

Die Kerze ist intensiv und raumübergreifend wahrnehmbar. Mir persönlich gefällt der Duft sehr gut, ich kann aber verstehen, wenn er mancher Nase etwas zu gewaltig daherkommt. 




Peanut Butter Sugar


Peanut Butter Sugar ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des Goose Creek Sortiments. Es ist ein intensiver und über die Maßen süßer Duft; für mich fast schon etwas over the top. Der kräftige, geschmolzene Kristallzucker tut hier nahezu schon an den Zähnen weh, so dass die Erdnussbutter beinahe schon zum Nebenwerk wird. Beinahe, denn auch die cremige, ebenfalls süße Erdnussbutter ist deutlich wahrnehmbar und macht den Gesamtduft zumindest ein klein wenig weicher.

Ich schwanke bei Peanut Butter Sugar stetig, ob er mir zu aufdringlich, oder noch im leckeren Bereich ist. Heute ist er mir aber doch etwas zu viel und ich wünschte, der Fokus läge mehr auf der weicheren Erdnussbutter, als auf dem Zucker, den ich gerade als etwas zu aggressiv empfinde.

Letztlich ist Peanut Butter Sugar aber durchaus interessant und sehr gut für große Räume, oder sogar für Balkon, oder Terrasse geeignet. Es ist einer dieser Düfte, die sich ihren Weg vom Erdgeschoss bis in den ersten Stock bahnen, sofern man offene Räume hat und der auch nach dem Ausmachen noch für geraume Zeit in der Luft verweilt. 




Pumpkin Cupcake


Pumpkin Cupcake ist ein weicher, warmer Kürbiskuchenduft. Die Kürbisnote ist hier nicht dominant, so dass auch die kuchige Seite ihren Platz hat. Zudem hat man hier auf würzige Noten verzichtet und sich wirklich nur aufs Leckere konzentriert. Das mag besonders für solche Duftnasen positiv sein, die typische Pumpkindüfte eher ablehnen. Für mich jedoch ist der Duft damit etwas langweilig geraten.

Süßer Zimt, Zucker, Mandel, Vanille und Karamell ergänzen hier die Kürbisnote und machen aus Pumpkin Cupcake einen angenehmen und versöhnlichen Gesamtduft. Für mich wirkt der Duft fast sogar ein bisschen cremig.

Pumpkin Cupcake ist sehr weich und versöhnlich, so dass ich denke, dass er einer breiten Masse gut gefallen wird. Ich persönlich mag den Duft zwar, finde ihn aber etwas spannungsarm und favorisiere in der Kürbiskuchenrichtung dann doch eher Düfte mit ein bisschen mehr Pepp.




Salted Pretzel


Eines vorweg: Wenn es etwas gibt, nach dem diese Kerze definitiv nicht riecht, dann sind es Brezeln. Weder gesalzene, frisch gebackene Brezeln, noch Brezelteig sind hier in irgend einer Form, nicht einmal mit viel Fantasie zu erschnuppern.

Tatsächlich erinnert mich der Duft in warmem Zustand am ehesten an goldbraune, softe Karamellen; Butter mit Zucker zusammengeschmolzen zu einer köstlich-süßen Masse von kaubonbonähnlicher Konsistenz. Keine Toffees, kein aushärtendes Karamell mit dem Jahrmarktäpfel überzogen werden, kein knusprig ausgebackenes, oder gar angebranntes Karamell mit strengerer Note und keine Karamellsoße, sondern ein formhaltendes, aber dennoch weiches, süßliches Stück Karamell.

Weit im Hintergrund geben sich Vanille und eine dezent herbe Note, wahrscheinlich Kardamom, die Hand und geben dem Duft Volumen. Laut Beschreibung sind noch Meersalz, Brezelteig und Zimt enthalten; hiervon sollte man sich aber nicht an der Nase herumführen lassen, denn nichts davon ist deutlich als solches erkennbar.

Eine Sache, die mich bei Salted Brezel beschäftigt ist, dass ich mir sicher bin, diesen Duft schon einmal in der Nase gehabt zu haben. Der Gedanke ist nicht abwegig, denn mehrere Düfte, die aktuell bei Goose Creek erscheinen, sind Neuauflagen von schon einmal da gewesenen Kerzen. Durchaus denkbar also, dass auch hier ein gänzlich anderer Duft hinter steckt, der lediglich ein neues Outfit bekommen hat. Meiner Nase will nur leider partout nicht einfallen, welcher das gewesen sein mag.

Wie auch immer: Der Duft ist sehr gelungen und wird sicher bei vielen Food- und Süßnasen gefallen finden - lediglich diejenigen, die tatsächlich einen authentischen Salzbrezelduft erwarten, gucken hier in die Röhre.




Ghost Stories


Nanu, wie hat es denn einen Duft, der übersetzt Geistergeschichten heißt, auf eine Food-Duftliste verschlagen? Ob man das nun passend findet, oder (wie ich) eher nicht, aber auch unter die Halloweenkerzen von Goose Creek haben sich einige Food-Düfte gemogelt. Diese Düfte haben im  Grunde nichts mit Halloween zu tun und lediglich das Label und der Name entsprechen dem Thema. Hinter Poison Cupcake z.B. versteckt sich ein simpler Schokoladenküchlein-Duft, hinter Black Cat verbirgt sich der herrliche Campfire Marshmallows und auch Ghost Stories hat vom Duft her rein gar nichts mit Halloween zu tun.

Hier handelt es sich um einen schweren, sehr aufdringlichen und dekadenten Vanille-Buttercremeduft. Laut Beschreibung enthält Ghost Stories Butterkekse, Buttercreme, Vanille, Puderzucker und Karamell. Lässt euch davon irgend etwas an Halloween denken? Mich auch nicht. Ist es denn wenigstens ein leckerer Vanillekeksduft? Leider nein. Anfangs fand ich den Duft zumindest noch o.k., aber nach einer Weile wird er einfach zu aufdringlich und liegt so schwer und überladen in der Luft, dass mir davon fast schlecht werden könnte.

Wer so etwas mag und sucht, liegt hier richtig, aber mir persönlich kommt der Duft viel zu sehr mit dem Holzhammer daher. Es ist kein feiner, leckerer Duft nach zarter Buttercreme, fluffigen Keksen und sanfter Vanille, sondern es ist ein "bam; right in your face"-Duft, der gar nicht erst versucht, irgendwie fein, oder edel zu sein, sondern einem direkt ins Gesicht schlägt. Keine Empfehlung hier von meiner Seite aus.




Pinwheel Cookies


Pinwheel Cookies gab es bereits vor 5 Jahren schon einmal als Pflanzenwachskerze zusammen mit z.B. Autumn Walk und Vanilla Hot Chocolate als Limited Edition. Damals nannte sich die Kerze noch Raspberry Pinwheels. In späteren Jahren kam der Duft als 566g Tumbler mit Paraffinwachs zurück ins Sortiment. Der Tumbler wurde aber 2019 aus dem Sortiment genommen. Nun ist der Duft unter neuem Namen regulär als Apothekerglaskerze wieder im Programm.

Es ist schon seltsam, dass dieser Duft immer wieder auftaucht, denn er ist ehrlich gesagt nicht einmal wirklich gut und es gäbe etliche, wirklich schöne Goose Creek Düfte, die eher eine Rückkehr ins Sortiment verdient hätten. Natürlich ist das rein subjektiv, aber ich kann mir wirklich nur schwer vorstellen, dass Pinwheel Cookies viele Käufer in helle Begeisterung versetzt. Ich persönlich empfinde den Duft warm im Raum sogar als eher unangenehm und weder als authentisch nach Himbeeren, noch wirklich nach leckeren Keksen duftend.

Die Duftnoten in dieser Kerze sind Himbeermarmelade, Sahnekäse, warmer Zucker, wilde Beeren, frische Kekse und Buttervanille. Kling prinzipiell gar nicht schlecht, aber irgendwie komme ich nicht umhin, den Duft als undefinierbar muffelig und in der Gesamtnote einfach nicht als schön zu empfinden.




Pumpkin Angel Food Cake


Ich tat mich bereits mit dem oben beschriebenen Angel Food Cake (ohne Pumpkin im Namen) wirklich schwer, hatte er in warmem Zustand doch eine seltsame, quarkige und unangenehme Note und roch auch einfach nicht kuchig. Nun, Pumpkin Angel Food Cake gefällt mir etwas besser, wenngleich er mich ebenfalls nicht genug überzeugt, dass ich ihn behalten werde.

Die Grundnote ist bei beiden Kerzen ähnlich und weder wirklich teigig, kuchig, oder "gebäckig". Es ist eher ein gebackener Quarkpudding mit einer Beinote, die mich an die Haut auf der Milch, oder das Festgesetzte unten im Milchtopf erinnert, wenn man den Topf nicht rechtzeitig vom Herd genommen hat. 

Auf diese Grundnote kommt hier noch eine leichte Würze, die das Ganze etwas ausgleicht und den Duft "okay" macht. Der typische Kürbis ist hier nicht dominant herausriechbar und die Gewürze sind schwer zu definieren. 

Am Anfang dachte ich sogar, ich würde den Duft mögen, aber nach längerer Brennzeit wird mir von der Kerze - sorry - einfach nur schlecht, so wie es auch schon bei Angel Food Cake (ohne Pumpkin) der Fall war, was wahrscheinlich dieser Note von säuerlicher Milch geschuldet ist, die hier mitschwingt.

Das mag nur mein persönliches Empfinden sein und ich bin mir sicher, auch für diesen intensiven, foodigen Duft gibt es einen Fankreis; erwartet nur einfach keinen leckeren kuchig-keksigen Gebäckduft, wie euren vanilligen Rühreigkuchen mit Zuckerguss, der gerade aus dem Ofen kommt; denn das ist Pumpkin Angel Food Cake definitiv nicht.

Die Kerze ist durchaus intensiv und das Brennverhalten ist tadellos. Wer mit seiner Kaufentscheidung zwischen Angel Food Cake und Pumkin Angel Food Cake schwebt, den würde ich definitiv in die Pumkin Richtung schubsen. Wer aber einen leckeren, kuchigen Duft für die kommende Jahreszeit sucht, dem würde ich eher Warm Vanilla Cake, oder, wie weiter oben schon erwähnt, Warm Wishes empfehlen, wenn man bei Goose Creek bleiben möchte.




Carnival Vibes


Carnival Vibes auf einer Food-Kerzen-Liste? Nun, ja, auch wenn die Kerze optisch nicht den Anschein macht: Karamell. Wir sind wieder bei Karamell gelandet. Diesmal aber in einer ganz anderen Richtung, nämlich dem etwas würzigeren, aushärtenden Karamell mit dem z.B. Kirmesäpfel überzogen werden.

Ich bin an dieser Stelle arg enttäuscht, denn hinter dem Label, dem Namen und der Wachsfarbe, habe ich keinen Food-Duft erwartet und auch nicht gewollt; schon gar nicht, einen simplen, nicht einmal wirklich befriedigenden Karamellduft.

Die Äpfel und Beeren, die sich hier ganz weit im Hintergrund befinden, kann man getrost vernachlässigen. Das Herbstlaub und die Hölzer aus der Beschreibung, die mich auf einen herbstlichen Draußen-Duft hoffen ließen, sucht man hier vergebens und das Gefühl, im Oktober über einen Jahrmarkt zu schlendern, wird von Carnival Vibes nicht einmal angekratzt.

Hier hat man einfach einen mäßigen Jahrmarkt-Karamell-Duft hübsch verpackt und einen irreführenden Namen, eine irreführende Farbe und ein ebenso irreführendes Labelfoto gewählt. Dies trifft zwar auch auf den zuvor bereits besprochenen Salted Prezel zu, nur leider ist die Überraschung bei Carnival Vibes keine positive.




Chocolate Angel Food Cake


Schon wieder Angel Food? Goose Creek scheint diese Sauermilchkuchendüfte zu lieben. Wie ihr inzwischen wisst, hat mir weder Angel Food Cake, noch Pumpkin Angel Food Cake gefallen. Schauen wir uns nun einmal den Chocolate Angel Food Cake näher an. Wo ist der Unterschied zu den anderen beiden Düften? Nun, klar, der Unterschied liegt in der Schokolade, die bei den anderen natürlich nicht vorhanden ist. Aber macht das den Duft letztlich besser?

Hm, schwer zu sagen, da ich allgemein kein Schokoduft-Fan bin. Es gibt zwar Ausnahmen, aber im Allgemeinen mag ich Schokoladendüfte nicht. Da aber z.B. Homemade Brownies von Goose Creek eine dieser Ausnahmen war (zumindest warm gerochen), wollte ich auch diesem Duft eine Chance geben.

Nun, was soll ich sagen? Chocolate Angel Cupcake war für mich ein totaler Fehlkauf. Es ist im Gegensatz zum recht harten, kantigen und dunkelschokoladigen Homemade Brownies ein sehr heller, fast nougatartiger, milchicher Schokoduft. Die Sorte von Schokoduft, mit der ich mich so ganz und gar nicht anfreunden kann. 

Wirklich nach Kuchen riecht der Duft nicht und glücklicherweise ist auch das Sauermilchige, das die beiden anderen Angel Food Düfte an sich haben, hier nicht dominant. Ich kann mir vorstellen, dass Leute, die sehr milchige, Kakao- oder Schokoladendüfte mit weichem, "schmelzigem" Nougat- oder Pralinè-Einschlag mögen, am durchaus intensiv geratenen Chocolate Angel Cupcake Gefallen finden könnten.




Salted Caramel Popcorn


War Funfetti Popcorn lediglich eine Neuauflage des Duftes Dazzling Popcorn in neuem Gewand und hat viele Fans, die sich auf diese Limited Edition gefreut hatten enttäuscht, so ist Salted Caramel Popcorn tatsächlich ein neuer Duft. Salted ist hier (glücklicherweise) aber gar nichts und wer bei Karamell stets befürchtet, die Note könnte zu würzig sein, muss hier auch keine Angst haben.

Tatsächlich ist Salted Caramel Popcorn ein recht weicher Popcornduft mit einer Beinote von flüssigem, eher weichem Karamell. Insgesamt angenehm und nett, aber nichts, das mich vom Hocker haut. Ich denke aber der Duft wird vielen Käufern durchaus gefallen, da es nur wenige Düfte gibt, die tatsächlich nach Popcorn riechen und hier kommt diese Note schon irgendwie mit heraus.

Einfaches Popcorn, frisch aus der Maschine mit Zucker überstreut wäre mir zwar lieber gewesen, aber leicht karamellisiertes Popcorn mit einem Hauch Vanille tut es erstmal auch. Wenngleich die Kerzen bei mir keine Freudenschreie auslöst, ist sie doch durchweg nett und im angenehmen Bereich.


Nun, dies war nur eine Auswahl der bei Goose Creek erhältlichen Food-Düfte. Fails und Treffer wechseln sich hier ab, einige Düfte gibt es in mehreren Varianten und überhaupt scheint mir inzwischen leider bei Goose Creek oft Quantität über Qualiät zu liegen. Man scheint alles in jeglicher Kombination und Variation auf den Markt zu werfen; Auswahl ohne Ende und immer wieder neue Düfte - aber am Ende weiß der Käufer gar nicht mehr, wo er jetzt zugreifen soll und bei viel Auswahl sind leider auch viele nicht so gelungene Düfte dabei. 

Hier würde ich mir eine kleinere, aber dafür feinere Auswahl wünschen und lieber einige ausgefeilte und herausragende Duftkompositionen haben, als schlichtweg irgendwie alles, aber nichts so richtig. Natürlich trifft dies nicht auf alle Kerzen zu und ist rein subjektiv, aber das ist so das Grundgefühl, das ich derzeit bei Goose Creek habe.



Meine Favoriten von dieser Liste sind White Icing Cinnamon Roll, Pumpkin Spice Muffin und Fluffy Meringue. Welches sind eure liebsten Düfte von dieser Liste, oder allgemein von Goose Creek? Und wie seht ihr das: Je mehr, desto besser, oder lieber weniger, aber eher besondere Düfte? Seid ihr mit der aktuellen Auswahl zufrieden, oder überfordert? Wie findet ihr allgemein die Umsetzung von Food-Düften bei Goose Creek? Schreibt mir gern einen Kommentar, oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.



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