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Country Candle: Banana Cream Pie Review - Top, oder Flop? Wie begründet ist der Hype?

Werbung (unbezahlt), da z.B. Markennennung

Das Intro:

Banana Cream Pie ist ein Duft aus den Anfängen der Kringle Candle Zeit, der im Rahmen der Limited Editions im Jahr 2020 bei Country Candle (einer Marke von Kringle) neu aufgelegt wurde. Das Duftrezept ist eines derjenigen, das die Kittredges seinerzeit, nach dem Verkauf von Yankee Candle, zu ihrer neuen Kerzenfirma, also Kringle Candle, mitgenommen hatten.

Klingt vielleicht etwas verwirrend; wichtig ist an dieser Stelle lediglich: Sowohl bei Yankee Candle, als auch bei Kringle Candle ist der Duft schon seit vielen Jahren aus dem Sortiment - umso erfreulicher, dass er hier in dieser Form dann doch noch einmal erhältlich war. Leider sind die Limited Editions von Country Candle tatsächlich stets auf einen kurzen Zeitraum limitiert und werden dann nicht nachproduziert. Das "Limited Edition" ist hier also kein reiner Marketingspruch, sondern wenn weg, dann wirklich weg.



Die Experience:

Bei Banana Cream Pie hatte ich einen Bananen-Knaller erwartet . Ich kannte Düfte, wie Sweet Banana Bread und Banana Pudding von Goose Creek, oder auch die namensgleichen Banana Cream Pie von Our Own Candle Company, oder von Bath & Body Works und war auf eine sehr starke, Bananentrinkpulver trifft Haribo Schaumzuckerbananen-Note gefasst. Falsch gedacht.

Kalt gerochen habe ich den Duft zunächst erst einmal gar nicht als sonderlich bananig empfunden. Hauptsächlich Vanillekuchen war es, der mir in die Nase stieg. Obwohl mir der Duft gut gefiel, konnte ich den Hype um die Kerze nicht wirklich nachvollziehen, denn es gibt unzählige Kerzen in der Richtung Vanille trifft Gebäck.

Warm sah die Sache dann ganz anders aus: Ich hatte die Kerze angezündet und eigentlich schon vergessen, dass sie brennt, als mir vor dem Rechner sitzend - 2 Räume weiter - ein fluffig-sahnig-weicher Duft in die Nase stieg. Im ersten Augenblick konnte ich den Eindruck gar nicht zuordnen, aber dann fiel mir wieder ein, dass ich ja eine Kerze angezündet hatte (das ADS lässt grüßen). Nun musste ich näher ran.

Kennt ihr das, in den Cartoons z.B., wenn einem Charakter so eine gezeichnete Duftwolke aus der Küche, oder dem Backofen an die Nase fliegt und derjenige dieser Wolke bis zur Quelle schnüffelfolgt? So in etwa müsst ihr euch das vorstellen. Ich stehe vom Schreibtisch auf und folge dem Duft bis zur Quelle, also der Kerze; muss mich einfach selbst überzeugen, dass es wirklich diese Kerze ist, die gerade nahezu die komplette Wohnung mit cremiger Fluffeligkeit füllt (und ja: ich weiß, dass Fluffeligkeit kein echtes Wort ist ...aber im Ernst: Das trifft es halt auf den Punkt).

Ich muss sagen, das hatte ich lange nicht, dass eine Kerze wirklich raumübergreifend die komplette Luft mit Duft füllt und dabei aber keineswegs aggressiv, sondern durchweg sanft und angenehm bleibt. Vielleicht kann meine Nase diese Art Duft auch bloß besonders gut erschnuppern und ihr empfindet das individuell ganz anders, aber für mich ist Banana Cream Pie ein echter Treffer. Im Warmduft nehme ich auch letztlich gut die Banane wahr. Es ist definitiv aber eine milde, warme Bananencreme mit Vanille, keine künstliche Schaumzuckerbanane.

Letzlich muss ich allen, die vielleicht die Augen verdrehen und denken: "...noch ein Bananenduft?" sagen: Dieser Duft hat durchaus seine Existenzberechtigung neben den vielen anderen Bananendüften. Ich könnte ebenfalls aus dem Stehgreif mindestens 10 Düfte mit Banane aufzählen, die aktuell auf dem Markt sind, oder waren, aber Banana Cream Pie ist nicht vergleichbar mit Banana Cabana, Banana Split Milk Shake, Banana Nut Bread und ähnlichen Düften und kann absolut auf eigenen Beinen stehen. 

Banana Cream Pie wird Fans von sahnig-weichen, cremig-leckeren Süßspeisendüften ganz sicher gut gefallen.



Die Kritikpunkte:

Leider brennt die Kerze etwas unruhig und trotzdem sie geschützt und nicht im Zug steht, flackert und rußt sie ab und zu leicht. Die Dochte sind bei meinem Exemplar allerdings auch recht dich zusammen, so dass sich die Flammen gegenseitig anziehen. Nicht in alarmierendem Maße und das Flackern, sowie das damit verbundene Rußen ist im Rahmen, aber ich wollte es auch nicht unerwähnt lassen. 

Befindet man sich im gleichen Raum, wie die Kerze, gewöhnt man sich recht schnell an den Duft. Es gibt Düfte, die nimmt man auch nach einer ganzen Weile noch recht gut wahr und es gibt Düfte, an die hat man sich recht schnell gewöhnt und riecht sie dann nicht mehr. Banana Cream Pie befindet sich hier für mich im Mittelfeld. Irgendwo zwischen der ersten und der zweiten Stunde habe ich aufgehört ihn direkt wahrzunehmen. Am deutlichsten nehme ich die Kerze nach längerer Brennzeit dann gar nicht mehr in dem Raum wahr, in dem sie brennt, sondern viel mehr fliegt mir in anderen Teilen meiner Wohnung immer mal wieder eine Banana Cream Pie Brise in die Nase. Letztlich sollen Zweidochter aber ja ohnehin nicht zu lange am Stück brennen.


Das Fazit:

Es ist kein Weltuntergang, wenn ihr die Kerze nicht mehr erhaschen könnt, aber solltet ihr die Gelegenheit haben, Banana Cream Pie noch zu einem normalen Preis zu bekommen, dann schlagt zu. Die Kerze hat keinerlei würzige Note, kein Zimt, keine Back-Kruste, sondern ist rundum weich und versöhnlich, cremig und vanillig, bananig, sahnig, warm und rund - also wenn ihr so etwas sucht: Empfehlung!


Ein kleiner Reminder:

Zu guter Letzt sei noch einmal daran erinnert, dass bei Zweidochtern in der Regel eine Brenndauer von drei bis vier Stunden empfohlen wird. Ich persönlich würde dies erfahrungsgemäß sogar auf zwei bis drei Stunden herabsetzen. Bei Banana Cream Pie hatte ich es bislang zwar nicht, dass sich das Wachs nach längerer Brennzeit überhitzt und sich verfärbt hat, aber dennoch empfehle ich es nicht, die Kerze den ganzen Tag brennen zu lassen - dafür sind die Zweidochtkerzen einfach nicht gedacht. 

Es gibt zwar auch viele Zweidochtkerzen, die dieses Problem nicht aufzeigen, aber teilt euch die Kerzen dennoch lieber Portionsweise ein, dann seid ihr auf jeden Fall auf der sicheren Seite und habt lange und immer wieder etwas von dem Duft. Ist das Wachs erst einmal verfärbt, oder haben sogar bereits zerborstene Dochtreste in feinsten Krümeln das flüssige Wachs durchzogen und grau-bräunlich verdunkelt, wäre das sehr schade drum und es ist ja in der Regel vermeidbar, wenn man sich an die empfohlene Brenndauer hält.

Natürlich gilt dies nur beim Brennen. Besitzer eines Candle Warmers müssen sich hierüber keine Gedanken machen.


Der obligatorische Schlusssatz:

Kennt ihr diese Kerze bereits? Wie ist eure Meinung zu dem Duft? Schreibt mir gern einen Kommentar, oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.


Tipps zum Weiterlesen:






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Country Candle - Unicorn Poop (Limited Edition) Review

Werbung wegen Markennennung

Vor Kurzem ist die Kerze Unicorn Poop von Country Candle erschienen. Nach längerer Vorbestellungsphase hat nun auch die Auslieferung in Deutschland begonnen. Über den genauen Duft war im Vorfeld nicht viel bekannt, also musste man sich bei der Vorbestellung auf den Look und die vage Beschreibung verlassen.


Es begann mit einem Bild und einem Konzept, gepostet von Mick Kittredge, dem Eigentümer von Kringle und Country Candle, in dem er sagte, solle er 100 Vorbestellungen zusammenbekommen, wird er diese Kerze produzieren. Die Zahl war schnell erreicht und überschritten, so dass Unicorn Poop grünes Licht bekam. Die Zahl stieg stetig und mehrere Tausend dieser Kerzen waren letztlich bereits verkauft, bevor die Produktion überhaupt begonnen hatte.

Ich weiß nicht, was ich von dieser Kerze erwartet habe, aber ganz ehrlich: Hätte ich mich nicht hypen lassen und vorher die Nase hineinstecken können, hätte ich wohl nicht zugegriffen.

Die Wachsfarbe wirkt im Original etwas schmuddelig, nicht so leuchtend und "magisch", wie ich gedacht hatte. Das auf dem Produktbild knallig, teilweise sogar leicht funkelige Türkis ist in Wirklichkeit ein eher gräulich angehauchtes Türkisdunkelblau und das farblich eher triste Einhornlabel ohne Tiefe, sorgt auch nicht wirklich für ein Zauberwaldgefühl.


Der Duft an sich ist weich, warm und süß und im Hintergrund glaube ich irgendwo eine ganz leicht zitrische Note wahrzunehmen. Enthalten sind auch eindeutig verschiedene Bonbonzuckerfruchtnoten, allerdings so viele, dass man keine einzeln herausriecht, wie halt bei einer großen, gemischten Tüte Bonbons - am ehesten vielleicht noch künstliche Blau- oder Brombeere, wenn man sich anstrengt. Ich nehme auch Sahne wahr, vielleicht Softeis und Zuckerstreusel. Ein ziemlicher Mischmaschduft. Insgesamt nicht schlecht, nicht unangenehm, aber nichts Besonderes, verzichtbar.

Wie gesagt, ich weiß auch nicht, was ich mir eigentlich erhofft hatte, vielleicht einen raffinierteren, ausgefalleneren und ungewöhnlicheren Duft, eine Überraschung, einen Wow-Effekt. Obwohl sehr viele Duftnoten enthalten zu sein scheinen, ist der Duft nicht vielschichtig, sondern es wirkt halt einfach alles nur, wie zu einem süßen Brei zusammengeknallt.


Nun will ich die Kerze aber erst einmal brennen, vielleicht erwartet mich in warmem Zustand ja doch noch eine Duftüberraschung - bleibt nur zu hoffen, dass es kein "Poop" ist. Damit sind wir auch noch einmal kurz beim Namen der Kerze angekommen, den ich nicht ganz nachvollziehen kann. Einfach Unicorn, oder Mystic Unicorn, oder Unicorn Wonderland, oder Unicorn Magic - es hätte so viele nette Namen gegeben und man entscheidet sich für "Poop"? Warum will ich eine Kerze, die nach Kacke duftet, oder zumindest so heißt? Selbst, wenn es Einhornschiss sein soll, kommt der Name bei mir gar nicht an.

Aber zurück zum Duft. Die Kerze brennt inzwischen und obwohl der Duft mir kalt zwar nicht schwach, aber auch nicht nennenswert kräftig vorkam, ist die Kerze im Raum gut wahrnehmbar. Sie ist zwar auch warm keine Duftbombe, aber angenehm, weich, leicht cremig, im Hintergrund sogar einen Hauch nussig möchte ich meinen. Von der zitrischen Hintergrundnote, die ich in kaltem Zustand noch dachte wahrzunehmen, ist angezündet nichts mehr merklich vorhanden. Sollte ich den Duft zu einem einzigen Wort zusammenfassen, würde ich sagen: Zuckerwattecreme. Nicht exakt, aber wenn man grob in diese Richtung denkt, kann man erahnen, was man wohl bekommt.


Unicorn Poop bekommt von mir solide 5 von 10 Punkten, ist aber letztlich mehr Schein als Sein. Für Sammler stellt die Kerze aber sicherlich ein schönes Stück im Kerzenregal dar. Die Kerze ist eine limited Edition. Die genaue Auflagenzahl ist mir nicht bekannt, aber wer sie sein Eigen nennen möchte, sollte wohl nicht allzu lange warten und zuschlagen.

Nachträglich muss ich leider noch anmerken, dass, obwohl der Duft zu Anfang angenehm für mich war, ich ihn nicht sehr lange aushalten kann. Die Kerze wird also gut dosiert in kleinen Intervallen bei mir brennen, denn nach zu langer Brenndauer, bin ich von dem Duft eher abgestoßen. Das ist aber jetzt nur meine momentane, persönliche Empfindung und soll keinesfalls repräsentativ sein. Jede Nase (und jeder Magen) ist anders und das ist auch gut so.



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