10 Düfte Querbeet durch die Kerzenwelt: Diese Duftkerzen habe ich Angedüftelt und für euch rezensiert (Teil 7)

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In der heutigen Angedüftelt-Liste stelle ich euch erneut 10 Düfte vor, die in der letzten Zeit bei mir die Wohnung beduften durften. Von Yankee Candle, über Country Candle, bis hin zu DW Home und Woodwick ist wieder einmal eine schöne, gemischte Dufttruppe zusammengekommen.


01. White Chocolate Apple (Yankee Candle)


Es gibt für mich 4 Sorten von Apfeldüften:

1. knackig, frisch, grün
2. saftig, süß, rot
3. gebacken
4. muffig

Bei White Chocolate Apple fällt die Apfelnote für mich leider in die vierte Kategorie. Vielleicht ist es die Verbindung mit der weißen Schokolade, die für mich hier ebenfalls nicht schön getroffen ist, oder die Tatsache, dass man hier keine zuckrige, sondern eine eher mehlige Süße gewählt hat, aber für meine Nase haben wir hier einfach einen typischen Fall von Muff-Apfel.

Trotzdem ich den Duft nicht wirklich mag, kann ich mich von der Kerze irgendwie nicht trennen. Seltsam, aber manchmal ist das so. Ich werde ihn in der kommenden Herbst- und Winterzeit sicherlich noch ein paar Mal brennen, bin dann aber auch froh, wenn die Kerze leer ist.


02. French Vanilla (DW Home)


French Vanilla ist ein kräftiger, foodiger Vanilleduft, der fast etwas Gebackenes an sich hat. Außerdem hat der Duft einen Einschlag von warmer Milch. Die Note erinnert mich stark an Custard Cream Cake von Goose Creek und vielleicht auch einen Tick an Angel Food Cake.


Die Kerze schafft es in kürzester Zeit, den Raum zu füllen. Es ist ein schwerer und aufdringlicher Duft, aber wenn man genau so etwas sucht, liegt man hier goldrichtig.

Leider brennt die Kerze, so wie ich es bei vielen DW Home Kerzen aus der Signature Reihe habe, grauenvoll ab. Die Flammen kommen nicht richtig in Fahrt und das Wachs poolt auch nach langer Brennzeit nicht. 

Trotzdem ist der Duft aber intensiv wahrnehmbar. Kurios ist, dass ich dieses Problem bei diversen anderen Kerzen von DW Home Kerzen nicht habe; lediglich die Signature Kerzen scheinen oft ungeeignete Dochte zu verwenden.


Sollte man einen Candlewarmer nutzen, fallen bei diesen Kerzen die Abbrennprobleme natürlich weg; mir wäre aber ein Duft wie dieser unter dem Warmer zu intensiv.

Falls ihr mehr über DW Home Kerzen erfahren wollt: HIER findet ihr meinen Post über diese Marke.



03. Pink Lady Slipper (Yankee Candle)



Es gibt Düfte, um die schert sich kaum jemand und kaum sind sie dann aus dem Sortiment raus, entsteht ein regelrechter Hype drum.

Werden Düfte besser, schlechter, anders, wenn sie aus dem Sortiment sind? Sicher nicht und letztlich ist es um viele dieser Kandidaten auf lange Sicht auch nicht schade, weil man problemlos ähnliche Alternativen findet (Ausnahmen bestätigen die Regel).

So; nun also: 
Pink Lady Slipper; von vielen schmerzlich vermisst und aktuell sogar ein Kandidat in der Returning Favorite Fan-Abstimmung (die ich persönlich für Fake halte, denn die Kerzen haben in der Regel 1 Jahr, oder mehr Vorlauf, was die Produktion angeht, weshalb ich davon ausgehe, die Kandidaten stehen schon längst fest ...aber das ist eine andere Geschichte und reine Spekulation). Ist der Duft so besonders, wie man aufgrund der Fan-Stimmen vermuten möchte?

Ein definitives Nein von meiner Seite. Für mich ist Pink Lady Slipper lediglich ein recht generischer, leicht süßlicher, sehr femininer und leider recht parfümiger Blütenduft.

Grundsätzlich mag ich florale Kerzen sehr gern; ob Rosen, Tulpen, Nelken, oder der gesamte Blumenladen; aber ich mag es dabei authentisch und Pink Lady ist mir einfach zu plüsterig. Der Duft haut mich in keinster Weise vom Hocker. Da bleibe ich dann doch lieber bei Favoriten, wie Wild Pansies, Country Heather, Tulips, oder Sweet Honeysuckle.

Wer parfümige, leicht "altbacken" angehauchte, florale Düfte mag, wird an diesem Duft sicher Gefallen finden, allerdings möchte ich behaupten, dass es in dieser Richtung mehr als genügend Ausweichmöglichkeiten gibt und es durchaus interessantere und individuellere Duftkompositionen gibt, die gern mal "returnen" könnten.


04. Watermelon (Country Candle)



In der Theorie mag ich Melonendüfte; erfrischende, leckere Wassermelone, oder süßlich-kühle Honigmelone, klingen für mich wunderbar nach idealen Düften für den Sommer.

Nun, soviel zur Theorie. In der Praxis habe ich bisher selten einen Melonenduft unter der Nase gehabt, der nicht künstlich, aufdringlich, oder sogar richtig unangenehm gerochen hat.

Leider ist das bei Watermelon aus der limited Edition von Country Candle nicht anders: Die Kerze riecht nicht im Geringsten nach erfrischender, wässriger und sommerlicher Wassermelone, sondern einfach nur künstlich süß. Ich könnte nichtmal benennen, was es ist, denn der Geruch ist einfach nur seltsam.

Kalt gerochen empfand ich die Kerze zumindest noch als nett, aber warm würde ich sie als aromatisierten, rosafarbenen Plastik-Gummibär beschreiben - nicht nice. Mit Melonenkaugummi, oder Ähnlichem hätte ich mich ja noch anfreunden können, aber hier frage ich mich einfach nur: Was ist das?

So reiht sich diese Neuauflage der alten Kringle-Kerze im aktuellen Country Candle Gewand leider in die Reihe von Juicy Watermelon, Watermelon Patch, oder Wstermelon Slice ein, die allesamt für meine Nase Reinfälle sind.

Was Wassermelone angeht, so gefällt mir bislang der grüne Watermelon Chiller Tumbler von Goose Creek am besten (nicht die gleichnamige, rote 3-Docht Neuauflage). Der ist zwar auch künstlich, enthält aber zumindest den bekannten Wassermelonenaroma-Duft, wie er in Bonbons, Eis, oder Kaugummi zu finden ist. Einen wirklich natürlichen Wassermelonenduft, scheint es in Kerzenform aber leider nicht zu geben.

Melonendüfte im Allgemeinen, die meiner Nase gefallen sind z.B. Summer Slices von Village Candle, der allerdings zusätzlich Gurke mit drinnen hat und kein reiner Melonenduft ist, Turquoise Glass von Yankee Candle, der irgendwo zwischen Melone und Aloe Water angesiedelt ist, sowie Over the Rainbow von Kringle, für den ich hier tatsächlich als Melonen-Sommerduft eine Empfehlung aussprechen kann.


05. Calamansi Cocktail (Yankee Candle)



Calamansi Cocktail hatte zunächst einmal nicht wirklich mein Interesse wecken können. Ich erwartete einen yankeetypischen Fruchtpunschlangweiler à la Starfruit & Orange, oder Fruit Salad; nett, aber verzichtbar.

Ich lag vollkommen daneben.

Mehr, oder weniger durch Zufall kam ich an ein Glas dieses Duftes, als es in der Tauschkette angeboten wurde (mehr Infos zur Tauschkette findet ihr HIER). Es erwartete mich eine (positive) Duftüberraschung, wobei ich mir denken kann, dass viele Käufer das vielleicht umgekehrt empfinden. Sagen wir mal so: Hätte man die Kerze "Gartenkraut, frisch aus der feuchten Erde gerupft" genannt, wäre die Kerze treffender betitelt.

Einen fruchtigen Cocktail rieche ich hier nicht, sondern in der Hauptsache, nun ja, gezupfte Gartenkräuter, die noch frische Erde an den Wurzeln haben. Irgendwo in der Ferne schält vielleicht gerade jemand ein paar Kumquats und auf dem Küchentisch liegen unreife Mandarinen, aber in der Hauptsache gibt's hier etwas, das man als Basilikumähnlich interpretieren könnte. Ist aber kein Basilikum, sondern eine Mischung aus Patschouliblättern und Zeder.

Letztlich aber auch egal, denn meine Nase findet die Kerze einfach klasse. Sie könnte, wie leider viele Kerzen, gern kräftiger sein, aber man kann sie ganz gut wahrnehmen ...also von mir: Daumen Hoch für Calamansi Cocktail, aber eine deutliche Warnung an alle, die hier einen fruchtigen Cocktailduft erwarten.


06. Lovespell (Our Own Candle Company)




Lovespell ist ein süßlicher, fruchtiger Duft, der mich an Himbeerbonbons vom Kirmesstand erinnert. Etwas leicht Florales, kaum merklich im Hintergrund und sanfte Vanille, runden diesen heiteren Duft ab.

Hier von einem künstlichen Duft zu reden, wäre unfair, denn es soll ja auch gar kein authentischer, frischer Himbeerduft sein. Schön ist, dass hier nicht auf klebrig-kaugummisüß gesetzt wurde, sondern durchaus auch etwas Himbeersäuerliches die Gesamtnote auffrischt.

Auch wenn Lovespell mich nicht auf Anhieb in seinen Bann gezogen hat, ist es doch ein Duft geworden, den ich gern brenne, wenn ich Lust auf etwas Fröhliches, Unkompliziertes und Verspieltes habe, das einfach gute Laune macht.



07. Dark Poppy (Woodwick)





Dark Poppy ist für mich ein echtes Highlight. Dunkel, parfümig, mystisch; wie eine orientalische Blume, Räucherstäbchen und schwere Träume aus 1001er Nacht. Wer Düfte, wie Patschuli, oder Madagascan Orchid mag, findet in Dark Poppy einen ähnlich betörenden Kandidaten.

Im Duft enthalten sind Teakholz, Nelke, Mandarine, Orange, Eukalyptus, Königin der Nacht, Grünes Bananenblatt, Schwarzer Mohn, Frangipani, Ambra, Patschuli, Zypresse, Zedernholz, Gurjum Balsam, sowie Labdanum; und genau so ungewöhnlich und exotisch, wie sich die Zutatenliste liest, ist der Duft letztlich auch geworden.

Trotz der Schwere ist der Duft nicht übermäßig aufdringlich und bewegt sich stets auf einem angenehmen Level. Absolute Empfehlung.


08. Apple Teakwood (Country Candle)




Apple Teakwood ist schon eine Herausforderung für die Nase. Von der offiziellen Beschreibung als angenehm und heimelig würde ich arg Abstand nehmen und zunächst wusste mir dieser doch recht extreme Duft gar nicht zu gefallen.

Die Kerze ist intensiv, aufdringlich intensiv und ich habe sie das erste Mal an einem wärmeren Sommertag getestet. Schlechte Idee; ich fand sie grauenvoll und mir blieb die Luft zum Atmen weg. 

Der Apfel in Apple Teakwood riecht recht überreif, fast schon etwas alkoholisiert, wie Apfelkompott, das anfängt zu gären. Dazu gesellt sich süßlich-herbes Teakholz, das hier in meiner Vorstellung feucht geworden ist und beginnt weich zu werden, zu zerfallen. Amber und Tonka, weit im Hintergrund, unterstützen diese fast faulige Süße, aber eine würzig-bittere Unternote wiegt sie auch direkt wieder auf.

Heute ist ein kühler, windiger Tag. Vor Kurzem hatte es geregnet. Ich habe die Fenster geöffnet und Apple Teakwood brennt auf meinem Wohnzimmertisch, denn obwohl der Duft mich beim ersten Mal nahezu angeekelt hat, ließ er mich nicht wirklich los. 

Was soll ich sagen? Der Duft passt zum heutigen Tag einfach perfekt. Durch die frische Luft, die durch die Fenster hereinweht, wird er leicht abgemildert und ich empfinde ihn nicht mehr als so extrem. Die kühle, feuchte, fast herbstliche Luft mischt sich mit dem Kerzenduft und kreiert ein absolut stimmiges Duftbild.

Letztlich muss ich sagen: Daumen hoch für Apple Teakwood, aber definitiv nur bei herbstlichem Wetter und zusätzlicher Frischluftzufuhr.


09. Festival of Lights (Yankee Candle)



Ich liebe Zimtdüfte. Diese Düfte haben für mich stets etwas Gemütliches, Wohliges an sich, von dem ich einfach nicht genug bekommen kann. Zimt lässt sich auch wunderbar mit z.B. fruchtigen Düften, oder kuchigen Düften kombinieren. Es muss für mich aber, wie hier, der foodige, leicht süßliche Zimt sein.

Festival of Lights ist nahezu identisch zu Home Sweet Home. Die beiden Düfte sind sogar so ähnlich, dass es seinerzeit Kundenbeschwerden hagelte, man hätte hier den gleichen Duft einfach umgefärbt und umgelabelt und würde die Käufer veräppeln.

Tatsächlich fehlt dem Festival of Lights aber die Teenote, die im Hintergrund von Home Sweet Home vorhanden ist. Diese ist zwar nur im Hintergrund und für manche Nasen überhaupt gar nicht wahrnehmbar, macht letztlich aber den Unterschied zwischen den Kerzen aus.

Ich persönlich muss sagen, favorisiere den Home Sweet Home, denn auch wenn ich dort den Tee nicht bewusst wahrnehme, hat er vom Gefühl her einen Hauch mehr Gemütlichkeit. Wie auch immer, Festival of Lights ist ein großartiger Duft für Zimtfans. 

Dass Hanukkah so rein gar nichts mit Zimt zu tun hat, also so wirklich absolut Null, egal wie man es dreht und wendet und die Kerze damit eher in die Kategorie Weihnachten fällt, stieß seinerzeit bei vielen Kunden als Kritikpunkt auf. Verständlicherweise fühlt sich jemand, der sich eine Hanukkah-Kerze mit einer Menora auf dem Bild kauft, etwas veräppelt, wenn ihn an dem Duft letztlich nichts an dieses Fest erinnert.

Aber: Halt; Stop an dieser Stelle: Zähle ich da nicht 9 Kerzen auf dem Label? Und sind die Lichter nicht von Weihnachtssternen umgeben? Richtig, eine Manora hat nur 7 Kerzen und auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, ist dies gar keine Hanukkah-Kerze, sondern tatsächlich eine Weihnachtskerze.

Mein einziger echter Kritikpunkt an dieser Kerze, ist der Docht. Die Kerze rußt und flackert ohne Unterlass, so dass ich sie nicht brennen kann, sondern lediglich unterm Candlewarmer nutze. 

Neben Berrylicious und Stars & Stripes ist dies nun schon die dritte dunkelblaue Kerze, bei der sich der Docht stets aufdröselt und die Kerze in ein Rußmonster verwandelt. Ich frage mich, ob bei dunkelblauen Yankee Candle Kerzen generell diese Dochte verwendet werden, oder ob es auch Kandidaten mit besser geflochtenen Dochten gibt ...ich werde das mal im Auge behalten...


10. Fruit & Spice Pudding (Yankee Candle / Home Inspiration)



Fruit & Spice Pudding ist für mich ein großartiger, sehr gelungener Duft. Aufgrund der würzigen Note ist es kein Duft, der jeder Nase gefallen wird, aber ich begrüße diese Extraportion Pepp stets. 

Es ist hier keine aggressive, sondern eine süßliche, gut ausbalancierte und angenehme Würze, die auf den dunklen, fast schon verkochten, oder weichgebackenen, vielleicht kandierten Fruchtnoten liegt.

Die Kerze gehört aber definitiv nicht in die Kategorie Frucht, da wäre man auf der falschen Fährte, denn der fruchtige Anteil ist kaum merklich und wirklich tief vergraben. Man riecht tatsächlich eher eine Art Pudding, vielleicht mit einer winzigen und nicht alkoholischen Note Rum, wie in Holiday Rum Cake.

Mein Problem mit dieser Kerze, wie leider mit sehr vielen Home Inspiration Kerzen ist jedoch, dass ich sie beim Brennen kaum wahrnehme. Der Candlewarmer kann da zwar etwas Abhilfe schaffen, aber ich persönlich mag keine reinen Warmerkerzen. Ich möchte meine Kerzen zum Brennen ebenso gut nutzen können, wenn mir danach ist.

Fruit & Spice Pudding wird von mir nun leider eingeschmolzen werden. Ich werde mir Duftlampen-Melts und vielleicht auch einen Meltcup daraus gießen, in der Hoffnung, so den schönen Duft doch noch einigermaßen gut genießen zu können.

Schade, denn wäre die Kerze intensiver, wäre der Duft für mich definitiv ein Nachkaufkandidat.



Das waren sie also, meine Düfte, die in letzter Zeit hier brennen durften. Kennt ihr einige dieser Düfte, habt sie vielleicht auch bei euch im Kerzenschrank stehen? Was hat bei euch in der letzten Zeit so gedüftelt? Schreibt mir gern einen Kommentar, oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.




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Querbeet durch die Kerzenwelt: Angedüftelt Teil 06

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Heute habe ich wieder eine Angedüftelt-Liste für euch. Dabei stelle ich euch erneut 10 Kerzen vor, die in der letzen Zeit bei mir ihren Duft verbreiten durften. Von Yankee Candle, über Kringle Candle, bis hin zu Cheerful Candle ist diesmal eine schöne, gemischte Dufttruppe zusammengekommen.




01. Blissful Moments (Cheerful Candle)



Blissful Moments ist ein netter, etwas süßlicher, leicht floraler und dadurch dezent parfümiger Sommerabendduft.  Über den Status "nett" kommt der Duft aber bei mir nicht hinaus, denn weder der Duft an sich, noch die Intensität können mich hier wirklich überzeugen. 

Blissful Moments ist einer dieser Düfte, den ich nach dem Ausmachen schon beinahe wieder vergessen habe, denn er hat nichts wirklich charakteristisches an sich, das Lust auf Mehr machen würde. 

Als sanfte nebenbei Untermalung im Nagelstudio ist die Kerze vielleicht zu gebrauchen, für mein Wohnzimmer aber leider nicht.



02. Dancing Dandelions (Goose Creek)



Dancing Dandelions ist ein Duft, dem ich sehr nachgetrauert habe, als er aus dem Sortiment genommen wurde. Heute frage ich mich: Warum eigentlich?

Ja, es ist ein schöner, heller, floraler, leicht parfümiger und frühlingshafter Duft, der sich gut im Raum ausbreitet und der mir durchaus gut gefällt ...nachkaufen würde ich ihn mir aus heutiger Sicht aber wahrscheinlich nicht.

Ich denke, in früheren Kerzenzeiten hatte ich einfach noch nicht so viel Auswahl, so viel Dufterfahrung, so viele hunderte Kerzen unter der Nase gehabt. Heute muss ich sagen, wüsste ich etliche Alternativen in dieser Duftrichtung, die mir mindestens ebenso gut, wenn nicht sogar besser gefallen.

Nichtsdestotrotz: Dancing Dandelions ist ein wirklich gelungener Duft. Dank meines letzten Melts, das ich noch aufbewahrt hatte, kann ich ihn aber nun problemlos in der Vergangenheit ruhen lassen.



03. Awaken (Yankee Candle)



Awaken, oder wie ich ihn nenne: Waschmittel-Flower, kann mich einfach nicht wirklich überzeugen. Ich probiere jetzt zum dritten Mal, der Kerze eine Chance zu geben, aber der Duft will einfach nicht an mir wachsen.

Helle, leichte, florale Noten schweben hier auf einer Basis von Weichspüler, gewaschenen Handtüchern, oder zum Trocknen aufgehängter Leinenlaken. Das ist irgendwie okay, aber irgendwie auch wieder nicht das, was ich mir unter einem Jahresduft vorgestellt hätte. Die Kerze ist zudem auch einfach nicht wirklich intensiv, eher so in Hintergrund und für größere Räume nicht geeignet.

Der Duft vermittelt ein sauberes und eigentlich recht angenehmes Gefühl, aber schafft es schlussendlich einfach nicht wirklich, mich für sich tatsächlich doch noch zu begeistern. Ich brenne die Kerze jetzt im etwas kleineren Flur, so dass man beim Durchgehen einen leichten, netten Frischeflair hat.



04. Raindrops (Yankee Candle)



Raindrops war bereits in meiner "weg damit"-Kiste gelandet, aber nachdem ich ein Video von Darlinka auf Youtube gesehen habe, in dem sie von der Kerze schwärmt, habe ich sie noch einmal hervor gekramt und gebe dem Duft noch eine Chance.

Mein Exemplar fängt leider alle Nase lang, trotz sehr kurzem Docht, zu flackern an und wirft dicke Rauchschwaden in die Luft. Das nervt. Ich hoffe, das pendelt sich noch ein. 

Der Duft an sich ist nett, aber für mich nach wie vor kein Highlight. Raindrops ist floral, etwas parfümig, ein ganz wenig fruchtig und hat insgesamt tatsächlich etwas Feuchtes, wie eine regennasse Straße im Sommer, auf der das Wasser bereits verdunstet. Dies allerdings auch nur sehr hintergründig. Haut mich nicht um.

Irgendwie fehlt mir bei Raindrops eine wirkliche Richtung, denn der Gesamtduft wirkt etwas wahllos und charakterlos auf meine Nase. Kaum drehe ich mich um, habe ich auch schon wieder vergessen, wie der Duft eigentlich war, wie etwas, das man im Vorbeigehen sieht, oder liest, das kurz Interesse weckt, aber das man dann direkt auch schon wieder vergessen hat.

Schade, aber für mich funktioniert die Kerze einfach nicht recht und sie muss zurück in die Rumpelkiste mit den aussortierten Schätzchen.

Edit: Auch nach 3 Stunden Brennzeit hat es die Kerze noch nicht annähernd geschafft, einen Pool zu bilden, ist also leider ein Tunnelkandidat. Das Rußen hat sich allerdings gegeben und sie brennt inzwischen ruhig und sauber. Wahrnehmbar ist sie leider nur in unmittelbarer Umgebung. Ich denke in kleineren Räumen, z.B. im Bad ist sie besser aufgehoben, als im Wohnzimmer.



05. Summer Night (Our Own Candle Company)



Summer Night wird beschrieben als erfrischender Duft, passend für das Sommerhaus, oder den Abend am See. Dem muss ich leider widersprechen. 

Die Kategorie Frisch stimmt zwar grundsätzlich, aber der Duft hat für mich auch etwas von der Schwere, wenn die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist. Dadurch empfinde ich ihn nicht als er-frischend. Summer Night hat einen kräftigen Einschlag von Lavendel. Dazu gesellt sich Kölnischwasser. Insgesamt einfach nicht mein Fall.



06. Summer Wish / A Child's Wish (Yankee Candle)



Das Label ist für mich eines der fürchterlichsten, die ich kenne. Ohnehin mag ich aus unerfindlichen Gründen selten Label mit Personen drauf und dieses schreckliche, pausbäckige Kind mit seiner doofen Pusteblume hätte mich beinahe komplett vom Kauf abgehalten. Aber O.K., das ist ja letztlich Geschmackssache und am Ende kommt es ja auf den Duft an.

Summer Wish, oder A Child's Wish, wie er in Europa heißt, ist ein grüner, Wiesenblüten und Gräserduft, als stünde man inmitten einer großen, naturbelassenen Wiese und der frische Sommerwind trägt einem den Duft der sprießenden Natur unter die Nase. Nun, in der Theorie zumindest, denn wenn die Kerze brennt, wird mir hier rein gar nichts unter die Nase getragen. 

Weil ich den Duft an sich so gern mag, brenne ich ihn im Doppelpack, aber selbst dann ist er nur sehr schwach und dezent wahrnehmbar. Wirklich ärgerlich und schade, denn Summer Wish könnte einer meiner Lieblingsdüfte sein - wenn er nur vernünftig wahrnehmbar wäre.


07. Camomile Tea (Yankee Candle)




Wer hier einen angenehmen Kamilleduft erwartet, der einer frisch aufgebrühten Tasse Kamillentee ähnelt, sollte seine Erwartungen zurückschrauben, denn hier dominiert leider der Honig. Da ich so viel über den Duft gehört und gelesen habe, waren meine Erwartungen hoch, fanden aber leider keine Erfüllung.

Ich weiß, viele Fans jagen dem Duft nach, seit er aus dem Sortiment ist, aber ich persönlich empfinde Camomile Tea nicht als sonderlich jagenswert. Die besagte Honignote, nach in heißem Wasser aufgelöstem Honig aus der Quetschtube, nervt mich und ist viel zu dominant, als dass ich den Duft wirklich genießen könnte. Dagegen hat die schöne Kamille keine Chance, sich wirklich in den Vordergrund zu kämpfen.

Gefreut hatte ich mich auf einen entspannenden Kräuterteeduft; bekommen habe ich: Heißes Honigwasser mit einem Hauch Kamille.



08. Baker's Vanilla (Kringle Candle)



Baker's Vanilla ist grundsätzlich ein sehr schöner, interessanter Vanilleduft. Er hat keine kuchige, oder in irgend einer Form zubereitete Note, ist trotzdem süßlich, jedoch fernab von Kristallzucker- oder Cupcake-Süße. 

Der Duft ist eher weich, in der Vanille sehr natürlich und kaum vergleichbar mit sonstigen Vanillekerzen. Das Süße, vielleicht am ehesten leicht puderzuckrig-süße, ist mit der Vanille eine Einheit; soll heißen: Man riecht nicht etwas Süßes und Vanille, sondern man riecht süße Vanille, frisch aus der Schote gekratzt. 

Ich würde hier eine volle Empfehlung aussprechen aber hier kommt mein großes Problem mit dem Duft: Ich nehme die wunderbare Note sehr gut wahr, wenn ich den Raum betrete - für etwa 10 Sekunden. Dann merke ich von der Kerze überhaupt gar nichts mehr; immer nur ganz kurz beim Hereinkommen. Offensichtlich blendet meine Nase den Duft leider sofort aus.



09. Fresh Air (Kringle Candle)




Fresh Air ist ein schöner, leichter, etwas parfümiger Duft. Er kommt wie eine frische Brise von kühler, aber nicht kalter Küstenfrühlingsluft daher. Auch als Daylight ist der Duft bereits sehr gut wahrnehmbar.

Erfreulicherweise duftet Fresh Air nicht nach Waschmittel, oder Weichspüler, sondern durchaus fast, wie ein frisches, leichtes, etwas aquatisches Herren-Eau-De-Toilette, ohne dabei zu aufdringlich maskulin zu sein. 

Ich empfinde Fresh Air insgesamt als angenehmen Frühlingsduft, der neben dem geöffneten Fenster mit echter Frischluft noch etwas Küstenflair beisteuert; aber auch an Sommertagen macht sich Fresh Air hervorragend, da er nicht drückend. Wenn es zudem etwas bewölkt und nieselig ist, so wie heute, fügt sich der Duft wunderbar ins Gesamtbild.

Ziert die ursprüngliche Auflage von Kringle noch ein schönes Himmel- und Wolkenmotiv, so gibt es auch eine Neuauflage von Country Candle mit zwei unterschiedlichen Tiermotiven.



10. Confetti Cake (Goose Creek)



Ich habe meine letzten 3 Stücke, die ich von Confetti Cake noch hatte, zusammen in die Duftlampe gegeben und trotzdem ist der Duft nur sehr dezent. Schön, aber sehr schwach. Es ist ein zitrischer Duft, nach Zitronenzuckerguss auf einem Stück Kuchen. Wirklich toll, wenn er nur besser wahrnehmbar wäre.

Auch als Kerze war der Duft seinerzeit nur sehr dezent; zudem neigte die Kerze schnell zu unschönen Verfärbungen. Mit dem Aufbrauchen der letzten Melts, wird das wohl nun die letzte Vorstellung gewesen sein, die Confetti Cake bei mir zu Hause gegeben hat. Schade, denn wäre der Duft intensiver wahrnehmbar, hätte er für mich durchaus Favoritenpotential.


Das waren sie also einmal wieder, meine Düfte, die in letzter Zeit hier brennen durften. Es ist mir fast unangenehm, dass die Rezensionen dieses Mal so überwiegend negativ ausgefallen sind, aber ich möchte auch nichts schön reden, das mir nicht wirklich gefallen hat. Ich bin mir sicher, beim nächsten Mal sind wieder mehr Highlights dabei und letztlich sind Geschmäcker ja auch verschieden.

Welche von diesen Düften haben euch gefallen, welche haben euch ebenfalls nicht gefallen? Wieviel dieser Düfte hab ihr auch bei euch im Kerzenschrank stehen und was hat bei euch in der letzten Zeit so gedüftelt? 

Schreibt mir gern einen Kommentar, oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.





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15 Fun Facts über Yankee Candle, die du noch nicht wusstest

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Für den heutigen Post habe ich euch 15 Facts über Yankee Candle zusammengestellt, die euch als Kerzenfans sicher interessieren werden. Falls ihr gern mehr Postings dieser Art möchtet, hinterlasst mir am Ende gern einen Kommentar, oder stellt Kerzenfragen, die ich für euch recherchieren soll.

Nun aber ohne weitere Umschweife zu den 15 Fun Facts über Yankee Candle, die du (wahrscheinlich) noch nicht wusstest:


Fact 01:

The Yankee Candle Company erfuhr ihre offizielle Registrierung im Jahre 1969. Die ersten Kerzen wurden in Blechdosen verkauft.


Fact 02:

Yankee Candle startete mit gerade einmal um die 12 Duftsorten. Mit dabei waren z.B. French Vanilla, Spiced Apple, Blueberry, Cinnamon, Balsam, Bayberry, Peppermint, Tangerine, Orange & Clove, Hollyberry und Cranberry. Einige dieser Düfte, wie z.B. French Vanilla und Blueberry waren auch Jahrzehnte später noch erhältlich. In späteren Jahren brachte Yankee Candle bis zu 50 neue Düfte im Jahr heraus.


Fact 03:

Die Gründerfamilie der Yankee Candle Duftkerzen hat die Marke, als Vater und Erfinder Michael Kittredge II an Krebs erkrankte, verkauft. Die Marke unterlag dem Gerücht, die Kerzen seien krebserregend und die Verkaufszahlen waren gesunken. Das Gerücht gilt jedoch als widerlegt und die Marke erholte sich im Laufe der Zeit  wieder. Yankee Candle wurde seitdem mehrfach weiter verkauft und gehört aktuell dem Unternehmen Newell Brands. Newell Brands hat aktuell 38 Marken in ihrem Besitz, dazu gehört neben Yankee Candle auch Woodwick.

Bonus Fact:

Die Familie Kittredge stieg nach dem Genesen des Vaters wieder ins Kerzengeschäft ein und gründete im Jahre 2010 Kringle Candle, sowie einige Jahre später auch Country/Kittredge Candle. Michael Kittredge II starb im Jahre 2019 mit nur 67 Jahren. Als Todesursache wurde Leberversagen angegeben. Sowohl Kringle, als auch Country Candle werden aktuell von seinem 30jährigen Sohn Michael "Mick" Kittredge III geführt. In die Yankee Candle Company sind die Kittredges seit dem Verkauf in keiner Weise mehr integriert.


Fact 04:

Die Yankee Candle Jars, die in den 70er Jahren eingeführt wurden, hatten die ersten Jahre über kein Label, sondern lediglich einen Aufkleber mit dem Duftnamen. Erst in den 80ern gab es ein aufgedrucktes Country Kitchen Design. 

Ab 1993 gab es ein gezeichnetes Labelbild und erst ab 1995 Fotomotive. Die Optik variierte im Laufe der Jahre etwas, aber die großen Fotomotive blieben. Die bekanntesten Kerzen aus dieser Zeit sind für Sammler sicherlich die sogenannten Black Band Kerzen. Bei diesen Kerzen war der Sortenname in einem Banner auf der Fotomitte zu lesen und über, sowie unter dem Labelbild war ein schwarzer Streifen, der oben durch den Schriftzug "Yankee" und unten durch den Schriftzug "Housewarmer" unterbrochen wurde. Die Kerzen im Country Kitchen Design liefen parallel weiter. 

Ab 2006 fielen die schwarzen Streifen weg und ab 2007 hatten die Kerzen das "moderne Design", das wohl die meisten, heutigen Sammler kennen. 2016 wurden in den USA schmalere, zeitgemäßere Label eingeführt. Das Ausland behielt die breiteren Label und die Country Kitchen Reihe wurde eingestellt.

Im Jahre 2019 erhielt das Design abermals eine leichte modernisierung.


Fact 05:

Storm Watch war in seiner Erstauflage eine duftlose Kerze. 

Die Kunden hatten sich eine neutrale, duftlose Kerze im bekannten Yankee Candle Design gewünscht, die sie bei Stromausfall, oder auch bei gemütlichen, duftlosen Kerzenlichtabenden brennen haben konnten. 

Als die Kerze dann auf den Markt kam, hagelte es jedoch Beschwerden und viele Käufer waren enttäuscht, dass Storm Watch nicht duftete. Die zweite Auflage von Storm Watch wurde dann mit dem heute bekannten, kräftigen maskulin-parfümigen Duft versehen und ist bis heute in dieser Form erhältlich.


Fact 06:

2018 verärgerte Yankee Candle viele Sammler, als die streng limitierte Kerze City Lights kurze Zeit später unter dem Namen Blue Twilight Storm im regulären Herbstprogramm erschien. Der Protest der Fans war groß, dass ihr Sonderduft nun im ganz normalen Programm erhältlich war. 

Blue Twilight Storm ist jedoch nicht identisch zu City Lights. Blue Twilight enthält eine feine, zugegebenermaßen kaum merkliche Unternote von warmem, weichen Kürbis, die bei City Lights nicht vorhanden ist. Tatsächlich identisch sind jedoch z.B.: Stars & Stripes und Boston Strong, sowie Evening Air und Enchanted Garden. Hier empörte sich jedoch niemand.


Fact 07:

Yankee Candle hat kaum etwas Duftendes ausgelassen, mit dem sich neben Kerzen potentiell Geld verdienen ließ. So gab es z.B. in Zusammenarbeit mit Hasbro und duftende Puzzlespiele mit 300 Teilen in verschiedenen Duftrichtungen. Unnötig zu erwähnen, dass sich diese nicht lange im Sortiment hielten.


Fact 08:

Es dauert knapp 10 Stunden, um eine Yankee Candle Kerze herzustellen. Das Unternehmen produziert knapp 75 Millionen Jars jährlich.

Fact 09:

Die neuen Düfte werden jährlich aus knapp 1.500 Duftideen ausgewählt und man richtet sich hauptsächlich nach intensiver Marktforschung und Trendforschung in diversen Lifestyle-Bereichen.  Die ausgewählten Düfte durchlaufen dann noch einmal das interne Komitee, die die Düfte sowohl kalt als auch warm testen und beurteilen. Die positiv bewerteten Düfte, werden dann von einer Gruppe Angestellter im eigenen Heim getestet und nochmals bewertet. Anschließend werden auch Farbe und Label abermals beurteilt und ggf. Anpassungen vorgenommen, bevor die Kerze letztlich in Produktion geht.

Bonus Fact:

Honey Lavender Gelato z.B. setzte sich seinerzeit aus 3 Trends zusammen: Dem Trend nach Nahrungsmitteln mit neuen, unerwarteten Kombinationen, dem Trend nach Alternativen zu herkömmlicher Eiscreme und dem Trend zu edlen Honigsorten. Yankee Candle konzentriert sich nicht darauf, lediglich schöne Düfte zu kreieren, sondern Ziel ist es, möglichst viele potentielle Trends zu treffen und somit so viele Kerzen, wie möglich verkaufen zu können. Nichts soll hier dem Zufall überlassen werden.

Fact 10:

Yankee Candle benutzt für einige Kerzen unterschiedliche Namen für den einheimischen und den europäischen Markt. Beispiele sind: Summer Wish = A Child's Wish, Alpine Martini = Festive Cocktail und Crisp Fall Night = Autumn Night


Fact 11:

Gerüchten zufolge soll es in den Yankee Candle Fabriken fürchterlich stinken. Die Vielzahl der aufeinander treffenden, starken Düfte mischt sich nicht zu einer angenehmen Duftwolke, sondern zu grauenvollem Mief.

Fact 12:

Zum Duft Splash of Rain gab es eine gleichnamige Musik-CD mit instrumentaler Entspannungsmusik.


Fact 13:

Das marmoriert wirkende Wachs führte in Anfangstagen zu etlichen Kundenbeschwerden, denn die Käufer dachten, mit dem Wachs stimmt etwas nicht. Tatsächlich kommt die Marmorierung aber von der Duftölmenge. Das Wachs kann die hohe Menge an Duftöl nicht immer komplette absorbieren, was zu dem marmorierten Muster führen kann, das heute zu einem Aushängeschild für Yankee Candle geworden ist.


Fact 14:

Balsam & Cedar ist der bestverkaufte Yankee Candle Duft aller Zeiten.


Fact 15:

Yankee Candle bringt regelmäßig alte Düfte, die aus dem Programm genommen wurden, als Returning Favorites vorübergehend zurück ins Programm. 

Im Jahre 2019, zum 50jährigen Bestehen der Marke, erfuhren die Returning Favorites ein Makeover und werden seitdem in neuem Design verkauft. Das aktuelle Design dieser Neuauflagen ist bei Fans umstritten und viele Sammler wünschen sich die Fotomotiv-Label  für diese Kerzen zurück. 



Das waren meine 15 Yankee Candle Facts. Haben euch die Infos gefallen? Wünscht ihr euch mehr in dieser Richtung? Lasst es mich gern wissen. Schreibt mir einen Kommentar, oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit Yankee Candle und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.




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Herzlichen Dank an Katrin A. für die Fotos ihres Yankee Candle Duftpuzzles.

Querbeet durch die Kerzenwelt: Angedüftelt Teil 05

Werbung (unbezahlt), da z.B. Markennennung


In dieser Rubrik stelle ich euch Düfte vor, die bei mir in letzter Zeit gebrannt haben. Dies folgt keinem Schema, oder besinnt sich auf bestimmte Kategorien, es sind einfach querbeet die Kerzen, Melts und Cups, die ich angetestet und aufgebraucht habe, oder auf die ich einfach mal wieder Lust hatte. 

Es ist in der Regel von allen erdenklichen Marken etwas dabei, wobei Yankee Candle, Goose Creek, sowie Country und Village Candle in der Regel dominieren. Nun aber ohne weitere Umschweife zum dies-monatigen "Angedüftelt":


01. Strawberry Daiquiri (Goose Creek)



Strawberry Daiquiri ist kalt zunächst ein frischer, süsslicher Erdbeerduft. Sehr schön und frühlingshaft; künstlich, aber fröhlich und angenehm vom Charakter her.

Warm ist der Duft aber nicht mehr wieder zuerkennen und macht seinem Namen alle Ehre. Die Kerze riecht kaum noch frisch, oder erdbeerig, sondern nach Cocktail, nach Daiquiri, nach weißem Rum und Zuckersirup. 

Mag ich das? Ich bin mir noch nicht sicher, aber auf jeden Fall ist Strawberry Daiquiri ein interessanter Duft, der an die alten Goose Creek Zeiten erinnert, in denen man nahezu nie vom Kalt- auf den Warmduft schließen konnte und somit so manche Duftüberraschung erlebt hat. 



02. Splash of Rain (Yankee Candle)



Die Neuauflage des Klassikers Splash of Rain ist ein schöner, floraler Duft und riecht hauptsächlich nach Narzissen. Zur floralen Note gesellt sich eine leichte Frische, die an Blumenwasser erinnert.

Ich mag die Kerze recht gern, meine aber, den Duft zwar ähnlich, aber runder, weniger Spitz in Erinnerung zu haben. Ob hier, wie bei manchen anderen Neuauflagen, etwas an der Rezeptur gedreht wurde, kann ich nicht sagen; vielleicht trügt auch einfach nur die Erinnerung.

Nichtsdestotrotz ist Splash of Rain ein guter, frühlingshafter Duft und eine Empfehlung für Blumenduftfans.



03. Sweet Irish Coffee (Yankee Candle)



Sweet Irish Coffee ist neben Emerald Isle im Jahre 2106 ein Release zum St.Patrick's Day gewesen. Beide Kerzen, wie auch die frühere St.Partick's Day Kerze Lucky Shamrock wurden mehrfach neu aufgelegt.

Wonach riecht Sweet Irish Coffee von Yankee Candle? Nun, nicht nach Kaffee mit Whiskey, braunem Zucker und Sahne, so wie es sein sollte, soviel ist schonmal sicher. 

Die erste Assoziation, die mir beim Öffnen des Deckels in den Sinn kommt ist Nougat. Der Eindruck wird aber schnell von einer leichten Bakery Air Würze überschattet. Darunter liegt etwas Vanilliges und auch etwas unterschwellig Alkoholisches. Kein wirklich angenehmer Duft. 

Die Kerze hat zudem ein wenig etwas von der Schoko-Soßennote, die auch in Fudge Ripple zu finden ist. Das ist es wohl, was mich zu Anfang an Nougat denken ließ. Wenn man sich vorstellt, Fudge Ripple und Bakery Air hätten ein Baby gemacht, dann wäre es wahrscheinlich Sweet Irish Coffee.

Leider ist dies ein Duft, der mein Herz so gar nicht für sich gewinnen mag und den ich wahrscheinlich nicht wieder brennen werde.



4. Alfresco Afternoon (Yankee Candle)



Bei Alfresco Afternoon steht deutlich die Zypresse im Vordergrund, die gern mal mit Tanne verwechselt wird. Es wäre aber eine ganz klare Sünde, Tanne und Zypresse in einen Topf zu werfen, denn die Zypresse hat einen ganz eigenen und interessanten Charakter. Wer aber Düfte, die in die tannige Richtung gehen, generell ablehnt, sollte hier die Finger von lassen.

Zusätzlich sind im Duft zitrische Noten im Hintergrund wahrnehmbar und machen Alfresco Afternoon für mich zu einem tollen Frühlings- und Sommerduft, der einfach gute Laune macht.



5. Warm Chestnut (Yankee Candle)



Warm Chestnut ist ohne Frage eine der intensivsten Yankee Candles, die ich je besessen habe. Der Duft ist so dominant und aufdringlich, dass man sich ihm beim besten Willen schon nach kurzer Brenndauer nicht mehr entziehen kann und er schlichtweg überall zu riechen ist.

Wenn man den Duft angenehm findet, ist das sicher nichts Schlechtes. Wenn man den Duft aber eher unangenehm findet: Viel Spaß beim Durchlüften.

Ich persönlich bin gespaltener Meinung, was Warm Chestnut angeht. Der Duft an sich ist schon interessant, etwas herb, leicht würzig-nussig, aber vor allem kräftig. 

Ich habe den natürlichen Duft dieser Edelkastanien nicht mehr exakt im Kopf und kann deshalb nicht sagen, ob die Note authentisch ist, fühle mich aber schon ein wenig an Maronen und Esskastanien erinnert, die heiß aus dem Ofen kommen und auf dem Blech in der Küche abkühlen.

Der Duft hat nichts mit dem im letzten Jahr erschienenen Golden Chestnut gemein. Auch wenn die beiden Kerzen gern in einem Atemzug genannt werden, sind es gänzlich unterschiedliche Düfte und der Golden Chestnut ist viel weicher, versöhnlicher und runder, wenngleich auch jener schon durchaus intensiv und eigen ist.



6. Christmas Wish (Yankee Candle)



Christmas Wish ist ein interessanter und schöner Mix aus zarten Vanillekeksen und einem Hauch weihnachtlicher Tanne. Oder etwa nicht?

Nun, diese Neuauflage und auch alle anderen Neuauflagen dieses Duftes, wie z.B. die Kerze aus der 50th Aniiversary Edition, lassen den Tannenanteil komplett vermissen. War das Original noch ein cleverer Duftmix, als würde man am Weihnachtsabend frische, glasierte Vanilleplätzchen aus dem Ofen essen, während im Hintergrund der geschmückte Tannenbaum in vollen Glanz erstrahlt, so ist diese aktuelle Version von Christmas Wish leider nur noch eine Light-Variante vom ähnlich gelagerten Duft Christmas Cookie. Schade.

Hier darf sich der Fan des Originalduftes berechtigterweise hinters Licht geführt fühlen, denn diese Returning Favorite Kerze ist mitnichten ein zurückgekehrter Favorit, sondern ein veränderter Duft, der lediglich den Namen trägt. Wer jedoch einen zarten, vanilligen Keksduft sucht, kann hier gut und gerne zugreifen.



7. Sweet Banana Bread (Goose Creek)



Für meine Nase ist Sweet Banana Bread eine sehr angenehme Duftüberraschung. 

Oft riechen Bananendüfte für mich nach (sorry) Babykotze, nach diesem ekligen Bananenbrei im Gläschen. Dieser Duft löst diese Assoziation in mir glücklicherweise nicht aus und ich sehe hier für mich durchaus einen Nachkaufkandidaten. 

Die leichte Herbe und der gebackene Teig sind neben der süßen Banane hier eine optimale Ergänzung und ergeben zusammen einen erstaunlich guten Gesamtduft.

Sweet Banana Bread ist für mich ein schöner Beweis, dass man Duftnoten, denen man eigentlich weniger zugeneigt ist, doch manchmal in anderer Form nochmal eine Chance geben sollte.



8. Shea Butter (Yankee Candle)



Shea Butter ist kalt gerochen ein weicher, cremiger, sehr angenehmer Luxusduft, der unheimlich geschmeidig wirkt.

Leider kann mich der Duft warm nicht überzeugen. Wäre hier die Kaltnote gleich die Warmnote: Super. Leider ist dem aber nicht so und in warmem Zustand entwickelt der Duft in der Unternote etwas für mich Störendes, sogar Unangenehmes, über das ich auch nicht hinweg sehen (riechen) kann.

Laut Beschreibung sollen sich Nüsse und Obstblüten im Duft befinden. Kann man einen Hauch der Obstblüten noch erahnen, so wäre ich auf Nüsse nicht gekommen. Vielleicht ist dies aber auch der Teil, der mir am Duft negativ aufstößt.



9. Peanut Butter Sugar (Goose Creek)



Peanut Butter Sugar ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des Goose Creek Sortiments. Es ist ein intensiver und über die Maßen süßer Duft; für mich fast schon etwas over the top. Der kräftige, geschmolzene Kristallzucker tut hier fast schon an den Zähnen weh, so dass die Erdnussbutter beinahe schon zum Nebenwerk wird. Beinahe, denn auch die cremige, ebenfalls süße Erdnussbutter ist deutlich wahrnehmbar und macht den Gesamtduft zumindest ein klein wenig weicher.

Ich schwanke bei Peanut Butter Sugar stetig, ob er mir zu aufdringlich, oder noch im leckeren Bereich ist. Heute ist er mir aber doch etwas zu viel und ich wünschte, der Fokus läge mehr auf der weicheren Erdnussbutter, als auf dem Zucker, den ich gerade als etwas zu aggressiv empfinde.

Letztlich ist Peanut Butter Sugar aber durchaus interessant und sehr gut für große Räume, oder sogar für Balkon, oder Terrasse geeignet. Es ist einer dieser Düfte, die sich ihren Weg vom Erdgeschoss bis in den ersten Stock bahnen, sofern man offene Räume hat und der auch nach dem Ausmachen noch für geraume Zeit in der Luft verweilt.



10. Pink Beach (Goose Creek)



Pink Beach ist ein netter, etwas fruchtiger, etwas süßlicher Frühlingsduft. Inselbeeren, Zitrus, Moschus und Sandelholz sollen hier das Gefühl eines rosafarbenen Sandstrandes erzeugen, so wie es auch Yankee Candle mit dem Duft Pink Sands bereits getan hat.

Zugegeben: Leiche Parallelen sind vorhanden, enthält die Kerze von Yankee Candle ebenfalls Beeren, Zitrus und Moschus, aber trotzdem erinnert mich Pink Beach von Goose Creek vom Charakter her eher an Pink Pearl, als an Pink Sands.

Nichtsdestotrotz, Pink Beach transportiert schon irgendwie ein dezentes Strandgefühl, wenngleich der Duft mit etwas Fantasie ebenso gut als Frühlingsterrassen- oder sogar als Candystoreduft durchgehen könnte.

Ich persönliche favorisiere Pink Sands von Yankee Candle, da mich die Kerze von Goose einfach nicht ebenso gut abholt. Der Duft ist aber durchaus in Ordnung. Kein Nachkauf- , aber auf jeden Fall ein Aufbrauchkandidat. Leider flackert und rußt mein Exemplar unsäglich, so dass ich überlege, sie vielleicht zu Melts für die Duftlampe einzuschmelzen.


Das waren sie also, meine Düfte, die in letzter Zeit hier brennen durften. Kennt ihr einige dieser Düfte, habt sie vielleicht auch bei euch im Kerzenschrank stehen? Was hat bei euch in der letzten Zeit so gedüftelt? Schreibt mir gern einen Kommentar, oder schaut in meiner Facebookgruppe vorbei und erzählt von euren Erfahrungen mit diesen und anderen Duftkerzen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.




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