Yankee Candle Düfte, die 2017/18 das Sortiment verlassen und ob ich sie vermissen werde

In mehr, oder weniger regelmässigen Abständen werden verschiedene Yankee Candle Düfte in den Ruhestand geschickt und aus dem Hauptsortiment genommen. Für Yankee Candle Fans und Sammler ist diese Zeit, in der die retiring Fragrances bekanntgegeben werden immer spannend und jeder hofft, dass sein Lieblingsduft nicht unter den Düften ist, die das Sortiment verlassen müssen. Im Gegenzug kommen jedoch auch stetig neue Düfte ins laufende Sortiment hinzu. Im letzen Jahr hat uns Yankee Candle eine ganze Reihe neuer Düfte beschert und entsprechend viele Düfte werden nun dafür aus dem Programm genommen.


Es muss aber noch keine wilde Panik ausbrechen und Hamsterkäufe können getrost nach und nach getätigt werden, denn noch sind ja genügend Stückzahlen der Kerzen vorhanden, wahrscheinlich weit bis ins nächste Jahr, oder länger. Ich bin mir sicher, dass viele der Düfte das ganze Jahr über immer wieder in irgend welchen TK Maxx Filialen, oder online zu Billigpreisen auftauchen werden, so wie es bisher immer der Fall war. Spätestens dann solltet ihr aber zugreifen, denn was weg ist, ist weg. Nachproduziert wird halt nicht mehr, aber nur weil diese Düfte jetzt nicht mehr hergestellt werden, verschwinden sie ja nicht auch sofort aus den Geschäften.


Düfte, die z.B. im Vorjahr in den Ruhestand geschickt wurden, wie Sweet Apple, Amber Moon, A Child's Wish, Frankincense, Ginger Dusk, oder Wild Fig sind nach wie vor, fast ein Jahr später, noch problemlos zu bekommen. Lediglich bei Honey Glow und Lovely Kiku scheint es langsam etwas knapper zu werden, aber auch nur langsam. Vielleicht bei den UK-Düften sollte man nicht zu lange warten, da diese ja auch jetzt schon kaum unter 30,- zu bekommen sind, bedenkt man die Portokosten aus England. Bei diesen Düften wird die Preistendenz wohl schneller steigend sein, als beim deutschen Standardsortiment und diese Kerzen sind dann wahrscheinlich auch schneller vergriffen.


Das alles heisst aber nicht, dass all diese Düfte für immer verloren sind. Es kann immer mal passieren, dass der eine- oder andere Duft wieder auftaucht, z.B. als Sonderedition, aber vorerst einmal wird die Produktion dieser Duftsorten eingestellt. Da die Geschmäcker bekanntlich grundverschieden sind, gibt es immer einige Düfte, die man mehr, andere, die man weniger, oder gar nicht vermissen wird. Ich will mir heute einmal anschauen, welche Düfte in der kommenden Zeit in UK und/oder Europa aus dem Sortiment gehen werden, oder bereits im Laufe des Jahres eingestellt wurden.


Champaca Blossom: Ein bisschen traurig ist es schon, dass dieser Duft geht, denn ich empfinde ihn als einen der schönsten unter den Blumendüften. Sanft und süss und interessant kommt der Duft daher und ist wirklich sehr angenehm. Mit meinen zwei Backups werde ich allerdings noch eine halbe Ewigkeit hinkommen und in Anbetracht dessen, dass es Blumendüfte wie Sand am Meer gibt, wird sich sicherlich eine Alternative finden lassen.

Oud Oasis: Dies ist ein Duft, den ich nicht vermissen werde. Zwar fand ich den Kaltgeruch durchaus interessant, aber nachdem ich ein Tart davon in der Duftlampe hatte, habe ich meine Kerze sofort weggegeben, da mir klar war, ich würde sie niemals brennen wollen. Der Duft wirkt auf mich einfach unausgewogen und es gibt in der Richtunge einfach wesentlich bessere Düfte.

Sea Salt & Sage: Diese Kerze aus der Riviera Escape Reihe hätte schon lange eingestampft, oder überarbeitet werden sollen, denn sie hat wirklch absolut keine Duftabgabe. Dies ist sehr schade, denn als Tart ist Sea Salt & Sage ein wunderbarer Duft, den ich sehr gern mag. Die Kerzen hingegen kann ich sogar im Doppelpack brennen haben und nehme sie nicht im geringsten wahr, insofern werde ich sie auch nicht vermissen.


Serengeti Sunset: Da die komplette "Out of Africa"-Reihe eingestellt wurde, hat es auch Serengeti Sunset mit erwischt. Der Duft ist parfümig, maskulin, aber mit einer zarten Orangennote und insgesamt durchaus interessant, jedoch verzichtbar. Zudem stört mich die sehr schlechte Duftverteilung und ich finde den Duft im Raum einfach viel zu schwach, wenngleich dezent noch wahrnehmbar. Für mich wie schon gesagt verzichtbar.

Pink Hibiscus: Ein leider sehr unterschätzer Duft. Vermuten viele Käufer sicherlich einen sehr blumigen Duft, so ist die Kerze Pink Hibiscus doch eher kräftig, leicht süss und vor allem fruchtig. Wer z.B. Hibiskustee kennt, weiss, dass diese Pflanze nicht typisch blumig ist, sondern eher wie eine reife Frucht riecht. Ich denke, diese Kerze hätte beliebter sein können, hätten sich nur mehr Käufer an sie herangetraut.

Candy Cane Lane: Der vielleicht grösste Schock auf dieser Liste ist dieser herrliche Pfefferminzbonbonduft, in den ich mich vom ersten Schnuppern an verliebt habe. Ich kann kaum glauben dass der Duft uns verlassen wird und ich werde mir mit Sicherheit noch Backups zulegen. Bei z.B. Village Candle gibt es gute Alternativen, wie Peppermin Stick und Peppermint Bark und auch bei Country Candle ist der Duft Peppermint Twist durchaus ähnlich, wie Candy Cande Lane, aber trotzdem bleibt Yankee-Version hier mein Favorit, da sie für mich einfach die perfekte Mischung in dieser süss-minzigen Richtung Richtung darstellt.


Egyptian Musk: Ebenfalls aus der "Out of Africa"-Reihe werden diesen Duft wohl viele Fans vermissen. Ich muss zugeben, dass der Duft an sich wirklich gut ist mit seinem parfümig, maskulinen Touch und der kräftigen Moschusnote. Trotzdem ist dies eine Kerze, die ich so gut wie nie gebrannt habe, weil ich sie im Raum einfach nur sehr schwach und dezent wahrnehme, eher auf ein Tart zurückgreife.

Orange Splash: Dies ist wieder eine Kerze, der ich nicht nachtrauere, denn wenngleich der Duft sehr schön frisch und spritzig ist, ist der "scent throw", also die Art und Weise, wie sich der Duft im Raum ausbreitet, einfach unter aller Kanone und kaum bis gar nicht wahrnehmbar. Kein Verlust.

Tarte Tartin: Are you kidding? Ich brauche Backups, definitiv. Zwar hatte ich zu dem Duft immer ein eher gespaltenes Verhältnis, da ich mir nie sicher war, ob mich die säuerliche Apfelnote im kuchigen Duft begeistert, oder stört, aber es ist trotzdem eine Kerze, die ich oft und gern gebrannt habe und die auf jeden Fall eine Besonderheit ist. Es ist kein 08/15 Duft, wie man ihn in ählicher Art schnell wiederfinden wird, insofern werde ich mir ganz sicher noch ein paar Expemplare dieser schönen, intensiven Kerze bunkern.


Cranberry Twist: Cranberry Twist ist wirklich toll. Der Duft ist fruchtig und intensiv und eigentlich wirklich vermissenswert, aber: Die Kerze tunnelt unglaublich schlimm und will einfach nicht vernünftig abbrennen, so dass ich kaum Spass an ihr hatte. Brauche ich also kein Backup von und brenne stattdessen lieber den viel süssfruchtigeren Berry Trifle, den ich ebenfalls noch im Schrank habe.

Berry Jam: Ein Duft der Sorte "Okay", aber keiner, der wirklich herausstechen, oder in Erinnerung bleiben würde. Berry Jam ist ein solider Fruchtaufstrichduft, aber ich hatte bis eben ehrlich gesagt schon fast vergessen, dass ich ihn überhaupt habe und insofern wird er mir auch nicht wirklich fehlen.

White Chocolate Apple: Dieser Duft hat von Anfang an die Gemüter gespalten, einige hassten ihn, andere liebten ihn. Bei mir ist es eine regelrechte Hassliebe. Wirklich gut finde ich den Duft nicht und er wirkt mir auch ein bisschen muffig, trotzdem kann ich mich aber nicht wirklich davon trennen. Mit meinem einen Expemlar bin ich aber zufrieden und muss den Duft nicht hamstern.


Cosy By The Fire: Richtig so, weg damit. Sorry an alle Fans dieser Kerze, aber für mich ist dies ein wirklich unerträglicher Stinker. Glühwein vorm Kamin beschreibt den Duft recht gut, wobei ich weder die "weinige" Note besonders schön finde, noch mich mit der aufdringlich rauchigen Komponente anfreunden kann.

Honey Blossom: Honey Blossom ist ein süsslicher, blumiger Duft, der mit seiner Leichtigkeit an bunte Schmetterlinge erinnert, die über die herrlich duftenden Blüten hinwegtanzen. Es ist kein Blumenladenduft, sondern hat halt eine gewisse Süsse und Verspieltheit inne. Honey Blossom gefällt mir wirklich ausgesprochen gut und ich habe auch noch ein Backup. Eine Auswahl an Düften in dieser Richtung aber, ist gegeben und ich bin zuversichtlich, für die Zukunft eine gute Alternative finden zu können.

Kilimanjaro Stars: Der dritte Duft aus der "Out of Africa"-Reihe ist ein parfümiger, aber nicht wirklich im Gedächtnis bleibender Duft. Soweit zwar o.k., aber für mich austauschbar und nichts Besonderes. Das Label und die Wachsfarbe sind wirklich schön, aber es reicht mir ein Expemplar davon für die Optik im Kerzenregal stehen zu haben.


Cassis: Cassis ist ein Duft, den ich ähnlich wie Jelly Bean UK, oder Pink Dragon Fruit nicht wirklich zuordnen kann. Nach schwarzen Johannisbeeren duftet er zumindest nicht. Dies soll nicht heissen, dass es ein gänzlich schlechter Duft wäre und er ist durchaus irgendwie interessant, aber nachtrauern werde ich ihm nicht.

Cappucino Truffle: Diese Kerze ist für mich ein klarer Fall von falscher Vermarktung und hätte viel mehr Anhänger finden können. Dark Chocolate Praliné wäre zum Beispiel meiner Meinung nach ein viel passenderer Name gewesen, denn auch wenn die Kerze meinem persönlichen Geschmack zwar nicht entspricht, ist sie doch eindeutig ein dunkler Schokoladentraum mit Pralinencreme. 

Pain Au Raisin: Pain Au Raisin ist ein sehr beliebter und intensiver Duft, dem sicher viele Kerzenfreunde nachtrauern werden. Ich persönlich konnte mich nie so 100%ig mit dem Duft anfreunden, kamen mir doch immer die in Alkohol getränkten Backrosinen ein bisschen zu sehr heraus. Die kuchige und zuckergussartige Komponente hingegen hat mir immer sehr gefallen. Schade ist, dass mit dem Wegfall dieser Sorte Yankee Candle dann aktuell wirklich gar nichts mehr in der kuchig-süssen-intensiven Richtung im Programm hat. Wirklich schade, aber dafür gibt es bei anderen Firmen ja umso mehr tolle Kerzen in der Duftkategorie.


Bundle Up: ...oder wie ich ihn nenne: Waschmittel im Winter. Dieser Duft hat mich nie wirklich überzeugt und auch das entsetzliche Label hat wohl einiges dazu beigetragen, dass ich mit der Kerze ein wenig auf Kriegsfuss stehe. Zwar im Bereich des erträglichen und nicht allzu sehr an Waschpulver erinnernd, werde ich die Kerze aber auch nicht vermissen.

Pineapple Cilantro: Pineapple Cilantro ist ein frischer Ananasduft, der zwar nett ist, mich aber nicht vom Hocker haut. Ich bin aber auch kein ausgesprochener Ananasfan, vielleicht liegt es daran, aber die Kerze wird mir nicht fehlen. 

Riviera Escape: Auch der Namensgeber aus der Riviera Escape Reihe wird in Ruhestand geschickt. Zwar eine ganz nette Kerze, aber kein wirklicher Verlust, denn ich finde, dass es Kerzen in dieser Richtung (frisch, Meer) einfach genügend gibt und man wird immer eine alternative Sorte haben, auf die man zurückgreifen kann, wenn man etwas in dieser Richtung sucht.


Olive & Thyme: Diese wirklich ungewöhnliche Kerze werde ich nicht vermissen, da sie mir persönlich einfach nie wirklich zugesagt hat. Die leicht ölige Olivennote und der Thymian passen für mich eher in ein griechisches Pfannengericht, als in eine Kerze und es ist kein Duft, den ich zur Raumbeduftung wirklich schön finde. Nachdem nun auch Olive & Thyme das Sortiment verlässt ist aus der Riviera Escape Reihe lediglich noch Summer Peach regulär im Sortiment geblieben.

White Gardenia: Dieser zarte Blütenduft ist schon sehr schön und fein und er gefällt mir wirklich gut. Es gibt aber einfach viel zu viele Blumendüft, die einen ähnlichen Charakter haben und in Anbetracht dessen, dass dieser nicht wirklich intensiv daherkommt, kann ich gut damit leben, dass er gehen muss. 

Madagascan Orchid: Leider habe ich diesen unglaublich tollen, umwerfenden Duft viel zu spät entdeckt. Es ist der vierte Duft aus der "Out of Africa"-Reihe und meiner Meinung nach ein arg unterschätztes Kleinod. Der Duft ist intensiv und hat etwas fast Hypnotisches und Schweres an sich, das seinesgleichen sucht. Eine Wucht von Kerze, die wahrscheinlich aufgrund des Blümchenmotives nie die Beachtung gefunden hat, die sie verdient hätte. Hier werde ich mir definitiv noch einen Vorrat anlegen.


Candy Corn: Dieser knallsüsse Duft, der regelmässig zu Halloween auftauchte, ist dieses Jahr nicht zurückgekehrt. Ob er allerdings gänzlich im Ruhestand ist, oder irgendwann in den nächsten Jahren saisonal nochmal auftauchen wird, kann man nicht mit Bestimmtheit sagen. Mir persönlich war der Duft immer zu klebrig und übertrieben süss, aber es gibt sicherlich einige Zuckernasen, die ihn vermissen werden.

Cranberry Pear: Cranberry Pear ist ebenfalls ein Duft mit dem ich mich nie so richtig anfreunden konnte. Zwar ist er von der Duftverteilung her in Ordnung, aber Birne scheint irgendwie nicht so wirklich mein Favorit zu sein. Ich habe mich damals auch ein bisschen von dem kurzen Hype um den Duft verlocken lassen, habe die Kerze nun aber schon lange nicht mehr und vermisse sie auch nicht.

Black Plum Blossom: Auch dieser süsse und fruchtige Blütenduft wird nicht weiterproduziert, was sehr schade ist, denn da Pink Hibiscus ebenfalls geht, gibt es derzeit dann im Yankee Candle Sortiment keinen mir bekanten Alternativduft, was kräftige, fruchtige Blütendüfte angeht, die ihren Schwerpunkt nicht auf dem blumigen haben, sondern auch für Blumenskeptiker gut geeignet sind.


Ausserdem werden die Pure Radiance Kerzen weltweit gänzlich und dauerhaft aus dem Sortiment genommen und die Simply Home Kerzen wurden von den Home Inspiration Kerzen ersetzt.

Für die USA Kerzenfans ist vielleicht noch interessant, dass die "Man-Kerzen" Camounflage, MMM Bacon, On Tap und Riding Mower aus dem Programm genommen wurden und dass die Reihe "Country Kitchen" komplett eingestellt wurde. Ausserdem werden die Relaxing Rituals Kerzen nicht fortgeführt.


Dieses Jahr ist die Liste der Düfte, die uns verlassen wirklich sehr lang, aber es sind auch ungewohnt viele neue Duftsorten hinzugekommen. Ich muss aber auch sagen, dass erstaunlich viele Düfte dabei sind, bei denen ich die Qualität und/oder Performance überdurchschnittlich schwach, oder schlecht fand. Einige der Sorten sind bereits eingestellt, bei anderen wird die Produktion zum Jahresende, bei wieder anderen im Laufe der kommenden Monate eingestellt. Zu bedenken gilt, dass diese Liste für UK und/oder Europa gilt, es mag also sein, dass der eine- oder andere Duft in den USA weiterhin vertrieben wird, wie es z.B. bei Sweet Strawberry der Fall ist, der bei uns schon lange im Ruhestand ist.


Ich persönlich finde nur den Verlust von Candy Cane Lane, Madagascan Orchid und Tarte Tatin wirklich schade, da dies wirklich qualitativ gute und intensive Kerzen sind. Um ehrlich zu sein war ich sogar ein bisschen geschockt, wie wenig echte Highlights sich im einheimischen Sortiment befinden und wieviele Kerzen zwar okay, aber verzichtbar sind. Ich hatte mir das vorher nie so direkt vor Augen geführt. Wie steht es mit euch? Ist euer Lieblingsduft auf der Liste? Welchen dieser Düfte werdet ihr besonders vermissen und steht ihr diesen Sortimentswechseln eher positiv, oder kritisch gegenüber? Hinterlasst mir gerne euer Feedback dazu in den Kommentaren, oder direkt in meiner Facebookgruppe.



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Mit Kringle-, Goose-, und Country Candle den Herbst geniessen: 10 weitere Duftkerzen für den Herbst

Obwohl die Luft draussen schon fast nach Schnee duftet und die Kälte so langsam und stetig klirrender wird, möchte ich euch heute noch den zweiten Teil meiner Herbstdüfteempfehlungen präsentieren. Im vorangegangenen Herbstpost habe ich bereits 10 Yankee Candle Düfte für die herbstliche Jahreszeit besprochen, nun möchte ich euch noch einige weitere Düfte von den Firmen Goose Creek, Kringle und Country Candle vorstellen, die meiner Meinung nach ebenfalls wunderbar in diese Jahreszeit passen.


Ich muss gestehen, dass ich viele dieser Düfte durchaus auch ganzjährig brenne, weil viele einfach unglaublich toll duften und einige einfach irgendwie immer passen. Die etwas gedeckteren, herberen und herbstlicheren Sorten scheinen es mir wohl aber einfach besonders angetan zu haben. Was nicht heisst, dass es nicht auch ganz viele andere tolle Düfte gibt...ach, wie könnte ich mich da je wirklich entscheiden, was mir am besten gefällt. Nun aber ohne weitere Umschweife zu den Düften:




Golden Autumn


Golden Autumn von Country Candle überrascht zuerst durch seine eher frische Natur. Dazu gesellen sich auf den zweiten Riecher wunderbare warme und holzige Noten. Sein wahres Potential entfaltet der Duft aber erst in angezündetem Zustand, wenn sich der Duft im Raum entfaltet. Kalt gerochen zwar nett, kommt das goldene Herbstgefühl erst im Raum so richtig zur Geltung. Die Frische scheint mehr und mehr in den Hintergrund zu rücken und der Duft beginnt tatsächlich an einen schönen, herbtlichen Waldspaziergang zu erinnern. Das Labelfoto ist entsprechend passend gewählt. Wenngleich die Kerze für mich nicht das Herbsthighlight schlechthin ist, ist Country Candle hier doch eine durchaus interessante Duftkomposition gelungen.




Crunchy Leaves


Die Kerze Crunchy Leaves von Goose Creek ist ein aboluter Herbsttraum. Sorgen schwarze Johannisbeeren, Mandarinen und Äpfel für die fruchtige und süsse Komponente, so sorgen Zedernholz, Eichenrinde, Nelkenknospen und Amber für den herbstlich-holzigen Gegenpart. Die Kombination ist einfach betörend und ich kann mich gar nicht daran satt riechen. Natürlich gilt bei dieser Kerze, wie bei den meisten Goose Creek Düften: Unbedingt anzünden und warm im Raum riechen. Macht bei diesen Duftintensiven Marken nicht den Fehler und beurteilt sie nach dem Kaltduft, denn ihr werdet erstaunt sein, wieviel noch in diesen Düften steckt, wenn sie sich erst einmal anständig entfalten konnten.




Autumn Harvest


Ich kann mir vorstellen, dass dieser Duft bei vielen empfindlicheren Nasen auf Ablehnung stossen wird. Der Duft ist sehr direkt und eindringlich und die Kürbiskomponente ist sehr dominant. Zwar enthält der Duft auch noch Noten von Apfel, Zitrone und sogar Pinie, aber diese Düfte scheinen nahezu unter dem schweren Druck des buttrigen Kürbis unterzugehen. Ich hatte fast sogar das Gefühl eine Nuance Ahornsirup zu riechen, aber das hat wohl getäuscht. 


Im Vergleich zum gleichnamigen Duft von Kringle Candle, scheint man hier den Schwerpunkt der Mischung umverteilt zu haben, kommt mir die Kerze von Kringle doch wesentlich weniger aufdringlich vor. Das Rezept scheint nicht Eins zu Eins übernommen worden zu sein, wie es ja sonst bei vielen Country Candles der Fall ist. Unterm Strich ist Autumn Harvest zwar ein interessanter, herbstlicher Duft, aber wirklich nur für hartgesottene Duftfans zu empfehlen, denen schwere und aufringliche Düfte keine Kopfschmerzen bereiten.

 



Harvest Hayride


Harvest Hayride von Goose Creek ist ebenfalls ein sehr kräftiger Duft, der sich aber frei im Raum entfaltet zu einem echten Highlight entpuppt. Eine leicht süssliche Note schwebt über einer leicht rauchigen Komponente und einer interessanten Gewürzmischung aus z.B. Ingwer, Nelken und Zimt. Harvest Hayride ist wie eine warme, würzige Brise, die herüberweht und die bunten, herbstlichen Blätter quasi vor dem inneren Auge tanzen lässt. Ein wirklich schöner Duft und trotz seiner Verspieltheit einer der erwachseneren Vertretern dieser Duftkategorie.




Leaves


Kringle Candle beschert uns mit Leaves einen wirklich tollen und fruchtigen Herbstduft. Äpfel, Zimt und rote Früchte vermischen sich zu einem Herbstwind der besonderen Art. Zwar durchaus intensiv, aber nicht allzu aufdringlich entfaltet sich dieser wirklich schöne Duft ganz wunderbar im Raum und lässt wohlige Herbststimmung aufkommen. Für die erquickende Komponente beinhaltet der Duft eine gute Portion Cider, also Apfelschaumwein, bzw. auch oft unter dem französischen Namen Cidre bekannt. Ein empfehlenserter Duft, den es sowohl von Kringle, als auch von Country Candle zu kaufen gibt.





Autumn Rain


In eine gänzlich andere Richtung geht der Duft Autumn Rain von Kringle Candle. Autumn Rain ist ein sehr klarer und nahezu erfrischender Duft mit leichten, grünen Noten, sowie einem Hauch Bergamotte, Jasmin und anderen Zutaten. Der Duft erinnert tatsächlich ein wenig an Herbstregen und ist wirklich gut gelungen. Es ist ein sehr heller, leicht spritziger Duft, der durchaus zu empfehlen ist.





Kentucky Harvest


Goose Creek hat mit Kentucky Harvest einen meiner liebsten Herbstdüfte schlechthin kreiert. Ein Hauch von herbtlichen Äpfeln, sowie eine dezente Karamellnote werden von einem leichten Vanilleunterton, sowie Nelke getragen und verbinden sich zu einem unglaublich tollen Duft, von dem ich mir nie hätte träumen lassen, dass er unter Verwendung dieser Zutatenkombination möglich gewesen wäre. Hier haben die Duftmixer bei Goose Creek wirklich ganze Arbeit geleistet. Ein Taum von einem Duft.





Pumkin Spice Muffin


Ein hundertprozentiger Richtungswechsel, aber ebenfalls ein absoluter Volltreffer ist Pumpkin Spice Muffin. Dies ist einer meiner absoluten Lieblingsdüfte und er passt wunderbar in die Herbstzeit. Pumkin Spiced Muffin ist wieder eine Kerze, die man unbedingt warm geniessen muss und bei der man nicht von dem Kalt- auf den Warmduft schliessen sollte. Besonders die Unternote von kuchigen, frisch gebackenen Muffins aus dem Ofen kommt erst in angezündetem Zustand wirklich gut heraus. Eine perfekte Kombination von Zimt und Kürbis lassen mich darüber hinaus dann schlichtweg dahinschmelzen und sich leicht im Hintergrund befindliche Noten von Muskat und Ingwer, sowie braunem Zucker, Ahorn und Vanille runden den Duft perfekt ab. Absolute Empfehlung.





Harvest Skyline


Dieser Duft von Goose Creek ist eine limited Edition und wie fast alle limited Edition Kerzen dieser Marke ist sie aus Pflanzenwachs. Ich weiss nicht, ob es an der Wachsbeschaffenheit liegt, aber alle Düfte, die ich von diesen limited Editions kenne geben kalt nicht den geringsten, echten Eindruck auf den Warmduft. Kalt rieche ich hier lediglich etwas frisches, luftig-parfümiges heraus, aber warm entfaltet sich der Duft dann erst richtig gut und wirkt vollkommen anders. 

Die Kerze füllt die Luft mit einem tollen Aroma mit leicht holzigen Noten, etwas Tanne und Pinie, sowie Minze, Zitrone und Orange. Auch blumige Noten, wie Rose und Jasmin schwingen im Hintergrund mit und sowohl Sandelholz, Zedernholz, Moschus und sogar Patchouli bilden einen Duftwirbel der besonderen Art. Trotz der enthaltenen Komponenten ist der Duft nicht unnötig schwer, sondern macht seinem Namen alle Ehre. Die Zutaten sind so gut ausbalanciert, dass man wirklich meinen könnte, die Luft über einer schönen, erntereifen Herbstwiese wahrzunehmen, oder mitten in einem Kornfeld zu stehen.

 



Autum Walk


Autumn Walk ist ebenfalls eine limited Edition aus der Happy at Home Collection. Der Duft ist eine Mischung aus Apfel und Gewürznelke, der durch Noten von Sandelholz, Moschus und Blüten ergänzt wird. Der Kaltgeruch ist wieder einmal nichtssagend, aber im Raum verbreitet sorgt der Duft für eine nahezu betörende Stimmung mit einer sehr interessanten Tiefe und Bodenständigkeit. Vielleicht nicht jedermanns Liebling, aber trotzdem eine durchaus gelungene Herbstkerze für Freunde eher maskuliner Duftkompositionen.




Meine Punktewertung für diese Düfte:

Golden Autumn  6/10
Crunchy Leaves  8/10
Autumn Harvest  4/10
Harvest Hayride  7/10
Leaves  7/10
Autumn Rain  7/10
Kentucky Harvest  9/10
Pumpkin Spiced Muffin  10/10
Harvest Skyline  7/10
Autumn Walk  6/10

Ich denke, die Fans schöner, herbstliche Düfte müssen sich keine Sorgen machen, denn die Auswahl ist wirklich gross und sehr gut. Wie sind eure persönlichen Erfahrungen mit diesen Düften? Habt ihr vielleicht noch andere, tolle Herbskerzentipps? Hinterlasst mir gern ein Feedback hier in den Kommentaren, oder direkt in meiner Facebookgruppe.


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Village Candle Limited Editions Review

Die Marke Village Candle, über die ich vor Kurzem schon ausführlich berichtet hatte (LINK) überschwemmt uns in diesem Jahr nahezu mit Limited Edtitions. Wie limitiert diese Kerzen tatsächlich sind, darüber lässt sich nur spekulieren. Es lässt sich nicht leugnen, dass sich unter diesen Kerzen so einige wirklich interessant klingende Duftbeschreibungen befinden. Einige dieser Limited Edition Düfte habe ich inzwischen schon ausgetestet und werde euch heute einmal näher darüber berichten.


Ich habe den Eindruck, dass man den Aufdruck "Limited Edition" nicht allzu ernst nehmen sollte, weil gefühlt fast alle Veröffentlichungen der zweiten Jahreshälfte diesen Jahres so gelabelt wurden und viele der nicht limitierten Düfte ja auch einen stetigen Sortimentswechsel durchleben. Man findet diese Düfte in jedem relevanten Onlineshop in Hülle und Fülle und muss wohl zumindest in näherer Zukunft keine Angst haben, einen der Düfte zu verpassen. Ausserdem ist nirgendwo eine Auflagenzahl dieser angeblichen Limitierung zu finden, was bedeutet, dass die Düfte, die sich gut verkaufen, ohnehin ohne Ende nachproduziert werden können.

Ob der Aufdruck nun lediglich den Verkauf anheizen soll, oder diese Düfte tatsächlich nur in begrenzter Zahl produziert wurden, ist letztlich ja aber auch vollkommen egal - schick schaut er ja aus, der silber-glänzende Schriftzug und dem Duft an sich macht es nichts aus in welcher Stückzahl er produziert wird. 

Folgende Düfte habe ich für euch probegeschnuppert:


Mandarin Agarwood


Dies ist ein richtig schöner, frischer, spritziger und authentischer Mandarinenduft mit einer leicht holzigen Unternote, die aber nicht zu sehr hervorsticht. Es ist der Duft einer frisch geschälten Mandarine, als würde man die Schale auf der Heizung trocknen damit sich der Duft im Raum ausbreitet. Die leicht holzige Unternote ist wirklich nur unterstützend und nicht dominant, so dass sie einfach nur den schönen Mandarinenduft noch etwas mehr hochhebt. Dies ist für mich zweifelsohne eine der gelungeneren Kerzen aus den limited Editions.




Leather Bound


Leather Bound hatte ich mir im Vorfeld ganz anders vorgestellt. Ich weiss gar nicht genau was ich erwartet habe, aber so einen Duft wohl nicht. Der Duft enthält holzige Noten von Bambus und Eiche, sowie einen leichten Unterton von Vanilla Bourbon, den ich allerdings nicht herausrieche. Auch Wildleder soll Bestandteil des Duftes sein, ist aber wenn dann nur ganz unterschwellig wahrnehmbar. Es ist ein insgesamt holziger, aber nicht waldiger und recht heller Duft, der zwar nicht das ist, was ich erwartet hatte, aber je öfter ich daran rieche doch immer mehr gefällt.




Indian Summer


Bei Indian Summer stösst mir zuerst eine leicht säuerliche Note eher unangenehm auf. Danach geht diese Note aber in der Kürbis/Gewürznelkenmischung unter und stört nicht mehr. Der leicht säuerlich-fruchtige Anteil ist wohl der enthaltenen Kaki-Frucht zuzuschreiben. Alle drei Komponenten finden mit der Zeit ein gutes Gleichgewicht und selbst der Kürbis, der ja sonst in solchen Düften recht dominant daherkommt, gesellt sich anstandslos hinzu. Durch das gute Gleichgewicht ist dieser Duft nicht anstrengend, sondern hat eine gewisse Leichtigkeit inne, wodurch ich denke, dass der Duft auch solchen Leuten gefallen könnte, die ansonsten eher vor Kübis und Gewürzdüften zurückschrecken. Für mich kein Must-Have, aber nach kurzer Gewohnheitsphase doch durchaus eine angenehme Duftkomposition.




First Frost


First Frost ist ein Duft, der mir im Vorfeld oft empfohlen wurde und sich anscheinend recht hoher Beliebtheit erfreut. Ich muss zu meiner Schande gestehen, mich überzeugt er nicht. Dieser Zitrusdominierte Duft aus Zitrone und Limonenblättern wird durch Zuckerrohr und Jasmin zwar noch etwas relativiert, insgesamt scheint mir der Duft aber nicht so recht zu wissen, in welche Richtung er will. Ich mag Zitrusdüfte eigentlich sehr gern, würde mich aber lieber für einen direkteren Duft in diese Richtung entscheiden. So ist es ein Duft, den ich nicht so recht einordnen kann und denn ich bestenfalls als nett einstufen würde. Nachkaufen würde ich ihn nicht.





Let It Snow


Let it Snow lässt mich ein wenig hin- und herschwanken. Obwohl die cremige Vanille und der leicht karamelisierte Zuckerduft deutlich wahrzunehmen ist, ist es letztenendes glaube ich der Muskat, der mich nicht 100%ig überzeugen kann. Als Schneeduft würde ich ihn keinesfalls einordnen, auch wenn das wohl hässlichste Labelfoto der Kerzengeschichte mir dieses suggerieren will. Ganz ehrlich: Findet jemand diesen Haferschleim-Schneemann des Grauens wirklich ansehnlich? Unterm Strich ist dies ein Duft, der zwar nett und auch nicht unangenehm ist, bei mir aber auch keine Begeisterung auslöst und auf den ich auch gut hätte verzichten können.





Mountain Retreat


Mountain Retreat ist mein Überraschungshit bei den limited Editions. Fast hätte ich ihn mir gar nicht gekauft, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass er mir gefallen würde und am Ende ist er nur der Komplettheit halber im Einkaufswagen gelandet. Der Duft besteht aus fruchtigen Beeren mit Amber und Pfefferkörnern. Das Labelbild passt wie die Faust aufs Auge und der Duft erinnert tatsächlich an ein fruchtiges Glas Wein vorm gemütlichen Kamin, ohne jedoch alkoholisch zu riechen. Eine durchaus überraschend gelungene Kerze.





Pumpkin Bread


Bei Pumpkin Bread rieche ich zuerst den Lebkuchen als dominante Basis heraus. Der Ingwer, Muskat, Nelke und sogar der Kürbis vermengen sich dazu zu einer Gewürzduftmischung und somit ist auch dies kein typischer Kürbisduft. Lebkuchendüften stehe ich generell sehr kritisch gegenüber und allzu oft ist dieser Duft einfach viel zu aufdringlich und für mich sogar unangenehm. In diesem Falle hält sich das zwar in Grenzen und ich würde den Duft nicht als unangenehm beschreiben, einer meiner Lieblingsdüfte ist dies aber nicht und ich hätte eigentlich auch erwartet, dass der Kürbis etwas mehr hervorkommt.





Serenity


Serenity ist für mich ein Reinfall und riecht wie eine Mischung aus billigem Seifenpulver und Handwaschseife. In angezündetem Zustand zwar o.k. und nicht mehr so bissig, sondern wesentlich weicher als der Kaltgeruch, aber definitiv für mich kein Highlight. Der Duft enthält exotisches "Ylang Ylang" (was auch immer das sein soll) und Amber, den man aber leider nicht wirklich wahrnimmt.





Autumn Colors


Dieser Duft ist zwar ebenfalls kein Highlight, aber durchaus angenehm. Er enthält Orangenblüte, Birne, Minze und Salbeiblätter. Oberflächlich stehen am ehesten die Orangenblüte und der Salbei hervor, aber auch die anderen Komponenten sind wahrnehmbar. Der Duft ist frisch und ganz leicht parfümig und durch die Minze eher kühl. Obwohl der Duft nicht gänzlich unangenehm und durchaus brauchbar ist, ist er von der erwarteten Gemütlichkeit meilenweit entfernt. Frühlingsmorgen hätte als Bezeichnung ebenso gepasst, vielleicht sogar besser, als Herbstfarben. Insgesamt o.k. ist dies aber keiner der Düfte, die ich wieder haben müsste.





Forest Hike


Forest Hike ist der schrecklichste Duft auf dieser Liste. Ich empfinde ihn als unangenehm säuerlich. Zudem nehme ich feuchtes Moos und Regenwetter wahr. Der Wacholder, sowie die holzigen Noten kommen nicht gut hervor. Ich habe wirklich versucht diesen Duft zu mögen und ihn mehrfach gebrannt, aber wir werden einfach keine Freunde. Das Labelbild ist herrlich und ich hatte mir einen schönen, waldigen Duft erhofft. Die säuerliche Komponente ist aber einfach nicht schön, sehr dominant und kann mich auch nach längerer Zeit und mehreren Versuchen nicht für sich gewinnen.



Meine Punktewertung für diese Düfte:
 
Mandarin Agarwood  7/10
Leather Bound  5/10
Indian Summer 6/10
First Frost  4/10
Let It Snow  5/10
Mountain Retreat  8/10
Pumpkin Bread  4/10
Serenity  2/10
Autumn Colors  5/10
Forest Hike 2/10
 
Fazit: Für mich sind diese Editionen ein Glücksspiel, denn ohne Laden vor Ort muss ich mir, wie viele von euch wahrscheinlich auch, die Düfte auf Grundlage der Beschreibung zumeist blind bestellen. Überraschenderweise waren bei diesen Düften viele "O.K."-Düfte dabei, was gegen meine bisherigen Erfahrungen mit Village Candle spricht, denn besonders bei den Mixdüften heisst es bei mir hier in der Regel entweder Hop, oder Top. 

Neue Lieblingsdüfte habe ich in der Reihe bislang nicht gefunden, dennoch sind einige Düfte dabei, die ich mit Freude abbrennen werde. Nachkaufen werde ich mir allerdings wahrscheinlich keinen der Düfte, so umwerfend sind sie dann insgesamt doch nicht und hätte ich hier jetzt nicht zugeschlagen, wäre es auch kein Untergang gewesen.

Was haltet ihr von den Limited Edition Kerzen? Habt ihr neue Lieblinge gefunden? Welche Sorten habt ihr schon probiert? Hinterlasst mir gerne euer Feedback dazu in den Kommentaren, oder direkt in meiner Facebookgruppe.



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Blondie: Pollinaotor CD-Album-Review

Das 2017er Blondie Album Pollinator ist sowohl als CD, als Stream, MP3, Cassette und auf Vinyl erschienen – das volle Programm also. Blondie machen seit rund 40 Jahren Musik und von der Originalbesetzung sind sowohl Debbie Harry, als auch Chris Stein noch immer mit an Bord.

Die Band hatte in den späten 70ern und frühen 80ern ihre vorerst grössten Erfolge und dann in den späten 90ern ein grosses Comeback. Seitdem erscheinen von Zeit zu Zeit wieder neue Blondie-Alben, die mal mehr, mal weniger gelungen ausfallen. Wie steht es ums aktuelle Album Pollinator, das von den Kritiken gelobt in mir hohe Erwartungen geweckt hat? Nun, ich will mir das Ganze einmal Track-By-Track anschauen:


Der Opener Doom or Destiny wäre in den späten 70ern sicherlich ein Hit geworden und wäre auf einem der frühen Blondie-Alben gut aufgehoben gewesen. Als aktuelle Nummer löst der Song in mir aber keine Begeisterung aus, zumal Blondie schon allzu oft mit Songs in diese Richtung gegangen ist. Trotzdem aber ganz nett und mit Joan Jett in den Backingvocals einer der besseren Songs dieses Albums.

Long Time ist ein Mix aus eben schon genannter „Nostalgie“ gepaart mit moderneren Tönen und einem ziemlich herkömmlichen Melodienaufbar. Er ist ein bisschen der „auf Nummer sicher“-Song dieses Albums, damit man auch wirklich eine Single parat hat. Um die Charts zum explodieren zu bringen, dazu reichts dann aber doch nicht und um Blondie wirklich gerecht zu werden, dazu ist er zu glatt, so dass unterm Strich ein „ganz nett“ die wohl rechte Bezeichnung ist. Anzumerken ist, dass einige der Remixe mehr Spass machen, als die Albumversion.

Already Naked ist wieder ein Song, der besser auf ein Mitt-80er Album gepasst hätte. Zudem gibt er mir persönlich gar nichts und ist in meinen Augen lediglich ein Lückenfüller auf den ich auch hätte verzichten können. Stört jetzt nicht sehr, gewinnt nach mehrmaligem Hören auch ein bisschen, reisst aber auch nichts raus.

Fun, die erste Single des Albums ist auch bestenfalls als O.K. einzustufen. Warum der Song als Single ausgewählt wurde ist nur allzu offensichtlich: Er ist tanzbar und leicht remixbar für die Clubs. Ich finde diese Nummer aus Disco-Klängen mit einem Hauch Bee Gees-Vibe aber ausgesprochen lahm und einfallslos.

My Monster, der zuvor schon als B-Seite von Fun veröffentlicht wurde ist wieder ein wenig „schrammeliger“, wird aber durch schräge Sythesizertöne gestört und weiss insgesamt auch nicht zu begeistern, dümpelt er doch nur so sich hin ohne wirkliche Höhen, oder Tiefen. Als B-Seite war der Song schon ganz recht aufgehoben und hätte nicht zum Album-Track erhoben werden müssen.

Best Day Ever scheint sich ein bisschen auf die gute alte „rotzige“ Stimmung berufen zu wollen, aber das haut leider nicht hin. Der Song ist recht eintönig und nach mehrmaligem Hören empfinde ich ihn sogar als nervig. Für mich vielleicht der störenste Song auf dem Album.

Gravity ist ganz nett und wäre auf einem der frühen Blondie-Album sicherlich ein guter Track gewesen. So kann ich mich dem Eindruck aber nicht erwehren, einfach schon genug in dieser Richtung gehört zu haben. Trotzdem nicht schlecht, ein bisschen rockig, ein bisschen New Wave, ein bisschen quietschig und ein gutes Tempo. Vielleicht wäre als Remix, oder anderer Produktion, oder anderer Instrumentalisierung sogar leichtes Hitpotential darin versteckt gewesen.

When I gave up on you ist für mich der Mega-Langweiler des Albums. Eine Ballade, die nur so vor sich hindümpelt und einfach nichts zu bieten hat. Schlimmer noch: Selten habe ich Debbie so vor sich hinjaulen hören, wie hier. Schrecklich. Ich bin bei jedem Mal Durchhören froh, über diese Nummer hinweg gekommen zu sein.

Love Level ist der erste Song dieses Albums, der ihm das „Explicit Lyrics“ Aufkleberchen eingebracht hat. Nun, nach „When I gave up on you“ konnte es jetzt ja nur noch wieder bergauf gehen, gern hätte man sich aber die Trompetentöne und die Sprechgesangparts von John Roberts sparen können. Der Beat ist ganz nett und lädt zum Mithopsen ein, leider weiss der Song als Ganzes aber nicht wirklich zu überzeugen.

Das Intro von Too Much wirkt auf mich ein bisschen wie „es folgen die Nachrichten“. Anschliessend wird es kurz ein wenig hüpfig und dann folgt ein ruhigerer Gesangspart, bevor der hüpfige Beat wieder einsetzt und sich eine relativ glatte Disconummer entwickelt. Der Aufbau ist durchschaubar und nichts Besonderes und auch Melodie und Lyrics sind Durchschnittsmassenware. Ebenfalls wieder Kategorie: Ganz nett.

Fragments hat mich vom ersten Ton an in seinen Bann gezogen. Ich habe nicht mehr damit gerechnet auf dem Album noch ein Highlight zu finden, aber diese „düstere Ballade“, die vom Stil her fast besser aufs Album Ghosts of Download gepasst hätte gefällt mir ausgesprochen gut und wenn der Song dann nach fast 2 Minuten in schnelle, rockigere Gefilde wechselt, hat mich der Song endgültig gepackt. Dies ist der zweite Song des Albums mit dem „Explicit“ Label. Er überzeugt mich sowohl vom Aufbau, als auch dem Gesang und der Instrumentalisierung. Für mich ist dies der beste Song des Albums, den ich mich auch locker mehrmals hintereinander anhören kann.

Man hätte dieses Album locker mit den letzten Tönen von Fragments ausklingen lassen können und wäre mit positivem Gefühl hinausgegangen, stattdessen fügte man aber mit dem Hidden Track Tonight noch eine Nummer zu. Tonight ist nach kurzer Pause hinter Fragments auf der CD-Version des Albums (bei Vinyl und MP3 weiss ich es nicht) zu finden. Tonight ist eine durchaus ordentliche Rockballade und einer der positiver herausstechenden Songs der Scheibe.

The Breaks ist ein Track, der es nicht regulär aufs Album geschafft hat und als B-Seite von Long Time veröffentlicht wurde. Auf der JP Version des Albums ist er als Bonus Track zu finden. Wenngleich auch dieser langsamere Song kein Highlight ist, hätte es dem Album durchaus gut getan, ihn anstelle von When I gave up on you ins Tracklisting einzubinden, passt er doch vom Stil her besser hinein und hätte zu einem stimmigeren Gesamtbild beigetragen.

Fun (Spirit of 79 Remix) ist ebenfalls als Bonustrack auf der JP-Version des Albums zu finden und ich muss sagen, der Remix tut dem Song gut und macht ihn interessanter, als die reguläre Album, bzw. Single Version. Der Disco-Vibe wird hier besser eingefangen und auch wenn dies den Song natürlich immer noch nicht zum Volltreffer macht, macht er zumindest etwas mehr Spass.


Unterm Strich bleibt für mich ein sehr mittelmässiges Album, das mehr enttäuscht, als begeistert. Ich liebe Blondie, aber diese Scheibe wirkt auf mich recht zusammengeschustert und wie der Versuch mit Versatzstücken aus verschiedenen Songstilen der Vergangenheit punkten zu wollen. Haut aber nicht wirklich hin. Neue, oder innovative Ideen sucht man hier vergebens. Die Bemühung sich auf alte Stilrichtungen zu besinnen, bringt leider lediglich eine Reihe recht bedeutungsloser Songs und ein mehr, oder minder höhenlos vor sich hindümpelndes Album hervor.

Trotz aller Kritik muss ich dem Album zugutehalten, dass es nach mehrmaligem Hören noch etwas gewinnt, leicht wächst und durchaus irgendwie zu gefallen weiss, auch wenn es über das Mittelmaß kaum wirklich hinauskommt. Neue Fans wird man mit diesem Album wahrscheinlich kaum gewinnen können und für die alten Fans ist es wohl eher eines von Vielen, als wirklich herausstechend. Mich zumindest weiss das Album, auf das ich mich sehr gefreut hatte, nicht so recht in seinen Bann zu ziehen.




Blondie Discographie (Alben):

1976: Blondie
1978: Plastic Letters
1978: Parallel Lines
1979: Eat To The Beat
1980: Autoamerican
1981: The Best Of Blondie 
1981: Koo Koo (Debbie Harry Solo)
1982: The Hunter
1986: Rockbird (Debbie Harry Solo)
1988: Once More Into The Bleach (Remix Album, Debbie Harry)
1989: Def, Dumb & Blonde (Debbie Harry Solo)
1991: The Complete Picture (The Very Best)
1993: Blonde & Beyond (Singles, B-Sides, Rarities)
1993: Debravation (Debbie Harry Solo)
1994: The Platinum Collection
1995: Remixed, Remade & Remodeled / Beautiful, the Remix-Album
1996: Denis ( = The Essential Collection)
1997: Picture This (Live) (in UK als Blondie Live)
1998: Atomic: The Very Best Of Blondie
1999: Most Of All: The Best Of Deborah Harry
1999: No Exit
1999: Live / Livid
2002: Greatest Hits
2003: The Curse Of Blondie
2005: Greatest Hits (CD/DVD Sight & Sound)
2007: Necessary Evil (Debbie Harry Solo)
2009: Singles Collection
2010: Live at the BBC
2011: Panic Of Girls
2011: Essential ( = Atomic: The Very Best Of Blondie)
2014: Blondie 4(0) Ever, Greatest Hits Deluxe Redux (Best Of, Re-Recorded)
2014: Ghosts Of Download
2004: Live By Request
2017: Pollinator


10 Yankee Candle Düfte für den Herbst

Passend zum herbstlichen Wetter, das ja schon fast in den Winter übergeht, möchte ich euch hier 10 Düfte vorstellen, die meiner Meinung nach wunderbar in diese Jahreszeit passen.




Autumn Night


Autumn Night ist ein herrlicher, plüsteriger und maskuliner Duft, der mir sehr gut gefällt. Er geht deutlich in die herbe Richtung und ist als Untermalung für einen gemütlichen Herbstabend bestens geeignet. In Sprühform könnte der Duft auch als Männerparfüm durchgehen.

Der Bergamottenbasierte Duft enthält zudem z.B. noch Noten von schwarzem Pfeffer, Ahorn, Eiche und sogar Lavendel und Grapefruit. Letztere sind aber nicht wirklich als solche typisch wahrnehmbar, sondern ergeben sich anstandslos der Gesamtnote.




November Rain


November Rain schlägt eine deutlich klarere, hellere Richtung ein, als Autumn Night, ist dadurch aber nicht weniger herbsttauglich. Der Duft setzt sich hauptsächlich aus Noten von Amber und Grün- bzw. Blattnoten zusammen mit einem winzigen Hauch von Menthol für den Frischefaktor.

Insgesamt gewinne ich von dem Duft den Eindruck eines frischen Eau de Cologne und empfinde ihn sehr gut als Untermalung für solche Herbsttage, an denen draussen noch die letzten Sonnenstrahlen durch die leicht vernebelte Nachregenluft auf das gefallene Laubwerk scheinen.




Fireside


Eigentlich wohl als Spätsommerduft für laue Sommernächte gedacht, passt dieser Duft aber auch herrlich in die Herbstzeit. Es ist ein rauher, aber nicht penetranter Geruch, der ein Lagerfeuer zwar erahnen lassen könnte, aber weder stark verraucht, noch verbrannt daherkommt.

Eine rauchige Note ist natürlich vorhanden, aber nicht zu dominant, oder wirklich typisch. Stattdessen ist der Duft einfach nur urgemütlich. Rustikale, holzige Noten treffen saftige grüne Zweige. Einfach ein toller, maskuliner Duft für gemütliche Herbstabende.




Autumn Gathering


Patchouli und Sandelholz bilden die Basis für diesen wunderbaren Herbstduft, der trotz seiner Komponenten nicht aufdringlich, sondern sehr unbeschwert daherkommt. Unterschwellige fruchtige Noten tragen ihr Übriges zum positiven Gesamteindruck bei.

Ich kann mir diesen Duft am besten z.B. nach einem Herbstspaziergang am Sonntagmorgen, oder an einem ruhigen Wochenendnachmittag vorstellen. Er hat irgendwie eine entspannende Wirkung auf mich und ist trotz seiner Verspieltheit sehr gut in sich abgestimmt.




Spiced Pumpkin


Natürlich darf auf einer Herbstduftliste kein Kürbis fehlen. In den USA zwar (noch) populärer als hierzulande, ist der Kürbis allein schon wegen Halloween und Erntedank nicht wegzudenken. Mit Pumpkin Spice liefert Yankee Candle einen würzigen Kürbisduft, der es in sich hat.

In den USA schon viele Jahre ein Herbstfavorit, spielt der Duft, der sich bereits seit 1988 im Standard-Herbstsortiment gehalten hat, mit Noten von Nelken, Zimt, Muskat und einem Hauch Zucker, die um den Kürbis herumzutanzen scheinen. Obwohl ich kein Fan von Nelken bin, ist die Gewürzmischung in diesem Duft gut abgestimmt und weiss mir zu gefallen.




Windblown


Was wäre der Herbst ohne seinen Wind - perfekt zum Drachenfliegen lassen, wie es uns auch das Labelbild aufzeigt. Dies ist zwar kein rein für den Herbst konzipierter Duft, passt jedoch bestens in diese Jahreszeit. Windblown ist ein leichter Duft, der mit einem Mix aus Lilie, Moschus und Zitrone sehr frisch ausfällt, wobei ich keine der Komponenten direkt herausrieche. Auch etwas Meeresluft soll enthalten sein, woraus sich dieser Duftanteil zusammensetzt ist jedoch nicht herauszufinden.

Windblown ist kein Duft, der mich umhaut, oder mich von Anfang an begeistern konnte, aber es ist ein durchaus angenehmer Duft, der mit der Zeit etwas wächst. Leider ist die Duftverteilung eher schwach und man sollte keine Duftbombe erwarten. Für eine angenehme Hintergrunduntermalung eignet sich der Duft aber sehr gut.





Bourbon Wood Barrels


Dieser Duft ist einfach unheimlich gut und passt zur Herbstzeit wie die Faust aufs Auge. Das Aroma der holzigen Fässer in denen der Bourbon heranreift ist absolut perfekt eingefangen, wobei keine unangenehme alkoholische Note dabei ist.

Dies ist ein Duft von dem ich nicht dachte, dass er mir überhaupt gefallen würde und bei dem ich mich aber dann schon beim ersten Mal Schnuppern absolut schockverliebt habe. Ich bin absolut begeistert und muss sagen, dies ist mal ein wirklich aussergewöhnlicher und hervorstechender Duft, wie es ihn selten gibt.




Farmer's Market


Farmer's Market ist für mich ebenfalls ein absolutes Herbst-Highlight. Der Kaltgeruch haut nicht vom Hocker und erst nachdem ich einen Tart davon in der Duftlampe hatte, war ich hin- und weg und habe ihn mir sofort in Kerzenform besorgt. 

Farmer's Market ist eine bunte Mischung aus herbstlichen Früchten und Gewürzen, die absolut voll, rund und warm herüberkommt und den Raum mit einer wunderbar herbstlichen Atmosphäre füllt. Dies ist einer meiner unangefochtenen Herbstfavoriten.




Harvest


Dieser Duft ist ebenfalls eine Mischung aus herben Gewürzen und süssen Früchten. Kürbis und Äpfel werden hier durch Zimt, Nelken und Moschus ergänzt und bilden einen sehr schönen Gesamtduft. Der Duft ist nicht so umfangreich wie Farmer's Market und nicht so intensiv wie Spiced Pumpkin, hat sich aber durchaus auch seinen Platz auf der Herbstliste verdient.

Harvest ist ein interessanter und angenehmer Duft und fängt die herbstliche Markt- Ernte- und Küchenatmosphäre sehr schön ein. Ich empfinde ihn ein ganz klein wenig wie den kleinen Bruder von Kitchen Spice, auch wenn die beiden Düfte eigentlich kaum vergleichbar sind.


 

Home Sweet Home


Dies ist für mich der Gemütlichkeits-Klassiker schlechthin. Home Sweet Home ist eigentlich zu jeder Jahreszeit passend, aber besonders im Herbst empfinde ich ihn als besonders kuschelig. Der Duft besteht hauptsächlich aus Zimt, hat aber auch eine leichte Gewürz- und Teenote im Unterton und wirkt insgesamt einfach angenehm und wohlig.

Wenn es draussen kälter wird, es vielleicht windig, oder regnerisch ist und man einen ungemütlichen Herbsttag ausspperren will, ist die süssliche, aber elegante Note von Home Sweet Home genau der richtige Duft dafür.




Meine Punktewertung für diese Düfte:

Autumn Night  7/10
November Rain  7/10
Fireside  9/10
Autumn Gathering  7/10
Spiced Pumpkin  8/10
Windblown  5/10
Bourbon Wood Barrels  10/10
Farmer's Market  9/10
Harvest  7/10
Home Sweet Home  9/10

Welches sind eure liebsten Herbsdüfte? Habt ihr noch weitere Duftempfehlungen? Hinterlasst mir gern ein Feedback hier in den Kommentaren, oder direkt in meiner Facebookgruppe.





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